Zum COP 26-Thementag am 8. November: Klimaanpassung schützt Leben und sichert Zukunft

07. November 2021
Bild Klima Windrad

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser fordert von den Vertragsstaaten der Klimakonferenz in Glasgow einen verbindlichen globalen Generationenvertrag zur Klimaanpassung.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser fordert von den Vertragsstaaten der Klimakonferenz in Glasgow einen verbindlichen globalen Generationenvertrag zur Klimaanpassung. „Es ist erfreulich, dass die Bedeutung der Klimaanpassung endlich als ein Schwerpunkt auf der internationalen Verhandlungsbühne angekommen ist. Aber ein Thementag Klimaanpassung ist zu wenig. Ebenso wie die Umsetzung des 1,5-Grad-Klimaschutzziels verhandelt wird, müssen in den Folgekonferenzen klare globale Zielgrößen und verbindliche Initiativen zur Klimaanpassung vereinbart werden“, betont Heinen-Esser im Vorfeld des Thementages „Klimaanpassung“ der Weltklimakonferenz am Montag, 8. November 2021.

Weltweite Klimaextreme, darunter auch die viel zu warmen Jahre 2018-2020 in Deutschland und die Flutkatastrophe im Sommer 2021 sind sichtbare Zeugen des Klimawandels. „Das Wetter ist der Sekundenzeiger der Klima-Uhr, die zunehmend aus dem Takt geraten ist. Der Klimawandel hat uns bereits fest im Griff. Wir können ihn nicht mehr aufhalten, ihn aber abbremsen und regional Vorsorge treffen, um die dramatischen Folgen für Mensch und Natur abzumildern. Klimaanpassung schützt Leben und sichert Zukunft“, betont die Ministerin.

Die drei vergangenen Jahre 2018-2020 markierten nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zusammen mit 2014 die wärmsten Jahre in Deutschland seit 1881. Auch die Sommermonate 2021 fielen gemäß DWD insgesamt zu warm aus. Hinzu kamen die historisch extremen Regenfälle und verheerenden Fluten im Juli durch Tief „Bernd“.

Ressortübergreifendes Ziel der Landesregierung ist es, Nordrhein-Westfalen klimafest zu machen und Klimaanpassung als Querschnittaufgabe zu etablieren. Auf Einladung von Ministerin Heinen-Esser haben sich am Freitag, 5. November 2021, Vertreter aus Kanada, Schweden, Finnland, den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen über mögliche Lösungsansätze und Maßnahmen ausgetauscht.

Ministerin Heinen-Esser stellte dabei das neue Klimaanpassungsgesetz Nordrhein-Westfalen und die begleitende 15-Punkte-Offensive vor. Als erstes eigenständiges Gesetz zur Klimaanpassung ist es national beispiellos und auch international gibt es nur wenige vergleichbare Initiativen. Heinen-Esser: „Der Klimawandel kennt keine Landesgrenzen, deshalb ist die Kooperation verschiedener Länder so wichtig. Nur als Gemeinschaft – in Nordrhein-Westfalen und weltweit – können wir den Klimawandel und seine Folgen begrenzen. Es ist daher enorm wichtig, dass wir unsere Erfahrungen und Ansätze im Umgang mit Klimafolgen auch international teilen.“

Modelle grenzüberschreitender Kooperation bestehen zum Beispiel zwischen Nordrhein-Westfalen und Gelderland aber auch über Kontinente hinweg. Die neu geschlossene Partnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und British Columbia sowie der Austausch zwischen den skandinavischen und nordamerikanischen Regionen wurden hier als Erfolge genannt.

Klimaanpassung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. So soll die Umsetzung des Klimaanpassungsgesetzes für Nordrhein-Westfalen durch einen Beirat mit rund 20 Vertreterinnen und Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Verbänden begleitet werden. Am 19. November wird er zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen. Da unter anderem Unternehmen wichtige Partner der Klimavorsorge und zugleich Betroffene sind, baut das Umweltministerium die Vernetzung der Privatwirtschaft zum Thema Klimaanpassung weiter aus. Ein neu geschaffenes Kompetenznetzwerk bietet in Kürze unter anderem eine Web-Plattform für Unternehmen mit Austausch- und Informationsmöglichkeiten.

 

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