Modellvorhaben für Geringqualifizierte

Rainer Schmeltzer
1. Dezember 2016

Modellvorhaben für Geringqualifizierte ist ein Baustein für gesellschaftliche Integration

Minister Rainer Schmeltzer: Möglichst vielen Menschen die Chance auf Arbeit ermöglichen

Noch nie waren so viele Menschen in Nordrhein-Westfalen in Lohn und Brot wie zurzeit. Dennoch gibt es zahlreiche Menschen, die schon seit mehreren Jahren keine Arbeit haben und auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind.

 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Noch nie waren so viele Menschen in Nordrhein-Westfalen in Lohn und Brot wie zurzeit. Dennoch gibt es zahlreiche Menschen, die schon seit mehreren Jahren keine Arbeit haben und auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind. Sie konnten von der zahlenmäßig positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in NRW nicht ausreichend profitieren. Gleichzeitig suchen Unternehmen händeringend nach Fachkräften. „Wir wollen, dass möglichst viele Menschen die Chance erhalten, am Arbeitsleben teil zuhaben und ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Darum starten wir in NRW ein Modellvorhaben für geringqualifizierte Jugendliche und Erwachsene im Alter von 21 bis 45 Jahren auf“, erklärte Arbeits- und Sozialminister Rainer Schmeltzer.

Bildung eröffnet Lebens- und Aufstiegschancen: Damit möglichst viele Menschen zwischen 21 und 45 Jahren diese Chancen für sich optimal nutzen können, hat das Arbeitsministerium zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit in NRW, den Jobcentern und den Industrie- und Handelskammern das Modellvorhaben vereinbart. „Über eine individuelle, passgenaue Qualifizierung wollen wir den Menschen die Teilnahme am Arbeitsmarkt als ausgebildete Fachkräfte mit guten Zukunftsperspektiven ermöglichen“, sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Im Fokus stehen Arbeitslose und Arbeitsuchende ohne Berufsausbildung, die ohne Qualifizierung nicht oder nur sehr schwer Arbeit finden würden. „Die Maßnahme richtet sich an Menschen, für die aufgrund ihrer bisherigen Erwerbsbiographie bereits die Teilnahme an einer längerfristigen, abschlussorientierten Weiterbildung eine hohe Herausforderung darstellt“, sagte Christiane Schönefeld. „Deshalb ist die Maßnahme in einzelne Teilschritte der Qualifikation gegliedert. Die Teilnehmer werden kontinuierlich durch Coaches unterstützt und erhalten für jedes erfolgreich absolvierte Modul eine Prämie. Wir freuen uns, dass wir das gemeinsam mit dem Land möglich machen konnten“. Die Weiterbildung erfolgt über zertifizierte Teilqualifizierungsmodule mit dem Ziel des Abschlusses in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einer berufsanschlussfähigen (zertifizierten) Teilqualifikation. Nach dem Abschluss der Maßnahme sollen die Teilnehmer eine höherwertige Beschäftigung aufnehmen können.

„Die Entscheidung für eine berufliche Qualifizierung hängt von vielen Kriterien ab“, ergänzte Minister Rainer Schmeltzer. „Dazu gehört auch Geld. Die Menschen müssen bereit sein, sich für einen längeren Zeitraum auf eine Weiterbildung einzulassen, statt eine Arbeit als An- oder Ungelernte aufzunehmen. Deshalb werden wir Erfolgsprämien zahlen für erfolgreich abgeschlossene Qualifizierungsbausteine.“ Die kontinuierliche Unterstützung durch Qualifizierungscoachs nimmt den Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Sorge vor einer möglichen Überforderung vor, während und nach der Maßnahme und gibt ihnen die Möglichkeit, sich in absehbaren Schritten weiterzubilden. „Das Modellvorhaben ist für uns ein wichtiger Baustein für mehr gesellschaftliche Integration durch Qualifizierung und Beschäftigung“, sagte Rainer Schmeltzer.

Der Schwerpunkt liegt auf Teilqualifizierungen, die letztlich verbunden mit einer externen Kammerprüfung zu einem anerkannten Berufsabschluss führen können. Das Modellvorhaben startet am 1. Dezember 2016 in sieben Jobcentern mit insgesamt 261 Teilnehmerplätzen an. Die Dauer ist für 48 Monate, also bis 2020 angesetzt. Finanziert wird das Projekt über das Land NRW, den Europäischen Sozialfonds (ESF) und die Jobcenter.

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