Anwerbung internationaler Fachkräfte: Fachkräfteagentur International prüft Vermittlungsagenturen auf Seriosität

Arbeitsminister Laumann: Unternehmen und ausländische Fachkräfte vor schwarzen Schafen unter den Vermittlern schützen

4. März 2026
Eine dunkelhaarige Frau im weißen Kittel hält einen Glaskolben mit hellblauer Flüssigkeit in der linken Hand und schaut es prüfend an. Im Hintergrund eine grüne Tafel mit chemischen Formeln in weißer Kreideschrift.

Die Wirtschaft rekrutiert zunehmend Fachkräfte aus dem Ausland. Ende 2025 waren rund 138.000 Personen aus dem Ausland mit einem Aufenthaltstitel für Ausbildung oder Arbeit in Nordrhein-Westfalen. Damit die Anwerbung fair und transparent abläuft, prüft die NRW Fachkräfteagentur International Vermittlungsagenturen auf Basis einer Selbstauskunft und veröffentlicht diese online.

Arbeit, Gesundheit und Soziales

Die Wirtschaft rekrutiert zunehmend Fachkräfte aus dem Ausland. Ende 2025 waren rund 138.000 Personen aus dem Ausland mit einem Aufenthaltstitel für Ausbildung oder Arbeit in Nordrhein-Westfalen. Damit die Anwerbung fair und transparent abläuft, prüft die NRW Fachkräfteagentur International (FAI NRW) Vermittlungsagenturen auf Basis einer Selbstauskunft und veröffentlicht diese online. Die Landesregierung bietet Unternehmen so eine Orientierungshilfe bei der Auswahl seriöser Anbieter und leistet gleichzeitig einen Betrag zur Prävention von Arbeitsausbeutung. Agenturen können ihre Informationen ab sofort auf der Webseite der FAI NRW eingeben.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: „Vermittlungsagenturen tragen eine große Verantwortung bei der Anwerbung internationaler Fachkräfte. Sowohl Unternehmen als auch interessierte Fach- und Arbeitskräfte sollen die Sicherheit haben, dass ihre Vermittlungsagentur seriös arbeitet. Nicht selten geraten Arbeitskräfte und Unternehmen an schwarze Schafe, die Fachkräfte unter Vortäuschung falscher Angaben über den zukünftigen Arbeitsplatz nach Deutschland locken und horrende Gebühren verlangen, die die Betroffenen in die Verschuldung treiben. Wenn Menschen aus dem Ausland zu uns kommen, um hier zu arbeiten, muss das fair und transparent ablaufen.“ 

Auf der Website der FAI NRW unter https://www.fai.nrw finden Vermittlungsagenturen ein Online-Formular, mit dem sie ihre Vermittlungspraxis in den Herkunftsländern der Fachkräfte und ihr Leistungsangebot beschreiben können. Diese Möglichkeit der Selbstauskunft richtet sich an Agenturen, die sich zur Einhaltung fairer Standards verpflichten. Dazu gehören zum Beispiel eine gerechte Kostenverteilung und ein transparenter Vermittlungsprozess, sowohl für Fachkräfte als auch für die anwerbenden Unternehmen. 

Die Angaben in der Selbstauskunft prüft die „G.I.B. – Gestaltung, Innovation und Beratung in der Arbeits- und Sozialpolitik GmbH“ auf Plausibilität und Vollständigkeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen zudem persönlichen Kontakt zu den Agenturen auf. Alle Vermittlungsagenturen müssen weiterhin eine Erklärung zur Einhaltung fairer Standards unterzeichnen. Die Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben liegt vollständig bei den Vermittlungsagenturen. Das Ministerium haftet nicht bei etwaigen Falschangaben der Agenturen.

Die geprüften und als seriös eingestuften Agenturen werden auf der Website der FAI NRW veröffentlicht. Durch die Selbstauskünfte bekommen Unternehmen eine Orientierungshilfe bei der Auswahl anwerbender Anbieter. Die Website enthält darüber hinaus Informationen zu rechtlichen Grundlagen der Anwerbung sowie zu Kriterien, die bei der Auswahl von Agenturen zu beachten sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten außerdem persönliche Beratung für Unternehmen an. 

Hintergrundinformationen

Die Fachkräfteagentur International ist Teil der Fachkräfteoffensive NRW: Seit Mitte Mai 2025 bietet sie ein umfassendes und kostenloses Beratungsangebot für Arbeitgeber, die internationale Fachkräfte gewinnen möchten. 

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