Kritische Technologien: Nordrhein-Westfalen und EU fördern Ausstattung der beruflichen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen

Minister Laumann: Mit der Förderung stärken wir die berufliche Bildung bei der zukunftsfähigen Weiterentwicklung ihres Angebotes

5. März 2026
Karl-Josef Laumann

Nordrhein-Westfalen unterstützt gemeinsam mit der Europäischen Union Einrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung bei ihren Investitionen in eine moderne Ausstattung und digitale Lernumgebungen, die der Vermittlung von Kompetenzen in so genannten kritischen Technologien dienen. Dabei handelt es sich um Schlüsseltechnologien, die für Innovationen, Wettbewerbsfähigkeit und strategische Unabhängigkeit der EU essenziell sind – etwa digitale Technologien für Künstliche Intelligenz oder Robotik.

Arbeit, Gesundheit und Soziales

Nordrhein-Westfalen unterstützt gemeinsam mit der Europäischen Union Einrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung bei ihren Investitionen in eine moderne Ausstattung und digitale Lernumgebungen, die der Vermittlung von Kompetenzen in so genannten kritischen Technologien dienen. Dabei handelt es sich um Schlüsseltechnologien, die für Innovationen, Wettbewerbsfähigkeit und strategische Unabhängigkeit der EU essenziell sind – etwa digitale Technologien für Künstliche Intelligenz oder Robotik. Insgesamt stehen für die Fördermaßnahme „Überbetriebliche Bildungsstätten für kritische Technologien“ rund 12,5 Millionen Euro Mittel der EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Ziel ist es, berufliche Aus- und Weiterbildungseinrichtungen zukunftsfähig auszustatten, um Kompetenzen für die Entwicklung und Anwendung kritischer Technologien zu vermitteln und damit die Zahl qualifizierter Arbeits- und Fachkräfte zu erhöhen.

„Mit dieser Förderung setzen wir gezielt Anreize, damit Aus- und Weiterbildungseinrichtungen ihre Angebote fit für die Zukunft machen können. In Zeiten großer wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen brauchen wir gut qualifizierte Arbeitskräfte, die auch neue Technologien anwenden können. So stärken wir sowohl die berufliche Bildung als auch den Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen“, erklärt Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.

Zu den kritischen Technologien zählen gemäß der EU-Verordnung zur Einrichtung der Plattform „Strategische Technologien für Europa“ (STEP-Verordnung)

  • digitale Technologien (zum Beispiel Mikroelektronik, Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und 5G),
  • umweltschonende und ressourceneffiziente Technologien (zum Beispiel Energie aus erneuerbaren Quellen, Speicherlösungen für Strom und Wärme, Kraftstoffe nicht biologischen Ursprungs aus erneuerbaren Quellen, nachhaltige alternative Kraftstoffe) sowie
  • Biotechnologien (zum Beispiel Biomoleküle, Arzneimittel, Medizintechnik).

Gefördert werden Investitionen in die Ausstattung von Werkstätten, Laboren und (digitalen) Lehr- und Lernräumen in bestehenden Aus- und Weiterbildungseinrichtungen. Zur förderfähigen Ausstattung zählen die Anschaffung von Laboreinrichtungen, Maschinen, Werkzeugen, Versuchs- und Erprobungsanlagen, technischen Geräten und IT-Ressourcen (Hard- und Software).

Unterstützt werden können Einrichtungen, deren Vorhaben mehr als 200.000 Euro förderfähige Gesamtausgaben betragen. Die Förderung kann maximal 90 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben betragen. Online-Anträge können bis zum 30. Juni 2027 gestellt werden.

Die EFRE-Förderrichtlinie finden Sie unter  https://recht.nrw.de/mbnrw/2026-23/ 

Die Förderbekanntmachung sowie weitere Informationen zur Antragstellung finden Sie unter https://www.efre.nrw/einfach-machen/foerderung-finden/ueberbetriebliche-bildungsstaetten.

Zum Hintergrund:

Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021- 2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen finden Sie unter www.efre.nrw

 

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