Zeit und Raum für individuelle Förderung und inklusives Lernen

Porträtfoto von Schulministerin Sylvia Löhrmann
8. April 2016

Ministerin Löhrmann: Schulen in NRW schaffen Zeit und Raum für individuelle Förderung und inklusives Lernen

Statistik-Telegramm 2015/16: Mehr Ganztag und Inklusion bei weiter sinkender Schülerzahl

Immer mehr Schülerinnen und Schüler nehmen ein Ganztagsangebot wahr. Das geht aus dem neuen „Statistik-Telegramm“ des Schulministeriums zu den aktuellen Schuleckdaten für das Schuljahr 2015/16 hervor.

 
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Immer mehr Schülerinnen und Schüler nehmen ein Ganztagsangebot wahr. Das geht aus dem neuen „Statistik-Telegramm“ des Schulministeriums zu den aktuellen Schuleckdaten für das Schuljahr 2015/16 hervor. Mit dem Ausbau der Ganztagsangebote ist auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die am offenen, erweiterten oder gebundenen Ganztag ihrer Schule teilnehmen, von 38,0 Prozent (rund 739.300 Schülerinnen und Schüler) im Vorjahr auf jetzt 40,0 Prozent (rund 769.400 Schülerinnen und Schüler) angestiegen (zum Vergleich Schuljahr 2006/07: 18,4 Prozent). „Der Ganztag in Nordrhein-Westfalen wächst weiter. Das bedeutet: Mehr Zeit für individuelle Förderung, inklusives Lernen, Erziehung und Betreuung. Damit verbessern wir die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche mit schwierigen sozialen Startbedingungen“, betonte Schulministerin Sylvia Löhrmann in Düsseldorf.
 
Die höchsten Ganztagsquoten können die Schulen des längeren gemeinsamen Lernens (Gemeinschaftsschule 100,0 Prozent, Sekundarschule 89,3 Prozent, PRIMUS-Schule 87,8 Prozent, Gesamtschule 80,0 Prozent) aufweisen. Aber auch an der Hauptschule (58,8 Prozent) und in den Grundschulen (42,4 Prozent) liegt die Quote über dem landesweiten Durchschnittswert. Ministerin Löhrmann sagte: „Der Ganztag ist Ausdruck unserer flexibilisierten Lebens- und Arbeitswelt kombiniert mit dem Wunsch nach bester Bildungsförderung. Deshalb setzt die Landesregierung den Ganztagsausbau in allen Schulformen bedarfsgerecht weiter fort.“
 
Neben den wachsenden Zahlen im Ganztag steigt auch der Inklusionsanteil weiter in moderatem Maß an, immer mehr Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernen inklusiv an einer allgemeinen Schule. Nahmen im vergangenen Schuljahr 34,0 Prozent aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in der Primarstufe und Sekundarstufe I am gemeinsamen Unterricht teil, sind es im laufenden Schuljahr 38,0 Prozent. Demgegenüber ist die Zahl der Förderschulen zurückgegangen: im Bereich Grundschule/Hauptschule beispielsweise machten im Vorjahr 625 Förderschulen einen Anteil von 10,2 Prozent an allen Schulen aus, im aktuellen Schuljahr liegt dieser Wert bei 9,2 Prozent (550 Förderschulen). Damit ist ein Rückgang von 1,0 Prozentpunkten zu verzeichnen; im Vergleich mit dem Schuljahr 2006/07 ist das ein Rückgang von 1,4 Prozentpunkten (damals 712 Förderschulen mit einem Anteil an allen Schulen von 10,6 Prozent).
 
Insgesamt bleibt der demographische Wandel weiterhin in den Schülerzahlen sichtbar: Im laufenden Schuljahr liegt die Gesamtzahl der nordrhein-westfälischen Schülerinnen und Schüler bei insgesamt rund 2.518.900 und ist damit um 1,1 Prozent niedriger als noch im Schuljahr 2014/15 (2.547.700). Der demographische Wandel vollzieht sich damit etwas langsamer, als noch im Rahmen der letzten Schülerzahlprognose angenommen. Hierzu hat unter anderem der aktuell zu beobachtende Anstieg der Zahl zugewanderter Schülerinnen und Schüler beigetragen. Nach Schulformen differenziert, zeigt sich ein Schülerzahlrückgang überwiegend in der Hauptschule, die nun von 13,2 Prozent Jugendlichen weniger besucht wird als im Vorjahr (103.300 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2015/16 gegenüber 119.000 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2014/15). Im Gegensatz dazu stieg an den Schulen des längeren gemeinsamen Lernens (Gesamt-, Sekundar-, Gemeinschafts- und PRIMUS-Schule) die Zahl der Schülerinnen und Schüler wie bereits im Vorjahr um 8,2 Prozent an, sie liegt nun bei rund 324.300 (zum Vergleich Schuljahr 2013/14: 299.800 Schülerinnen und Schüler).
 
Diese und andere Ergebnisse können ab sofort dem „Statistik-Telegramm 2015/16“ entnommen werden. Neben zentralen Eckdaten zum laufenden Schuljahr werden in der Veröffentlichung die wichtigsten, regelmäßig nachgefragten statistischen Daten der Amtlichen Schuldaten als Zeitreihe veröffentlicht. Das Statistik-Telegramm ist online verfügbar unter:
www.schulministerium.nrw.de (à Das Ministerium à Service à Schulstatistiken).

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