Förderung innovativer Klimaschutzprojekte
Das Foto zeigt ein sich drehendes Windrad.
21. Dezember 2018

Land fördert im Rahmen von „IN4climate.NRW“ innovative Klimaschutzprojekte der Industrie

Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat heute Förderbescheide für zwei innovative Klimaschutzvorhaben an die Siemens AG und die Shell Deutschland Oil GmbH überreicht.

 
Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit:

Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat heute Förderbescheide für zwei innovative Klimaschutzvorhaben an die Siemens AG und die Shell Deutschland Oil GmbH überreicht. Dabei handelt es sich um Projekte für eine nachhaltige und CO2-freie Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien, für die zunächst zwei Machbarkeitsstudien erstellt werden.
 
Minister Pinkwart: „Um ambitionierten Klimaschutz mit einer auch künftig global wettbewerbsfähigen Industrie zu erreichen, brauchen wir mehr anwendungsorientierte Forschung und Durchbruchinnovationen der Wirtschaft. Mit den beiden geplanten Anlagen zeigen die Industrieunternehmen Siemens und Shell, dass sie sich den Anforderungen der Energiewende stellen und bereit sind, in zukunftsfähige Technologien und innovative Pilotprojekte am Standort Nordrhein-Westfalen zu investieren.“
 
Zur Anfertigung einer Machbarkeitsstudie für eine industrielle Demonstrationsanlage zur Herstellung von synthetischen Kraftstoffen (Power to Liquid - „PtL“) überreichte Minister Pinkwart einen Förderbescheid über 505.453 Euro an Shell. Die geplante Anlage soll in die Shell Rheinland Raffinerie in Wesseling integriert werden und mit erneuerbaren Energien mehrere Tausend Tonnen klimagerechte Kraftstoffe im Jahr produzieren. Diese können vor allem im Transportsektor - zum Beispiel im Flugverkehr, bei schweren LKWs oder Schiffsmotoren - verwendet werden und dort fossile Kraftstoffe ersetzen.
 
Bei dem zweiten Projekt handelt es sich um eine industrielle Pilotanlage zur CO2 freien Energieversorgung mit Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien. Für die Machbarkeitsstudie erhielt die Siemens AG einen Förderbescheid über 215.720 Euro. Als Kurzzeitspeicher sollen Batterien und als Langzeitspeicher Wasserstoff eingesetzt werden. Die Rückverstromung des Wasserstoffs erfolgt durch Verbrennung in einer hocheffizienten KWK-basierten Wasserstoff-Gasturbine, die noch entwickelt wird. Durch intelligente Vernetzung und Nutzung der bei den Prozessen anfallenden Wärme werden die Verluste minimiert und ein Nutzungsgrad von voraussichtlich bis zu 70 Prozent erreicht.
 
Mit der Initiative „IN4climate.NRW“ unterstützt die Landesregierung die notwendigen Transformationsprozesse in der Industrie. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung arbeiten an Strategien und Lösungen, wie die Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten, zusätzliches Wachstum erzeugen und zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele beitragen kann.
 

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