Umweltpolitik im Industrieland Nordrhein-Westfalen: Zukunftsfähig durch Transformation

Umweltministerin Heinen-Esser: Nachhaltigkeit muss das Leitmotiv unseres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Handels sein.

09. Dezember 2021
PHB Umweltwirtschaft Energie

Wie lassen sich Umweltschutz und wirtschaftliches Wachstum vereinen, wie sieht der Pfad einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft aus? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Zukunftskongresses des Umweltministeriums “Umweltpolitik im Industrieland Nordrhein-Westfalen: Zukunftsfähig durch Transformation“.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Wie lassen sich Umweltschutz und wirtschaftliches Wachstum vereinen, wie sieht der Pfad einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft aus? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Zukunftskongresses des Umweltministeriums “Umweltpolitik im Industrieland Nordrhein-Westfalen: Zukunftsfähig durch Transformation“.

„Transformation geht nicht von heute auf morgen, aber für ein lebenswertes Morgen müssen wir heute die Weichen konsequent auf Nachhaltigkeit stellen. Nachhaltigkeit muss das Leitmotiv unseres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Handels sein. Nordrhein-Westfalen geht hier voran“, sagte Umweltministerin Heinen-Esser in ihrer Begrüßung.

Als bevölkerungsreiches Industrieland hat Nordrhein-Westfalen eine besondere Bedeutung und Verantwortung für eine ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich tragfähige Zukunft. Ziel der Veranstaltung ist es, zu diskutieren, vor welchen Herausforderungen das Industrieland Nordrhein-Westfalen bei der Bewältigung dieses Transformationsprozesses steht. Dabei kann die Umweltpolitik wichtige Rahmenbedingungen und Lösungsansätze liefern.

„Die zurückliegenden Jahrzehnte zeigen messbare Erfolge wie zum Beispiel die Verbesserung der Luft- und Wasserqualität. Aber die Umweltpolitik ist noch längst nicht am Ziel. Die größte Herausforderung unserer Zeit ist die Bewältigung des Klimawandels. Die schreckliche Flutkatastrophe im Sommer hat gezeigt, wie wichtig Vorsorge ist. Zur Vorsorge gehört auch, Wirtschaft und Gesellschaft zu einer umweltverträglichen Wirtschaftsweise zu transformieren, um so die Zukunftsfähigkeit des Industrielandes Nordrhein-Westfalen zu stärken“, betonte die Ministerin.

Voraussetzungen seien politische Zielvorgaben, ein fester rechtlicher Rahmen und innerhalb dieses Rahmens ein verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln. „So wie es gelungen ist, dass der Himmel über dem Ruhrgebiet heute wieder blau ist und die Gewässer wieder lebendiger sind, wird auch der nachhaltige Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft gelingen“, sagte Heinen-Esser. „Wir können das Klima, den weltweiten Artenschatz und die natürlichen Ressourcen nicht im Alleingang retten. Aber wir als Industrieland können zeigen, wie die Transformation hin zu einem nachhaltigen Dreiklang von Ökologie, Ökonomie und Sozialem erfolgreich gelingt. Dabei können wir in Nordrhein-Westfalen weltweit Vorbild sein."

Nachhaltiges Wirtschaften plant über den Moment hinaus

Um erfolgreich umzusteuern, ist die Mitwirkung aller erforderlich, die in Politik und Verwaltung, in den Unternehmen und Betrieben Verantwortung tragen. Auch die Bürgerinnen und Bürger haben es in der Hand, mit ihren Konsumentscheidungen ihre Marktmacht ausspielen. Die Umweltpolitik hat, maßgeblich forciert durch die spürbaren Folgen des Klimawandels, in den vergangenen Jahren wieder öffentlich an Bedeutung gewonnen. Heinen-Esser: „Unsere Naturschätze sind endlich. Was wir heute verbrauchen, fehlt vielleicht morgen schon unseren Kindern. Nachhaltiges Wirtschaften schont diese Ressourcen, nutzt Rohstoffe in Kreisläufen und plant über den Moment hinaus.“

Einen wichtigen Orientierungsrahmen bildet die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Sie setzt wesentlich auf Eigenverantwortung, Kreativität und marktwirtschaftliche Anreize. Dies gilt auch für die erfolgreiche Umweltwirtschaftsstrategie des Landes. Sie unterstützt innovative Unternehmen und Start-ups bei der Entwicklung von nachhaltigen Lösungen und der Erschließung von Zukunftsmärkten.

Veranstaltung diskutiert Herausforderungen und Perspektiven

Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen an der digitalen Konferenz teil. Am Beginn stehen zwei Impulsvorträge von Prof. Dr. Christian Berg, Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft Club of Rome, und von Irene Binder, Sustainability Transformation Director L’Oréal. Wie Umweltpolitik in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, welche aktuellen Herausforderungen und Perspektiven bestehen, diskutieren anschließend in einem Panel: Stefan Haver (Head of Sustainability Evonik), Prof. Dr. Claudia Hornberg (Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen), Klaus Müller (Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes) sowie Bodo Middeldorf (Geschäftsführer Zukunftsagentur Rheinisches Revier).

Neue Publikation "Umweltpolitik im Industrieland NRW"

Begleitend zur Veranstaltung hat das Umweltministerium eine Broschüre mit dem Titel "Umweltpolitik im Industrieland NRW" veröffentlicht. Sie beschreibt die Herausforderung der Mensch-Umwelt-Beziehung, blickt auf historische Entwicklungen in fünf Jahrzehnten Umweltpolitik und beleuchtet die aktuellen Herausforderungen. Dargestellt sind Leuchtturmprojekte, Initiativen und Lösungsansätze zur Gestaltung eines nachhaltigen Transformationspfades.

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