Strukturförderung im Rheinischen Revier wirkt – Erster Evaluierungsbericht vorgelegt
Ministerin Neubaur: Mehr Jobs, weniger Arbeitslosigkeit, starke Innovationen
Das Rheinische Revier macht Tempo auf dem Weg in eine starke, lebenswerte und klimaneutrale Zukunft: Die 2020 gestartete Strukturförderung von Bund und Land zeigt spürbare Effekte: mehr Arbeitsplätze, mehr Innovation, mehr Erneuerbare Energien.
Das Rheinische Revier macht Tempo auf dem Weg in eine starke, lebenswerte und klimaneutrale Zukunft: Die 2020 gestartete Strukturförderung von Bund und Land zeigt spürbare Effekte: mehr Arbeitsplätze, mehr Innovation, mehr Erneuerbare Energien. Zu diesem Ergebnis kommt der erste Evaluierungsbericht des Gutachterkonsortiums unter Leitung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), der nicht nur Wirkungen der Strukturförderung zwischen 2020 und 2023 untersucht, sondern auch regionale Trends.
Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur: „Die Ergebnisse machen Mut. Sie zeigen: Es geht voran im Revier. Wir sorgen dafür, dass die Mittel dort ankommen, wo sie gebraucht werden und überprüfen ganz konkret, dass sie ihre Wirkung auf allen Ebenen entfalten: ökonomisch, ökologisch und sozial. Die Region nutzt die Chancen des Wandels und schafft gleichzeitig neue Perspektiven für die Menschen vor Ort. Das ist ein starkes Signal für die Menschen im Revier und für ganz Nordrhein-Westfalen. Wir gehen gemeinsam Richtung Zukunft – und wir bleiben dran.“
Die Kernergebnisse des Evaluierungsberichts:
- Mehr Jobs: Im Rheinischen Revier sind 870.000 Menschen beschäftigt. Einschließlich Mitarbeitenden in Zulieferbetrieben hingen Ende 2023 rund 12.000 Arbeitsplätze von der Braunkohle ab. Seit Beginn der Förderung 2020 gab es im Rheinischen Revier trotz des Rückgangs im Bergbau einen Beschäftigungsanstieg von +4,5 Prozent. Der Anstieg lag über dem Landesdurchschnitt (+4,4 Prozent) sowie anderen Fördergebieten in Nordrhein-Westfalen (+4,2 Prozent).
- Weniger Arbeitslosigkeit: Die Arbeitslosenquote liegt mit 6,7 Prozent unter dem Landesdurchschnitt (7,2 Prozent) und unter dem Niveau anderer Fördergebiete in Nordrhein-Westfalen (7,9 Prozent).
- Starke Wirtschaft: Das Wirtschaftswachstum liegt mit einem Plus von 12,9 Prozent über dem Landesdurchschnitt (+12,1 Prozent) und über anderen Fördergebieten in Nordrhein-Westfalen (+12,0 Prozent).
- Hohe Produktivität: Die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigem nimmt zu und liegt mit rund 69.900 Euro auf Landesniveau (70.000 Euro), aber deutlich höher als in anderen Fördergebieten Nordrhein-Westfalens (rund 65.400 Euro) und den ostdeutschen Revieren (rund 62.700 Euro).
- Starke Ausbildung: Mit fast 41 Auszubildenden je 1.000 Beschäftigten liegt das Rheinische Revier immer noch über dem Bundesdurchschnitt (39).
- Leichter Vorsprung bei Hightech-Gründungen: Die Gründungsintensität im Rheinischen Revier bleibt mit 1,7 Gründungen pro 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner leicht über dem Landesdurchschnitt (1,6) und ist deutlich höher als in den ostdeutschen Revieren (1,3).
- Gute Position bei erneuerbaren Energien: Der Anteil erneuerbarer Energien am örtlichen Stromverbrauch liegt mit 27,5 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt (22,6 Prozent).
- Wachsender Umweltsektor: Der Anteil der Arbeitsplätze im Bereich Grüner Technologien ist mit 2,4 Prozent leicht überdurchschnittlich im Vergleich zum Landesdurchschnitt (2,3 Prozent).
Der Bericht ist verfügbar unter https://www.wirtschaft.nrw/dokument/evaluierungrheinischesrevier
Hintergrund
Bund und Land unterstützen die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers im Zuge des Kohleausstiegs mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 492 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,35 Milliarden Euro bewilligt.
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