Strukturförderung im Rheinischen Revier wirkt – Bericht zur Arbeitsmarktentwicklung vorgelegt

Ministerin Neubaur: Mehr Jobs, mehr Ausbildung – wirtschaftliche Transformation im Rheinischen Revier kommt voran

21. Januar 2026
Wirtschaft Diagramm Auswertung Graph Tabelle

Die 2020 gestartete Strukturförderung von Bund und Land wirkt. Zu diesem Ergebnis kommt der erste Bericht zur Arbeitsmarktentwicklung im Rheinischen Revier, den ein Gutachterkonsortium unter Leitung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt hat.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Mehr Jobs, mehr Ausbildung, weniger Arbeitslosigkeit: Die 2020 gestartete Strukturförderung von Bund und Land wirkt. Zu diesem Ergebnis kommt der erste Bericht zur Arbeitsmarktentwicklung im Rheinischen Revier, den ein Gutachterkonsortium unter Leitung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt hat. Die Zwischenbilanz wurde an diesem Mittwoch im Ausschuss für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie vorgestellt.

Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur: „Der Bericht zeigt klar: Die Veränderungen im Rheinischen Revier wirken – und sie kommen bei den Menschen an. Neue Arbeitsplätze entstehen, Ausbildungsplätze werden geschaffen und die Region nutzt die Chancen des Wandels. Unser Ziel ist es, dass gute Arbeit und verlässliche Perspektiven direkt vor Ort entstehen – für junge Menschen genauso wie für diejenigen, die schon lange hier leben und arbeiten. Der Strukturwandel ist kein Selbstläufer, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Deshalb bleiben wir dran, investieren weiter und gestalten diesen Wandel gemeinsam mit den Kommunen, Unternehmen und den Menschen im Revier.“

Kernergebnisse des Arbeitsmarktberichts:

  1. Der Arbeitsmarkt funktioniert: Die Neubesetzung von Stellen mit Arbeitssuchenden gelingt. Der Anteil der ehemals Arbeitssuchenden, die in Beschäftigung wechseln ist hier mit 5,4 Prozent der Beschäftigten höher als in Nordrhein-Westfalen (4,7 Prozent) und im Bund (4,6 Prozent).
  2. Ausbildungsbetriebe bilden überdurchschnittlich aus: Der Anteil der ausbildenden Betriebe liegt im Rheinischen Revier mit 20,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (18,8 Prozent).
  3. Wirtschaft erneuert sich: Die wirtschaftliche Transformation kommt auf Branchenebene voran. In den vergangenen Jahren sind die Beschäftigtenanteile in der Digitalwirtschaft, der Umweltwirtschaft sowie den technisch-wissenschaftlichen Dienstleistungen im Rheinischen Revier fast überall gestiegen bzw. liegen deutlich über den Vergleichsregionen.
  4. Beschäftigungschancen für alle Qualifikationen: Steigende Nachfrage nach Beschäftigten im Bereich der niedrig (Helferinnen und Helfer) und hochqualifizierten Personen (Spezialistinnen und Spezialisten sowie Expertinnen und Experten).
  5. Anrainerkommunen halten Schritt: Die Beschäftigungsentwicklung der an den Tagebaurändern anliegenden Gemeinden ist ebenso stark wie im restlichen Rheinischen Revier und in Nordrhein-Westfalen. 

Der Bericht ist verfügbar unter  www.wirtschaft.nrw/bericht-zur-arbeitsmarktentwicklung-2025

Hintergrund

Bund und Land unterstützen die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers im Zuge des Kohleausstiegs mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 521 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,8 Milliarden Euro bewilligt.

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