Start-ups für Klima- und Umweltschutz: Umweltministerium kürt Gewinner im Businessplan-Wettbewerb

Umweltministerin Heinen-Esser: Gerade in Zeiten des Umbruchs stellt sich die Frage, welche Geschäftsmodelle nachhaltig, resilient und zukunftstauglich sind. Die prämierten Gründungsteams haben hervorragende Antworten auf diese Frage gefunden

01. Dezember 2021
Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Mit 40 teilnehmenden Start-ups verbuchte der diesjährige Businessplan-Wettbewerb für grüne Gründungen aus Nordrhein-Westfalen einen neuen Rekord.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Mit 40 teilnehmenden Start-ups verbuchte der diesjährige Businessplan-Wettbewerb für grüne Gründungen aus Nordrhein-Westfalen einen neuen Rekord. Am Dienstag (30. November 2021) fand nun die Auszeichnung der Gewinner durch Umweltministerin Ursula Heinen-Esser statt. 

Mit dem ersten Platz und einem Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro wurde PhycoSystems aus Dortmund ausgezeichnet. Das junge Unternehmen automatisiert den Anbau von Mikroalgen als Ergänzung zur traditionellen Nahrungs- und Futtermittelproduktion mittels eines Photobioreaktors.

Das zweitplatzierte Start-up BIORoxx GmbH aus Essen (5.000 Euro Preisgeld) hat ein umweltschonendes, biologisch abbaubares Rattengift entwickelt. Mit dem neuartigen Verfahren wird eine Toxizität ausschließlich im Zieltier erreicht.

Die Firma NUNOS GmbH aus Köln belegte den dritten Platz und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Das Verfahren zur Herstellung von höherwertigem Pflanzendünger aus Gülle oder Gärprodukten hilft dabei Nährstoffe gezielt zu verwerten und dadurch Böden und Gewässer vor Stickstoffeinträgen zu schützen.

„Die Beiträge am Businessplan-Wettbewerb zeigen es eindrucksvoll: Innovative Start-ups sind Treiber einer Green Economy“, betonte Ministerin Heinen-Esser im Rahmen der Auszeichnung: „Gerade in Zeiten des Umbruchs stellt sich die Frage, welche Geschäftsmodelle nachhaltig, resilient und zukunftstauglich sind. Die prämierten Gründungsteams haben hervorragende Antworten auf diese Frage gefunden. Sie stehen vorbildlich für die Innovationskraft und die Vielfältigkeit der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen.“

Dass sich die Umweltwirtschaft als besonders krisenfest erweist, zeigen vorläufige Auswertungen für den nächsten Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen. Bei der Anzahl der Erwerbstätigen zeigte die Umweltwirtschaft im Jahr 2020 trotz Corona-Pandemie einen weiteren Anstieg auf rund 471.000 Erwerbstätige.

Unterstützung von der Idee bis zur Markteinführung

Der KUER.NRW Businessplan-Wettbewerb richtet sich an Gründerinnen und Gründer aus den Branchen Klima, Umwelt, Energie und Ressourcenschonung (KUER). Er wird im Auftrag des Umweltministeriums von Pro Ruhrgebiet e.V. und dem Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. durchgeführt. In den vergangenen Monaten erhielten die teilnehmenden Teams Coaching-Angebote und Unterstützung bei der Businessplan-Erarbeitung durch qualifizierte Mentorinnen und Mentoren.

Frau Dr. Ute Günther, Geschäftsführerin von pro Ruhrgebiet e.V., betonte: „Auch im zweiten Jahr unter Pandemiebedingungen ist die Zahl der am Wettbewerb teilnehmenden Teams weiter angestiegen. Dabei ist zu beobachten, dass die Bandbreite innovativer Geschäftsideen immer größer und zugleich spezifischer geworden ist. Wir haben hier im Land in den nachwachsenden Generationen ein großartiges Innovationskapital, das wir mit vielfältigen Angeboten unterstützen.“

Als führender Anbieter von Umwelttechnologien ist Nordrhein-Westfalen bundesweiter Vorreiter. Zur weiteren Stärkung baut das Land seine Förder- und Unterstützungsangebote im Bereich der Umweltwirtschaft kontinuierlich aus. Allein in den zurückliegenden Monaten hat das Umweltministerium mehrere Projektaufrufe mit einem Fördervolumen von mehr als 60 Millionen Euro initiiert. KUER.NRW bietet Gründerinnen und Gründern breite Unterstützungsangebote von der ersten Idee über die Produktentwicklung und Finanzierungsfragen bis zur Markteinführung.

Weitere Informationen:

In einem vorgeschalteten Screeningprozess wurden die Top Ten Start-ups für das Finale am 30. November 2021 ausgewählt.  Eine Beschreibung der jeweiligen Beiträge finden Sie hier.

Weitere Informationen – darunter auch Videos zu den Top Ten Start-ups – finden Sie unter: www.kuer.nrw

 

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