Start der beiden digitalen europäischen Plattformen „The European Collection“ und „ENTR“ – Umsetzung des Aachener Vertrags

21. April 2021
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Zwei Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags von Aachen nimmt die Idee einer europäischen digitalen Plattform, die insbesondere junge Menschen noch stärker adressiert, Gestalt an. Aus den gemeinsamen Anstrengungen der Rundfunkanstalten auf deutscher und französischer Seite sind zwei komplementäre digitale Plattformenprojekte hervorgegangen.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Zwei Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags von Aachen nimmt die Idee einer europäischen digitalen Plattform, die insbesondere junge Menschen noch stärker adressiert, Gestalt an. Aus den gemeinsamen Anstrengungen der Rundfunkanstalten auf deutscher und französischer Seite sind zwei komplementäre digitale Plattformenprojekte hervorgegangen, die nunmehr an den Start gehen. Ein Projekt ist „The European Collection“, welches von dem deutsch-französischen Kultursender ARTE zusammen mit den Partnern ARD, ZDF, France Télévisions und SRG SSR aufgesetzt wurde und im Rahmen dessen Inhalte der beteiligten Sender in unterschiedlichen Sprachen europaweit verfügbar gemacht werden sollen. Das weitere Projekt ist „ENTR“, welches von den beiden Auslandsrundfunkanstalten Deutsche Welle und France Médias Monde entwickelt wurde und sich mit aktuellen europäischen Themen an vor allem junge Menschen in Europa wenden will.
 
Der deutsch-französische Kulturbevollmächtigte Armin Laschet, die französische Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin, die Staatministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, die Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales, Staatssekretärin Heike Raab, der Staatsminister für Europa Michael Roth und der französische Staatsekretär für Europa, Clément Beaune, würdigen den Launch der beiden Projekte als wesentlichen Schritt zur Erfüllung des Vertrags von Aachen.
 
Ministerpräsident Armin Laschet: „Die beiden Projekte ‚The European Collection‘ und ‚ENTR‘ füllen die Idee einer digitalen europäischen Plattform mit Leben und zeigen, was durch gemeinsames Engagement möglich ist. Europa braucht einen Kultur- und Medienraum, der sich an gemeinsamen Werten orientiert. Wir brauchen dazu starke europäische Inhalte und eine entsprechende technische Infrastruktur, die diese abbildet. Ich freue mich daher sehr über die Verwirklichung der beiden Projektideen, die ganz in diesem Sinne stehen und wünsche mir, dass Ziel und Geist des Aachener Vertrags auch in weiteren Projekte fortgetragen wird.“
 
Die französische Ministerin für Kultur, Roselyne Bachelot-Narquin: „Ich freue mich, dass „ENTR!“ und „The European Collection“ an den Start gehen, und begrüße das Engagement von Frankreich Médias Monde, der Deutschen Welle, ARTE und ihren Partnern bei der Gestaltung dieser Angebote. Das ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau eines gemeinsamen Medien- und Kulturraums, den Europa so dringend braucht und der im Mittelpunkt der Ziele des Vertrags von Aachen steht. Diese ebenso innovativen wie ehrgeizigen Angebote werden dazu beitragen, durch den Austausch kultureller Inhalte und Informationen engere Verbindungen zwischen jungen Europäern herzustellen.“
 
Monika Grütters: „Mit den Projekten ‚ENTR‘ der Deutschen Welle und France Médias Monde sowie ‚The European Collection‘ von ARTE lösen die Fernsehsender einmal mehr ihren Anspruch ein, Kultur und Vielfalt über Ländergrenzen hinweg zu vermitteln und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Diesen grenzüberschreitenden kulturellen Austausch brauchen wir in Europa dringender denn je. Dazu gehört ganz entscheidend, die Vielfalt und die Unabhängigkeit unserer europäischen Medienlandschaft weiter zu stärken. Deshalb haben wir den Aufbau einer Europäischen Plattform als eines der wichtigsten Ziele im Vertrag von Aachen verankert. Mit dem ‚ENTR‘-Projekt und ‚The European Collection‘ werden wir bereits ein gutes Stück auf dem Weg dorthin erreicht haben.“
 
Heike Raab: „ARTE und die anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland und Frankreich zeigen mit ihrem Engagement Möglichkeiten der Digitalisierung auf. Sie setzen wichtige Akzente, wie neu entstehende Kommunikationsräume im Sinne des Erhalts und der Sicherung von Medienvielfalt genutzt und gestaltet werden können.“ Raab koordiniert in der Rundfunkkommission für das Vorsitzland Rheinland-Pfalz die Medienpolitik der Länder.
 
Michael Roth: „Die Plattformen ‚ENTR‘ und ‚The European Collection‘ machen eine Europäische Öffentlichkeit besser erlebbar. Sie zeigen, wie viel Gestaltungskraft und Kreativität in europäischer Zusammenarbeit stecken. ‚The European Collection‘ gibt europäische Antworten auf drängende Fragen aus Kultur und Gesellschaft. Die von der Deutschen Welle und France Médias Monde entwickelte Online-Plattform ‚ENTR‘ spricht junge Menschen in Europa unmittelbar an und ermöglicht einen Austausch, der Grenzen und Sprachbarrieren überschreitet.“
 
Clément Beaune: „Ich freue mich sehr, dass ENTR, dieses zutiefst europäische Projekt von Deutscher Welle und France Médias Monde, nun an den Start geht. Gerade in der Covid19-Pandemie haben wir gesehen, dass wir mehr gegenseitiges Verständnis in Europa brauchen. Die Plattformen ‘ENTR’ und ‘The European Collection’ werden ganz sicher ein weiterer Baustein für unser gemeinsames europäisches Bewusstsein. Ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg!“
 
Alle stimmen darin überein, dass mit ‚The European Collection‘ und ‚ENTR‘ wesentliche Schritte zur Umsetzung des Aachener Vertrages erfolgt sind, aber auch weitere ergänzende Initiativen der Rundfunkanstalten begrüßt werden. Vor dem Hintergrund des europäischen Ansatzes des Aachener Vertrags besteht Einigkeit, dass eine Unterstützung des Engagements der Rundfunkveranstalter auf europäischer Ebene sehr wünschenswert ist.
 
Weiterführende Informationen zu den Plattformen unter den nachfolgenden Links: 
https://entr.net/de/
https://www.arte.tv/de/videos/RC-019948/the-european-collection/
https://www.france.tv/collection/2119387-la-collection-europeenne/
 

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