Spatenstich für die Microsoft Rechenzentren im Rheinischen Revier: Nordrhein-Westfalen wird zentraler Standort für die Infrastruktur des digitalen Zeitalters
Ministerpräsident Wüst: Starker Impuls für Innovationen, neue Arbeitsplätze, Wohlstand, soziale Sicherheit und die Zukunft unseres Landes / Ministerin Neubaur: Das Rheinische Revier wird zum Standort für Innovation, Technologie und neue Arbeitsplätze
Im Rheinischen Revier entstehen drei hochmoderne Microsoft Hyperscaler-Rechenzentren, mit denen die Verfügbarkeit von Cloud-Services in ganz Deutschland signifikant steigen wird.
Nordrhein-Westfalen geht konsequent den Weg von der Kohle zur KI: Im Rheinischen Revier entstehen drei hochmoderne Microsoft Hyperscaler-Rechenzentren, mit denen die Verfügbarkeit von Cloud-Services in ganz Deutschland signifikant steigen wird. Mit dem Bau der drei Rechenzentren entsteht im Rheinischen Revier zentrale und bedeutende digitale Infrastruktur für Wirtschaft, Forschung und Verwaltung. Sie bildet die Grundlage dafür, dass Innovationen und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz direkt in der Region entstehen können.
Beim Spatenstich für das Großprojekt am Donnerstag, 12. März 2026, nehmen neben der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie Mona Neubaur der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung Karsten Wildberger, die Bürgermeister der drei beteiligten Kommunen Volker Mießeler (Bergheim), Sascha Solbach (Bedburg) und Andreas Heller (Elsdorf) sowie Vertreter von Microsoft teil.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen geht konsequent den Weg von der Kohle zur KI und wird zum zentralen Standort für die Infrastruktur des digitalen Zeitalters: Mit dem Spatenstich für die Microsoft Hyperscaler-Rechenzentren beginnt im Rheinischen Revier die neue digitale Zeitrechnung. Dass das Großprojekt jetzt in die Umsetzung geht, ist ein starker Impuls für Innovationen, neue Arbeitsplätze, Wohlstand, soziale Sicherheit und die Zukunft unseres Landes. Microsoft ist für uns ein wichtiger Technologiepartner, der die ersten eigenen Rechenzentren in Deutschland in Nordrhein-Westfalen aufbaut. Das ist ein starkes Zeichen für unser Land.
Unsere Industrie erhält damit direkten Zugang zu modernster Rechenleistung, unser Mittelstand kann neue Chancen erschließen, unsere Forschung ganz neue Möglichkeiten ausloten. Damit setzt sich Nordrhein-Westfalen an die Spitze dieser technologischen Revolution und das Rheinische Revier wird zum Vorbild für viele Strukturwandelprozesse weltweit. Wir nutzen unsere Chancen und machen Nordrhein-Westfalen zur führenden Digitalregion und zum KI-Hotspot Nummer 1 in Europa.“
Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin: „Der Spatenstich für die Rechenzentren von Microsoft ist ein starkes Signal für den erfolgreichen Strukturwandel im Rheinischen Revier. Wo früher Braunkohle Wohlstand geschaffen hat, entsteht jetzt digitale Infrastruktur für die Wirtschaft von morgen. Die Investition zeigt, dass Nordrhein-Westfalen ein attraktiver Standort für Zukunftstechnologien ist. Rund um den Standort kann nun ein wachsendes Ökosystem aus Unternehmen, Innovation und neuen Arbeitsplätzen entstehen – ein wichtiger Impuls für die Region und weit darüber hinaus.“
Durch die digitale Transformation nimmt die Bedeutung von Daten und ihrer schnellen Verfügbarkeit immer weiter zu. Künstliche Intelligenz wird zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor. Das Rheinische Revier liegt in unmittelbarer Nähe zentraler europäischer Datentrassen und bietet damit sehr gute Voraussetzungen für große Dateninfrastrukturen. Zugleich bleibt die Region auch nach dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung ein bedeutender Energiestandort mit leistungsfähiger Netzinfrastruktur und wachsender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.
Ein neues KI-Ökosystem entsteht im Rheinischen Revier
Das macht Nordrhein-Westfalen zum attraktiven Investitionsstandort. Insgesamt investiert Microsoft 3,2 Milliarden in seine Infrastruktur und Dienstleistungen in Deutschland – davon einen erheblichen Anteil in die Rechenzentren im Rheinischen Revier, die mit dem Spatenstich nun in die konkrete Umsetzung gehen. Rund um diese Infrastruktur wächst ein ganzes Innovationsökosystem im Rheinischen Revier. Projekte wie das AI Village, das Blockchain Reallabor und der zukünftige Hightech-Standort am Kraftwerk Frimmersdorf zeigen bereits jetzt, wie sich die Region zu einem Herzstück für Digitalisierung und KI in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Das Großprojekt steht damit auch sinnbildlich für den erfolgreichen Strukturwandel im Rheinischen Revier.
Mit der Unterstützung des Landes arbeiten die Kommunen derzeit zudem an der Realisierung von zwei Digitalparks (Grevenbroich-Frimmersdorf und Bergheim-Niederaußem) im Rheinischen Revier. Diese Gewerbeflächen, die für die Ansiedlung von Unternehmen der Digitalwirtschaft optimiert und in räumlicher Nähe zu großen Rechenzentren positioniert sind, sind ein Magnet für die Start-up-Szene und Treiber neuartiger, digitaler Geschäftsmodelle. Hohe Rechenkapazitäten, KI-Infrastruktur und schnelle digitale Netze ermöglichen neue Angebote, die insbesondere innovative und nachhaltige Branchen anziehen, den Strukturwandel der Region weiter positiv beeinflussen und langfristig ideale Infrastrukturen und Standortbedingungen schaffen.
KI-Skilling Initiative
Digitale Infrastruktur eröffnet enorme Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft. Der Strukturwandel gelingt jedoch nur vollumfänglich, wenn die Menschen daran teilhaben können. Nordrhein-Westfalen setzt deshalb auch auf umfassende Bildungsinitiativen zur KI-Kompetenz, damit Beschäftigte, Verwaltung und junge Menschen die Chancen der KI nutzen können. Mit der landesweiten Initiative KI-Skilling.NRW eröffnet das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Microsoft Deutschland neue Wege, KI sinnvoll in Unterricht, Ausbildung und Verwaltung zu integrieren:
So setzt das Schulministerium gemeinsam mit dem Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e.V. (fjs) ein landesweites Fortbildungsprogramm zum Thema Künstliche Intelligenz für Lehrkräfte um. Ziel ist es, alle rund 200.000 Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen gezielt auf die Chancen und Herausforderungen von KI im schulischen Alltag vorzubereiten. Die Fortbildungsreihe vermittelt Grundlagenwissen zu generativer KI in der Bildung und zeigt praktische Einsatzmöglichkeiten beim Lehren und Lernen auf. Seit Beginn des Programmes im November 2025 haben bereits rund 10.000 Lehrkräfte das Angebot wahrgenommen.
Auch die KI-Skilling-Initiative der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung stößt bei den rund 33.000 Beschäftigten auf sehr große Resonanz: bis Februar 2026 wurden die E-Learnings rund um KI-Grundlagen fast 25.000-mal gebucht. Die kompakten, herstellerneutralen E-Learnings machen die Finanzverwaltung Schritt für Schritt KI ready und unterstützen die Umsetzung der KI-Strategie des Ministeriums der Finanzen. Die hohe Beteiligung zeigt: Die Beschäftigten nutzen das freiwillige Angebot aktiv, um sich fit für den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen zu machen.
Zeitgleich arbeitet zudem das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales daran, KI-Kompetenzen auch in Aus- und Weiterbildung zu verankern und alle Auszubildenden und das Ausbildungspersonal aller Fachrichtungen mit einem KI-Schulungsangebot zu unterstützen. Freiwillige, kostenlose Lernangebote sollen junge Menschen und Ausbildende praxisnah an KI-Kompetenzen heranführen und grundlegendes Wissen für den verantwortungsvollen Umgang mit KI im Ausbildungsalltag vermitteln. Ende April startet eine Pilotphase mit Partnerunternehmen zur Erprobung und Weiterentwicklung des Skilling-Angebots. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres 2026 soll das Angebot allen Auszubildenden zur Verfügung stehen.
Nordrhein-Westfalen als attraktiver Standort für Wirtschaft und Wissenschaft
Nordrhein-Westfalen ist Innovationszentrum und dichtester Forschungs- und Wissenschaftsraum Europas sowie attraktiver Standort für Unternehmen, Industrie und damit auch für Investitionen. Das Land ist dabei schon heute an der Spitze der deutschen Länder bei Innovationen: Es gibt 15 Exzellenzcluster an den Universitäten in Nordrhein-Westfalen – das sind mehr als in jedem anderen Bundesland. 2025 wurden zudem in Nordrhein-Westfalen mit rund 650 Gründungen so viele Start-ups wie nie zuvor gegründet, viele davon in den Bereichen KI, Daten und digitale Anwendungen. Im September 2025 wurde außerdem der Supercomputer JUPITER am Forschungszentrum Jülich in Betrieb genommen. Rund um JUPITER entsteht in Jülich derzeit eine KI-Fabrik, die ebenfalls neue Möglichkeiten für Forschung und Entwicklung, für Startups, den Mittelstand und die Industrie eröffnet.
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