„NRW Innovation Tour 2026“: Mittelstand entwickelt Wasserstofftechnologie, Kreislaufprodukte und betriebliche Ladeinfrastruktur

Ministerin Neubaur: Hier entsteht aus regionaler Innovationskraft internationale Wettbewerbsfähigkeit

29. Mai 2026
PHB Neubaur, Mona - lächelnd, blauer Hintergrund (2022)

In Detmold entstehen Lösungen, um Elektroautos besonders effizient mit Strom zu versorgen – direkt aus der Fabrik nebenan. In Emsdetten unterstützen Expertinnen und Experten mittelständische Unternehmen beim Einsatz nachhaltiger Wasserstoff-Technologien. Und in Herzebrock-Clarholz werden Leuchten so gestaltet, dass einzelne Bauteile unkompliziert ausgetauscht werden können – ganz im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

In Detmold entstehen Lösungen, um Elektroautos besonders effizient mit Strom zu versorgen – direkt aus der Fabrik nebenan. In Emsdetten unterstützen Expertinnen und Experten mittelständische Unternehmen beim Einsatz nachhaltiger Wasserstoff-Technologien. Und in Herzebrock-Clarholz werden Leuchten so gestaltet, dass einzelne Bauteile unkompliziert ausgetauscht werden können – ganz im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur besucht diese Orte im Münsterland und Ostwestfalen-Lippe als Teil ihrer „NRW Innovation Tour 2026“.

Die Tour ist Ausdruck einer Wirtschaftspolitik, die dort anfängt, wo Ideen entstehen – in den Betrieben, Laboren und Büros des Landes. Kleine und mittlere Unternehmen arbeiten hier zusammen mit den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften an echten Zukunftsprojekten. 

Mona Neubaur, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin: „Kleine und mittlere Unternehmen sind nicht nur das vielbeschworene Rückgrat unserer Wirtschaft – sie sind es, die den Wandel in der Praxis umsetzen. Was ich heute in Emsdetten, Herzebrock-Clarholz und Detmold sehe, zeigt: Aus regionaler Innovationskraft und starken Hochschulpartnerschaften entsteht internationale Wettbewerbsfähigkeit. So sichern wir Beschäftigung, Wertschöpfung und Fortschritt in unseren Regionen und genau dafür schaffen wir als Landesregierung die Rahmenbedingungen.“

Das sind die Stationen der „NRW Innovation Tour 2026“:

BEN-Tec GmbH, Emsdetten

Zum Auftakt geht es für Ministerin Neubaur nach Emsdetten im Münsterland. Im deutsch-niederländischen INTERREG-Projekt BOOST arbeiten hier die Hightech-Unternehmen BEN‑Tec GmbH und H2 POWERCELL GmbH gemeinsam mit der Fachhochschule Münster daran, den Einsatz von Wasserstofftechnologien in Unternehmen voranzubringen. Ziel ist es, Betriebe dabei zu unterstützen, Wasserstoff sicher, effizient und wirtschaftlich in ihre Produktionsprozesse zu integrieren. Das Projekt untersucht, wie Wasserstoffanlagen technisch geplant, aufgebaut und betrieben werden können. Die Ergebnisse sollen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Einstieg in wasserstoffbasierte Anwendungen erleichtern – ein wichtiger Schritt hin zu einer klimafreundlichen Produktion.

Steinel GmbH, Herzebrock-Clarholz

Weiter geht es in Herzebrock-Clarholz. Die Steinel GmbH arbeitet seit vielen Jahren eng mit der Hochschule Bielefeld zusammen. Die gemeinsame Forschung konzentriert sich auf die Circular Economy - also auf Produkte, die möglichst lange genutzt, repariert und wiederverwendet werden können. Ein Schwerpunkt liegt auf nachhaltigen Beleuchtungssystemen. Die Expertinnen und Experten untersuchen, wie Leuchten so konstruiert werden können, dass einzelne Bauteile über den gesamten Lebenszyklus hinweg leicht austauschbar bleiben. So müssen Produkte nicht vollständig ersetzt werden, wenn einzelne Komponenten verschleißen. Das spart Ressourcen, reduziert Abfall und verlängert die Nutzungsdauer der Produkte.

Weidmüller-Gruppe, Detmold

Zum Abschluss der NRW Innovation Tour besucht die Ministerin die Weidmüller-Gruppe in Detmold. Im Projekt DCI4Charge erforschen Weidmüller und die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, wie Elektrofahrzeuge künftig direkt aus dem Gleichstromnetz eines Betriebs geladen werden können. Viele Unternehmen nutzen bereits Gleichstrom in der Produktion, weil er besonders energieeffizient ist. Verbunden mit der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge können E-Fahrzeuge direkt an der Betriebsstätte geladen werden und perspektivisch auch Energie zurück ins Unternehmensnetz einspeisen. Das erhöht die Flexibilität, senkt Energiekosten und verbessert die Nutzung vorhandener Ressourcen.

Näheres zur NRW Innovation Tour 2026

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur trifft auf ihrer „NRW Innovation Tour 2026“ Menschen aus kleinen und mittleren Unternehmen, die Innovationen für die nachhaltige Transformation erfolgreich umsetzen und dabei mit den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in ihrer Region kooperieren. 

Zuvor hat Ministerin Neubaur bereits Betriebe im Rheinischen Revier, am Niederrhein, im Rheinland, im Bergischen Land, im Ruhrgebiet und in Südwestfalen besucht. Im Juni reist die Ministerin zu weiteren innovativen Unternehmen ins Ruhrgebiet.

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