Rheinisches Revier: Minister Pinkwart und RWE-Vorstandschef Krebber informieren über den forcierten Ausbau Erneuerbarer Energien

Minister Pinkwart: Nordrhein-Westfalen braucht starke Partner, damit der klimafreundliche Umbau des Industriestandorts gelingt

9. Februar 2022
Bild Solarzellen

Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt und forciert den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt im Rheinischen Revier.

Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt und forciert den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt im Rheinischen Revier. RWE hat in einer Erklärung seine Unterstützung zugesichert und kündigt umfangreiche Investitionen in die Energiewende an: Das Unternehmen wird bis 2030 rund vier Milliarden Euro in Nordrhein-Westfalen investieren und rund 1 Gigawatt (GW) an Erneuerbaren Energien zubauen, davon 500 Megawatt (MW) im Rheinischen Revier. Die Landesregierung will zeitnah mit Stadtwerken, weiteren Energieversorgern und Kreisen einen Gigawattpakt für das Rheinische Revier schließen. So sollen ungenutzte Potenziale für den Ausbau Erneuerbarer Energien identifiziert, Hemmnisse abgebaut und der besondere Gestaltungsspielraum in der Region genutzt werden. In Düsseldorf erläuterten Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und der RWE-Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Krebber heute die Pläne.

Minister Pinkwart: „Nordrhein-Westfalen ist ein starkes Industrieland und das wollen wir bleiben. Deshalb arbeiten wir hart an einem beschleunigten Ausbau von Erneuerbaren Energien und Gas- bzw. Wasserstoffkraftwerken, um den klimafreundlichen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft zu ermöglichen. Deshalb bin ich dankbar, dass RWE bis 2030 in großem Stil in unserem Land und insbesondere im Rheinischen Revier in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investieren will. Nordrhein-Westfalen braucht starke Partner, damit der klimafreundliche Umbau des Industriestandorts gelingt. Gemeinsam mit vielen weiteren Akteuren können wir das Revier zum modernsten und klimafreundlichsten Standort in Europa weiterentwickeln.“

Dr. Markus Krebber, CEO von RWE: „Die Herausforderung, Industrie und Klimaschutz unter einen Hut zu bringen, ist deutschlandweit nirgendwo so groß wie in Nordrhein-Westfalen. Das gilt zugleich für die Chancen, die daraus resultieren. In NRW kann ein Aufbruch entstehen, der sowohl dem Land als auch der Industrie neue Perspektiven eröffnet. Dazu sind jetzt auch auf Landesebene wichtige Weichenstellungen notwendig, damit der Ausbau Erneuerbarer Energien, flexibler Backup-Kapazitäten und von Wasserstoff möglichst schnell vorangeht. Wir unterstützen diesen Aufbruch und machen Nordrhein-Westfalen zu einem Schwerpunkt unserer Innovations- und Wachstumsstrategie, wo wir bis 2030 rund 4 Milliarden Euro brutto investieren wollen.“

Nordrhein-Westfalen nimmt trotz nicht optimaler Standortvoraussetzungen und dichter Besiedlung Spitzenplätze beim Ausbau der Erneuerbaren Energien ein. Beim Windausbau in Deutschland haben wir in den vergangenen drei Jahren mit 1.130 MW bundesweit den dritten Platz belegt, noch vor Schleswig-Holstein, die aktuell installierte Leistung beträgt rd. 6,3 Gigawatt. Bei den genehmigten Anlagen liegt Nordrhein-Westfalen auf Platz zwei.

Bei der Photovoltaik konnte unser Land 2021 einen Netto-Zubau von vorläufig rund 610 Megawatt verzeichnen, damit haben wir den Zubau im Vergleich zum Vorjahr sechsmal hintereinander gesteigert und gegenüber 2016 vervierfacht. Die installierte Leistung liegt hier nun bei rd. 6,6 Gigawatt. Auch hier liegt Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich auf Platz 3 unter den Ländern.

Mit der im Dezember 2021 fortgeschriebenen Energieversorgungsstrategie hat die Landesregierung ihre Ausbauziele noch einmal erhöht und mit weiteren Maßnahmen und Forderungen untermauert. So soll die Windenergie auf 12 Gigawatt im Jahr 2030 verdoppelt, die Photovoltaik verdreifacht, möglichst sogar auf 18 bis 24 Gigawatt vervierfacht werden.

Um die Energiewende zu beschleunigen, will das Land selbst die Voraussetzungen schaffen und sich beim Bund für Maßnahmen einsetzen:

Dazu gehören auf Landesebene:

  • Ausweitung der Flächenkulisse für Windenergieanlagen und Nutzung von Schadholzflächen im Wald
  • Verstärkte Nutzung von Windenergie auf Industrie- und Gewerbeflächen
  • Umsetzung der von NRW.Energy4Climate koordinierten Photovoltaik-Offensive
  • erweiterte Förderung der PV im neu aufgelegten Programm progres.nrw-Klimaschutztechnik
  • Änderung des Landesentwicklungsplans und Erweiterung der Flächenkulisse für Freiflächen-PV in benachteiligten Gebieten.

Auf Bundesebene fordert das Land:

  • Erhöhung der Ausbauziele und -pfade in den Bereichen Windenergie und PV sowie die Anpassung der jährlichen Ausschreibungsmengen im EEG
  • Stärkung von Eigenverbrauch, Mieterstrom und EE-Gemeinschaften
  • Entrümpelung des bürokratischen EEG durch Abschaffung der EEG-Umlage
  • Digitalisierung und Straffung von Verfahren
  • Weiterentwicklung von Grünstromvermarktung
  • Abbau regulatorischer Hürden durch Priorisierung Erneuerbarer Energien.

Aufgrund eines positiven Corona-Schnelltests am heutigen Vormittag konnte Herr Dr. Krebber, Vorstandsvorsitzender RWE, leider nicht an der heute geplanten Pressekonferenz mit Minister Prof. Pinkwart teilnehmen. Deshalb stellen wir Ihnen die geplanten Statements von Minister Prof. Pinkwart und Dr. Krebber gerne zur Verfügung und stehen darüber hinaus für Rückfragen bereit.

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