Proben für den Ernstfall: Bundesweiter Warntag 2022

Minister Reul: Nur wer regelmäßig übt, weiß, welche Rädchen in einer Notsituation ineinandergreifen müssen und erkennt, wo es noch hakt.

7. Dezember 2022
phb Sirene, Alarm

Am Donnerstag, 8. Dezember 2022, heulen ab 11.00 Uhr in Nordrhein-Westfalen und im ganzen Bundesgebiet die Sirenen. Anlass dafür ist der zweite bundesweite Warntag.

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Am Donnerstag, 8. Dezember 2022, heulen ab 11.00 Uhr in Nordrhein-Westfalen und im ganzen Bundesgebiet die Sirenen. Anlass dafür ist der zweite bundesweite Warntag. Bund und Länder sowie teilnehmende Kreise, kreisfreie Städte und Gemeinden erproben an dem Aktionstag in einer gemeinsamen Übung ihre Warnmittel. Neben Sirenen und digitalen Anzeigetafeln gehören auch Lautsprecherfahrzeuge, Warn-Apps, sowie Meldungen in Radio, Fernsehen und Sozialen Medien dazu. Erstmals testet der Bund außerdem die Warnmittel Cell Broadcast. Damit werden Warnungen automatisch auf die Handys von Menschen innerhalb bestimmter Funkzellen geschickt.

„Niemand sollte am Donnerstag in Panik verfallen, wenn die Sirenen heulen. Die Probewarnung dient unser aller Sicherheit. Allerdings muss eine Warnung im Ernstfall auch als solche erkannt werden. Nur wer regelmäßig übt, weiß, welche Rädchen dann ineinandergreifen müssen und erkennt, wo es noch hakt. Auch Warnen will gelernt sein“, sagte Innenminister Herbert Reul mit Blick auf den kommenden Donnerstag. Der bundesweite Warntag soll die Menschen in Deutschland für das Thema Warnung sensibilisieren und das Zusammenspiel verschiedener Warnmittel überprüfen. Hierbei gilt es, deren Funktion zu testen sowie etwaige Schwachstellen zu lokalisieren. So soll im Ernstfall eine optimale Bevölkerungswarnung gelingen. Eine Warnung soll bestenfalls über viele verschiedene Wege und Kanäle erfolgen, um möglichst schnell möglichst viele Menschen zu erreichen. Dabei unterscheidet sich der Warn-Mix von Ort zu Ort.

In Nordrhein-Westfalen gibt es aktuell knapp 5.700 Sirenen. 2017 lag diese Zahl noch bei rund 4.200. Zusätzlich zu den Bundesmitteln hat das Land den Kommunen seit 2017 für die Warninfrastruktur mehr als vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt. In Zukunft sollen hier weiterhin 1,1 Millionen Euro jährlich investiert werden.  

„Die schreckliche Flutkatastrophe 2021 hat gezeigt, dass wir das Thema ,Warnung der Bevölkerung‘ sehr ernst nehmen müssen. In Nordrhein-Westfalen haben wir schon vor Jahren damit begonnen, landesweite Warntage zu veranstalten – und wir lernen jedes Mal dazu. Wenn es darauf ankommt, müssen wir in der Lage sein, die Menschen sehr schnell über alle verfügbaren Kanäle zu erreichen“, so Minister Reul.

In den Jahren 2018 bis 2022 gab es in Nordrhein-Westfalen bereits sechs landesweite Warntage und Probealarme, bei dem alle Sirenen sowie weitere Warnmittel getestet wurden. Für die Kommunen sind die Teilnahme am Warntag und die damit verbundene Erprobung eigener Warnmittel freiwillig.

Unter der Internetadresse www.warnung.nrw stellt das nordrhein-westfälische Innenministerium ausführliche Informationen zum Thema Warnung und zum bundesweiten Warntag bereit.

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