Mehr Bauen mit weniger Kiesabbau: RWI – Leibniz-Institut legt 1. Rohstoffmonitoring-Bericht vor
Ministerin Neubaur: Wir arbeiten für ein zukunftsfähiges und resilientes Nordrhein-Westfalen – und reduzieren dank Recycling und Effizienz trotzdem unseren Kiesabbau
Nordrhein-Westfalen investiert kräftig in eine zukunftsfähige und moderne Infrastruktur – und kann trotz der steigenden Bautätigkeit den Abbau von Kies und Sand reduzieren. Das zeigt der 1. Rohstoffmonitoring-Bericht des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung.
Nordrhein-Westfalen investiert kräftig in eine zukunftsfähige und moderne Infrastruktur – und kann trotz der steigenden Bautätigkeit den Abbau von Kies und Sand reduzieren. Das zeigt der 1. Rohstoffmonitoring-Bericht des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Studie verdeutlicht, dass Effizienzgewinne in den kommenden Jahren eine zunehmende Bautätigkeit bei gleichzeitig sinkendem Abbaubedarf ermöglichen. Das Rohstoffmonitoring soll den Bedarf nach Kies und Sand transparent machen und aufzeigen, ob und wie ein reduzierter Abbau möglich ist. Es erscheint ab sofort alle zwei Jahre.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „In Nordrhein-Westfalen geht beides: Kraftvolle Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur und ein verantwortungsvoller Umgang mit wertvollen Ressourcen. Mit mehr Effizienz, Recycling und zirkulären Prozessen reduzieren wir zunehmend den Bedarf an Kies und Sand und stärken gleichzeitig unsere Resilienz. Diesen Kurs setzen wir konsequent fort – für ein starkes, modernes und nachhaltiges Nordrhein-Westfalen.“
Kernergebnisse des Rohstoffmonitoring-Bericht
- Der Bericht zeigt, dass der Abbaubedarf an Kies und Sand in Nordrhein-Westfalen bis 2035 trotz zunehmender Bautätigkeit in allen betrachteten konjunkturellen Szenarien rückläufig ist – im mittleren, wahrscheinlichsten Szenario um rund 8 Prozent. Das entspricht einem jährlichen Rückgang um 0,6 Prozent pro Jahr.
- Effizienzgewinne, eine steigende Rohstoffproduktivität und die verstärkte Nutzung von recycelten Baustoffen tragen wesentlich zu dieser Entlastung bei. Hinzu kommen rückläufige Ausfuhren. Insgesamt bleibt die Versorgungssicherheit bei höherem Bauvolumen und zu günstigen Preisen gewährleistet.
- Der Bericht enthält zudem Vorschläge, um die Substitutionsquote mit Sekundärbaustoffen zu steigern, die Rahmenbedingungen für das Recycling zu verbessern, die Akzeptanz von Recyclingbaustoffen zu erhöhen und zirkuläre Prozesse zu etablieren.
Große Potenziale liegen in der Kreislaufwirtschaft
Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium arbeitet bereits an Maßnahmen zur Erhöhung des Recyclinganteils. Diese fließen in die Kreislaufwirtschaftsstrategie NRW ein, die aktuell unter Federführung des Wirtschaftsministeriums sowie des Umweltministeriums erarbeitet wird. Dabei kommt der ressourcenintensiven Bauwirtschaft eine besondere Bedeutung zu.
Das RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung erstellt in der Studienreihe „Rohstoffmonitoring“ im Auftrag des Wirtschafts- und Klimaschutzministeriums ab dem Jahr 2026 regelmäßig Berichte. Die Rohstoffmonitoring-Berichte erscheinen im zweijährigen Rhythmus. Daneben werden in den Zwischenjahren Aktualisierungsberichte erscheinen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.wirtschaft.nrw/rohstoffindustrie.
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