Landesregierung vernetzt Wildnisentwicklungsgebiete in der Egge
Die Landesregierung wird zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Egge staatliche Waldflächen mit einer Größe von rund 450 Hektar als Wildnisentwicklungsgebiet ausweisen und die schon vorhandenen Gebiete miteinander verbinden. In diesen Gebieten, die schon jetzt unter Naturschutz stehen, wird die Natur sich selbst überlassen – zukünftig ohne forstwirtschaftliche Nutzung.
Die Landesregierung wird zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Egge staatliche Waldflächen mit einer Größe von rund 450 Hektar als Wildnisentwicklungsgebiet ausweisen und die schon vorhandenen Gebiete miteinander verbinden. In diesen Gebieten, die schon jetzt unter Naturschutz stehen, wird die Natur sich selbst überlassen – zukünftig ohne forstwirtschaftliche Nutzung. Zugleich wird der Großteil des Mittelgebirgszugs weiterhin von einem nachhaltig bewirtschafteten und multifunktionalen Wald geprägt sein. Damit bleiben auch die Rohholzversorgung der heimischen Säge- und Holzindustrie und die Brennholz-Leserechte der heimischen Bevölkerung erhalten.
Die Landesregierung hat der Region zugesichert, dass eine Ausweisung eines Nationalparkes zukünftig nur dann in Betracht kommt, wenn die Kreistage dem zustimmen.
„Wildniswälder sind unverzichtbare Rückzugsräume für bedrohte Arten und eröffnen den Menschen beeindruckende Naturerlebnisse. Mit dieser Entscheidung übernehmen wir Verantwortung für den Schutz unseres natürlichen Erbes und für die kommenden Generationen“, erklärte Umweltminister Oliver Krischer.
In der Egge wurden rund 450 Hektar landeseigener Wald ausgewählt, um die bestehenden Wildnisentwicklungsgebiete zu ergänzen. Konkret soll in den Bereichen der Egge Nord, des Egge Höhenprogramms und Langeland die bereits vorhandene Wildniskulisse erweitert und miteinander verbunden werden. Für die zusätzlichen Wildnisentwicklungsgebiete werden geeignete Flächen im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen genutzt. Über die Eignung befinden das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima und der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, deren Fachleute nun tätig werden.
Kein Nationalpark ohne Zustimmung der Kreise
„Die Landesregierung respektiert die Entscheidung der Region gegen einen Nationalpark und unterstützt die Ziele der Wildnisentwicklung . Zugleich muss der Großteil der Wälder weiterhin nachhaltig bewirtschaftet werden, denn Wälder liefern gleichzeitig den heimischen Rohstoff Holz und sichern damit Einkommen und Arbeit im ländlichen Raum“, unterstrich Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen.
Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen wird sich um die Flächen der neuen Wildnisentwicklungsgebiete kümmern, deren Betreuung und Entwicklungsmaßnahmen übernehmen. Dazu zählen auch Angebote der Umweltbildung, um die Gebiete für Besucherinnen und Besucher erlebbar zu machen.
Der überwiegende Teil der Egge wird weiterhin von einem nachhaltig bewirtschafteten und multifunktionalen Wald geprägt.
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