Erntedankempfang 2026: Nordrhein-Westfalen stärkt Landwirtschaft für die Zukunft
Ministerin Gorißen: „Unsere Höfe brauchen verlässliche Perspektiven, Planungssicherheit und faire Erlöse“
Der Empfang fand in der Kornscheune in Pulheim statt.
Tagtäglich sind rund 33.000 Landwirtinnen und Landwirte in Nordrhein-Westfalen im Einsatz, um die Menschen mit frischen, regional angebauten und erzeugten Lebensmitteln in hoher Qualität zu versorgen. Vom Acker bis auf den Teller ist es ein Weg, der viel Arbeit und Verantwortung erfordert. Gerade im aktuellen Erntejahr 2026, das von den Folgen des Klimawandels geprägt ist, sind die Leistung der Bäuerinnen und Bauern, ihr Know-how und ihr steter Einsatz für die Gewährleistung der Ernährungssicherheit besonders hervorzuheben. Aus diesem Anlass würdigt Ministerin Silke Gorißen die Leistungen der nordrhein-westfälischen Landwirtinnen und Landwirte beim diesjährigen Erntedankempfang der Landesregierung am Donnerstag, 8. Oktober 2026. Der Empfang fand in der Kornscheune in Pulheim statt.
„Der Landesregierung ist es ein wichtiges Anliegen, kontinuierlich ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Themen die Landwirtschaft bewegen und wie aufwändig es ist, Gemüse, Obst, Fleisch und Milch zu erzeugen“, so Ministerin Gorißen. „Dankbarkeit ist der Leitgedanke des Erntedankfests. Dass wir genug Nahrung zur Verfügung haben, darf nicht als Selbstverständlichkeit aufgefasst werden, weil die Ernte auch immer im unmittelbaren Zusammenhang mit der Natur steht.“
Die diesjährige Ernte zeige erneut, wie stark die Landwirtschaft von Wetterextremen betroffen sei. Hitze, Trockenheit und eine schnelle Abreife haben den Betrieben zugesetzt. Während die Winterweizenernte nahezu dem langjährigen Mittel entsprach und die Getreide-Ernte insgesamt solide ausfiel, war der Druck bei Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben größer. Auch die diesjährige Apfelernte wird voraussichtlich die guten Ergebnisse des Vorjahres nicht erreichen können.
„Unsere Betriebe stehen mitten in einem Transformationsprozess, und der Spagat zwischen den Folgen des Klimawandels, den Erwartungen des Marktes, dem hohen Kostendruck, den gesellschaftlichen Wünschen nach mehr Tierwohl und Umweltschutz und der wirtschaftlichen Realität auf den Höfen ist gewaltig“, so Ministerin Gorißen. „Unsere Höfe brauchen verlässliche Perspektiven, Planungssicherheit über Generationen hinweg und faire Erlöse für ihre Arbeit.“ Die Landesregierung setze sich deshalb unter anderem für weniger Bürokratie, ein wirksames und verursachergerechtes Düngerecht, eine zukunftsfähige Nutztierhaltung, eine praxisnahe und unbürokratische Ausgestaltung im Bereich Pflanzenschutzmittel sowie ein verlässliches Budget für Landwirtschaft und ländliche Räume in der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2027 ein. Ministerin Gorißen: „Bei der diesjährigen Herbst-Agrarministerkonferenz sind wir auch auf Drängen Nordrhein-Westfalens viele wichtige Schritte vorangekommen.“
Innovation für die Landwirtschaft von morgen
Gleichzeitig braucht eine zukunftsfähige Landwirtschaft Innovationen. Forschung, Beratung und Wissenstransfer helfen den Betrieben dabei, sich auf veränderte Wetterbedingungen einzustellen und Ressourcen effizienter einzusetzen. Ein Beispiel dafür ist Künstliche Intelligenz: Bei ihrer diesjährigen Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ konnte Ministerin Gorißen an verschiedenen Stationen in ganz Nordrhein-Westfalen erleben, wie KI bereits heute in der Praxis eingesetzt wird. An Forschungseinrichtungen, bei landwirtschaftlichen Betrieben und Unternehmen wurden konkrete Anwendungen präsentiert – von sensorgestützter Nutztierhaltung über Drohneneinsatz im Wald bis hin zu smarten Datenlösungen im Ackerbau.
„Nordrhein-Westfalen ist ein starkes Agrarland – und wir wollen, dass das auch in Zukunft so bleibt“, so Ministerin Silke Gorißen. „Nordrhein-Westfalen ist bei Automatisierung, Künstlicher Intelligenz und weiteren Innovationen in Landwirtschaft und Wald gut aufgestellt. Wir haben eine starke Forschung, innovative Unternehmen und vor allem Menschen in der Praxis, die bereit sind, neue Wege auszuprobieren.“
Der Erntedankempfang machte damit deutlich: Landwirtschaft verbindet Tradition und Innovation. Die Landesregierung unterstützt die Betriebe dabei, diesen Weg erfolgreich weiterzugehen – damit auch künftige Generationen in Nordrhein-Westfalen sichere und regionale Lebensmittel erzeugen können.
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