Kongress zur Zeitenwende: Nordrhein-Westfalen als Motor für Frieden und Freiheit in Europa
Land startet neue Clusterorganisation Defence.NRW
Mit dem Kongress Defence.NRW am Mittwoch, 11. März 2026, setzt die Landesregierung weitere Impulse für eine starke Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Nordrhein-Westfalen.
Nordrhein-Westfalen ist einer der führenden Standorte für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Deutschland und Europa. Das Land leistet einen zentralen Beitrag zur technologischen Leistungsfähigkeit und Innovationskraft in diesem Sektor und übernimmt Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung in Europa. Regionen und Länder nehmen bei der Zeitenwende eine entscheidende Rolle ein. Mit dem Kongress Defence.NRW am Mittwoch, 11. März 2026, setzt die Landesregierung weitere Impulse für eine starke Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Nordrhein-Westfalen. Die bisherigen Aktivitäten werden in Zukunft durch die neue Clusterorganisation Defence.NRW unterstützt.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Zeitenwende ist kein Schlagwort, sondern ein konkreter Auftrag: Europa muss seine Verteidigungsfähigkeit politisch, technologisch und industriell stärken. Nordrhein-Westfalen übernimmt dabei Verantwortung – als logistisches Drehkreuz, als wichtiger Standort der Bundeswehr und als Wirtschaftsstandort. Mit einer starken Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, exzellenter Forschung und einem dichten Netzwerk aus Mittelstand, Start-ups und internationalen Unternehmen hat unser Land beste Voraussetzungen, um technologische Souveränität in Deutschland und Europa zu stärken. Denn: Industrielle Stärke ist das Fundament der Verteidigungsfähigkeit.“
Mona Neubaur, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin: „In Nordrhein-Westfalen übernehmen wir Verantwortung für die Sicherheit und Verteidigung Europas. Um den Frieden zu wahren, müssen wir wieder gezielter in unsere Verteidigungsfähigkeit investieren. Dazu gehören eine effiziente und leistungsfähige Beschaffung, High-Tech und Forschung für eine innovative Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und mehr europäische Kooperation. Das Fundament dafür wird heute in Forschungslaboren, Fabrikhallen und Innovationszentren gelegt. Nordrhein-Westfalen hat die industrielle Stärke, die klugen Köpfe und den Willen Verantwortung zu übernehmen.“
Künftig bündelt das Land alle seine Aktivitäten in einer eigenen Clusterorganisation Defence.NRW. Ab sofort startet der Aufbau der neuen Struktur unter Führung des VDI-Technologienzentrums, das über langjährige Erfahrung im Innovationssystem der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie verfügt und den Zuschlag erhalten hat. Bis zum Jahr 2029 stellt das Land rund 2,4 Millionen Euro bereit. Ziel ist es, Einstiegshürden für Unternehmen in den Markt der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu senken und Wertschöpfungsnetze zu stärken.
Ministerin Neubaur weiter: „Nordrhein-Westfalen ist Heimat großer Konzerne, innovativer Start-Ups und etablierter Mittelständler. Wir reden nicht über die Zeitenwende, wir setzen sie aktiv um: für Sicherheit, Resilienz und für unsere Freiheit. Mit dem neu geschaffenen Cluster Defence.NRW unterstützen wir die Branche, schaffen Netzwerke und holen Forschungseinrichtungen näher ran an die Praxis, so bringen wir zusammen, was unsere Freiheit sichert und Wertschöpfung schafft. Weitere Initiativen wie das Production Launch Center Defence im Schulterschluss mit der Industrie sowie unser Förderprogramm DefenceTech.NRW unterstreichen, dass wir als Land Verantwortung übernehmen und die Zeitwende als Auftrag an Nordrhein-Westfalen verstehen.“
Der Kongress Defence.NRW versteht sich als Plattform für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Verantwortung – und als Ausgangspunkt für neue Chancen in einer Zeit tiefgreifender sicherheitspolitischer Veränderungen. In drei fachlichen Sessions beleuchten Expertinnen und Experten folgende Fragen:
Wie schaffen wir es, die Beschaffung der Bundeswehr noch schneller und effizienter zu machen und wie lösen wir Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Bedarfsträgern und Industrie?
Welche technologischen Trends, Forschungen und Innovationen bestimmen die Verteidigungsfähigkeit von morgen und wie können Unternehmen und Wissenschaft aus Nordrhein-Westfalen ihre Kompetenzen und ihr Know-how bestmöglich einbringen?
Und schließlich: Welche Chancen und Herausforderungen haben europäische Rüstungs-Kooperationen und wie ist die Perspektive und Rolle der Europäischen Union für die Verteidigungsfähigkeit Europas einzuschätzen?
Das vollständige Programm finden Sie hier: https://defence-nrw.mohr-live.de/programm.php
Aktivitäten Nordrhein-Westfalens zur Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie:
- Mit dem Production Launch Centre Defence plant die Landesregierung ein von Industrieunternehmen getragenes Technologiezentrum. Es soll als industriegetriebene Plattform entstehen, auf der Unternehmen – vom Start-up bis zum Großkonzern – gemeinsam mit Forschungspartnern konkrete sicherheitsrelevante Anforderungen technologisch adressieren und in marktfähige Systeme sowie industrielle Produktionslösungen überführen. Ein entsprechender Letter of Intent mit den Unternehmen Rheinmetall, Mubea und Lockhead Martin wurde auf der Münchener Sicherheitskonferenz unterzeichnet.
- Mit dem Runden Tisch Defence hat das Wirtschaftsministerium im Jahr 2025 ein hochrangiges Forum etabliert, bei dem alle wichtigen Akteure der Branche zusammenkommen und gemeinsame Aktivitäten abstimmen. Die nächste Sitzung ist für den Sommer 2026 geplant.
- Mit dem EFRE-Förderaufruf „Defence.Tech.NRW“ unterstützt das Land die Entwicklung hochmoderner Fähigkeiten mit doppeltem Verwendungszweck zur Stärkung der zivilen und militärischen Verteidigung mit 25 Millionen Euro EU-Mitteln. Nordrhein-Westfalen ist damit Vorreiter unter den Ländern und Regionen in der Europäischen Union.
- Über NRW.Global Business ist die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in das Standort- und Investorenmarketing eingebunden.
- Angepasste Fördervoraussetzungen: Seit Mai 2025 ist die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in allen Programmen der NRW.Bank förderfähig, wenn Tätigkeiten der inneren Sicherheit oder staatlichen Verteidigung dienen.
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