Kleingärten in Castrop-Rauxel und Dortmund gewinnen Landeswettbewerb

Umweltministerin Heinen-Esser: Gerade in diesen schwierigen Zeiten stehen Kleingärten für biologische Vielfalt in der Stadt, soziales Miteinander und die kulturelle Integration

04. Dezember 2021
phb Blumen_Garten

Der Kleingartenverein „Am Schellenberg“ in Castrop-Rauxel und die Kleingartenanlage „Am Externberg“ in Dortmund sind die Gewinner des 9. Landeswettbewerbs „Kleingärten in Nordrhein-Westfalen“ und werden jeweils mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Beide Vereine vertreten Nordrhein-Westfalen im nächsten Jahr beim 25. Bundeswettbewerb für Kleingartenanlagen.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Der Kleingartenverein „Am Schellenberg“ in Castrop-Rauxel und die Kleingartenanlage „Am Externberg“ in Dortmund sind die Gewinner des 9. Landeswettbewerbs „Kleingärten in Nordrhein-Westfalen“ und werden jeweils mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Beide Vereine vertreten Nordrhein-Westfalen im nächsten Jahr beim 25. Bundeswettbewerb für Kleingartenanlagen.

Die Verkündung der Sieger und die Vergabe der Urkunden und Medaillen nahm Umweltministerin Ursula Heinen-Esser am Samstag (4. Dezember) in Lünen persönlich vor. „Gerade in der aktuellen Coronakrise liegen Kleingärten im Trend. Viele Menschen erkennen die Bedeutung dieser Orte für naturnahe Beschäftigung, die Ruhe in der Natur, aber auch das solidarische Miteinander in den Kleingartenanlagen“, sagte die Ministerin. Neben den wichtigen sozialen Funktionen hob die Ministerin die wichtige Rolle der Kleingärten als Grünflächen und naturnahe Erholungsorte hervor. „Deshalb freut es mich, dass Kleingärten in allen Altersklassen im Trend liegen und das Kleingartenwesen eine sichere Zukunft vor sich hat“, sagte die Ministerin.

Trotz der schwierigen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie haben sich Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus vier Anlagen in Oelde, Dortmund und Castrop-Rauxel mit viel Engagement dem Urteil der Jury im Juni dieses Jahres gestellt. „Für mich sind alle Vereine Gewinner. Jede prämierte Kleingartenanlage hat gezeigt, dass nicht nur die Arbeit in den Gärten und öffentlichen Grünflächen eine wichtige Rolle spielt, sondern hier gesellschaftliche Solidarität auf vielfältige Art und Weise aktiv gelebt werden“, stellte Ministerin Heinen-Esser fest.

Von den vier teilnehmenden Vereinen wurden jeweils zwei mit einer Goldmedaille (Kleingartenverein „Am Schellenberg“ in Castrop-Rauxel, Kleingartenanlage „Am Externberg“ in Dortmund) und zwei mit einer Silbermedaille (Kleingartenverein „Oelde-Kurenholt“ in Oelde, Kleingärtnerverein „Im Rauhen Holz“ in Dortmund-Lütgendortmund) sowie jeweils 400 Euro ausgezeichnet. Zwei Schulgartenprojekte erhielten einen Sonderpreis.

Der Wettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen dokumentiert alle vier Jahre auch die Qualität der Zusammenarbeit der Kleingartenvereine mit den Kommunen sowie mit weiteren öffentlichen wie auch privaten Institutionen. Daher wurden auch die Kommunen, die eine Bewerbung ihrer Anlagen eingereicht haben, prämiert. „Das Engagement in den einzelnen Kommunen, der Zusammenhalt innerhalb der Anlagen und den Vereinen sowie die Qualität der gärtnerischen Leistungen ist in all diesen Anlagen außergewöhnlich“, betonte die Ministerin. „Mein Glückwunsch und mein Dank gilt deshalb allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.“

 

Hintergrundinformationen:

Kurzbeschreibungen der Goldanlagen:

Im Fokus der Jury standen beispielhafte Lösungen und Projekte für eine zukunftsfähige Entwicklung, Gestaltung und Nutzung von Kleingärten. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Einbindung in das städtische, soziale und ökologische Umfeld.

Vorbildlich in diesem Zusammenhang ist die Siegeranlage „Am Schellenberg“ in Castrop-Rauxel: Vielfalt, Ideenreichtum und individuelle Kreativität sowohl beim Gärtnern als auch im gesellschaftlichen Engagement sind spürbar und sichtbar. Toleranz und Integration zwischen den Mitgliedern und Gästen spielen eine große Rolle. Das Gesamterscheinungsbild der Kleingartenanlage ist – so das Urteil der Jury – exzellent und harmonisch. Sowohl der öffentliche Grünanteil als auch die Einzelgärten präsentieren sich sehr gepflegt, mit hoher Vielfalt in der Pflanzenverwendung und Beiträgen zur Erhöhung der Biodiversität, auch durch die ökologische Artenvielfalt der Heckenpflanzungen zur Einfriedigung der Gärten.

Der seit vielen Jahren bestehende Lehr- und Lerngarten ist nach wie vor in sehr gutem Zustand. Angebote wie ein Obstlehrgarten, ein Heilkräutergarten und ein Garten mit alten Kulturpflanzen unterstützen die Vermittlungs- und Fortbildungsangebote.

Das gute Verhältnis in der Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Bezirksverband ist spürbar und war auch anlässlich der Präsentation und Begehung der Anlage nachvollziehbar.

Der Gartenverein „Am Externberg“ in Dortmund-Eving zeichnet sich durch kulturelle Vielfalt unterschiedlicher Nationalitäten, die in dem Kleingartenverein harmonisch zusammenarbeiten, und eine durch Toleranz und Respekt bestimmte Gemeinschaft aus. Im Gemeinschaftsteil der Kleingartenanlage liegt, eingebettet in einen ökologischen Lehrpfad, ein Feuchtbiotop, das sich arten- und strukturreich entwickelt hat. Die Jury war beeindruckt von den Tier- und Pflanzenarten, die sich in diesem Paradies angesiedelt haben. Insgesamt zeichnet sich die Kleingartenanlage durch eine hohe Biodiversität aus, die durch die ökologische Pflege der Gesamtanlage und viele naturschutzfachliche Initiativen und Projekte der Kleingärtner gefördert und weiterentwickelt wird.

Schulgartenprojekt des Vereins „Oelde-Kurenholt“

Dem besonderen Engagement einer Lehrerin der in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Albert-Schweitzer-Schule ist die Schaffung und Unterhaltung des in die Kleingartenanlage eingebetteten Schul- und Lehrgartens zu verdanken. In diesem Zusammenhang haben die Schulkinder auch erfolgreich an einem Projekt der Landesregierung „Kinder schaffen einen insektenfreundlichen Kleingarten“ teilgenommen und wurden dabei von den Mitgliedern des Kleingartenvereins Oelde-Kurenholt unterstützt.

Schulgartenprojekt des Vereins „Am Externberg“

Mit großem individuellen Engagement eines Gartenfreundes ist ein schöner Schulgarten für die Kinder der Nachbarschaft und Schülerinnen und Schüler einer benachbarten Grund- und Hauptschule entstanden. Es ist mehr als ein Schulgarten. Dort wird gelernt, gebastelt, Lebens- und Lernhilfe angeboten. Viele Kinder verbringen dort nach der Schule ihre Freizeit und erfahren die Geborgenheit in der Gemeinschaft.

Im Einzelnen wurden folgende Auszeichnungen vergeben:

Goldmedaille:

Kleingartenverein „Am Schellenberg“, Castrop-Rauxel

Gartenverein „Am Externberg“, Dortmund-Eving

 

Silbermedaille:

Kleingartenverein „Oelde-Kurenholt“, Oelde

Kleingärtnerverein „Im Rauhen Holz“, Dortmund-Lütgendortmund

 

Sonderpreise (je 200 Euro):

Schulgartenprojekt des Vereins „Oelde-Kurenholt“

Schulgartenprojekt des Vereins „Am Externberg“

 

Weitere Informationen zum Thema „Kleingärten in NRW“ sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de

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