Handwerksbericht der Landesregierung für 2024 und 2025 – Förderung um 55 Prozent gestiegen

Ministerin Neubaur: Das Handwerk bewältigt die größten Zukunftsaufgaben – Nordrhein-Westfalen steht dabei an seiner Seite

11. Juni 2026
Handwerk Werkzeug Industrie

Eine Handwerksmeisterin, die in Herdecke einen Konditorbetrieb übernimmt und zwei neue Arbeitsplätze schafft, die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, die zusammen mit dem Fraunhofer-Institut und der Fachhochschule für Mittelstand KI-Lösungen für Handwerksbetriebe entwickelt, die Handwerkskammer Dortmund, die ihre Ausbildungszentren modernisiert und erweitert. Sie alle haben eins gemeinsam: Das Land Nordrhein-Westfalen hat sie dabei unterstützt.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Eine Handwerksmeisterin, die in Herdecke einen Konditorbetrieb übernimmt und zwei neue Arbeitsplätze schafft, die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, die zusammen mit dem Fraunhofer-Institut und der Fachhochschule für Mittelstand KI-Lösungen für Handwerksbetriebe entwickelt, die Handwerkskammer Dortmund, die ihre Ausbildungszentren modernisiert und erweitert. Sie alle haben eins gemeinsam: Das Land Nordrhein-Westfalen hat sie dabei unterstützt. 

Mit rund 1,1 Millionen Beschäftigten in knapp 200.000 Unternehmen leistet das Handwerk einen wesentlichen Beitrag zu Wertschöpfung, Innovation und Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen. Der nun vorgelegte Handwerksbericht 2024/2025 zeigt: Das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund und die Europäische Union haben das nordrhein-westfälische Handwerk in den vergangenen zwei Jahren unmittelbar mit 25 Maßnahmen unterstützt. Insgesamt sind knapp 283 Millionen Euro Fördergelder für diese Maßnahmen bereitgestellt worden, von denen das Land Nordrhein-Westfalen über 116 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat. Das ist eine Steigerung von rund 55 Prozent gegenüber der vergangenen Berichtsperiode. 

Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur: „Das Handwerk ist Möglichmacher unserer größten Zukunftsaufgaben und unverzichtbar für ein innovatives, wirtschaftlich starkes und klimaneutrales Nordrhein-Westfalen. Ohne Handwerk keine energetische Gebäudesanierung, kein Ausbau Erneuerbarer Energien, kein modernes Zuhause, keine ausgebildeten Fachkräfte von morgen. Deshalb unterstützen wir unsere Handwerksbetriebe gezielt dabei, wettbewerbsfähig zu bleiben, Innovationen voranzutreiben und weiter auszubilden.“

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: „Handwerkerinnen und Handwerker sind für die Wirtschaft und das Gemeinwohl unverzichtbar. Sie bauen unsere Häuser, reparieren unsere Heizungen und warten wichtige technische Anlage. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel im Handwerk eine besondere Herausforderung, daher ist es wichtiger denn je, jungen Menschen Einblicke in die Handwerksberufe zu ermöglichen, wie zum Beispiel beim Ferien-Praktikum NRW. Handwerksbetriebe stellen hier den größten Anteil an Praktikumsplätzen bereit. Ausbildungsbetriebe müssen wir gezielt stärken. Zu ihrer Entlastung fördern wir die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung sowie im Rahmen des ‘Modernisierungspakts Berufliche Bildung 2.0‘ die Modernisierung der überbetrieblichen Bildungsstätten und unterstützen weiterhin erfolgreich abgelegte Meisterprüfungen mit der Meisterprämie in Höhe von 2.500 Euro.“

Andreas Ehlert, Präsident von HANDWERK.NRW: „Der aktuelle Handwerksbericht zeigt: Die Landesregierung investiert ressortübergreifend mit verschiedenen Instrumenten konsequent in Gründungen, Betriebsnachfolgen, Qualifizierung und die Transformation im Handwerk. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, um Potenziale zu heben und den handwerklichen Mittelstand mit seiner Bedeutung für regionale Wertschöpfung, Beschäftigung und Ausbildung zu stärken. Besonders der Modernisierungspakt II für Überbetriebliche Bildungsstätten ist ein zentraler Baustein für eine moderne und zukunftssichere Ausbildung im Handwerk. Gleichzeitig gilt: Eine wirksame Handwerkspolitik braucht neben gezielter Förderung vor allem auch ein mittelstandsfreundliches Umfeld mit guten Standortbedingungen. Dazu gehören eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie ein konsequenter Abbau bürokratischer Belastungen. Das auf den Weg gebrachte Entlastungspaket der Landesregierung mit der weitgehenden Abschaffung von Berichts- und Dokumentationspflichten ist deshalb ein wichtiges Signal.“

Ein besonderer Fokus im aktuellen Berichtszeitraum 2024/2025 lag auf der Stärkung der beruflichen Bildung, der Fachkräftesicherung, der Digitalisierung handwerklicher Betriebe sowie der Unterstützung bei Investitionen in Klimaschutz und Transformation. Der Handwerksbericht 2024/2025 gibt einen umfassenden Überblick über sämtliche Förderaktivitäten und Initiativen der Landesregierung zugunsten des Handwerks in Nordrhein-Westfalen. Ergänzend informiert der Bericht auch über die Unterstützungsangebote der NRW.BANK für das Handwerk. Als Förderbank des Landes begleitet sie Handwerksbetriebe bei Investitionen in Wachstum, Innovation und Transformation und erweitert damit die Finanzierungsmöglichkeiten für das Handwerk im Land Nordrhein-Westfalen.

Die Landesregierung wird den engen Austausch mit den Organisationen des Handwerks fortsetzen, um die Betriebe auch künftig bei den anstehenden Transformationsprozessen zu begleiten und die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks nachhaltig zu stärken.

Der Handwerksbericht 2024/2025 ist online hier abrufbar.

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