Gigabitförderung 2026: Land senkt Eigenanteil für Kommunen in der Glasfaserförderung um bis zu 50 Prozent

Ministerin Neubaur: Wir bringen schnelles Internet auch dorthin, wo der Glasfaserausbau kein gutes Geschäft ist. Mit der höheren Landesförderung entlasten wir klamme Städte und Gemeinden, die nur noch die Hälfte des Eigenanteils stemmen müssen

1. April 2026
Glasfasern

Für schnelles, sicheres und leistungsfähiges Internet ist der Glasfaserausbau unerlässlich. Knapp die Hälfte aller Haushalte in Nordrhein-Westfalen ist bereits erschlossen.

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Für schnelles, sicheres und leistungsfähiges Internet ist der Glasfaserausbau unerlässlich. Knapp die Hälfte aller Haushalte in Nordrhein-Westfalen ist bereits erschlossen. Damit dieser Anteil weiter steigt, hat der Bund nun einen neuen Förderaufruf zur Gigabitförderung gestartet. Nordrhein-Westfalen erhöht dafür die Unterstützung aus Landesmitteln und schafft mehr Handlungsspielraum für die Kommunen. 

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Gutes und schnelles Internet darf nicht vom Wohnort oder dem Unternehmenssitz abhängen. Nordrhein-Westfalen setzt konsequent auf flächendeckenden Glasfaserausbau und entlastet die Kommunen durch höhere Förderung. Unser Ziel ist klar: leistungsfähige Netze für alle Regionen – verlässlich und zukunftssicher. Dazu müssen auch die Telekommunikationsunternehmen ihren Beitrag leisten.“

In Nordrhein-Westfalen wird der Glasfaserausbau vorrangig durch privatwirtschaftliche Unternehmen vorangetrieben, die ohne öffentliche Mittel investieren – das gilt für rund 90 Prozent des Ausbaus. In Gebieten, in denen der eigenwirtschaftliche Ausbau nicht möglich ist, stellen Bund und Land Fördermittel zur Verfügung, um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Die Landesregierung hat sich entschlossen, die erforderlichen Eigenanteile der Kommunen für Projekte im nun startenden Bundesförderaufruf von 20 auf 15 Prozent abzusenken. Für Kommunen in der Haushaltssicherung sinkt der Eigenanteil von zehn auf fünf Prozent. 

Land unterstützt Kommunen auch mit Expertise vor Ort

Um den geförderten und den privaten Netzausbau vor Ort bestmöglich zu verzahnen, erhalten die Kommunen Unterstützung von den Koordinatorinnen und Koordinatoren für digitale Infrastruktur in Kreisen und kreisfreien Städten. Diese Expertinnen und Experten werden vom Land gefördert. Damit schnellere Antragsbearbeitungen und Genehmigungen beim Glasfaserausbau möglich werden, unterstützt das Land die Kommunen auch bei der Nutzung des Breitband-Portals für digitale und beschleunigte Genehmigungsverfahren im Tiefbau. Das Portal ist in der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) des Bundes entstanden. Die Geschäftsstellen bei den Bezirksregierungen beraten als kompetente Kontaktstellen bei allen Fragen zur Landeskofinanzierung.

Seit 2016 hat das Land mehr als 1,7 Milliarden Euro an Kofinanzierung für den Glasfaserausbau zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Bundeszuschüssen ergibt sich ein Gesamtbetrag von 3,8 Milliarden Euro öffentlicher Mittel für den Breitbandausbau in Nordrhein-Westfalen. 

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