Europäische Strukturförderung wirkt direkt vor Ort: Mehr als 3.100 Projekte für Innovationen, Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und Lebensqualität

Ministerin Neubaur: Ein starkes Europa bringt konkrete Vorteile für die Menschen – von guten Arbeitsplätzen bis zu modernen Schulen und klimafreundlicher Mobilität

20. Februar 2026
in einem Graph malt eine Person mit einem schwarzen Stift einen Pfeil nach oben zu einem Euro-Zeichen

Seit 2021 wurden mit rund einer Milliarde Euro aus europäischen Fördermitteln mehr als 3.100 Projekte auf den Weg gebracht, die den Alltag der Bürgerinnen und Bürger konkret verbessern und die Wirtschaft zukunftsfest machen.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Gemeinsam stärker: Gute Jobs, moderne Schulen, klimafreundliche Städte und innovative Unternehmen. Europa wirkt direkt vor der Haustür der Menschen in Nordrhein-Westfalen. Seit 2021 wurden mit rund einer Milliarde Euro aus europäischen Fördermitteln mehr als 3.100 Projekte auf den Weg gebracht, die den Alltag der Bürgerinnen und Bürger konkret verbessern und die Wirtschaft zukunftsfest machen. Ob neue Technologien für klimafreundliche Logistik, bessere medizinische Versorgung oder Investitionen in Bildung und Innovation – Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union arbeiten eng zusammen, damit gute Ideen zu echten Verbesserungen im Leben der Menschen werden.  Auf der „EFRE-JTF-Konferenz 2026“ zur Förderung von regionaler Entwicklung und Transformation in Nordrhein-Westfalen machte sich Wirtschafts- und Klimaschutzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur in Essen ein Bild von Projekten.

Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin: „Europa ist kein abstraktes Projekt in Brüssel – Europa wirkt bei uns vor Ort. Wenn Schulen saniert werden, Unternehmen neue Jobs schaffen oder klimafreundliche Technologien entstehen, profitieren die Menschen ganz konkret davon. Unser Ziel ist klar: gute Arbeitsplätze, starke Unternehmen, saubere Energie und lebenswerte Städte und Dörfer. Ein starkes Europa als Gemeinschaft ist der Kern unseres gemeinsamen Erfolgs. Deshalb wollen wir die europäische Förderung moderner, einfacher und noch bürgernäher gestalten.“

Raffaele Fitto, Vizepräsident der EU-Kommission, betonte in einer Videobotschaft, Nordrhein-Westfalen habe „die strategische Entscheidung getroffen, in kritische Technologien, saubere Industrien und industrielle Resilienz zu investieren. Mit anderen Worten: die Zukunft. Was Sie hier tun, ist ein Leuchtturm für Qualität. Denn heute mehr denn je brauchen wir Modernisierung und Transformation. Dieser regionale Ansatz ist wesentlich. Europas Antwort auf neue Herausforderungen entsteht nicht in Brüssel, sondern in den Regionen und Städten. Und Nordrhein-Westfalen demonstriert, wie Kohäsionsinvestitionen strategische Transformation liefern können.“

Diese Vorhaben präsentieren sich auf der EFRE/JTF-Konferenz in Essen:

Klimafreundliche Logistik: „SIDDA - Sustainable Intermodal Drone Delivery Airline”, ein Drohnennetzwerk für zuverlässige und klimafreundliche Logistik in Südwestfalen.

Gesundheit: Das Gesundheitsforschungsprojekt B2B-RARE entwickelt einen innovativen Ansatz „vom Labor ans Krankenbett“, um seltene Krankheiten besser diagnostizieren und behandeln zu können.

Wissenstransfer: Mit „HeyApps“, einer App für das digitale Wissensmanagement in Betrieben der Metallindustrie, können Unternehmen Arbeitsprozesse optimieren. Das erleichtert Menschen die Arbeit und neuen Mitarbeitenden den Start im Unternehmen.

Klimaschutz im Gesundheitswesen: Die energetische Sanierung der Klinik Martinusquelle in Bad Lippspringe zeigt, wie Klimaschutz im Gesundheitswesen funktioniert.

Rohstoffe im Kreislauf: In der weltweit ersten RECOSIC-Fabrik wird Siliciumcarbid industriell recycelt. Ein wichtiger Beitrag zur Rohstoffversorgung. Dadurch muss das Schlüsselmaterial, das etwa für Halbleiter in der Raumfahrt und der Elektromobilität benötigt wird, nicht mehr importiert werden.

Ein weiteres Beispiel für Stoffe, die im Kreislauf bleiben, ist eine industrielle Recyclinganlage mit der matterr/revolPET-Technologie. Hier werden gemischte Polyester- und Textilabfälle chemisch in hochwertige Rohstoffe recycelt und können in der Kunststoffproduktion eingesetzt werden können.

Ministerin Neubaur: „Wir unterstützen Innovation, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zu stärken. Wir sanieren Schulen und Kitas, damit die jungen Menschen in Nordrhein-Westfalen gute Lernbedingungen haben. Wir fördern den Klimaschutz, damit Nordrhein-Westfalen ein zukunftsfester Standort bleibt, und wir stärken die Lebensqualität in unseren Städten und Dörfern. Und wir wollen die Erfolgsgeschichte der EU-Strukturförderung in NRW auch nach 2027 weiterschreiben, denn regionale und europäische Ziele gehen Hand in Hand. Dafür brauchen wir Handlungsspielräume und einfachere, unbürokratische Förderverfahren.“

Zum Hintergrund

Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021- 2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit.

Weitere Informationen zum Programm und Porträts von mehr als 50 unterschiedlichen Förderprojekten sind unter www.efre.nrw zu finden.

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