1,9 Milliarden Euro für Europas Zukunft in Nordrhein-Westfalen: Ministerin Neubaur besucht EFRE-Projekte im Ruhrgebiet

Mona Neubaur: Junge Talente, zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft und attraktive Stadtviertel sind wichtige Wachstumsfaktoren für das Ruhrgebiet

24. April 2026
PHB Neubaur, Mona - lächelnd, blauer Hintergrund (2022)

Wie lassen sich junge Frauen für Informatik und Technik begeistern? Wie lässt sich durch den Umbau von Städten Lebensqualität und Klima verbessern? Und wie können Handwerksbetriebe ganz konkret von Kreislaufwirtschaft profitieren? Ministerin Mona Neubaur hat in Duisburg, Bottrop, Gelsenkirchen drei Projekte besucht, die zeigen, was möglich ist.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Wie lassen sich junge Frauen für Informatik und Technik begeistern? Wie lässt sich durch den Umbau von Städten Lebensqualität und Klima verbessern? Und wie können Handwerksbetriebe ganz konkret von Kreislaufwirtschaft profitieren? Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat am Freitag, 24. April 2026, in Duisburg, Bottrop, Gelsenkirchen drei Projekte besucht, die zeigen, was möglich ist. Unternehmen, Hochschulen und Kommunen, gestalten mit innovativen Ideen Zukunft und machen das Leben der Menschen vor Ort jeden Tag ganz konkret ein bisschen besser. Das Land fördert die Projekte gemeinsam mit der Europäischen Union. So wurden schon mehr als 3.400 Vorhaben mit dem EFRE/JTF-Programm NRW umgesetzt.

Mona Neubaur, Stellvertretende Ministerpräsidentin: „Die Menschen vor Ort wissen am besten, was sie für eine lebenswerte Zukunft brauchen. Junge Talente, eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft und attraktive Stadtviertel sind wichtige Wachstumsfaktoren für das Ruhrgebiet. Die drei Projekte sind Leuchttürme dafür, wie wir gemeinsam mit kreativen Ideen aus der Region und mit Förderung durch das Land und die Europäische Union Innovationen und Wachstum in der Region schaffen – weit über die Region hinaus. Europa ist kein abstraktes Projekt in Brüssel, Europa wirkt hier bei uns vor Ort.“ 

Die Transformationsprojekte im Ruhrgebiet sind: 

Bits4Teens, Gelsenkirchen

Das Projekt Bits4Teens will Jugendliche aus bildungsfernen Familien und gezielt Mädchen für Informatik begeistern. Mit praxisnahen Angeboten und in Kooperation mit örtlichen IT-Unternehmen fördert es den Nachwuchs – nicht zuletzt mit Blick auf zukünftig wichtige Berufsfelder. Bits4Teens wird aus dem EFRE-Förderaufruf „Pakt für Informatik 2.0“ gefördert.

Transferhub Digitalisierung & Circular Economy, Bottrop

Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Prosper-Haniel haben sich die Hochschule Ruhr West und das Prosperkolleg e.V. als Partner im Transferhub zusammengetan. Gemeinsamen wollen sie die digitale Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) als Geschäftsfeld für Unternehmen erschließen. Grundgedanke ist, Materialien wiederzuverwenden, Abfälle zu minimieren, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern und das Produktdesign zu verbessern, kurz: die Prozesse von A bis Z ressourcenschonend und nachhaltig aufzusetzen. Im Transferhub werden diese Fragen der Nachhaltigkeit mit der Digitalisierung kombiniert. Das Ziel ist eine doppelte Transformation, die beide Megatrends zusammenführt. Das aus dem JTF geförderte Angebot richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und insbesondere das Handwerk im nördlichen Ruhrgebiet.

Grüner Ring Mitte, Duisburg

Im Duisburger Stadtteil Hochfeld entsteht mit dem Grünen Ring Mitte ein zukunftsweisender Park, der sowohl klimaresiliente Grünflächen als auch vielfältige Räume für Freizeit, Sport und Begegnung für die Anwohnerinnen und Anwohner vereint. Der neue Park stärkt ein Quartier, das von dichter Bebauung, Hitzeinseln und einem geringen Anteil privater Grünflächen gekennzeichnet ist. Als zentraler Baustein für die nachhaltige Stadtentwicklung ist der Grüne Ring Mitte ein wichtiger Teil der Grünzüge, die Wohnquartiere und Industrieflächen im Duisburger Zentrum voneinander trennen und dabei Freiräume für Erholung, Umwelt- und Aufenthaltsqualität schaffen. Barrierefrei erschlossen über ein durchdachtes Wegenetz, führt er als grüne Achse zum „Zukunftsgarten RheinPark“ als Teil der Internationalen Gartenausstellung (IGA 2027 Ruhrgebiet) und zum neuen Wohngebiet RheinOrt. Das Projekt wird aus dem EFRE-Förderaufruf Wohnviertel im Wandel gefördert.

 Zum Hintergrund

Die Europäische Union fördert zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in ganz Europa aus dem Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Fonds für den gerechten Übergang/Just Transition Fund (JTF). Dabei setzen die Regionen (in Deutschland die Bundesländer) ihre jeweiligen Programme eigenverantwortlich um. Für Nordrhein-Westfalen stehen im EFRE/JTF-Programm NRW 2021 - 2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung; hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes und Eigenmittel der Projekte. Damit werden Vorhaben unterstützt, die in den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit die Zukunftsfähigkeit des Landes und der EU zu stärken. 

Weitere Informationen zum Programm und Porträts von rund 60 unterschiedlichen Förderprojekten finden Sie unter www.efre.nrw.

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