Einsamkeit

Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen leiden unter Einsamkeit, einem Phänomen, das alle Generationen und Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen betrifft. Die Folgen von Einsamkeit sind vielfältig, von Depressionen bis hin zu Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Schäden. Hier finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema, zu wissenschaftlichen Definitionen und zum Fünf-Säulen-Modell, mit dem sich die Landesregierung der Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen entgegenstellt.

Du Wir Eins – Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit.

Aktuelle Top-Meldungen

01.10.2025

Ministerpräsident Wüst: Werden unsere Expertise in europäische Zusammenarbeit einbringen...

Ministerpräsident Hendrik Wüst lädt am Mittwoch, 1. Oktober 2025, zum 2. Einsamkeitsforum unter dem Titel „Loneliness in Europe. Addressing loneliness – learning from each other between North Rhine-Westphalia and Europe“ in die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union in...

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Initiativen und Angebote gegen Einsamkeit

Hier finden Sie eine Übersicht zu verschiedenen Angeboten und Initiativen in Nordrhein-Westfalen. Damit haben Sie eine Anlaufstelle auch in Ihrer Nähe.

 

Angebot Institution Ort PLZ Straße und Hausnummer Telefon-Nr. Webseite Zielgruppe Kategorie Beschreibung
Willicher Taschengeldbörse Caritasverband für die Region Kempen-Viersen e. V. Willich 47877 Hochstraße 67 02154 413272 Webseite - -

Die Willicher Taschengeldbörse vermittelt leichte, ungefährliche und unregelmäßige Jobs von Senioren*innen an Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Häufig nachgefragte Tätigkeiten sind dabei Gartenarbeiten, Einkaufshilfe oder die Unterstützung bei Fragen zu Smartphone oder PC. Neben der Entlastung im Alltag, steht bei diesem Projekt die intergenerationelle Begegnung im Fokus.

Wohlfühlmorgen Malteser Hilfsdienst e.V. Neuss 41460 Breite Straße 69 02131 8809661 Webseite - -

Bei unserem Wohlfühlmorgen in Neuss werden Menschen in Not zu ausgewählten Terminen in unsere liebevoll vorbereiteten Räumlichkeiten eingeladen. Dort erwarten sie unsere Ehrenamtlichen, die sich um sie kümmern und betreuen. Der Wohlfühlmorgen konzentriert sich auf Abwechslung und Entspannung - Aspekte, die im Leben mancher Menschen keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Es steht medizinische wie auch seelsorgerische Betreuung zur Verfügung. Drumherum vermitteln ein Frühstücksbuffet und die Möglichkeit, Zeitung zu lesen oder zu duschen.

Wunschgroßeltern Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Dortmund e. V. Dortmund 44149 Hospitalstr. 6 0231 - 997 89 60 Webseite - -

Viele Dortmunder Familien wünschen sich Großeltern für ihre Kinder vor Ort. Nicht immer können es die eigenen Eltern sein, die die Rolle der Oma, des Opas oder einfach der Begleitung der jungen Familie übernehmen. Das Projekt „Dortmunder Wunschgroßeltern“ versucht, Familien mit Seniorinnen und Senioren, die einen Teil ihrer Freizeit gern mit Familien und ihren Kindern verbringen wollen, zusammen zu bringen.

Wollzeit Caritasverband Minden e. V. Minden 32423 Königstr. 13 057182899-9 Webseite - -

Alle 14 Tage laden wir interessierte Stricker*innen zur Handarbeit ein. Versierte sind genauso willkommen wir Strickanfänger*innen.

Willkommen - (uebehaus.de) Das Übehaus Kray e.V. Essen 45307 Kamblickweg 27 Webseite - -

Raum für musikalische Erfahrungen.

ZentralE - Das Zentrum für Alleinerziehende IN VIA e. V. Köln 50678 Severinstraße 39 0221 4728804 Webseite - -

Eine ZentralE - drei Projekte:
ZentralE 2.0
Wir bieten den Projektteilnehmenden: Professionelle Beratung, Coaching durch multiprofessionelle Teams, Informative Workshops, Kinderbetreuung und vieles mehr.

Das Projekt ZentralE 2.0 wird im Rahmen des Programms Akti(f)Plus durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. 

Let´s Go - My Turn Migrantinnen fit für den Arbeitsmarkt: Wir beraten und unterstützen Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit auf dem Weg in die Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit. 

Das Projekt „Let’s Go – Migrantinnen fit für die Arbeitswelt“ wird im Rahmen des Programms „MY TURN – Frauen mit Migrationserfahrung starten durch“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den ESF Plus.

Neben der Psychocouch – reden hilft, erleben auch: Ist ein psychologisches Unterstützungsangebot in der ZentralE Köln

zusammen etwas erleben / jede und jeder ist willkommen Stadtsportbund Hagen e. V. Hagen 58119 Freiheitstraße 3 02331 - 2075107 Webseite - -

Einsamkeit kann jede und jeden finden. Wir möchten mit unserem Programm helfen, einsame Menschen zusammen zu bringen, ihnen zu zeigen, dass und wie wir gemeinsam etwas gegen Einsamkeit tun können.
Gemeinsame Unternehmungen und bewegte Stunden sind das Herzstück unseres Angebots. Wir möchten HagenerInnen einladen, mit uns auf eine Reise zu gehen. Das Ziel ist: neue Kontakte/Freunde finden, neue Pläne schmieden und verwirklichen, neue Aufgaben finden, neue Menschen ins eigene Leben einladen und gemeinsam weiter gehen.
Dies wollen wir erreichen durch: niederschwellige Bewegungsangebote - gesellige Treffen mit kreativen, musischen und "spielerischen" Elementen - Gespräche - Spaziergänge - Vorträge - neue Herausforderungen (z. B. ehrenamtliche Mitarbeit/Unterstützung) - Einbringen des "Expertenwissens" der Teilnehmenden - Vernetzung mit Vereinen, Organisationen und Initiativen in der Stadt - Aufzeigen, wo noch Helferinnen und Helfer gebraucht werden. 

zentrum plus Wersten Caritasverband Düsseldorf e.V. Düsseldorf 40591 Liebfrauenstraße 30 0211 762207 Webseite - -

Die „zentrum plus“ bieten älteren und älterwerdenden aber auch jüngeren Menschen im Stadtteil die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen auszutauschen, mit ihnen Zeit zu verbringen und aktiv oder als Teilnehmer von Angeboten mitzuwirken.
Die Angebote in unseren „zentrum plus“ bilden dabei verschiedene Interessensbereiche ab. So finden Sie bei uns Angebote in den Bereichen
- Bewegung und Sport, - Sprache, - Kultur, - Bildung, - Freizeit, - Medien, - Miteinander der Generationen
In allen unseren „zentrum plus“ erhalten Sie professionelle Beratung bei Ihrem individuellen Hilfe- und Unterstützungsbedarf. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Anliegen und beraten Sie oder Ihre Angehörigen gerne persönlich in Fragen des Älterwerdens. Leben gestalten und zu Hause älter werden dazu finden Sie in unseren „zentrum plus“ zahlreiche Möglichkeiten.
Unsere Projekte sind gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf.

ZUHÖREN.DRAUSSEN.DÜSSELDORF ZUHÖREN.DRAUSSEN.DÜSSELDORF Düsseldorf 40221 Auf der Boeck 50 0211 - 9944543 | 0151 11860344 Webseite - -

Wir sind Bürger*innen aus Düsseldorf, die vorbeikommenden Menschen im öffentlichen Raum Gehör schenken.

Wir nehmen uns Zeit für Begegnungen, sind offen für die großen und kleinen Geschichten, die uns erzählt werden. Als ehrenamtliche, von Expert*innen geschulte Zuhörer*innen sind wir nicht kommerziell oder konfessionell motiviert. Sondern beseelt von dem Gedanken, mit ZUHÖREN.DRAUSSEN gegen Einsamkeit und gesellschaftliche Spaltung vorzugehen.

Formate wie der Zuhör-Kiosk in einem Hamburger U-Bahnhof, Zuhör-Bänke und internationale Zuhör-Initiativen haben uns inspiriert, öffentliches Zuhören auch in unserer Stadt anzubieten.

zentrum plus Bilk Caritas zentrum plus Bilk Düsseldorf 40223 Suitbertusplatz 1a 02116504176 Webseite - -

Die „zentrum plus“ bieten älteren und älterwerdenden aber auch jüngeren Menschen im Stadtteil die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen auszutauschen, mit ihnen Zeit zu verbringen und aktiv oder als Teilnehmer von Angeboten mitzuwirken.
Die Angebote in unseren „zentrum plus“ bilden dabei verschiedene Interessensbereiche ab. So finden Sie bei uns Angebote in den Bereichen: Bewegung und Sport, Sprache, Kultur, Bildung, Freizeit, digitale Medien, etc.
In allen unseren „zentrum plus“ erhalten Sie professionelle Beratung bei Ihrem individuellen Hilfe- und Unterstützungsbedarf. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Anliegen und beraten Sie oder Ihre Angehörigen gerne persönlich in Fragen des Älterwerdens.
Wer sich selbst engagieren möchte und unser vielfältiges Angebote unterstützen möchte, ist bei uns genau richtig! 

Sie engagieren sich auch mit einem Projekt gegen Einsamkeit?

Melden Sie uns Ihr Projekt!

Aktionsplan Du+Wir=Eins

10.12.2024

Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit

Am Dienstag, 10. Dezember 2024, hat die nordrhein-westfälische Landesregierung den ersten Aktionsplan gegen Einsamkeit verabschiedet. Unter dem Titel „Du+Wir=Eins – Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit“ bündelt der Aktionsplan Maßnahmen gegen Einsamkeit aller Ministerien der Landesregierung. Ministerpräsident Wüst hat den Aktionsplan gemeinsam mit Prof. Dr. Maike Luhmann, Einsamkeitsforscherin an der Ruhr-Universität Bochum, vorgestellt. Mehr erfahren

  • 1:35
  • Video: Land NRW

03.04.2024

Rikscha fahren, wertvolle Gespräche führen, neue Beziehungen entstehen lassen: Das alles bietet das Projekt „Flaniermobil – Radeln ohne Alter“ der Caritas Aachen. Ehrenamtliche Piloten fahren Seniorinnen und Senioren sowie andere Menschen, die nicht mehr selbst in die Pedale treten können, an ihr Ziel. Gemeinsam sammeln Passagiere und Piloten im Flaniermobil schöne Stunden – da bleibt keine Zeit für Einsamkeit.

  • 1:15
  • Video: Land NRW

27.02.2024

Um ältere Menschen in Kontakt und in einen Austausch zu bringen und gleichzeitig bereits die Jüngsten in unserer Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren, engagiert sich das Malteser-Projekt „Alter Falter“ in Münster gegen Einsamkeit. Ein gelungenes Beispiel für Unterstützung, Aufklärung und Kontaktaufnahme und nur eine von vielen Initiativen gegen Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst

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„Einsam kann sich jeder fühlen, unabhängig von Alter und Einkommen, vom Geschlecht oder sogar davon, wie viele Menschen man um sich herum hat.

Die wenigsten reden darüber, einsam zu sein und darunter zu leiden. Es scheint, als haftet dem Thema ein Stigma an. Mit gravierenden Folgen.

– Ministerpräsident Hendrik Wüst

Definition von Einsamkeit

Eine der renommiertesten Einsamkeitsforscherinnen, Frau Prof. Dr. Luhmann definiert Einsamkeit wie folgt: „Einsamkeit wird definiert als eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen den gewünschten und den tatsächlichen sozialen Beziehungen.“

Man kann zum Beispiel allein sein, aber nicht einsam, aber auch unter Menschen sein und sich trotzdem einsam fühlen. Es kommt immer auf die Qualität der Verbindungen an.

Risikofaktoren

Erst in jüngster Zeit werden in der Einsamkeitsforschung neben individuellen Faktoren, die Einsamkeit auslösen können, zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Armut, Migrationshintergrund, Partnerlosigkeit, einfache Bildung und gesundheitliche Einschränkungen, auch räumliche Faktoren (zum Beispiel Mangel an Grünflächen, Freizeitangeboten) in den Blick genommen. Einsamkeit ist ein Phänomen, das alle Menschen betreffen kann. Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.

Als Beschleuniger der Entwicklung kann die Covid-19 Pandemie gesehen werden. Während des ersten Lockdowns kam es beispielsweise zu einem sprunghaften Anstieg der einsamen Menschen in Deutschland. Während dieses Zeitraums waren 40, 1 Prozent der Menschen in Deutschland manchmal einsam.

Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.

Von Einsamkeit besonders betroffene Gruppen

Die Landesregierung wird alle von Einsamkeit Betroffenen ansprechen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Schicht. Denn Einsamkeit ist keine reine Frage des Alters. Sie tritt in allen Altersgruppen auf. Vulnerable bzw. gefährdetste Gruppen sind unter anderem Jugendliche bzw. junge Erwachsene, ältere Menschen (älter als 75 Jahre), Alleinerziehende, Menschen in Umbruchsituationen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Folgen von chronischer Einsamkeit

Im Abschlussbericht der Enquetekommission (PDF, 5 MB) heißt es, Einsamkeit könne genauso schädlich sein wie der Konsum von 15 Zigaretten am Tag, wie Alkoholmissbrauch oder Übergewicht. Das bedeutet, dass chronische Einsamkeit eine messbare Auswirkung auf die seelische und körperliche Gesundheit haben kann. Und Einsamkeit hat auch eine politische Dimension: Wer einsam ist, steht der Gesellschaft und auch unserer Demokratie distanzierter gegenüber. Deshalb ist es unserer aller Aufgabe, Einsamkeit zu begegnen.

Die Stabstelle I P 3 „Einsamkeit“ wurde im Oktober 2022 im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten geschaffen, um dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe – der Eindämmung von Einsamkeit – Rechnung zu tragen. Dem Kampf gegen Einsamkeit hat die nordrhein-westfälische Landesregierung damit erstmals Priorität auf der politischen Agenda eingeräumt. Damit ist Nordrhein-Westfalen bundesweit Vorreiter.

Fünf-Säulen-Modell

Mit einem Fünf-Säulen-Modell und unter Einbindung von Wissenschaft und anderen Akteuren begegnen wir Einsamkeit in unserem Land.

Fünf-Säulen-Modell gegen Einsamkeit

1. Säule: Phänomen Einsamkeit weiter erschließen

Die Zahl der Menschen in Nordrhein-Westfalen, die unter Einsamkeit leiden, hat während der Pandemie zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass von diesem Anstieg Jugendliche und junge Erwachsene besonders betroffen sind. Neben der Gruppe der älteren Menschen sind Jugendliche und junge Erwachsene besonders häufig von erhöhtem Einsamkeitsempfinden betroffen. Über das Einsamkeitsempfinden, Risikofaktoren und Schutzmechanismen bei Jugendlichen und jungen Erwachsene ist hingegen noch wenig bekannt. In vielen Ländern, in denen Strategien gegen Einsamkeit entwickelt werden, stehen vor allem ältere Menschen als Zielgruppe im Fokus. Maßnahmen zur Einsamkeitsprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es bisher sehr wenig.

Deshalb braucht es insbesondere mehr wissenschaftliche Daten zum Anstieg von Einsamkeit bei der jungen Generation und ihren Ursachen. Die Landesregierung wird unter anderem eine Studie in Auftrag geben, die den Anstieg von Einsamkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen untersucht, um gezielt früh wirksame Strategien zur Prävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu entwickeln. Neben der neuen Fokussierung auf die junge Generation wird die Landesregierung die Zielgruppe der älteren Menschen und weiterer vulnerabler Gruppen parallel im Blick behalten. Im Fokus steht dabei die Einsamkeitsprävention. Die Landesregierung wird sich kontinuierlich weiter mit Expertinnen und Experten austauschen und auf dessen Grundlage zielgenaue Maßnahmen (weiter- )entwickeln.

2. Säule: Enttabuisieren und Sensibilisieren

Als zweite Säule soll durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit weiter sensibilisiert und enttabuisiert werden. Die Botschaft ist: Jede und Jeder kann etwas gegen Einsamkeit tun – schon mit kleinen Gesten. Die Landesregierung hat Ende 2022 die Stabstelle Einsamkeit in der Staatskanzlei eingesetzt. Die Stabstelle arbeitet ressortübergreifend und übernimmt zentrale Koordinationsaufgaben. Sie sorgt für weitere Vernetzung innerhalb der Landesregierung und außerhalb mit Initiativen, Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen, die sich der Eindämmung von Einsamkeit verschrieben haben. Im Dezember 2022 hatte sich der Ministerpräsident zum Auftakt der Arbeit der Stabstelle mit Expertinnen und Experten und Landtagsabgeordneten, die Teil der Enquete-Kommission waren, über das Thema und seine Herausforderungen ausgetauscht. Diesen Dialog mit Expertinnen und Experten wird der Ministerpräsident kontinuierlich fortsetzen.

Zum Sensibilisieren gehört auch der Besuch von Initiativen, um die öffentliche Wahrnehmung zum Thema Einsamkeit zu stärken und bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote bekannter zu machen (Beispiel: Hospitanz des Ministerpräsidenten bei der Einsamkeitshotline für Ältere Menschen „Silbernetz“ am 2. Juni 2023 in dem zentrum-plus der AWO Düsseldorf).

3. Säule: Bündelung und Vernetzung

Die Landesregierung wird bestehende Projekte und Initiativen zur Einsamkeitsbekämpfung und Einsamkeitsprävention in Nordrhein-Westfalen auf einer Online-Plattform zusammenführen – für eine bessere Vernetzung und für bessere Zugänge für Betroffene, Beteiligte und Interessierte. Dabei sucht die Landesregierung den engen Dialog mit dem Bund, den anderen Ländern, Kommunen und der europäischen Ebene. Auch der Erfahrungsaustausch mit Japan, den Niederlanden, und Großbritannien steht im Vordergrund, die mit eigenen Ministerien bzw. Kampagnen Vorreiter bei der Eindämmung von Einsamkeit sind. So hat Ministerpräsident Hendrik Wüst im Juni 2023 während seiner Reise nach Japan gezielt Gespräche zum Thema Einsamkeit geführt und Initiativen, die Einsamkeit bekämpfen, besucht.

4. Säule: Ministeriumsübergreifende Aktivitäten

Die Landesregierung wird zudem die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Initiativen stärken, eigene niedrigschwellige Maßnahmen weiterentwickeln und Neue anstoßen. Durch die Bündelung von bereits bestehenden Maßnahmen unter Einbindung aller Resorts will die Landesregierung erreichen, dass das Thema Einsamkeitsprävention stärker in den in Frage kommenden Förderprogrammen des Landes verankert und damit eine Weiterentwicklung der Hilfsinfrastruktur möglich wird. Der erste Aktionsplan ist da ein wichtiger Meilenstein und das Herzstück. Der Aktionsplan wird kontinuierlich weiterentwickelt.

5. Säule: Stärkung von Sport und Ehrenamt

Ehrenamtlich engagierte Menschen leisten in Nordrhein-Westfalen bereits einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Einsamkeit. Sie will die Landesregierung weiter stärken und fördern. Sport und Ehrenamt sind dabei wichtige Pfeiler, um ein starkes Bündnis gegen Einsamkeit zu schmieden.

Studie „Einsamkeit unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nach der Pandemie“

Einsamkeit unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nach der Pandemie

24.11.2023

Prof. Dr. Maike Luhmann et al. (2023)

Einsamkeit wurde lange Zeit vor allem als ein Problem des hohen Alters betrachtet. Doch mit der CO- VID-19-Pandemie wurde vielen bewusst, dass Einsamkeit Menschen jeden Alters treffen kann. Besonders stark scheinen die Auswirkungen der Pandemie für Jugendliche und junge Erwachsene zu sein. Mit dieser von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens (NRW) beauftragten Studie sollen einige Lücken im empirischen Forschungsstand zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschlossen werden, mit einem besonderen Fokus auf NRW.

  • 0:44
  • Video: Land NRW

24.11.2023

Ruhr-Universität Bochum

  • 2:00
  • Video: Land NRW

24.11.2023

Psychologin und Podcasterin


Impulspapier: „Jung und einsam – Internationale Perspektiven für ein neues politisches Handlungsfeld“

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) / Leonie Schwichtenberg, Karenina Schröder, Michael Seberich

Aktuelle Studien zeigen, dass junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren eine der am stärksten von Einsamkeit betroffenen Gruppen weltweit sind. In dem Kooperationsprojekt von Liz Mohn Stiftung, Bertelsmann Stiftung und Landesregierung wurde untersucht, wie andere Länder Jugendeinsamkeit bekämpfen. Die Publikation liefert zehn Handlungsempfehlungen für die Politik in Deutschland, die auf dem von Ministerpräsident Hendrik Wüst initiierten Einsamkeitskongress am 6. Juni 2024 in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen vorgestellt wurden. Weitere Informationen

Download (PDF, Deutsch, 3 MB)

Download (PDF, Englisch, 3 MB)

„Menschen fehlt Gesellschaft
und der Gesellschaft fehlen Menschen.“

– Ministerpräsident Hendrik Wüst

Kontaktdaten „Stabsstelle Einsamkeit“

Um dem wachsenden Phänomen der Einsamkeit besser begegnen zu können, hat die Landesregierung als erstes und einziges Bundesland die „Einsamkeit“ im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten eingerichtet. Damit setzen wir eine der zentralen Handlungsempfehlungen der Enquetekommission um.

Sina Breitenbruch-Tiedtke
Referatsleiterin
Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Stabsstelle Einsamkeit
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 837-1302
E-Mail: sina.breitenbruch-tiedtke@stk.nrw.de 

Marc Zabel
Referent
Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Stabsstelle Einsamkeit
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 837-1675
E-Mail: Marc.Zabel@stk.nrw.de