FAQ zum Coronavirus

Fragen und Antworten zum Coronavirus

Aktuelle Informationen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Virus-Pandemie und die Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung. Die Informationen werden fortlaufend aktualisiert.

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Fragesammlungen

    Aktuell: Coronaschutzverordnung ab dem 20. August 2021

    Aktuell: Coronaschutzverordnung ab dem 20. August 2021

    Bis wann gilt die aktuelle Coronaschutzverordnung?

    Die ab dem 20. August 2021 gültige Coronaschutzverordnung gilt zunächst bis einschließlich 8. Oktober 2021.

    Gibt es weiterhin mehrere Inzidenzstufen?

    Nein. Gemäß den gemeinsamen Beschlüssen der Bund-Länder-Beratungen vom 10. August 2021 enthält die ab 20. August 2021 in Nordrhein-Westfalen gültige Coronaschutzverordnung nicht mehr mehrere Inzidenzstufen, sondern nur noch einen maßgeblichen Inzidenzwert: 35.
    Beim Übersteigen der 7-Tage-Inzidenz von 35 gelten durch Einsetzen der 3G-Regel strengere Schutzmaßnahmen. Da der Landesdurchschnitt der Inzidenz inzwischen über 35 liegt, gilt dies mit dem Inkrafttreten der Verordnung landesweit – also auch in den Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz unter 35 liegt.

    Was sind die Grundsätze der Coronaschutzverordnung ab 20. August 2021?

    Grundsatz der Coronaschutzverordnung ist, dass Geimpften und Genesenen grundsätzlich alle Einrichtungen und Angebote wieder offenstehen. Von den bisherigen Schutzmaßnahmen verbleiben nur noch eine verbindliche Maskenpflicht in bestimmten Innenräumen und an anderen infektionskritischen Orten sowie für nicht geimpfte oder genesene Personen ab einer Inzidenz von 35 eine Testpflicht für bestimmte Dienstleistungen und Veranstaltungen.

    Für das Zusammentreffen mit anderen Personen gelten keine Kontaktbeschränkungen mehr, auch sind nicht mehr Daten zur Rückverfolgbarkeit von Personen zu erfassen.

    Die bewährten Verhaltensregeln (AHA) bleiben für Privatpersonen weiterhin empfohlen. Bestimmte Lüftungs- und Reinigungsvorgaben sind in einer kurzen Anlage zusammengefasst und ergänzen die Infektionsschutzvorgaben für Betriebsinhaberinnen und -inhaber.

    Gilt weiterhin eine Maskenpflicht?

    Ja. Es besteht auch weiterhin – unabhängig von Inzidenzwerten – die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in folgenden Bereichen:

    • im öffentlichen Personennahverkehr,

    • in Innenräumen mit Publikumsverkehr, z. B. in Einkaufsgeschäften,

    • in Warteschlangen und an Verkaufsständen

    • bei Großveranstaltungen mit mehr als 2.500 Besuchern im Freien.

    Welche Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es?

    Die Verordnung sieht verschiedene Ausnahmen von der Maskenpflicht vor. So kann auf das Tragen der Maske z. B. ausnahmsweise verzichtet werden

    • in Privaträumen bei ausschließlich privaten Zusammentreffen,
    • bei der Berufsausübung in Innenräumen, wenn der Mindestabstand sicher eingehalten werden kann,
    • in Einsatzsituationen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr usw.,
    • bei der Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen,
    • von Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können (Attest notwendig).

    Die Verordnung enthält zahlreiche weitere Ausnahmen von der Maskenpflicht.
    Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen. Soweit Kinder vom Schuleintritt bis zum Alter von 13 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen.

    Was bedeutet die 3G-Regel ab einer Inzidenz von 35?

    Vollständig Geimpften und Genesenen stehen alle Einrichtungen und Angebote wieder offen. Mit Blick auf steigende Infektionszahlen müssen alle Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 für bestimmte Veranstaltungen/Dienstleistungen negativ getestet sein.

    Wofür wird ab einer Inzidenz von 35 ein negativer Antigen-Schnelltest benötigt?

    Nicht vollständig geimpfte oder nicht genesene Personen benötigen einen negativen Antigen-Schnelltest (maximal 48 Stunden alt) für:

    • Veranstaltungen in Innenräumen, insbesondere in Bildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen
    • Messen und Kongresse in Innenräumen
    • Sport- und Wellnessangebote oder vergleichbare Angebote in Innenräumen
    • Innengastronomie
    • Körpernahe Dienstleistungen wie beispielsweise Friseur, Kosmetik, Körperpflege
    • Beherbergungsbetriebe, wobei nicht immunisierte Personen bei der Anreise und erneut nach jeweils vier weiteren Tagen einen Test vorlegen müssen
    • Großveranstaltungen im Freien (ab 2.500 Personen)
    • Touristische Busreisen sowie Kinder-, Jugend- und Familienerholungsfahrten

    Wofür wird ab einer Inzidenz von 35 ein negativer PCR-Test benötigt?

    Nicht vollständig geimpfte oder nicht genesene Personen benötigen einen negativen PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) für Veranstaltungen und Dienstleistungen mit besonders hohem Risiko für Mehrfachansteckungen. Dies gilt für

    • Clubs,
    • Diskotheken,
    • Tanzveranstaltungen,
    • private Feiern mit Tanz
    • sowie bei sexuellen Dienstleistungen.

    Wofür wird unabhängig von der Inzidenz ein negativer Antigen-Schnelltest benötigt?

    Vulnerable Personengruppen in bestimmten Einrichtungen werden weiterhin besonders geschützt. Besucher müssen entweder vollständig geimpft oder genesen oder negativ getestet sein.
    Nicht vollständig geimpfte oder nicht genesene Personen benötigen generell, also nicht erst ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 oder mehr, einen Antigen-Schnelltest (maximal 48 Stunden alt) für den Besuch folgender Einrichtungen:

    • Krankenhäuser,
    • Alten- und Pflegeheime,
    • besondere Wohnformen der Eingliederungshilfe und ähnliche Einrichtungen
    • stationäre Einrichtungen der Sozialhilfe
    • Sammelunterkünfte für Flüchtlinge.

    Welche Hygieneregeln gelten für Angebote und Einrichtungen mit Besucher-/Publikumsverkehr?

    Die Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzregeln“ zur Coronaschutzverordnung legt unter Punkt II verbindliche Hygieneregeln zum Betrieb von Angeboten und Einrichtungen fest, die für Kunden- oder Besucherverkehre geöffnet sind.

    Welche Regeln gelten für Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie bei Veranstaltungen?

    In Bildungseinrichtungen und Kultureinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und Versammlungen, Tagungen, Messen und Kongressen kann an festen Sitz- oder Stehplätzen auf das Tragen von Masken verzichtet werden, wenn entweder die Plätze einen Mindestabstand von 1,5 Metern haben oder alle Personen immunisiert oder getestet sind.

    Daten zur Rückverfolgbarkeit von Personen sind nicht mehr zu erfassen.

    Was gilt für private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage? 

    Private Feiern sind ohne Kontaktbeschränkungen und Kontaktdatenerfassung zulässig. Achtung: An privaten Feiern mit Tanz dürfen nicht Geimpfte oder Genesene ohne Maske nur teilnehmen, wenn sie einen negativen PCR-Test vorlegen. Ab einer Inzidenz von 35 ist zwingend ein PCR-Test vorzulegen. Ausnahme: Kinder bis zum Schuleintritt sowie Schülerinnen und Schüler dürfen an privaten Feiern mit Tanz auch ohne PCR-Test teilnehmen.

    Was gilt für Proben und Auftritte von Musikgruppen und Chören?

    Proben und Auftritte von Musikgruppen (auch mit Blasinstrumenten) sind möglich.
    Für das gemeinsame Singen in Innenräumen, z. B. in Chören, gilt, dass nicht vollständig geimpfte oder genesene Personen einen negativen PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) benötigen.

    Haben Sie Fragen zur Coronaschutzverordnung?

    Dann können Sie sich an die E-Mail-Adresse corona@nrw.de wenden.

    Fragen und Antworten

    Aktuelles zur Impfung

    Wie geht die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen voran?

    Die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen hat gute Fortschritte erzielt, gerade Personen über 60 Jahre und gesundheitlich besonders Gefährdete haben mittlerweile rund 86 Prozent einen vollen Impfschutz. Fast zwei Drittel der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen sind vollständig geimpft. Bei den Kindern und Jugendlichen ist das Impftempo besonders hoch. Inzwischen sind 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren einmal geimpft, knapp ein Viertel dieser Gruppe ist vollständig geimpft.

    Warum sollte ich mich impfen lassen?

    Gerade vor dem Hintergrund hochansteckender Virusmutationen und wieder deutlich ansteigender Inzidenzwerte ist Impfen die wirksamste Möglichkeit, die vierte Welle zu brechen. Mit der Impfung schützt man sich nicht nur selbst vor Infektionen und schweren Infektionsverläufen, sondern übernimmt auch Verantwortung für den Schutz anderer und die erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie.

    Darüber hinaus können Geimpfte unkomplizierter reisen und an Aktivitäten in Innenräumen teilnehmen. Ansatzpunkt ist dafür die neue Systematik der seit dem 23. August 2021 gültigen Corona-Schutzverordnung. Diese ist geprägt von dem Grundsatz, dass Geimpften und Genesenen grundsätzlich alle Einrichtungen und Angebote wieder offenstehen. Nur noch ab einem Inzidenzwert über 35 greifen landesweit besondere Schutzauflagen. Dies ist derzeit der Fall.

    Können Kinder geimpft werden?

    Die Impfstoffe von BioNTech und Moderna sind für Personen ab 12 Jahren zugelassen.

    Die „Ständige Impfkommission“ (STIKO) empfiehlt seit dem 16. August 2021 eine Impfung gegen das Coronavirus ausdrücklich auch für alle 12- bis 17-Jährigen. Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten kommt die STIKO zu der Einschätzung, dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen. Für jüngere Kinder unter 12 Jahren gibt es derzeit noch keinen zugelassenen Impfstoff.

    Die Impfangebote sollen vorzugsweise in den Impfzentren unterbreitet werden; die Schulen werden von den Impfzentren entsprechend informiert.
     
    Bei den Impfungen für 12- bis 17-Jährige in den Impfzentren soll die Impfung unverändert nach ärztlicher Aufklärung zum Nutzen und Risiko erfolgen. Die Aufklärung und Beratung kann dabei sowohl durch Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte sowie durch Hausärztinnen und -ärzte erfolgen. Bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren ist die Einwilligung des/der Erziehungsberechtigten erforderlich.
     
    Mit Blick auf die mobilen Impfangebote für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an allgemeinbildenden Schulen müssen zur Durchführung der Impfung die von einem Sorgeberechtigten unterschriebenen Einwilligungs- und Aufklärungsbögen vorliegen, sofern Schülerinnen oder Schüler das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Auf die Anwesenheit einer sorgeberechtigten Person kann in diesem Rahmen verzichtet werden.

    Wie werden die Auffrischungsimpfungen für über 80-Jährige und Menschen in Pflegeinrichtungen organisiert?

    Über 80-Jährigen und Menschen in Pflegeeinrichtungen sollen frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie Auffrischungsimpfungen angeboten werden. Die Auffrischungsimpfungen werden in Nordrhein-Westfalen folgendermaßen organisiert:
     
    Auffrischungsimpfungen in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen, Tagespflegen, Wohngemeinschaften nach § 24 Absatz 1 WTG, Demenz-WGs, Beatmungs-WGs sowie 
    (teil-) stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Werkstätten für behinderte Menschen werden durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte durchgeführt.

    Sofern einzelne Einrichtungen keine Ärztin bzw. keinen Arzt zur Durchführung der Impfungen gewinnen können, können sich diese an das örtliche Impfzentrum wenden. Dieses informiert die lokale Ansprechperson der Kassenärztlichen Vereinigung, um kurzfristig Abhilfe zu schaffen.

    Die Auffrischungsimpfungen von Personen ab 80 Jahren (Höchstbetagte) sowie Immungeschwächten und Immunsupprimierten, deren Covid-19-Impfserie vor mehr als sechs Monaten abgeschlossen wurde, sollen ebenfalls über den Hausarzt geimpft werden.

    Personen, die eine vollständige Impfserie mit Vektor-Impfstoffen von AstraZeneca oder Johnson & Johnson bzw. nach einer Genesung von COVID-19 einen dieser Vektor-Impfstoffe erhalten haben, können sechs Monate nach der Zweitimpfung (AstraZeneca) bzw. Impfung (Johnson & Johnson) eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech oder Moderna) bei einem niedergelassenen Arzt erhalten.

    Wo kann ich mich impfen lassen?

    Es gibt derzeit ein flächendeckendes und ausreichendes Angebot an Impfstoffen in Deutschland. In den Impfzentren oder bei der niedergelassenen Ärzteschaft kann derzeit jeder einen Impftermin vereinbaren.

    Zudem haben die Kommunen viele gute und kreative Anreize geschaffen und stellen niedrigschwellige Angebote bereit: Impfungen in Jobcentern und Berufsschulen oder Impfen in Fußballstadien, wie in Dortmund, Impfbusse, Late-Night-Impfen oder Impfen zu Party-Musik. Informationen dazu werden in vielerorts auf der Internetseite der Städte oder Kreise unter „Corona-Virus“ oder „Impfen“ bereitgestellt.

    Auch neue Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen und stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe sollen ein Impfangebot erhalten. Je nach Bedarf sorgen die Kreise und kreisfreien Städte dafür, dass die Angebote auch durch mobile Impfungen sichergestellt werden.

    Die Infrastruktur mit den Impfzentren wird aufgrund des guten Impffortschritts zum 30.09.2021 aufgegeben. Für die Aufgaben der größer angelegten Impfeinsätze und mobiler Impfungen werden die Städten und Kreise künftig „Koordinierende Covid-Impfeinheiten“ (KoCI) vorhalten.

    Wie erhalte ich einen Impftermin im Impfzentrum?

    Alle Bürgerinnen und Bürger, die einen Impftermin in den Impfzentren erhalten möchten, können Impftermine über die bereits bekannten Terminbuchungsportale der Kassenärztlichen Vereinigungen buchen.

    Eine Terminvermittlung für Personen ab 16 Jahren ist online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer je Landesteil – (0800) 116 117 02 für Westfalen-Lippe und (0800) 116 117 01 für das Rheinland.

    Alternativ können Sie auch Ihren Arzt um einen Impftermin bitten. Ende September werden die Impfungen in den Impfzentren auslaufen, dann werden ausschließlich die Arztpraxen die Schutzimpfungen übernehmen.

    Nach dem Auslaufen der Impfzentren im September werden die Corona-Schutzimpfungen in Nordrhein-Westfalen ab 1. Oktober 2021 planmäßig von der niedergelassenen Ärzteschaft übernommen.

    Was ist mit Betriebsärzten?

    Betriebsärzte sind seit dem 7. Juni in die Impforganisation miteinbezogen. Sie werden ebenfalls vom Bund über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel mit Impfdosen beliefert. Zuständig für die Verteilung ist demnach der Bund. Auch Betriebsärzte impfen grundsätzlich in eigener Verantwortung. Das Land Nordrhein-Westfalen ermöglicht es jedoch den Betriebsärzten, ihr Impfstoffkontingent an ein Impfzentrum nach Wahl liefern zu lassen. In Absprache zwischen Betriebsarzt und Impfzentrum können im Vorfeld Termine oder Zeitfenster für die Impfung der jeweiligen Betriebsangehörigen vereinbart werden, die dann aus dem Impfstoffkontingent des Betriebsarztes im Impfzentrum geimpft werden. So wird den Betriebsärzten noch bis zum 30. September ermöglicht, trotz fehlender räumlicher und personeller Ressourcen die Impfungen für „ihre“ Betriebe ohne großen Aufwand sicherzustellen.

    Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten

    Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten

    Welche Regeln gelten für Geimpfte und Genesene?

    Aus Infektionsschutzgründen sind, abhängig von der jeweiligen Inzidenz, bestimmte Angebote wie der Besuch von Restaurants oder die Nutzung von Sportstätten, an ein negatives Testergebnis geknüpft.
    Dabei gilt generell: Vollständig Geimpfte und Genesene stehen Personen mit negativem Testergebnis gleich. Außerdem werden überall dort, wo im Rahmen der Corona-Schutzverordnung Personenbegrenzungen gelten, Personen, die geimpft oder genesen sind, nicht mitgezählt.

    Wer gilt als geimpft, wer gilt als genesen?

    Als geimpft oder genesen gilt, wer eine vollständige Impfung bzw. die Genesung belegen kann. Dies geschieht durch:

    1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff – durch den Eintrag im Impfpass oder den digitalen Impfnachweis, oder
    2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses (Nukleinsäurenachweis mittels PCR, PoC-PCR etc.), das mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt, oder
    3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses (s. oben) in Verbindung mit dem Nachweis einer verabreichten Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

    Hintergrund: Innerhalb der ersten sechs Monate nach der Infektion wird von einer ausreichenden Immunisierung ausgegangen; danach, also nach mehr als sechs Monaten, ist eine zusätzliche Impfdosis erforderlich.

    Welche Regelungen gelten für Geimpfte und Genesene in Bezug auf Reisen?

    Bei der Rückkehr aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten (nicht aber aus Virusvarianten-Gebieten) ist für Geimpfte und Genesene kein zusätzlicher Test mehr nötig, um die Einreisequarantäne zu vermeiden. Auch hier gilt eine Nachweispflicht.

    Liste der derzeit ausgewiesenen Risikogebiete

    Corona-Tests

    Corona-Tests

    Warum sollte ich mich regelmäßig auf eine Corona-Infektion testen lassen?

    Im Kampf gegen das Coronavirus sind regelmäßige Tests der Bevölkerung eine der wichtigen Säulen – neben den Corona-Schutzimpfungen und der Einhaltung der Corona-Regeln im Alltag. Die Tests helfen, eine Infektion oder gar einen Ausbruch schnell zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das hilft, die Ausbreitung des Virus möglichst schnell einzudämmen. Ein negatives Testergebnis gibt größere Sicherheit im Alltag: Die Gefahr, andere Menschen anzustecken, sinkt.

    Welche Testverfahren werden zum Nachweis von Corona eingesetzt?

    Aktuell werden vorwiegend folgende Testverfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2 eingesetzt:

    1. Der sog. PCR-Test wird durch medizinisches Personal entnommen und in einem medizinischen Labor ausgewertet. Er weist das Erbmaterial des Erregers nach.
    2. der Antigen-(Schnell-)Test reagiert auf ein spezifisches Eiweiß-Fragment des Virus. Er wird durch geschultes Personal durchgeführt.
    3. der Selbsttest, der wie der Antigen-Schnelltest auf ein spezifisches Eiweiß-Fragment des Virus reagiert.

    PCR-Tests sind am zuverlässigsten unter den Corona-Tests. Dabei macht das medizinische Personal z.B. einen Nasen- oder Rachen-Abstrich. Die Auswertung des PCR-Tests erfolgt durch ein Labor. Das Testergebnis liegt frühestens nach vier bis sechs Stunden vor. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann je nach Probenaufkommen wenige Tage dauern.
    Antigen-Schnelltests für SARS-CoV-2 werden nur durch geschultes Personal durchgeführt. Wie beim PCR-Test wird ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Sie liefern deutlich schneller, in der Regel nach max. 15 Minuten, ein Testergebnis, etwa direkt vor Ort. Sie sind jedoch nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test und stellen nur eine Momentaufnahme dar. Bei einem positiven Ergebnis des Schnelltests muss zur weiteren Abklärung umgehend ein PCR-Test durchgeführt werden.
    Seit Anfang März sind Selbsttests im Handel erhältlich. Sie funktionieren wie Antigen-Schnelltests, können aber grundsätzlich durch jede Person durchgeführt werden. Die Probenentnahme und -Auswertung ist dementsprechend einfach und schnell. Ihre Zuverlässigkeit ist jedoch abhängig von der korrekten und zeitgerechten Probenentnahme und Testdurchführung und generell niedriger als die der PCR-Tests. Sofern ein Selbsttest den Verdacht auf eine Infektion anzeigt, ist eine Bestätigung durch einen PCR-Test unbedingt erforderlich.

    Wann und wo kann ich mich testen lassen?

    Bürgerinnen und Bürger können sich mindestens einmal wöchentlich kostenlos testen lassen. Der kostenlose Bürgertest kann in von Ländern und Kommunen beauftragten Testzentren und -stationen durchgeführt werden. In Nordrhein-Westfalen gibt es landesweit derzeit Tausende Teststationen – auch in Ihrer Nähe: www.testen.nrw.

    Beschäftigtentests

    Arbeitgeber sind verpflichtet, in ihren Betrieben allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, regelmäßige Selbst- und Schnelltests anzubieten. Die Pflicht zum Angebot der Tests gilt nicht, wenn der Arbeitgeber einen gleichwertigen Schutz sicherstellt oder nachweist. So sieht es die bundesweit geltende Corona-Arbeitsschutzverordnung vor. Die Teilnahme an den Tests ist freiwillig, eine Bescheinigung kann ausgestellt werden.

    Testpflicht nach längerer Abwesenheit am Arbeitsplatz

    Wer mindestens fünf Tage, zum Beispiel aufgrund eines Urlaubs, nicht am Arbeitsplatz war und in den Betrieb zurückkehrt, muss am ersten Arbeitstag einen negativen Coronatest vorweisen oder vor Ort durchführen. Diese Regelung gilt nicht für vollständig Geimpfte oder Genesene.

    FAQ

    Informationen zur Maskenpflicht

    Welche Regelungen zur Maskenpflicht gelten?

    An bestimmten Orten, vor allen Dingen in Innenräumen, gilt weiter die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske. Dies ist jeweils abhängig vom Infektionsgeschehen.

    Um welche Masken geht es?

    Je nach Regelungen müssen medizinische Masken oder Atemschutzmasken getragen werden. Medizinische Masken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind sogenannte OP-Masken. Atemschutzmasken im Sinne der Verordnung sind Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 und Masken höheren Standards – jeweils aber ohne Ausatemventil.

    Wo muss ich bei Inzidenzstufe 0 eine Maske tragen?

    Liegt die 7-Tage-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt stabil bei 10 oder darunter (Inzidenzstufe 0), muss grundsätzlich nur noch in Innenbereichen eine Maske getragen werden. Dies betrifft die Innenbereiche, in denen auch in der Inzidenzstufe 1 eine Maske getragen werden muss.
    Gilt auch für das ganze Land die Inzidenzstufe 0, entfällt auch die Maskenpflicht in Innenbereichen weitgehend und gilt nur noch im öffentlichen Personenverkehr, im Einzelhandel, in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen. Hintergrund: Dies sind Bereiche mit hoher Personendichte, die viele Menschen nutzen/aufsuchen müssen. Solange noch nicht alle Bürgerinnen und Bürger ein Impfangebot wahrnehmen konnten, ist daher in diesen Bereichen noch ein erhöhter Schutz notwendig.
    Im Freien muss eine Maske nur noch in wenigen Einzelfällen, etwa bei bestimmten Sport-Großveranstaltungen, getragen werden.
    Beschäftigte mit einem besonders nahen Kundenkontakt wie z.B. bei körpernahen Dienstleistungen oder in der Gastronomie müssen weiterhin eine Maske tragen, wenn sie nicht vollständig geimpft/genesen sind oder über einen negativen Testnachweis verfügen.
    Betreiberinnen und Betreiber von Einrichtungen und Angeboten können entscheiden, zum Schutz ihrer Kundinnen und Kunden das Tragen einer Maske auch weiterhin zu verlangen. Zudem wird das Tragen einer Maske auch dort, wo es nicht mehr verpflichtend ist, weiterhin empfohlen.

    Wo muss ich bei Inzidenzstufe 1 eine Maske tragen?

    Für Kreise und kreisfreie Städte mit einer die 7-Tage-Inzidenz von stabil 35 oder darunter (Inzidenzstufe 1) gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Freien da, wo typischerweise wegen hoher Personendichte das Einhalten von Abständen schwerfällt:

    • in Warteschlangen sowie an Ständen, Kassen und Schaltern
    • bei Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes
    • dort, wo Kommunen im Einzelfall zur Bekämpfung von Missständen eine Maskenpflicht anordnen.

    Die Verpflichtungen zum Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen bleiben grundsätzlich weiterhin bestehen. Für Bildungs-, Kultur-, Sport- und andere Veranstaltungen gilt: Bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung darf die Maske an festen Sitz- oder Stehplätzen abgenommen werden, wenn näher bestimmte weitere Schutzmaßnahmen (zu Testnachweisen, Abstand und Rückverfolgbarkeit) eingehalten werden.

    Gibt es generelle Ausnahmen von der Maskenpflicht?

    Ja. Von der Maskenpflicht befreit sind Kinder bis zur Einschulung, im Einsatz befindliche Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Personal der Rettungsdienste sowie Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können (Attest notwendig). Für die Kommunikation mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen kann die Maske vorübergehend abgelegt werden.

    FAQ

    Corona - Einreisebestimmungen

    Welche Einreiseregelungen gelten aktuell?

    Der Bund gibt die Einreiseregelungen vor, die die Quarantäneverordnungen der Länder und damit auch die Coronaeinreiseverordnung Nordrhein-Westfalen ersetzen. Alle aktuellen Informationen zur Einreise nach Deutschland gibt es hier

    Quarantäne-Regelungen

    Quarantäne-Regelungen

    Was bedeutet „Quarantäne“?

    „Quarantäne“ ist eine zeitlich befristete Isolierung/Absonderung einer infizierten oder jedenfalls ansteckungsverdächtigen Person von anderen Menschen für die Dauer des Zeitraums, in der die unter Quarantäne stehende Person in der Lage ist, das Virus weiterzugeben.

    Was ist Sinn der Quarantäne?

    Die Quarantäne dient dem Schutz von uns allen vor Ansteckung mit dem Coronavirus und soll die Verbreitung der Erkrankung eindämmen.

    Wann muss ich mich in Quarantäne begeben?

    Eine Quarantäneplicht gilt automatisch und ist direkt umzusetzen für:

    • Personen, deren PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 positiv ausgefallen ist
    • Angehörige desselben Haushalts von positiv getesteten Menschen
    • Personen, die Krankheitssymptome zeigen oder ein positives Schnelltestergebnis haben und sich deshalb einem PCR-Test unterziehen – bis zum Vorliegen des Testergebnisses

    Über die Quarantäne von Personen außerhalb des eigenen Haushalts, die engen persönlichen Kontakt zu infizierten Menschen hatten, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt je nach Intensität des Kontaktes. Hier gilt die Grundregel: Die Quarantäne kommt dann in Frage, wenn mindestens 15-minütiger enger Kontakt, zum Beispiel im Rahmen eines Gesprächs, bestand und keine Alltagsmasken getragen wurden. Auch wenn die Person sich mit einer infizierten Person über einen längeren Zeitraum in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum aufhielt, kann eine Quarantäne angeordnet werden.

    Gibt es Ausnahmen von der automatischen Quarantäne-Regelung?

    Die Regelung der automatischen Quarantäne ersetzt die individuellen Quarantäneanordnungen durch die zuständigen Behörden vor Ort. Erlässt eine örtlich zuständige Behörde zusätzlich eine individuelle Anordnung, so geht deren Inhalt der generellen Regelung der Verordnung in jedem Fall vor. Die örtlichen Behörden können auch über Ausnahmen – z.B. für die Fortführung einer beruflichen Tätigkeit unter strengen Vorgaben – entscheiden.

    Was muss ich während der Quarantäne beachten?

    Quarantäne heißt häusliche Absonderung. Folgende Maßnahmen sind während der Quarantäne einzuhalten:

    • direkter Rückzug in die eigene Wohnung, das eigene Haus oder die Unterkunft
    • kein Verlassen der Unterkunft während der Quarantäne, auch nicht zum Einkaufen oder zum Ausführen eines Hundes. Das müssen nun andere erledigen
    • Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Unterkunft müssen strikt vermieden werden
    • Kontakte zu anderen, nicht in der Quarantäne befindlichen Menschen innerhalb der Unterkunft sind nur in Ausnahmefällen zulässig (zum Beispiel bei Betreuungsbedarf). Dann müssen wichtige Verhaltensregeln eingehalten werden, wie das Tragen einer Alltagsmaske, gute Handhygiene und ausreichendes Lüften in den Räumen.
    • Der eigene Garten, der Balkon oder eine Terrasse dürfen genutzt werden – aber nicht, um andere Menschen zu treffen
    • Die Wohnung darf nur für einen Test verlassen werden. Dabei ist es sehr wichtig, die Verhaltensregeln einzuhalten (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen)

    Wen muss ich über die Quarantäne informieren?

    Personen mit positivem Testergebnis (infizierte Personen) müssen unmittelbar ihre engen persönlichen Kontakte informieren. Das gilt insbesondere, wenn der Kontakt in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum über einen längeren Zeitraum bestand, oder in einem direkten Kontakt (über 15 Minuten) kein Abstand von anderthalb Metern untereinander eingehalten wurde und keine Alltagsmasken getragen wurden.
    Die informierten Personen werden gebeten, sich selbst zu isolieren und den Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt zu suchen. Wenn die informierten Personen weiterhin Kontakte nach außen haben müssen, sind – bis das zuständige Gesundheitsamt das weitere Vorgehen festgelegt hat – verstärkt Hygieneregeln zu beachten (Alltagsmaske tragen, Abstand halten und Kontakte reduzieren).

    Wie lange dauert die Quarantäne?

    Die Quarantäne endet, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen beziehungsweise während der Quarantäne auftreten, frühestens nach 14 Tagen ab der Vornahme des ersten Erregernachweises.

    Gibt es Ausnahmen bei der Quarantäneregelung?

    Für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe gelten Sonderregelungen beim Thema Quarantäne. Sie sind in den nachfolgenden Allgemeinverfügungen festgehalten:

    Was passiert, wenn ich mich nicht an die Quarantäneregeln halte?

    Wer sich nicht an die Quarantäneregeln hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

    FAQ

    Informationen über das Virus

    Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen des Gesundheitsministeriums?

    Diese sind auf den Seiten des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu finden.

    Wie viele Menschen haben sich in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus infiziert?

    Einmal pro Tag veröffentlicht das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hier aktuelle Zahlen, wie viele Menschen sich in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus SARS-COV-2 infiziert haben.

    Wie wird das Coronavirus übertragen? Wie kann man sich schützen?

    Das Coronavirus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel (Tröpfchen und Aerosole), die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen. Die Übertragung findet vor allem bei räumlicher Nähe zu einem Virenausscheider statt, zum Beispiel beim normalen Gesprächsabstand oder darunter. Zum Schutze vor einer Infektion kommt daher ein Bündel von Maßnahmen in Betracht. Im Mittelpunkt steht die AHA+AL-Formel – das heißt: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen, Corona-Warn-App installieren und regelmäßig Lüften. Die wichtigsten 10 Hygienetipps finden Sie hier.

    Welche Krankheitszeichen löst das Virus aus?

    Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber: Eine Infektion mit dem Coronavirus kann - wie bei anderen Atemwegserkrankungen auch - zu diesen Krankheitszeichen führen. Einige Betroffene klagen auch über Durchfall. Bei einem Teil der Patienten geht das Virus mit einem schwereren Verlauf einher und kann zu Atemproblemen und Lungenentzündung führen.

    Für welche Personengruppen ist eine Infektion mit dem Virus besonders gefährlich?

    Bei einem Teil der Patienten kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündung führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.

    Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?

    Wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Sie sollten auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis besuchen.

    Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollte sich unverzüglich telefonisch an das Gesundheitsamt wenden – auch wenn keine Krankheitszeichen erkennbar sind. Das zuständige Amt finden Sie zum Beispiel über die Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI).
    Wer sich in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten hat, sollte – auch wenn er keine Krankheitszeichen hat – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

    Wie kann ich selbst einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten?

    Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und einzugrenzen. Zu den wichtigsten Maßnahmen in der Bevölkerung zählen Kontakte reduzieren, die AHA+AL-Regeln beachten (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmasken tragen, Corona-Warn-App installieren und lüften) und bei akuten Atemwegssymptomen zu Hause bleiben.

    Wenn Sie selbst jung und gesund sind, können Sie helfen, indem Sie besonders Schutzbedürftige unterstützen. Als solche gelten Menschen mit Vorerkrankungen und/oder Menschen ab 65 Jahren. Bieten Sie beispielsweise an, einen Einkauf oder den Gang zur Apotheke zu übernehmen, sodass Situationen mit Ansteckungspotential für Schutzbedürftige vermieden werden. Kleine Gesten können große Hilfen für unsere gesamte Gesellschaft sein.

    Folgen Sie außerdem den Empfehlungen, den sozialen Kontakt auf das Notwendigste zu begrenzen.

    Umfassende Informationen zu Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 finden Sie hier.

    In dieser Ausnahmesituation gilt: Je mehr Menschen sich an die Empfehlungen und Regeln halten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. Helfen Sie mit!

    FAQ

    Krankenhäuser und Pflege

    Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen des Gesundheitsministeriums?

    Diese sind auf den Internetseiten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu finden.

    Welche Regelungen gelten für Besuche in stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen?

    Der Schutz vulnerabler Gruppen ist der Landesregierung ein besonderes Anliegen. Deshalb müssen alle Einrichtungen wie Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um den Eintrag von Coronaviren zu erschweren und die betreuten Personen sowie die Beschäftigten zu schützen. Besuche sind auf Basis eines einrichtungsbezogenen Besuchskonzepts umfassend zu ermöglichen. Ein Besuch kann vom Nachweis eines negativen Testergebnisses, eines vollständigen Impfschutzes oder einer Genesung abhängig gemacht werden.

    Welche Aufgabe hat die Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen?

    Die Landesregierung hat bei der Landesbehinderten- und -patientenbeauftragten eine Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen eingerichtet. Sie hilft seit einem Jahr dabei, Streitigkeiten zu schlichten, die bei der Ausgestaltung der Besuchsmöglichkeiten in den stationären Pflegeeinrichtungen und den Einrichtungen der Eingliederungshilfe angesichts der Corona-Pandemie aufkommen können und aufgekommen sind. Der persönliche Kontakt ist für die psychische Gesundheit der Menschen besonders wichtig, deshalb sind unter Einhaltung der vom Land vorgegebenen Infektionsschutzmaßnahmen Besuche unbedingt zu gestatten.

    Seit über einem Jahr unterstützt die Dialogstelle die Betroffenen und ist aufgrund der großen Resonanz auch weiterhin erreichbar:

    E-Mail: dialogstelle@lbbp.nrw.de
    Telefon: 0211 / 855 4780
    Weitere Informationen können Sie unter www.lbbp.nrw.de abrufen.

    FAQ

    Corona-Warn-App

    Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen der Bundesregierung zur Corona-Warn-App?

    Eine ausführliche Übersicht von Fragen und Antworten zur Corona-Warn-App finden Sie unter: www.corona-warn-app.de.

    Warum brauchen wir eine Corona-Warn-App?

    Die App soll helfen, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen – und dokumentiert dazu die digitale Begegnung zweier Smartphones. So kann die App Sie besonders schnell darüber informieren, falls Sie Kontakt mit einer Corona-positiv getesteten Person hatten. Je schneller Sie diese Information erhalten, desto geringer ist die Gefahr, dass sich viele Menschen anstecken. Deshalb ist die App neben Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Abstandhalten und Alltagsmasken ein weiteres wirksames Mittel, um das Coronavirus einzudämmen.

    Was macht die Corona-Warn-App?

    Die Corona-Warn-App informiert Sie, wenn Sie sich längere Zeit in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. So können Sie rasch entsprechend reagieren und laufen nicht Gefahr, das Virus unbewusst weiterverbreiten. Der bislang noch manuelle Prozess der Nachverfolgung von Infektionen wird durch diese digitale Hilfe stark beschleunigt. Gerade wenn sich jetzt wieder mehr Menschen treffen, ist das von hoher Bedeutung, um das Virus einzudämmen. Die App läuft auf Ihrem Smartphone, während Sie Ihrem Alltag nachgehen. Sie erkennt dabei andere mobile Endgeräte in der Nähe, auf denen die App ebenfalls aktiviert ist. Die App speichert dann deren Zufallscode für begrenzte Zeit. Die verschlüsselten IDs erlauben keine Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

    Wie funktioniert die App?

    Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Mobilgeräte „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom Robert-Koch-Institut festgelegten Kriterien zu Abstand und Zeit erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes des Infizierten allen Personen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App aktiv nutzen. Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie die Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Falls das der Fall ist, zeigt Ihnen die App eine Warnung an. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

    Bin ich verpflichtet, die App zu installieren?

    Nein. Sie entscheiden selbst, ob Sie die App nutzen wollen. Die Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig und dient Ihrem persönlichen Schutz sowie dem Schutz Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ziel der Corona-Warn-App ist es, Corona-Infektionsketten schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Alle Nutzer sollen zuverlässig und zeitnah über Begegnungen mit Corona-positiv getesteten Personen, die die App nutzen, und damit über eine mögliche Übertragung des Virus informiert werden. So können Sie sich rasch freiwillig isolieren und testen lassen und zu einer Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen. Sie können die App jederzeit löschen. Damit werden auch alle von der App gespeicherten Informationen gelöscht.

    Welche technischen Voraussetzungen braucht es zur Nutzung der Corona-Warn-App?

    Die Corona-Warn-App ist umfänglich barrierefrei gestaltet. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollen die App nutzen können, um den größtmöglichen Schutz vor einer erneuten starken Ausbreitung des Virus zu garantieren. Deshalb kann die App auf der großen Mehrheit der gängigen Endgeräte und mit den gängigen Betriebssystemen genutzt werden. Das benötigte Update auf das passende Betriebssystem (iOS, Android) wird im üblichen Regelprozess auf Ihr Smartphone gespielt.
     
    Weitere Fragen und Antworten finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung: www.corona-warn-app.de

    Coronavirus

    Servicetelefon

    Bürgertelefon:

    0211 / 9119-1001

    Montag–Freitag, 8–18 Uhr
    Samstag, 9:30–18 Uhr

    E-Mail: corona@nrw.de

    Es findet keine medizinische Beratung zum Coronavirus statt. Bitte kontaktieren Sie bei einer möglichen Infektion Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Den Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus sollten Sie telefonisch ankündigen.

    Das Gebärdentelefon ist vom 06.09 – 26.09. nicht erreichbar.

    Gebärdentelefonie DGS:

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