FAQ zum Coronavirus

Fragen und Antworten zum Coronavirus

Aktuelle Informationen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Virus-Pandemie und die Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung. Die Informationen werden fortlaufend aktualisiert.

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Fragesammlungen

    Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Gestesten

    Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Gestesten

    Was genau bedeuten die neuen Regelungen zur Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten?

    Vollständig Geimpfte und Genesene werden negativ getesteten Menschen in bestimmten Bereichen gleichgestellt. Etwa bei

    • „Click and Meet“ im Einzelhandel, dem Besuch der Außenbereiche von Zoos oder Botanischen Gärten oder bei den zulässigen körpernahen Dienstleistungen
    • bei der Testpflicht in Schulen oder
    • bei der Einreisequarantäne

    müssen Geimpfte oder Genese ab 3. Mai 2021 keinen zusätzlichen negativen Corona-Test mehr nachweisen. Dazu müssen beide Gruppen aber die Genesung oder die vollständige Impfung nach festgelegten Kriterien nachweisen.

    Welche Nachweispflichten gelten für Geimpfte und Genesene statt der Nachweispflicht eines negativen Coronatest-Ergebnisses? Welche Nachweise der Immunisierung müssen Geimpfte und Genese vorlegen?

    Die Immunisierung und somit Befreiung von der Testpflicht kann nachgewiesen werden durch:

    1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff, also durch den Eintrag im Impfpass.
    2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt, oder
    3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses nach Nummer 2 in Verbindung mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

    Der Unterschied zwischen 2 und 3 ist, dass innerhalb der ersten sechs Monate nach der Infektion/dem positiven PCR-Test schon durch die Infektion von einer ausreichenden Immunisierung ausgegangen wird (Nr.2). Danach, also nach mehr als sechs Monaten, ist eine zusätzliche Impfdosis erforderlich (Nr. 3). Die Sechs-Monatsfrist taucht in Nr. 3 nicht auf, weil auch eine kürzer zurückliegende Infektion plus Impfung eine ausreichende Immunisierung gewährleistet.

    Können Genesene statt eines PCR-Tests auch einen Antikörpertest vorlegen? Wenn ja, wie alt dürfte dieser sein?

    Nein. Ein Antikörpertest entspricht nicht den Vorgaben zur Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis und gilt daher nicht als ausreichender Nachweis.

    Woran erkenne ich den Unterschied zwischen der Bescheinigung für einen Bürgertest und dem PCR-Test?

    Die Testzeugnisse müssen nach den rechtlichen Vorgaben die Testart ausweisen. Diese ist also klar auf der Bescheinigung aufgeführt.

    Was mache ich, wenn ich die Bescheinigung meines positiven Ergebnisses nicht mehr vorliegen habe?

    Dann wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das ausstellende Labor, um sich die Bescheinigung erneut ausstellen zu lassen.

    Warum erfolgt die Gleichstellung von vollständig Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten?

    Die Corona-Beschränkungen galten und gelten der Gefahrenabwehr. Von geimpften Menschen geht keine größere Gefahr aus als von negativ getesteten Menschen. Wo also der Zugang zu Einrichtungen oder die Wahrnehmung von Angeboten für negativ getestete Menschen erlaubt ist, muss dies erst recht für Geimpfte und Genesene gelten. Daher werden sie in diesen Bereichen mit negativ Getesteten gleichgestellt.

    Ab wann gelten die Regelungen?

    Die Regelungen gelten ab Montag, 3. Mai 2021.

    Werden Kontaktbeschränkungen für Geimpfte oder Genesene aufgehoben?

    Nein. Denn die Kontaktbeschränkungen sind auch für negativ Getestete nicht aufgehoben. Es gelten weiterhin für alle die gleichen Kontaktbeschränkungen. Ob und in welchem Umfang auch in diesem Bereich für Geimpfte und Genesene auf Beschränkungen verzichtet werden kann, wird derzeit noch geprüft.

    Werden Ausgangsbeschränkungen für Geimpfte oder Genesene aufgehoben?

    Nein. Denn die Ausgangsbeschränkungen sind auch für negativ Getestete nicht aufgehoben. Es gelten weiterhin für alle die gleichen Regelungen. Ob und in welchem Umfang auch in diesem Bereich für Geimpfte und Genesene auf Beschränkungen verzichtet werden kann, wird derzeit noch geprüft.

    Dürfen Geimpfte und Genese damit gegenüber negativ Getesteten mehr?

    Nein. In diesem ersten Schritt erfolgt nur eine Gleichstellung mit den negativ Getesteten. Also dort, wo mit dem Nachweis eines negativen Testergebnisses Angebote wahrgenommen oder Einrichtungen besucht werden dürfen, ersetzt die nachgewiesene Immunisierung den Nachweis des negativen Tests. Denkbar ist aber, dass für Geimpfte und Genesene auf weitere Beschränkungen verzichtet werden kann, die für andere Personen trotz eines negativen Tests bestehen bleiben müssen. Denn die Testungen weisen eine gewisse Fehlerquote auf und bieten deshalb eine geringere Sicherheit als die durch eine vollständige Impfung oder die Genesung erlangte Immunisierung. Ob und in welchem Umfang weitere Erleichterungen für Geimpfte und Genesene möglich sind, wird derzeit noch geprüft.

    Hat die Neuregelung Auswirkungen auf die Alten- und Pflegeheime?

    Nein. Das RKI empfiehlt, in Pflegeheimen aufgrund der Vulnerabilität der Menschen noch nicht auf eine Testung auch von Geimpften zu verzichten. Daher gibt es hier keinen Verzicht auf die Testungen. Angesichts der Restrisiken bei Geimpften und den wenigen nicht geimpften Bewohnern ist ein Test immer der geringere Eingriff gegenüber den im Fall einer Infektion oft schweren und tödlichen Krankheitsverläufen.

    Hat die Gleichstellung Auswirkungen für das Reisen?

    Auf das Reisen wirkt sich die jetzige Gleichstellung nur insofern aus, als bei der Rückkehr aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten (nicht aber aus Virusvarianten-Gebieten) für Geimpfte und Genesene kein zusätzlicher Test mehr nötig ist, um die Einreisequarantäne zu vermeiden. Auch hier gilt eine Nachweispflicht.

    FAQ

    Aktuelle Regeln bei einer Inzidenz über 100

    Was passiert bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 100? Was bei über 150? Und was bei über 165?

    Ab einer mehrtägigen Inzidenz von über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen in einem Landkreis (entscheidend sind die dem RKI gemeldeten Zahlen) greift eine bundeseinheitliche „Notbremse“. Das bedeutet konkret: Liegt die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100, gelten ab dem übernächsten Tag die im neuen Infektionsschutzgesetz genannten zusätzlichen Maßnahmen.

    Wenn die Inzidenz mehrtägig über 150 steigt, müssen Geschäfte schließen, die nicht der Grundversorgung dienen.

    Wenn die Inzidenz mehrtägig über 165 steigt, wechseln die zusätzlich die Schulen in den Distanzunterricht und die Vor-Ort-Betreuung in den Kitas endet mit Ausnahme der Notbetreuung.

    Was ist, wenn die Inzidenz wieder unter 100, unter 150 bzw. unter 165 sinkt?

    Sinkt in dem betroffenen Kreis oder der kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen wieder unter den Wert von 100, 150 bzw. 165, treten dort ab dem übernächsten Tag die dem jeweiligen Schwellenwert zugeordneten Maßnahmen wieder außer Kraft.

    Ab wann und bis wann gelten die neuen Regelungen im Infektionsschutzgesetz (die „Bundes-Notbremse“)?

    Die neuen Regelungen im Infektionsschutzgesetz („Bundes-Notbremse“) sind am 23. April 2021 in Kraft getreten und greifen abhängig von den Inzidenzen in dem jeweiligen Kreis bzw. der kreisfreien Stadt frühestens ab dem 24. April 2021. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gibt bekannt, ab welchem Tag in welchen Kreisen und kreisfreien Städten welche Regelungen greifen.Die Maßnahmen der „Bundes-Notbremse“ treten spätestens am 30. Juni 2021 außer Kraft.

    Wo findet man die gültigen Inzidenzen?

    Eine Übersicht über die für die „Bundes-Notbremse“ maßgeblichen Daten des Robert Koch-Instituts zu den Inzidenzen in den Kreisen oder kreisfreien Städten gibt es hier: www.rki.de/inzidenzen.

    Was gilt bei einer Inzidenz über 100 für private Treffen?

    Private Treffen im öffentlichen und im privaten Raum sind nur erlaubt für Angehörige des eigenen Haushalts mit einer Person eines weiteren Haushalts, wobei diese Person aber von zu ihrem Haushalt gehörenden Kindern unter 14 Jahren begleitet werden kann.

    Bei einer Inzidenz über 100 gilt eine Ausgangssperre, wie sieht diese aus?

    Es gilt eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. Zwischen 22 Uhr und 24 Uhr bleibt aber körperliche Bewegung im Freien, also z.B. Spazierengehen, Radfahren, Joggen, für Einzelpersonen erlaubt. Außerdem sind triftige Gründe für eine Ausnahme von der Ausgangssperre etwa die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, (veterinär)medizinische Notfälle, die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, die Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen oder Minderjähriger, die Begleitung Sterbender, die Versorgung von Tieren. Schließlich gilt die Ausgangssperre nicht für Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz und Zusammenkünfte, die der Religionsausübung dienen.

    Was gilt bei einer Inzidenz über 100 für Sport?

    Erlaubt bleibt im Freien (auch auf Außensportanlagen) die kontaktlose Ausübung von Individualsportarten allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands. Bei Kindern unter 14 Jahren ist Sport in Gruppen von maximal 5 Personen zulässig; sie können von Anleitungspersonen begleitet werden.

    Was gilt im ÖPNV?

    Im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr einschließlich Taxen gilt nunmehr generell (auch bei einer Inzidenz unter 100) eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar). Eine OP-Maske genügt nicht mehr.

    Welche Geschäfte dürfen bei einer Inzidenz über 100 geöffnet bleiben?

    Bis zu einer Inzidenz von 150 dürfen sämtliche Geschäfte geöffnet bleiben. Es gelten jedoch Unterschiede bei den Zutrittsregeln.
    Über einer Inzidenz von 150 dürfen nur noch bestimmte Geschäfte geöffnet bleiben. Im Einzelnen:

    Wochenmärkte, Lebensmittelhandel (einschließlich Kioske), Getränkemärkte,
    Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien,
    Optiker, Hörakustiker,
    Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs,
    Buchhandlungen,
    Blumenfachgeschäfte,
    Werkstätten,
    Postfilialen, Banken,
    Waschsalons,
    Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte
    und der Großhandel

    bleiben immer geöffnet.

    Ab einer Inzidenz von 100 gilt allerdings eine strengere Personenobergrenze: nur noch 1 Kunde/Kundin pro angefangene 20 qm Verkaufsfläche (bis Inzidenz 100:  1 pro 10 qm). Der Besuch von Buchhandlungen und Gartenmärkten ist unabhängig von der Inzidenz nur mit Termin und begrenzt auf 1 Kunde/Kundin pro angefangene 40 qm Verkaufsfläche zulässig.

    Alle anderen Handelsgeschäfte bleiben bis zu einem Inzidenzwert von 150 geöffnet. Zulässig ist der Einkauf nach vorheriger Terminbuchung („Click&Meet“) – allerdings ab einer Inzidenz von 100 nur bei Vorliegen eines tagesaktuellen negativen Testergebnisses. Es ist nur eine Kundin/ein Kunde pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche zugelassen.

    Bei einem Inzidenzwert über 150 müssen die Geschäfte geschlossen bleiben; auch dann möglich bleibt aber die Abholung von bestellten Waren („Click&Collect“).

    Was gilt für Kultureinrichtungen bei einer Inzidenz über 100?

    Konzerte und Aufführungen in Theatern, Opernhäusern, Konzerthäusern und Kinos mit Ausnahme von Autokinos sind – ebenso wie bei einer Inzidenz unter 100 – untersagt.

    Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen sind bis zu einer Inzidenz von 100 nach vorheriger Terminbuchung geöffnet. Bei Überschreiten der Inzidenz von 100 müssen sie schließen.

    Was gilt für Zoos und Botanische Gärten bei einer Inzidenz über 100?

    Bis zu einer Inzidenz von 100 sind Zoos und Botanisch Gärten nach vorheriger Terminbuchung vollständig geöffnet, bei Überschreiten der Inzidenz von einer 100 nur noch die Außenbereiche, außerdem müssen Besucher dann ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorweisen (ausgenommen Kinder unter 6 Jahren).

    Was gilt für weitere Freizeiteinrichtungen bei einer Inzidenz über 100?

    Fitnessstudios, Freizeitparks, Indoorspielplätze, Schwimmbäder, Klubs, Spielhallen, Spielbanken, Prostitutionsstätten bleiben geschlossen, Wettannahmestellen und Solarien werden geschlossen.

    Was gilt bei einer Inzidenz über 100 für die Bereiche Gastronomie und Übernachtungsangebote?

    Wie auch bei einer Inzidenz von unter 100 gilt in Nordrhein-Westfalen:

    Gastronomische Betriebe dürfen nur außer Haus verkaufen.
    Übernachtungen zu privaten Zwecken sind nicht erlaubt, sofern sie nicht aus Gründen der medizinischen oder pflegerischen Versorgung oder aus sozial-ethischen Gründen dringend geboten sind.

    Was gilt bei einer Inzidenz über 100 für körpernahe Dienstleistungen?

    Körpernahe Dienstleistungen sind untersagt – mit Ausnahme von medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Dienstleistungen. Außerdem dürfen Friseurbetriebe und Fußpfleger geöffnet bleiben. Pflicht ist das Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar), bei Friseur- und Fußpflegebesuche ist außerdem ein tagesaktuelles negatives Testergebnis erforderlich.

    Was gilt in Schulen ab einer Inzidenz von 100 und ab einer Inzidenz von 165?

    Der Schulbetrieb findet aufgrund der angespannten Pandemielage in ganz Nordrhein-Westfalen grundsätzlich bis auf Weiteres nur im Wechselunterricht statt; Abschlussklassen und Förderschulen sind davon ausgenommen.
    Die Teilnahme von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften am Präsenzunterricht setzt wöchentlich zwei Tests voraus.
    Bei einer regionalen Inzidenz von mehr als 165 endet der Wechselunterricht und es findet Distanzunterricht statt. Abschlussklassen und Förderschulen sind davon ausgenommen. Regional bedeutet hier, dass es auf die Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt ankommt. Der Inzidenzwert in einer einzelnen kreisangehörigen Gemeinde ist nicht maßgeblich.
    Prüfungen, insbesondere Abschlussprüfungen, sind kein Unterricht im Sinne des Bundesgesetzes und bleiben daher von den Einschränkungen des Präsenzbetriebes unberührt.
    Pädagogische Betreuungsangebote sind eingerichtet.

    Was gilt in Kindergärten und Kitas ab einer Inzidenz von 100 und ab einer Inzidenz von 165?

    Bis zu einer Inzidenz von 165 findet in dem jeweiligen Kreis oder der kreisfreien Stadt der eingeschränkte Regelbetrieb statt.

    Bei Überschreiten der Inzidenz von 165 endet die Vor-Ort-Betreuung. Eine bedarfsorientierte Notbetreuung ist eingerichtet.

    Was gilt für Büros?

    Unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz gilt: Firmen müssen ihren Beschäftigten im Fall von Büroarbeit anbieten, diese in der eigenen Wohnung auszuführen, sofern keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten müssen das Angebot annehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen. Arbeitgeber sind verpflichtet, in Präsenz tätigen Mitarbeitern zwei Tests pro Woche anzubieten.

    Bleiben die Kirchen bei einer Inzidenz über 100 geöffnet?

    Zusammenkünfte, die der Religionsausübung (im Sinne des Artikels 4 des Grundgesetzes) dienen, bleiben gemäß den Maßgaben in § 1 Absatz 3 der Coronaschutzverordnung erlaubt.

    Was ist, wenn ein Bundesland strengere Regeln vorsieht als die neue bundesweite Notbremse?

    Dann gelten diese vom Land vorgesehenen strengeren Regeln.

    Wer kontrolliert, ob die Regeln eingehalten werden?

    Die Einhaltung der Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz werden nach wie vor von den zuständigen Behörden – Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Polizei – überwacht.

    Warum wird die Inzidenz zugrunde gelegt und nicht andere Faktoren?

    Die Neuinfektionen sind ein früher Indikator für ein zunehmendes Infektionsgeschehen. Die daraus resultierende steigende Belastung des Gesundheitssystems (insbesondere der Intensivstationen und Beatmungsplätze) und die Todesfälle machen sich erst mit erheblichem Zeitverzug bemerkbar. Die 7-Tage-Inzidenz mittelt die tagesaktuellen Schwankungen der Neuinfektionen, sie wird täglich veröffentlicht und ist für jeden leicht nachvollziehbar.

    Warum wurden diese Grenzwerte der Inzidenz gewählt und nicht andere?

    Der Grenzwert einer 7-Tage-Inzidenz von 100 ist identisch mit der Schwelle für die bisher in den Verordnungen der Bundesländer vorgesehenen und ebenfalls unter dem Begriff „Notbremse“ zusammengefassten zusätzlichen Schutzmaßnahmen. Bei einem noch deutlich darüber liegenden Infektionsgeschehen sieht der Bundesgesetzgeber weitergehende Maßnahmen für notwendig an: bei einem Überschreiten einer Inzidenz von über 150 die Schließung der nicht der Grundversorgung dienenden Geschäfte, bei einer Inzidenz von über 165 die Untersagung von Präsenzunterricht.

    Aktuelle Regeln bei einer Inzidenz von 100 bis 50

    Aktuelle Regeln bei einer Inzidenz von 100 bis 50

    Erforderlich ist, dass die Inzidenz an fünf Werktagen in Folge unter 100 liegt. Dann tritt die Bundesnotbremse am übernächsten (also siebten) Tag außer Kraft und es gelten die folgenden Regeln.

    Gelten weiterhin die Ausgangsbeschränkungen?

    Nein. Die Ausgangsbeschränkungen fallen als Teil der Bundesnotbremse weg.

    Welche Kontaktbeschränkungen gelten?

    Erlaubt sind Treffen zwischen beliebig vielen Personen des eigenen Haushalts mit einer weiteren Person (plus Kinder bis einschließlich 14 Jahre sowie Geimpfte und Genesene) aus einem anderen Haushalt. Außerdem sind wieder Treffen von höchstens insgesamt fünf Personen (plus Kinder bis einschließlich 14 Jahre sowie Geimpfte und Genesene) aus zwei Haushalten zulässig. Sind alle zusammenkommenden Personen nach den dafür geltenden Vorschriften als geimpft oder genesen anzusehen, so besteht für diese Zusammenkunft keine Begrenzung der Personenzahl oder Haushalte.

    Was gilt für die Tests, die für den Besuch von Einzelhandelsgeschäften, Außengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen erforderlich sind?

    Die Coronaschutzverordnung sieht bei einer Inzidenz von 100 bis 50 für den Besuch vieler Einrichtungen das Vorliegen eines negativen Ergebnisses eines Coronatests  vor. Der Test kann ein PCR-Test, ein Antigen-Schnelltest oder auch ein Selbsttest sein. Allerdings muss das Ergebnis bestätigt sein. In Nordrhein-Westfalen gibt es über 6.000 Teststellen. Ausreichend sind aber auch z.B. die beim Arbeitgeber unter Aufsicht vorgenommenen Selbsttests, wenn der Arbeitgeber das Testergebnis bestätig hat. Der Test darf zum Zeitpunkt des Besuchs oder der Inanspruchnahme einer Dienstleistung höchstens 48 Stunden zurückliegen.

    Wie wird mit Genesenen und vollständig Geimpften umgegangen?

    Wie im Bundesinfektionsschutzgesetz festgelegt, stehen Geimpfte und Genesene negativ Getesteten gleich, zudem werden sie bei Personenbegrenzungen nicht mitgezählt. Voraussetzung ist bei Geimpften ein vollständiger Impfschutz, bei den meisten Impfstoffen also der Erhalt von zwei Impfungen. Außerdem muss die abschließende Impfung mindestens 14 Tage zurückliegen (damit sich die Immunisierung voll herausgebildet hat).
    Bei Genesenen ist Voraussetzung, dass die Erkrankung mindestens 28 Tage zurückliegt (damit keine Ansteckungsgefahr mehr besteht), aber höchstens 6 Monate zurückliegt (da danach möglicherweise keine hinreichende Immunisierung mehr gegeben ist). Hat der Genesene allerdings zusätzlich auch mindestens eine Impfung erhalten, fällt die Begrenzung auf 6 Monate weg.

    Welche Kultureinrichtungen können ihren Betrieb wiederaufnehmen?

    Konzerte unter freiem Himmel mit max. 500 Personen sind wieder möglich. Die Besucherinnen und Besucher müssen über ein negatives Testergebnis verfügen. Die Mindestabstände müssen eingehalten werden. Der Veranstalter muss einen Sitzplan erstellen, damit im Fall von Ansteckungen die Umsitzenden gewarnt werden können.
    Der Besuch von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen ist nach vorheriger Terminbuchung möglich. Zulässig ist in geschlossenen Räumen maximal 1 Besucher pro 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

    Was gilt für Aus- und Weiterbildungsangebote?

    Untersagt bleiben grundsätzlich sämtliche Aus- und Weiterbildungsangebote einschließlich kompensatorischer Grundbildungsangebote sowie Angebote, die der Integration dienen, und Prüfungen unter anderem von Volkshochschulen und Weiterbildungseinrichtungen in anderer Trägerschaft sowie Angebote der Selbsthilfe.

    Ausgenommen von diesem Verbot sind aber zahlreiche Bildungsangebote wie zum Beispiel:

    • Einzelunterricht beziehungsweise andere Einzelbildungsmaßnahmen außerhalb geschlossener Räumlichkeiten,
    • Präsenzunterricht für Abschlussklassen der Lehrgänge für staatlich anerkannte Schulabschlüsse im zweiten Bildungsweg,
    • Präsenzunterricht für Abschlussklassen zur Vorbereitung auf einen Berufsabschluss
    • berufs- und schulabschlussbezogene Präsenzprüfungen und Prüfungen, die der Integration dienen, sowie darauf vorbereitende Maßnahmen in Präsenz, wenn sie aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht verlegt werden können oder eine Verlegung den Prüflingen nicht zumutbar ist.
    • öffentlich geförderte außerunterrichtliche Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler der Schulen im Sinne von § 1 Coronabetreuungsverordnung, soweit die Angebote auf der Grundlage der Richtlinien über die Förderung von außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangeboten in Coronazeiten zur Reduzierung pandemiebedingter Benachteiligungen erfolgen.
    • Berufsberatungen,
    • Erste-Hilfe-Kurse,
    • Musik- und Kunstunterricht,
    • Anfängerschwimmausbildung.

    Was gilt für Fahrschulen?

    Der Betrieb von Fahrschulen, Flugschulen und Bootsschulen ist zulässig. Das Erfordernis des Mindestabstands gilt nicht für den praktischen Unterricht, wobei sich im Fahrzeug oder im Cockpit des Flugzeugs nur Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Lehreranwärterinnen und -anwärter sowie Prüfungspersonen aufhalten dürfen. Diese müssen mindestens eine FFP2-Maske tragen.

    Was gilt für den Sport?

    Kontaktfreier Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel ist nun wieder mit bis zu 20 Personen zulässig.
    Kontaktsport unter freiem Himmel in Gruppen ist wie bei den allgemeinen Kontaktbeschränkungen sowie für Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahre zulässig.
    Bei Sportveranstaltungen sind nun Zuschauer unter freiem Himmel mit negativem Testergebnis auf Sitzplätzen wieder erlaubt (bis zu 20 Prozent der Kapazität, max. 500 Personen, ein Sitzplan ist erforderlich).

    Welche Geschäfte des Einzelhandels können wieder vollständig öffnen?

    Alle Geschäfte des Einzelhandels können wieder öffnen. Auch Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, dürfen mit negativem Testergebnis wieder ohne Terminbuchung besucht werden. Erforderlich bleibt aber die Begrenzung der Kundenanzahl; zulässig ist nun aber die doppelte Kundenanzahl, nämlich ein Kunde pro 20 Quadratmeter.

    Was gilt für die Gastronomie?

    Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Kneipen, Cafés, Kantinen, Mensen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist im Außenbereich und mit negativem Testergebnis für Gäste und Bedienung zulässig.
    Natürlich weiterhin möglich sind auch die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf von Speisen und Getränken.

    Können Hotels wieder öffnen?

    Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen Gäste mit negativem Testergebnis wieder beherbergen.
    Übernachtungsangebote zu privaten Zwecken in Hotels oder ähnlichen Einrichtungen sind mit bis zu 60 Prozent der Kapazität zulässig. Auch hier wird ein negatives Testergebnis vorausgesetzt.

    Werden Freizeiteinrichtungen wieder geöffnet?

    Kleinere Außeneinrichtungen werden wieder erlaubt. Etwa: Minigolf, Kletterparks, Hochseilgarten. Voraussetzung ist ein negatives Testergebnis.
    Freibäder dürfen zur Sportausübung (keine Liegewiesen) öffnen, daher ist die Besucheranzahl vom Betreiber des Bades entsprechend zu begrenzen. Voraussetzung ist ein negatives Testergebnis.

    Können Märkte und Messen wieder stattfinden?

    Nein. Die Durchführung von Märkten und Messen ist bei einer Inzidenz von über 50 noch nicht wieder erlaubt.

    Können Tagungen und Kongresse wieder stattfinden?

    Nein. Tagungen und Kongresse bleiben bei einer Inzidenz von über 50 noch unzulässig.

    Sind private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage wieder erlaubt?

    Nein. Private Feiern sind bei einer Inzidenz von über 50 noch nicht wieder zulässig.

    Sind Veranstaltungen und Versammlungen wieder möglich?

    Nein, über einer Inzidenz von 50 noch nicht. Veranstaltungen und Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen der Coronaschutzverordnung fallen, bleiben dort also einstweilen untersagt.
    Erlaubt bleiben – unter jeweils im Einzelfall zu beachtenden Bedingungen – unter anderem:

    • Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz (z. B. Demonstrationen)
    • Veranstaltungen, die der Grundversorgung der Bevölkerung, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und –vorsorge dienen (z. B. auch Aufstellungsversammlungen von Parteien zu Wahlen oder Blutspenden)
    • Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien der kommunalen Selbstverwaltung
    • Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien, Gesellschaften, Parteien, Vereinen oder Wohnungseigentümergemeinschaften, die nicht digital durchgeführt werden können
    • Bestattungen einschließlich der vorangehenden Trauerfeier
    • standesamtliche Trauungen
    • Gottesdienste.

    Was ist mit großen Festveranstaltungen?

    Große Festveranstaltungen wie etwa Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste und Weinfeste sind mindestens bis zum 30. Juni 2021 untersagt.

    Haben Sie Fragen zur Coronaschutzverordnung?

    Dann können Sie sich an die E-Mail-Adresse corona@nrw.de wenden.

    Aktuelle Regeln bei einer Inzidenz unter 50

    Aktuelle Regeln bei einer Inzidenz unter 50

    Gibt es Ausgangsbeschränkungen?

    Nein.

    Welche Kontaktbeschränkungen gelten?

    Treffen mit höchstens 10 Personen (plus Kinder bis 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesene) aus bis zu 3 Haushalten sind möglich. Sind alle zusammenkommenden Personen nach den dafür geltenden Vorschriften als geimpft oder genesen anzusehen, so besteht für diese Zusammenkunft keine Begrenzung der Personenzahl oder Haushalte.
    Was gilt für die Tests, die für den Besuch von Einzelhandelsgeschäften, Außen- und Innengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen erforderlich sind?
    Die Coronaschutzverordnung sieht auch bei einer Inzidenz von unter 50 für den Besuch vieler Einrichtungen das Vorliegen eines negativen Ergebnisses eines Coronatests vor. Der Test kann ein PCR-Test, ein Antigen-Schnelltest oder auch ein Selbsttest sein. Allerdings muss das Ergebnis bestätigt sein. In Nordrhein-Westfalen gibt es über 6.000 Teststellen. Ausreichend sind aber auch z.B. die beim Arbeitgeber unter Aufsicht vorgenommenen Selbsttests, wenn der Arbeitgeber das Testergebnis bestätig hat. Der Test darf zum Zeitpunkt des Besuchs oder der Inanspruchnahme einer Dienstleistung höchstens 48 Stunden zurückliegen.

    Wie wird mit Genesenen und vollständig Geimpften umgegangen?

    Wie im Bundesinfektionsschutzgesetz festgelegt, stehen Geimpfte und Genesene negativ Getesteten gleich, zudem werden sie bei Personenbegrenzungen nicht mitgezählt.
    Voraussetzung ist bei Geimpften ein vollständiger Impfschutz, bei den meisten Impfstoffen also der Erhalt von zwei Impfungen. Außerdem muss die abschließende Impfung mindestens 14 Tage zurückliegen (damit sich die Immunisierung voll herausgebildet hat).
    Bei Genesenen ist Voraussetzung, dass die Erkrankung mindestens 28 Tage zurückliegt (damit keine Ansteckungsgefahr mehr besteht), aber höchstens 6 Monate zurückliegt (da danach möglicherweise keine hinreichende Immunisierung mehr gegeben ist). Hat der Genesene allerdings zusätzlich auch mindestens eine Impfung erhalten, fällt die Begrenzung auf 6 Monate weg. 

    Was gilt für Kultureinrichtungen?

    Konzerte und Aufführungen sind nun auch wieder in Theatern, Opern- und Konzerthäusern und anderen öffentlichen oder privaten Einrichtungen zulässig. Die Besucherinnen und Besucher müssen über ein negatives Testergebnis verfügen. Die Mindestabstände müssen eingehalten werden. Der Veranstalter muss einen Sitzplan erstellen, damit im Fall von Ansteckungen die Umsitzenden gewarnt werden können.

    Was gilt für Aus- und Weiterbildungsangebote?

    Alle berufsbezogenen Bildungsangebote sind nun wieder in Präsenz möglich, wobei Formen von Hybrid- und Wechselunterricht soweit wie möglich zu nutzen sind. Berufsbezogen sind auch Bildungsangebote, die einen Schulabschluss vermitteln, vorbereiten oder unterstützen sollen.
    Untersagt bleiben grundsätzlich alle anderen, also nicht berufsbezogenen Aus- und Weiterbildungsangebote einschließlich kompensatorischer Grundbildungsangebote sowie Angebote, die der Integration dienen, und Prüfungen unter anderem von Volkshochschulen und Weiterbildungseinrichtungen in anderer Trägerschaft sowie Angebote der Selbsthilfe.

    Ausgenommen von diesem Verbot sind aber:
    Einzelunterricht beziehungsweise andere Einzelbildungsmaßnahmen außerhalb geschlossener Räumlichkeiten,

    Erste-Hilfe-Kurse,
    Musik- und Kunstunterricht,
    Anfängerschwimmausbildung. 
    Was gilt für Fahrschulen?
    Der Betrieb von Fahrschulen, Flugschulen und Bootsschulen ist zulässig. Das Erfordernis des Mindestabstands gilt nicht für den praktischen Unterricht, wobei sich im Fahrzeug oder im Cockpit des Flugzeugs nur Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Lehreranwärterinnen und -anwärter sowie Prüfungspersonen aufhalten dürfen. Diese müssen mindestens eine FFP2-Maske tragen. 

    Was gilt für den Sport?

    Sport im Freien ist ohne Personenbegrenzung erlaubt.
    Der Sport in der Halle sowie der Betrieb von Fitnessstudios ist erlaubt. Voraussetzung sind die Vorlage eines negativen Tests sowie die Kontaktrückverfolgung. Kontaktsport innen ist allerdings nur in Gruppen wie bei den allgemeinen Kontaktbeschränkungen zulässig.
    Zuschauer bei Sportveranstaltungen sind unter freiem Himmel auch ohne Test erlaubt (Sitzplätze, bis zu 20 Prozent der Kapazität, höchstens jedoch 500 Personen)
    Zuschauer in Innenräumen sind nur mit negativem Testergebnis erlaubt (Sitzplätze, bis zu 20 Prozent der Kapazität, höchstens jedoch 250 Personen).

     Was gilt für Geschäfte des Einzelhandels?

    Nach wie vor sind alle Geschäfte des Einzelhandels geöffnet. Es gelten nun für sämtliche Geschäftsarten wieder die gleichen Regeln, die nun nur noch eine Maskenpflicht (medizinische Maske) und eine Kundenbegrenzung auf eine Person pro 10 Quadratmeter vorsehen. Ein negatives Testergebnis ist nicht mehr erforderlich.

    Was gilt für die Gastronomie?

    Der Betrieb von Kantinen und Mensen ist zulässig. 
    Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Kneipen, Cafés und anderen gastronomischen Einrichtungen ist nun auch im Innenbereich wieder möglich. Erforderlich ist ein negatives Testergebnis für Gäste und Bedienung. 
    Zwischen Personen an verschiedenen Tischen muss in Innenräumen ein Abstand von mindestens zwei Metern eingehalten werden (draußen gilt der allgemeine Mindestabstand von 1,5 Metern). 

    Was gilt für Hotels und Tourismus?

    Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen nach wie vor Gäste mit negativem Testergebnis beherbergen.
    Übernachtungsangebote zu privaten Zwecken in Hotels oder ähnlichen Einrichtungen sind nun ohne Kapazitätsgrenze zulässig. Ein negatives Testergebnis für Gäste wird weiterhin vorausgesetzt.

    Was gilt für Freizeiteinrichtungen?

    Freibäder dürfen nun ohne Beschränkung auf die Sportausübung geöffnet sein. Auch die Liegewiesen dürfen wieder genutzt werden – begrenzt auf eine Person pro sieben Quadratmeter. Voraussetzung für den Besuch des Freibads ist ein negatives Testergebnis.
    Die Nutzung von Außeneinrichtungen wie Minigolfanlagen, Kletterparks oder Hochseilgärten ist weiterhin mit negativem Testergebnis erlaubt. Dasselbe gilt nun auch für Ausflugsfahren (z.B. mit Schiffen).
    Der Betrieb von Spielhallen, Wettbüros und ähnlichen Einrichtungen ist wieder möglich – jeweils mit negativem Testergebnis. Die Zahl der Kundinnen und Kunden ist auf eine Person pro zehn Quadratmeter zu begrenzen.

    Können Märkte und Messen wieder stattfinden?

    Auf Grundlage eines besonderen Hygiene- und Schutzkonzepts ist die Durchführung von Märkten und Messen nun wieder erlaubt. Erforderlich sind Maßnahmen zur Einhaltung des Mindestabstands, zur besonderen Infektionshygiene sowie Informationstafeln zum infektionsschutzgerechten Verhalten.
    Die Anzahl der Besucher ist zu begrenzen, zulässig ist ein Besucher pro 7 Quadratmeter Fläche.
    Bei mehr als 500 teilnehmenden Personen muss es ein besonderes Konzept zur An- und Abreise geben.
    Bei Trödel- und Krammärkten ist für Besucher ein negatives Testergebnis erforderlich.

    Können Tagungen und Kongresse wieder stattfinden?

    Tagungen und Kongresse sind wieder zulässig
    unter freiem Himmel mit höchstens 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (plus Personen, die nach den Vorschriften als geimpft oder genesen anzusehen sind) oder
    in Innenräumen höchstens 250 Personen (plus Personen, die nach den dafür geltenden Vorschriften als geimpft oder genesen anzusehen sind)sowie einem negativen Testergebnis.

    Sind private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage wieder erlaubt?

    Private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage sind zulässig
    unter freiem Himmel mit höchstens 100 Gästen (plus Personen, die nach den dafür geltenden Vorschriften als geimpft oder genesen anzusehen sind)
    in Innenräumen mit höchstens 50 Gästen (plus Personen, die nach den dafür geltenden Vorschriften als geimpft oder genesen anzusehen sind)sowie einem negativen Testergebnis.

    Sind Veranstaltungen und Versammlungen wieder möglich?

    Erlaubt sind – unter jeweils im Einzelfall zu beachtenden Bedingungen – unter anderem:
    Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz (z. B. Demonstrationen)
    Veranstaltungen, die der Grundversorgung der Bevölkerung, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und –vorsorge dienen (z. B. auch Aufstellungsversammlungen von Parteien zu Wahlen oder Blutspenden)
    Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien der kommunalen Selbstverwaltung
    Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien, Gesellschaften, Parteien, Vereinen oder Wohnungseigentümergemeinschaften, die nicht digital durchgeführt werden können
    Bestattungen einschließlich der vorangehenden Trauerfeier
    standesamtliche Trauungen
    Gottesdienste.

    Was ist mit großen Festveranstaltungen?

    Große Festveranstaltungen wie etwas Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste und Weinfeste sind mindestens bis zum 30. Juni 2021 untersagt.

    Haben Sie Fragen zur Coronaschutzverordnung?

    Dann können Sie sich an die E-Mail-Adresse corona@nrw.de wenden.

    Corona-Tests

    Corona-Tests

    Welche Testverfahren werden zum Nachweis von Corona eingesetzt?

    Aktuell werden vorwiegend folgende Testverfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2 eingesetzt:
    1. Der sog. PCR-Test wird durch medizinisches Personal entnommen und in einem medizinischen Labor ausgewertet. Er weist das Erbmaterial des Erregers nach.
    2.  der Antigen-(Schnell-)Test reagiert auf ein spezifisches Eiweiß-Fragment des Virus. Er wird durch geschultes Personal durchgeführt.
    3. der Selbsttest, der wie der Antigen-Schnelltest auf ein spezifisches Eiweiß-Fragment des Virus reagiert.

    PCR-Tests sind am zuverlässigsten unter den Corona-Tests. Dabei macht das medizinische Personal z.B. einen Nasen- oder Rachen-Abstrich. Die Auswertung des PCR-Tests erfolgt durch ein Labor. Das Testergebnis liegt frühestens nach vier bis sechs Stunden vor. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann je nach Probenaufkommen wenige Tage dauern.

    Antigen-Schnelltests für SARS-CoV-2 werden nur durch geschultes Personal durchgeführt. Wie beim PCR-Test wird ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Sie liefern deutlich schneller, in der Regel nach max. 15 Minuten, ein Testergebnis, etwa direkt vor Ort. Sie sind jedoch nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test und stellen nur eine Momentaufnahme dar. Bei einem positiven Ergebnis des Schnelltests muss zur weiteren Abklärung umgehend ein PCR-Test durchgeführt werden.

    Seit Anfang März sind Selbsttests im Handel erhältlich. Sie funktionieren wie Antigen-Schnelltests können aber grundsätzlich durch jede Person durchgeführt werden. Die Probenentnahme und -Auswertung ist dementsprechend einfach und schnell. Ihre Zuverlässigkeit ist jedoch abhängig von der korrekten und zeitgerechten Probenentnahme und Testdurchführung und generell niedriger als die der PCR-Tests. Sofern ein Selbsttest den Verdacht auf eine Infektion anzeigt, ist eine Bestätigung durch einen PCR-Test unbedingt erforderlich.
    Weitere detaillierte Informationen zu Testverfahren finden Sie hier sowie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

    Machen Antigen-Schnelltests und Selbsttests PCR-Tests überflüssig?

    Nein, PCR-Tests bleiben aufgrund ihrer hohen Verlässlichkeit weiterhin essentieller Bestandteil der Teststrategie. Die Nationale Teststrategie legt fest, in welchen Situationen PCR-Tests angezeigt sind und in welchen Antigen-Schnelltests. Ein positiver Antigen-Test muss außerdem immer durch einen PCR-Test bestätigt werden.

    ANTIGEN-Schnelltests

    Was sind Antigen-Schnelltests?

    Bei den Antigen-Schnelltests wird nicht das Erbmaterial des Virus nachgewiesen, sondern bestimmte Eiweiß-Fragmente aus der Hülle des Virus.

    Wie funktionieren Antigen-Schnelltests?

    Der Test basiert auf dem Nachweis von SARS-CoV-2-Eiweißen. Dazu muss ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen werden. Die einfachere Auswertung eines Antigen-Schnelltests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors, z. B. in einer Pflegeeinrichtung oder medizinischen Einrichtungen und Arztpraxen ohne Diagnostiklabor. Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von geschultem oder medizinischem Personal durchgeführt werden.

    Wie können Antigen-Schnelltests bei möglichen Lockerungen hilfreich sein?

    Momentan können nur vorsichtige Öffnungsschritte gegangen werden. Diese Öffnungsschritte werden durch Schnelltests zusätzlich abgesichert. Durch vermehrtes Testen auch mittels Selbsttestung können Infektionen zeitnah erkannt werden, die andernfalls unentdeckt geblieben wären. In der Folge können durch häusliche Absonderung frühzeitig Infektionsketten unterbochen werden.

    Werden alle Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen und alle Schülerinnen und Schüler in Bildungseinrichtungen mit Antigen-Schnelltests getestet?

    Mit Reihentests in Pflegeheimen, Schulen oder Kindertagesstätten lassen sich Infektionsketten schnell erkennen und frühzeitig unterbrechen. Deshalb können alle Personen in solchen Einrichtungen getestet werden, wenn in der jeweiligen Einrichtung ein Fall aufgetreten ist. In Pflegeheimen und Pflegediensten kann auch unabhängig von aufgetretenen Fällen getestet werden. Ob so ein Reihentest durchgeführt wird, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. Die nationale Teststrategie sieht vor, dass asymptomatische Personen in Pflegeeinrichtungen mittels eines Antigen-Schnelltests getestet werden.

    Was müssen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser tun, um Antigen-Schnelltest zu beantragen?

    Pflegeheime und andere stationäre Einrichtungen des Gesundheitswesens können nach der Test-Verordnung im Rahmen ihres Test-Konzeptes 30 Tests pro Monat für Ihre Bewohner/Patienten nutzen. Die Beschaffung erfolgt in eigener Verantwortung, die Abrechnung erfolgt abhängig von der Art der Einrichtung über die kassenärztliche Vereinigung oder die Pflegekasse. Ambulante Dienste können bis zu 20 Tests pro betreuter Person verwenden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt auf seiner Homepage weitere Informationen und verweist auf eine Liste der zugelassenen PoC-Antigen-Tests (https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html). Die Tests können über die normalen Vertriebswege insbesondere über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden.

    Wann und wo gibt es kostenlose Antigen-Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger?

    Bürgerinnen und Bürger können kostenlos einmal wöchentlich Schnelltests nutzen. Dafür können sie die von Ländern und Kommunen beauftragten Testzentren und -stationen nutzen. In Nordrhein-Westfalen gibt es landesweit (Stand Anfang Mai) bereits über 7400 Teststationen.

    Wird es ausreichend Antigen-Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger geben?

    Schnelltest sind derzeit am Markt in ausreichender Anzahl verfügbar. Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte listet die zugelassenen Schnelltests und Selbsttests. Alleine bei den Schnelltests sind dies inzwischen (Stand Mitte April) mehrere Hundert. Bei einer solchen Anzahl von Herstellern ist derzeit nicht von einem Lieferengpass auszugehen.

    Selbsttests

    Was sind Selbsttests?

    Selbsttests sind jetzt bereits im Handel verfügbar. Ihr Vorteil ist, dass sie von jeder Person verwendet werden können. Sie können dazu beitragen, durch ihre schnelle und breite Anwendbarkeit sonst unerkannte Infektionen zu entdecken. Dabei können Sie vor allem eine mögliche akute Infektion anzeigen, bei der das Ansteckungsrisiko besonders hoch ist Der Test ist ca. 24 Stunden gültig.

    Wie funktioniert ein Selbsttest?

    Der Selbsttest weist SARS-CoV-2-Viruseiweiße nach. Er ist einfach in der Anwendung und kann zu Hause durchgeführt werden. In der Gebrauchsinformation zum Test werden alle Schritte für die Entnahme einer Probe, der Testdurchführung und der Testergebnisdarstellung ausführlich erklärt. Zudem gibt es auch Erklär-Videos, häufig seitens der Hersteller.

    Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasen-Abstrich oder mit Speichel erfolgen. Dafür müssen ausreichend viele Viren, z.B. im Nasen-Raum oder der Speichelprobe, vorhanden sein.
    Am höchsten ist die Virusmenge kurz vor Beginn der Krankheitszeichen und zu Beginn der Infektion. Aber nicht jede Person mit einer Infektion zeigt Symptome.  Insbesondere wenn zum Testzeitpunkt weniger Viren vorhanden sind, kann der Test trotz einer bestehenden Infektion negativ ausfallen. Daher schließt ein negatives Testergebnis eine Infektion nicht aus. Daher sollen Sie in jedem Falle die Schutzmaßnahmen – die AHA+L-Regeln – weiterhin einhalten.

    Ein großer Vorteil des Selbsttests ist, dass das Testergebnis schnell – zumeist innerhalb von 15 bis 30 Minuten – vorliegt. Die Dauer hängt jedoch vom jeweiligen Test ab.

    Die Selbsttests haben jedoch gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Daher muss nach jedem positiven Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung gemacht werden. Der Selbsttest zeigt immer nur eine Momentaufnahme für den Tag an.

    Muss ich den Selbsttest zu einer bestimmten Uhrzeit durchführen?

    Der Selbsttest kann zu jeder Tageszeit durchgeführt werden. Es sollte allerdings darauf verzichtet werden, vor dem Test die Nase zu putzen, den Mund auszuspülen, die Zähne zu putzen, etwas zu trinken oder zu essen Ansonsten gelten die Angaben des Herstellers.

    Ich habe ein positives Selbsttestergebnis. Was muss ich tun?

    Ein positives Selbsttestergebnis löst den Verdacht auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 aus und muss umgehend durch einen PCR-Test bestätigt werden. Bitte nehmen Sie telefonisch mit einer Ärztin oder einem Arzt, dem Gesundheitsamt oder einem Testzentrum Kontakt auf. Bei einem positiven Testergebnis müssen Sie davon ausgehen, dass Sie für andere Menschen hochansteckend sind. Es ist dringend geboten, dass Sie sich direkt anschließend in häusliche Isolation begeben und Kontakte zu weiteren Personen vermeiden. Erst wenn ein nachfolgender PCR-Test den Verdacht nicht bestätigt, besteht kein Grund mehr für die Quarantäne.

    Ich habe ein negatives Testergebnis. Kann ich eine Infektion mit einem Coronavirus SARS-CoV-2 sicher ausschließen?

    Nein. Selbsttests sind weniger zuverlässig als PCR-Tests. Auch wenn die in Deutschland im Handel erhältlichen Selbsttests (mit einer Sonderzulassung des BfArM oder einer CE-Kennzeichnung mit vierstelliger Kennnummer der Benannten Stelle) bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen müssen, sind sie in ihrer Aussagekraft eingeschränkt. Dies gilt in besonderem Maße im Falle einer Testung ohne Symptome.

    Insbesondere, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt, wie z. B. in der frühen Phase (etwa in den ersten fünf Tagen) nach einer Ansteckung oder ab der zweiten Woche nach Symptombeginn kann ein Test negativ sein, obwohl eine Infektion vorliegt. Sie können dann ansteckend für andere Menschen sein.
    Auch kann ein Nachweis nicht gelingen, wenn die Probeentnahme nicht ideal vorgenommen wurde und sich zu wenig Virusmaterial in der Probe befindet. Die Leistungsfähigkeit/Qualität der Tests spielt daneben eine große Rolle. Daher schließt ein negatives Testergebnis eine akute Infektion und die mögliche Weitergabe des Virus nicht aus.

    Ich habe leichte Symptome einer Erkältung und einen negativen Selbsttest. Wie soll ich mich verhalten?

    Bei leichten Symptomen kann ein Test auf das SARS-CoV-2-Virus ein wichtiger Beitrag zur Begrenzung der Verbreitung – auch der besorgniserregenden Varianten sein. Ein negatives Testergebnis schließt eine Infektion mit dem Coronavirus zu keinem Zeitpunkt aus. Wenn z. B. in der frühen Phase einer Infektion eine niedrige Viruslast vorliegt, kann das Testergebnis negativ sein, obwohl Sie infiziert sind.

    Deshalb ist es ratsam, sich auch bei leichten Erkältungssymptomen in eine freiwillige Quarantäne zu begeben und Kontakte zu anderen Menschen so gut es geht zu vermeiden. Lassen Sie sich zudem nach Möglichkeit mit einem PCR-Test testen. Bei Symptomen ist der Weg zum Arzt (nach telefonischer Anmeldung) im Zweifel die richtige Entscheidung.

    Wo kann man die Selbsttests kaufen?

    Die Selbsttests können werden in Apotheken oder im Handel (bspw. Drogerien, Supermärkte) erworben werden.

    Wie unterscheide ich einen seriösen von einem unseriösen Selbsttest?

    Folgende Faktoren helfen Ihnen bei der Erkennung eines seriösen Selbsttests:
    Auf der Außenseite der Verpackung des Selbsttests befindet sich gut leserlich ein Aufdruck über

    • die Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte und/oder
    • die CE-Kennzeichnung zusammen mit einer vierstelligen Kennnummer der Benannten Stelle.

    In der Verpackung befindet sich eine deutschsprachige Gebrauchsinformation. Damit ist sichergestellt, dass der Selbsttest für die Anwendung durch Laien entwickelt wurde und in Europa nutzbar ist.
    Die Liste der Selbsttests, für die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Sonderzulassung erteilt hat, sind hier zu finden. https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html

    Wie viele Selbsttests stehen zur Verfügung?

    Die ersten Selbsttests sind bereits im Handel, in Apotheken und in einigen Discountern erhältlich. Das Angebot wird in den kommenden Wochen ausgeweitet werden. Diese Vertriebswege garantieren, dass sich die Selbsttests im Alltag etablieren können.

    Muss ich einen Selbsttest selbst bezahlen?

    Die Kosten eines Selbsttests, der beispielsweise zu Hause durchgeführt werden kann, müssen selbst getragen werden.

    FAQ

    Informationen zur Maskenpflicht

    Was gilt in Bezug auf die Maskenpflicht?

    An bestimmten Orten gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske. Medizinische Masken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind sogenannte OP-Masken der Norm EN 14683 (muss auf der Verkaufsverpackung angegeben sein).

    Atemschutzmasken im Sinne der Verordnung sind Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 und Masken höheren Standards – jeweils aber ohne Ausatemventil.

    Die Nutzung von Masken nach dem koreanischen KF94-Standard ist eingeschränkt möglich. Falls bereits vorhanden, sind sie – vergleichbar mit medizinischen Masken – zulässig im Einzelhandel, in Arztpraxen, in Gottesdiensten und im privaten Bereich. Nicht zulässig ist ihr Einsatz am Arbeitsplatz, so sieht es die Anlage der Corona-Arbeitsschutzverordnung vor. Auch wichtig: In Deutschland ist der gewerbsmäßige Import und Verkauf von KF94-Masken verboten, da diese Masken nicht für den europäischen Markt bestimmt sind.

    Was gilt im ÖPNV?

    Seit dem 24. April 2021 gilt in Bussen und Bahnen und in Taxen, ebenso in den Bahnhöfen, an Bahnsteigen und Haltestellen die Verpflichtung zum Tragen einer Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Standard, auch KN95/N95). Eine medizinische Maske genügt nicht mehr. Die Verpflichtung zum Tragen einer Atemschutzmaske besteht unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands.

    Wo gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske?

    Die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske besteht unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands

    • in Einzelhandelsgeschäften, Apotheken, Tankstellen, Banken usw. sowie in Arztpraxen und vergleichbaren medizinischen Einrichtungen,
    • in geschlossenen Räumlichkeiten von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen sowie von Zoologischen Gärten und Tierparks,
    • bei der Nutzung ehrenamtlicher und kommunaler Fahrdienste zum Beispiel auf dem Weg zu Impfzentren
    • in sonstigen geschlossenen Räumlichkeiten im öffentlichen Raum, soweit diese – mit oder ohne Eingangskontrolle – auch Kundinnen und Kunden beziehungsweise Besucherinnen und Besuchern zugänglich sind
    • bei zulässigen Präsenz-Bildungsangeboten und Prüfungen nach § 6 und 7 der Coronaschutzverordnung
    • bei den nach dieser Verordnung ausnahmsweise zulässigen Zusammenkünften, Versammlungen und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen,
    • bei der Inanspruchnahme und Erbringung von Friseurdienstleistungen und anderen Handwerksleistungen, Dienstleistungen oder Ausbildungen ohne Einhaltung des Mindestabstands, wobei der Erbringer der Leistung oder Ausbildung eine Atemschutzmaske zu tragen hat, wenn die Kundin oder der Kunde oder Auszubildende zulässigerweise keine Maske trägt,
    • während Gottesdiensten und anderen Versammlungen zur Religionsausübung auch am Sitzplatz.

    Nach Bundesrecht (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 21. Januar 2021) besteht auch am Arbeitsplatz die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske dort, wo kein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Der Arbeitgeber hat in diesem Fall die medizinischen Masken zur Verfügung zu stellen.

    Wo gilt die Maskenpflicht (mindestens Alltagsmaske) weiterhin?

    Die Maskenpflicht (mindestens Alltagsmaske) gilt weiterhin insbesondere in folgenden Bereichen, wobei hier das Tragen einer Alltagsmaske weiterhin ausreichend ist:

    • auf Märkten und ähnlichen Verkaufsstellen im Außenbereich,
    • auf dem gesamten Grundstück von Einzelhandelsgeschäften und auf zugehörigen Parkplätzen sowie auf Zuwegen in einer Entfernung von zehn Metern zum Eingang des Geschäfts,
    • bei den laut Coronaschutzverordnung ausnahmsweise zulässigen Zusammenkünften, Versammlungen und Veranstaltungen und einer Teilnehmerzahl von mehr als 25 Personen unter freiem Himmel,
    • auf Spielplätzen,
    • an weiteren Orten unter freiem Himmel, für die die zuständige Behörde eine entsprechende Anordnung trifft.

    Gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht?

    Ja. Von der Maskenpflicht befreit sind Kinder im Vorschulalter, im Einsatz befindliche Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Personal der Rettungsdienste sowie Personen, die aus medizinischen Gründen keine Alltagsmaske tragen können (Attest notwendig).

    Was gilt bei Kindern in Bezug auf die Maskenpflicht?

    Weiterhin gilt, dass Kinder bis zum Schuleintritt von der Maskenpflicht ausgenommen sind. Wenn Kindern unter 14 Jahren eine medizinische Maske nicht richtig passt, genügt eine Alltagsmaske auch an den Orten, an denen an sich eine medizinische Maske vorgeschrieben ist.

    Was gilt in Bezug auf die Maskenpflicht in Kindertageseinrichtungen und Schulen?

    • In Schulen gilt eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske, wobei Kinder bis Klasse 8 stattdessen Alltagsmaske tragen können, wenn die medizinischen Masken (noch) nicht passen.
    • In Kitas gilt eine Maskenpflicht (und zwar medizinische Maske) nur für Erwachsene, und nur, wenn diese untereinander (also zwischen Erwachsenen) den Mindestabstand nicht einhalten können. Das gilt dann auch für Eltern insbesondere beim Bringen und Abholen.

    Was sind die unterschiedlichen Maskentypen und wie erkennt man sie?

    Medizinische Masken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind OP-Masken. Eine OP-Maske kennt man vom Arzt- oder Krankenhausbesuch. Sie besteht aus Kunststoffen, ist rechteckig mit Faltenwurf und meist grün oder blau. Mit einer Zulassung nach DIN EN 14683 gilt die OP-Maske als medizinische Gesichtsmaske und ist damit zulässig.

    Atemschutzmasken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind FFP2- und Masken höheren Standards ohne Ausatemventil und vergleichbare Masken, wie Corona-Pandemie-Atemschutz-Masken (CPA-Masken, z.B. KN95/N95). Eine FFP2-Maske (hergestellt nach DIN EN 149) besteht meistens aus mehrlagigem weißen Vlies und wird schnabelförmig aufgesetzt.

    Merkmale für FFP2-Masken (sowie vergleichbare CPA-Masken) eine aktuelle Informationsbroschüre des MAGS. OP-Masken und FFP2-Masken haben als Medizinprodukte bzw. als persönliche Schutzausrüstung ein spezielles gesetzlich vorgeschriebenes Verfahren durchlaufen, bevor sie in Europa auf den Markt gebracht werden dürfen. Sie alle haben daher eine Angabe des Herstellers, eine eindeutige Kennzeichnung des Modells sowie eine CE-Kennzeichnung aufgedruckt, womit der Hersteller die Einhaltung dieser europäischen Sicherheitsvorschriften erklärt. Bei den OP-Masken sind die Angaben auf der Verpackung und nicht auf der Maske selbst zu finden.

    Wo bekomme ich medizinische Masken und Atemschutzmasken her?

    Die Masken sind erhältlich in Apotheken, aber auch im Einzelhandel, etwa in Supermärkten, Drogerien oder am Kiosk. Beim Kauf im Internet sollte man zur Sicherheit vorab die Herstellerinformationen prüfen und sichergehen, dass europäische Sicherheitsstandards eingehalten sind. Worauf beim Kauf von Schutzmasken außerdem zu achten ist, steht in dieser Informationsbroschüre des MAGS.

    Was können die unterschiedlichen Masken leisten?

    Im Unterschied zur einfachen Mund-Nasen-Bedeckung und der Alltagsmaske sind medizinische Masken nach gesetzlichen Vorgaben und genormten Anforderungen hergestellt. Anders als Alltagsmasken bestehen medizinische Masken aus mehreren Lagen und haben spezielle Filterfunktionen, wodurch sie wirksamer sind. Eine OP-Maske dient zwar, wie die herkömmliche Alltagsmaske auch, vorrangig dem Fremdschutz. Der Schutz vor Tröpfchen und sogar ein geringer Schutz vor Aerosolen ist für den Träger der OP-Maske aber bei richtiger Verwendung sichergestellt. FFP2- oder Masken höheren Standards ohne Ausatemventil schützen darüber hinaus vorrangig den Träger der Maske direkt: Durch den bei richtiger Verwendung dichten Sitz auf dem Gesicht in Verbindung mit dem Filtermaterial können Tröpfchen, Aerosole und damit die Viruserreger kaum in die Atemluft gelangen. 

    Kann ich die Masken wiederverwenden?

    Diese Masken sind grundsätzlich für die einmalige Verwendung vorgesehen. Das Waschen oder häufige Tragen kann die Maskenstruktur verändern und sie sogar schädigen. Der erforderliche Schutz ist dann nicht mehr vorhanden. 
    Im Rahmen des Privatgebrauchs können FFP2- oder vergleichbare Masken unter bestimmten Voraussetzungen jedoch eigenverantwortlich wiederverwendet werden. Die 7-Tage-Regel ist wohl am Einfachsten anwendbar: Jede Maske muss nach Gebrauch mindestens sieben Tage trocknen, bevor sie wiederverwendet werden kann.
    Von einer Behandlung der Maske mit Desinfektionsmitteln, in der Mikrowelle oder der Waschmaschine ist abzusehen, da dies ihre Schutzwirkung beeinträchtigt.
    Weitere Informationen

    Was gilt für Bartträger beim Tragen von FFP2-Masken?

    Die Experten sind sich einig: Die FFP2-Maske kann nur dann ihren vollständigen Schutz entfalten, wenn sie eng am Gesicht anliegt. Bartstoppel allein können schon hinderlich sein, mit Vollbart können die Aerosole an der Maske vorbei strömen.

    Fragen und Antworten

    Corona-Schutzimpfung

    Warum sollte ich mich gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen lassen?

    Die Impfung dient dem Gesundheitsschutz und dem Schutz der Mitmenschen. Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat leider zu oft eine tödliche Wirkung, gerade in der Generation der Über-80-Jährigen.

    Ist es möglich, im Sommer allen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland ein Impfangebot zu machen?

    Ja. Bereits im zweiten Quartal werden rund 70 Mio. Impfdosen erwartet, die verimpft werden können – davon sind nur rund 15 Mio. von AstraZeneca.
    Stand: 31.03.2021

    Was ist der Zweck der Corona-Impfung?

    Derzeit gibt es keine ausreichend wirksamen Medikamente zur Behandlung der COVID-19-Erkrankung. Die im Zulassungsverfahren befindlichen Impfstoffe sind die erste echte Chance, die Infektionskrankheit auf medizinischem Wege beherrschbar zu machen. Die Impfung soll dafür sorgen, dass sich weniger Menschen erkranken und es so weniger schwere Krankheitsverläufe gibt. Nur so gelingt der Weg aus der Pandemie.

    Muss ich mich impfen lassen?

    Nein. Die Impfung ist freiwillig.

    Wie sicher ist ein neuer COVID-19-Impfstoff?

    Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht (präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung, Nachzulassungsbeobachtung). Nach seiner Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle („Surveillance“) zum Erfassen von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden in Deutschland zentral – und Hersteller-unabhängig - vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst. Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen kann sichergestellt werden, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden.

    Die klinischen Studien zur Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe wurden in drei Studienphasen überprüft. Vor allem die klinischen Prüfungen der Phase 3 wurden sehr breit angelegt. Zudem wurden in vorbereitenden nichtklinischen Studien die Impfstoffe mit erhöhter Wirkstoffmenge an Tieren untersucht, um mögliche Auswirkungen auf den Körper zu untersuchen, die Schäden anzeigen könnten. Die Qualitätsanforderungen im europäischen Zulassungsverfahren sind sehr hoch. Das ist auch eine Frage der Verlässlichkeit und im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger der EU.

    Seit wann wird in Nordrhein-Westfalen geimpft?

    Die ersten Impfungen fanden seit 27. Dezember 2020 zunächst ausschließlich direkt in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen statt und nicht in den Impfzentren. Über deren Auswahl und Reihenfolge entscheiden die Verantwortlichen vor Ort. Die Impfzentren wurden am 8. Februar in Nordrhein-Westfalen geöffnet.

    Seit wann sind die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen geöffnet?

    Die 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen sind seit dem 8. Februar geöffnet.

    Wann kann ich einen Termin für meine Impfung ausmachen?

    Die Terminvergabe ist seit dem 25. Januar möglich, unter anderem über die Online-Anmeldung auf der Internetseite www.116117.de

    Seit wann wird das Krankenhauspersonal geimpft?

    Ab dem 18. Januar 2021 können Impfungen für Krankenhauspersonal in besonders von Corona betroffenen Krankenhausbereichen durchgeführt werden (bspw. Notaufnahmen, COVID-Stationen). Der Impfstoff wird dort durch eigenes Personal verimpft. Seit dem 22. Februar können Krankenhäuser ihr nicht in Priorisierungsgruppe 1 genanntes Personal impfen lassen. Zudem hat das Gesundheitsministerium am 26. Februar die Kommunen gebeten, folgenden Personengruppen ein Impfangebot zu unterbreiten:

    • ambulant tätiges medizinisches Personal mit regelmäßigem und unmittelbaren Patientenkontakt. Hierzu gehören zum Beispiel (Zahn-)Ärzte, deren medizinisches Praxispersonal, Heilmittelerbringer sowie Hebammen
    • Personen, die im Öffentlichen Gesundheitsdienst tätig sind
    • Personal von Blut- und Plasmaspendediensten
    • Personal in SARS-CoV-2-Impf- und Testzentren

    Welche weiteren Personengrupppen können sich impfen lassen?

    Ab 8. März erhalten folgende Personengruppen ein Impfangebot:

    • Kitabetreuerinnen und -betreuer, Kindertagespflegepersonen
    • Lehrerinnen und -lehrer an Grund-, Förder- und Sonderschulen
    • Polizisten mit direkten Kontakt zu Bürgern – angefangen mit den Mitgliedern der Einsatzhundertschaften
    • Personal, Bewohner und Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen und in besonderen Wohnformen
    • neben den Personen in Pflegegrad 5 sollen fortan auch bettlägerige Personen über 80 Jahre sowie bettlägerige Personen mit Pflegegrad 4 aufsuchend in ihrer Häuslichkeit geimpft werden.

    Darüber hinaus soll ab Anfang April den Personen über 70 Jahre ein Impfangebot unterbreitet werden. Aufgrund der sehr großen Gruppe der über 70-Jährigen (rund 1,6 Millionen Personen) wird ein stufenweises Vorgehen aktuell abgestimmt.

    Ab Samstag, 3. April wird es zudem ein Impfangebot für Über-60-Jährige geben. Hierzu stehen 450.000 Termine zur Verfügung.

    Kostet mich die Impfung etwas?

    Nein, für die Bürgerinnen und Bürger wird die Impfung unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos sein. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Kosten für die Medizinprodukte (Spritzen und Kanülen) übernehmen die Länder. Darüber hinaus teilen sich die Länder mit dem Bund die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Impfzentren.

    Welche Impfstoffe gibt es derzeit?

    In Deutschland sind derzeit die beiden mRNA-Impfstoffe Comirnaty von BioNTech und mRNA-1273 von Moderna sowie der Impfstoff von AstraZeneca und Johnson&Johnson zugelassen. Die Zulassung erfolgt hierbei über die European Medicines Agency (EMA). Einen aktuellen Überblick über die zugelassenen Impfstoffe finden Sie auf der Website der EMA.Es wird damit gerechnet, dass in den kommenden Quartalen 2021 weitere Impfstoffe zugelassen werden.

    Wer wird zuerst geimpft – und warum?

    Es ist wichtig, dass zunächst besonders vulnerable Gruppen (ältere Menschen oder Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen) zuerst geimpft werden. Sie sind durch das SARS-CoV-2-Virus besonders stark gefährdet, weil die Krankheit bei ihnen häufig einen schweren Verlauf nimmt und für sie eine hohe Lebensgefahr besteht.
    Hinzu kommt Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen – etwa in den Notaufnahmen und Intensivstationen der Krankenhäuser sowie in der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen.
    Über die genaue Reihenfolge entscheidet die „Ständige Impfkommission“ (STIKO) der Bundesregierung. Sie ist beim Robert Koch-Institut angesiedelt und entwickelt die Impfempfehlungen für Deutschland. Dabei berücksichtigt die STIKO nicht nur den Nutzen für die geimpfte Einzelperson, sondern auch für die gesamte Bevölkerung.

    Die genaue Reihenfolge ist durch Impfprioritäten festgelegt. Diese Impfprioritäten bestimmt die Impfverordnung der Bundesregierung. Diese Prioritäten entsprechen den Empfehlungen der „Ständigen Impfkommission“ (STIKO) . Sie ist beim Robert Koch-Institut angesiedelt und entwickelt die Impfempfehlungen für Deutschland. Dabei berücksichtigt die STIKO nicht nur den Nutzen für die geimpfte Einzelperson, sondern auch für die gesamte Bevölkerung.

    Die Priorisierung im Einzelnen:
    Höchste Priorität

    • Über 80-Jährige
    • Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
    • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen
    • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung,in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie  z.B. Bronchoskopie)
    • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin

    Hohe Priorität

    • Über 70-Jährige
    • Personen mit Trisomie 21
    • Personen nach einer Organtransplantation
    • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression)
    • Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt
    • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen ( z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD Mukoviszidose), Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%), Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40) Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
    • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben.
    • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
    • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
    • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
    • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
    • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
    • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen untergebracht oder tätig sind
    • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind

    Erhöhte Priorität

    • Über 60-Jährige
    • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen (Remissionsdauer mind. 5 Jahre), Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder < 7,5%), Adipositas (BMI über 30)
    • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
    • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
    • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, in den Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder bei Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland tätig sind
    • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
    • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
    • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
    • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und als Lehrkräfte tätig sind
    • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

    Muss ich mich als Impfberechtigter irgendwo melden, wenn ja, wo?

    Bis 5. April: Das Gesundheitsministerium hat die Kommunen gebeten, Impfstoffkontingente, die nicht vollständig genutzt werden können, für die Versorgung weiterer Personen aus dem Kreis der zweiten Prioritätsgruppe zu verwenden. Aus diesem Grund können in diesen Impfzentren insbesondere Personen mit schweren Vorerkrankungen der Priorität 2 geimpft werden. Für die Organisation der Impfzentren zuständig sind die Kreise und kreisfreien Städte. Sofern ein Impfzentrum ein solches Zusatzangebot einrichtet, werden die Kreise und kreisfreien Städte hierzu in geeigneter Weise (in der Regel im Rahmen von Presse und Öffentlichkeitsarbeit) aufmerksam machen. Ab dem 6. April kann darüber hinaus die Gruppe der vorerkrankten Menschen einen Termin in vielen Hausarztpraxen machen.

    Mit welchem Impfstoff werde ich geimpft?

    Der zur Verfügung stehende Impfstoff wird verimpft. Eine Auswahl kann nicht stattfinden. Das Vakzin von AstraZeneca wird derzeit ausschließlich an Ü-60-Jährige verimpft. 

    Bei den Jahrgängen, für die schrittweise neue Termine freigeschaltet werden, dürfen Lebenspartner mitgeimpft werden. Ist es egal, wie alt die sind?

    Ja.

    Wenn die Lebenspartner keine Ehepartner sind - wie wird der Nachweis einer Lebenspartnerschaft erbracht? Gemeinsame Adresse zwingend?

    Das MAGS spricht sich für ein möglichst pragmatisches Vorgehen auf kommunaler Eben aus.

    Wenn inzwischen schon jüngere Jahrgänge geimpft werden - kann dann ein Ü80er seinen bereits gebuchten Termin jetzt vorziehen? Wenn ja, wie?

    Das regelt das jeweilige Impfzentrum vor Ort in eigener Zuständigkeit und in Absprache mit den Kassenärztlichen Vereinigungen. Wenn Kapazitäten vorhanden sind, kann es vorkommen, dass das möglich ist. Ggf. lohnt sich ein Anruf bei der Terminvergabehotline.

    Bettlägerige Menschen über 80 und Menschen mit Pflegegrad 5 und 4 dürfen zuhause geimpft werden? Wie und mit wem vereinbaren sie einen Impftermin? Direkt über ihren Hausarzt oder über wen?

    In einem ersten Schritt haben einige Kommunen / Kreise bereits damit begonnen, die Impfungen von schwer pflegebedürftigen (bettlägerigen) Personen mit mindestens Pflegegrad 4 in der eigenen Häuslichkeit durchzuführen (Erlasse dazu vom 1. März und 20. März 2021). Weitere Kreise und kreisfreie Städte werden zeitnah und in den kommenden Wochen Schritt für Schritt nachziehen. Dabei werden entweder Ärzte des Impfzentrums mehrere Impflinge abfahren und verimpfen oder die Kassenärztlichen Vereinigungen organisieren eine Impfung über das Hausärztesystem. Das bedeutet konkret: Sowohl pflegebedürftige Menschen mit dem Pflegegrad 5 als auch mit Pflegegrad 4 – in der eigenen Häuslichkeit – erhalten Impfangebote. Zudem können bei der Impfung jeder pflegebedürftigen Person unbürokratisch die beiden nach Corona-Impfverordnung anspruchsberechtigten Kontaktpersonen ebenfalls geimpft werden. Die Zuständigkeit der entsprechenden Terminorganisation dafür liegt in der Verantwortung der Kreise und kreisfreien Städte.

    Um die entsprechenden (pflegebedürftigen) impfberechtigten Personen zu ermitteln, wurden Abfragen auf kommunaler Ebene an die regionalen Hausarztpraxen / Hausärzte gestartet. Die Rückmeldungen der Hausärzte bilden die Basis für das jeweilige Vorgehen vor Ort. Das MAGS hat in diesem Zusammenhang auch die beiden Hausärzteverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe gebeten, ihre Mitglieder, also die jeweilige Hausärzteschaft, entsprechend zu informieren und sensibilisieren. Für die Impfungen in der Häuslichkeit der impfberechtigten Personen darf zu diesem Zweck der Impfstoff des Herstellers BioNTech qualitätsgesichert transportiert werden. Die Impfzentren sind über das einzuhaltende Prozedere informiert und angehalten, mit Hausärztinnen und Hausärzten kooperativ die Impfung in der Häuslichkeit zu ermöglichen. Ebenso hat das Land per Erlass geregelt, dass weitere bettlägerige Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben (Priorität 1), ein Impfangebot in der eigenen Häuslichkeit erhalten sollen.
    Die Hausärzte sollen den Impfzentren entsprechende Listen mit impfberechtigten Personen zur Verfügung stellen. Sollte es vor Ort in der Umsetzung der Verimpfung Schwierigkeiten geben, sollten sich die Impfberechtigten (bzw. die Angehörigen) an das jeweilige regionale Impfzentrum wenden.

    Wird es eine Übersicht geben, welche niedergelassenen Ärzte in welchen Städten impfen?

    Das kann derzeit noch nicht gesagt werden, da das Verfahren vom Bund geregelt wird. Anfang April sollen aber Hausarztpraxen mit den Impfungen beginnen. Sie erhalten hierzu erste Impfdosen.

    Müssen Pflegegrad 4/5-Eingestufte bereits bestehende Impftermine in Impfzentren selbst absagen, wenn sie einen Zuhause-Termin bekommen?

    Sollte es zu einem solchen Fall kommen, sollte mit der koordinierenden Einheit des Impfzentrums vor Kontakt aufgenommen werden.

    Pflegegrad 4/5-Eingestufte und bettlägerige Menschen über 80 dürfen zwei Betreuungspersonen benennen, die mitgeimpft werden. Wie ist das genaue Procedere hier? Werden sie in einem Rutsch mitgeimpft?

    Ja, sie werden pragmatisch vor Ort mitgeimpft und müssen vorab bei der Terminvergabe benannt werden. Sie müssen vor Ort beim Pflegebedürftigen sein, wenn dieser geimpft wird.

    Können Schwangere sich impfen lassen?

    Da die Datenlage zur Anwendung der mRNA-Impfstoffe in der Schwangerschaft aktuell nicht ausreichend ist, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht. Zur Impfung in der Stillzeit liegen keine Daten vor. Die STIKO hält es jedoch für äußerst unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung kann in Einzelfällen nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach Aufklärung eine Impfung angeboten werden. Eine akzidentelleImpfung in der Schwangerschaft ist keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch.

    Bei welchen Vorerkrankungen kann ich mich nicht impfen lassen?

    Bislang sind keine besonderen Einschränkungen durch Vorerkrankungen über die üblichen Empfehlungen/Einschränkungen bei anderen Impfungen hinaus bekannt.
    Wie bei anderen Impfungen auch, sollten Sie nicht akut schwer krank sein, beispielsweise kein Fieber über 38,5°C haben. Bei Allergie gegen Bestandteile der Impfstoffe sollte ebenfalls nicht geimpft werden. Dies sollte beim medizinischen Vorgespräch im Impfzentrum geklärt werden. Für rheumatische Erkrankungen gelten die sonst auch üblichen Einschränkungen - die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie empfiehlt die Corona-Schutzimpfung in ihrer Stellungnahme aber ausdrücklich. Für Kinder und Jugendliche unter 16 bzw. 18 Jahren (je nach Impfstoff) ist noch keine Zulassung erfolgt.

    Welcher Nachweis muss für eine Impfung vorgelegt werden?

    Als Nachweis für die Anspruchsberechtigung gelten: der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis. Für Bewohner von Pflege- und anderen Einrichtungen legen die Einrichtungen bzw. Unternehmen eine Bescheinigung vor. Menschen mit chronischen Erkrankungen erhalten ein ärztliches Zeugnis.

    Ist die Impfung von so vielen Menschen in kurzer Zeit überhaupt möglich?

    Im deutschen Gesundheitsystem erfolgen jedes Jahr Impfungen in hoher Anzahl. Gutes Beispiel dafür sind die jährlichen Grippeschutzimpfungen.

    Bei der Corona-Impfung kommt es wesentlich darauf an, zügig ältere und besonders gefährdete Menschen zu impfen. Hierzu werden neben dem Aufbau von Impfzentren auch mobile Impfteams eingesetzt, die beispielsweise in Alten- und Pflegeeinrichtungen kommen, um dort die betroffenen Personengruppen (Bewohner und Personal) zu impfen. Diese Impfteams werden von den Impfzentren vor Ort koordiniert.

    Das Personal in Krankenhäusern kann durch Ärztinnen und Ärzte des jeweiligen Krankenhauses geimpft werden.

    Reicht eine Impfung aus?

    Nein, die Corona-Schutzimpfung mit dem aktuell am meisten verwendeten Impfstoff von BioNTech muss im Abstand weniger Wochen zweimal durchgeführt werden. Sonst kann sie nicht den vollen Impfschutz entfalten. Gleiches gilt für die Impfung mit dem Impfstoff von Moderna.

    Sind die Impfstoffe überhaupt sicher?

    Die klinischen Studien zur Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe wurden in den drei üblichen Studienphasen überprüft. Vor allem die klinischen Prüfungen der Phase 3 wurden sehr breit angelegt. Zudem wurden in vorbereitenden nichtklinischen Studien die Impfstoffe mit erhöhter Wirkstoffmenge an Tieren untersucht, um mögliche Auswirkungen auf den Körper zu untersuchen, die Schäden anzeigen könnten. Die Qualitätsanforderungen im europäischen Zulassungsverfahren sind sehr hoch. Diese Anforderungen erfüllen alle in der EU zugelassenen Impfstoffe. Das ist auch eine Frage der Verlässlichkeit und im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger der EU.

    Auch nach der Zulassung des Impfstoffs, finden weiterhin Untersuchungen statt, um weitere Informationen zur Sicherheit des Impfstoffs (z.B. Auftreten seltener unerwünschter Wirkungen) nach Anwendung in größeren Bevölkerungsgruppen zu erhalten.

    Warum gibt es Impfzentren?

    Impfzentren können einen guten organisatorischen Ablauf gewährleisten und sicherstellen, dass bestimmte COVID-19-Impfstoffe korrekt gelagert und angewendet werden. Manche Impfstoffe müssen beispielsweise bei besonders niedrigen Temperaturen gelagert werden.
    Hinzu kommt, dass in Impfzentren, in denen täglich hunderte Menschen geimpft werden, Impfstofflieferungen in großen Mengen aufgebraucht werden – bevor sie verfallen. Ihre Haltbarkeit ist nach bisherigem Wissensstand sehr begrenzt.
    Eine Übersicht über die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen finden Sie auf dieser Seite.

    In welchen Zeiträumen werden die Zentren geöffnet sein?

    Die Impfzentren sollen bei ausreichend verfügbarem Impfstoff sieben Tagen pro Woche von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. In der Startphase können in Abhängigkeit des zur Verfügung stehenden Impfstoffs abweichende Öffnungszeiten vorgesehen werden.

    Wie ist die Terminvergabe organisiert?

    Für die Terminvergabe sollte bestenfalls die Online-Anmeldung www.116117.de genutzt werden. In Nordrhein-Westfalen übernehmen die Kassenärztlichen Vereinigungen diese Aufgabe. Telefonisch kann auch die kostenlosen Telefonnummern 0800 116 117-01 (Rheinland) oder 0800 116 117-02 (Westfalen) für die Terminvergabe genutzt werden. Diese stehen ebenfalls seit dem 25. Januar 2021 täglich von 8 bis 22 Uhr zur Verfügung. Wegen der starken Nachfrage ist leider mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

    Wann kann ich mich impfen lassen?

    Das hängt sehr von Ihrem Alter und von Ihrem Beruf ab. Zunächst sollen die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 besonders gefährdeten Menschen geimpft werden, dann Schritt für Schritt alle anderen Personengruppen. Die Reihenfolge gibt die Impfverordung der Bundesregierung vor, die auf den Empfehlungen der „Ständigen Impfkommission“ beim Robert Koch-Institut basiert.

    Können Berufsgruppen der sogenannten kritischen Infrastruktur mit einer frühen Impfung rechnen?

    Ja, Menschen aus Berufsgruppen der kritischen Infrastruktur – beispielsweise Polizei und Feuerwehr – sind die Basis dafür, dass das öffentliche Leben und der Staat funktionieren. Deshalb werden sie prioritär geimpft. Allerdings erfolgt die Priorität nachrangig zu besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, insbesondere Menschen mit hohem Lebensalter.

    Kann der Impfstoff überhaupt gelagert und ausreichend gekühlt werden?

    Die logistischen Fragen sind anspruchsvoll. Es wird aber alles daran gesetzt, diese zu lösen. Der Impfstoff ist nur eine kurze Zeit bei Raumtemperatur haltbar, die dafür erforderlichen Kühlsysteme werden zum Einsatz kommen.

    Kann ich mich freiwillig melden, um in einem Impfzentrum zu unterstützen?

    Freiwillige sind auch in den Impfzentren willkommen. Sie können dort über die Kassenärztlichen Vereinigungen als medizinisches Personal unterstützen oder sie können bei der Organisation der Impfungen im Impfzentrum ihren Beitrag leisten. Interessierte an einer Vermittlung in ein Impfzentrum im Rahmen der Freiwilligkeit werden gebeten, sich auf der Seite www.freiwilligenregister-nrw.de zu registrieren. Dort sind auch weitere Informationen eingestellt.

    Wie lange muss ich noch einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

    Das ist zum heutigen Zeitpunkt schwer zu sagen. Der Mund-Nasen-Schutz dient dem eigenen Schutz, aber auch dem Schutz der Mitmenschen. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, wird auch das öffentliche Leben wieder schrittweise zu einer Normalität zurückkehren können.

    Wann ist das Coronavirus SARS-CoV-2 besiegt?

    Das Coronavirus wird unser Leben noch einige Zeit bestimmen. Erst wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht und viele Menschen gegen das Virus geimpft sind, wird es sehr wahrscheinlich möglich sein, dass wir mit dem Virus genauso leben können wie mit anderen Viruserkrankungen auch.

    Was ist mit in der eigenen Wohnung lebenden schwer pflegebedürftigen Personen?

    Die Impfungen dieser Personen sollen so schnell wie möglich – in den nächsten Wochen – beginnen. Dabei werden entweder Ärzte des Impfzentrums mehrere Impflinge aufsuchen und impfen oder die Kassenärztlichen Vereinigungen organisieren eine Impfung über das Hausärztesystem. Zu Beginn werden in einem Modellprojekt zunächst 18.000 Menschen im Pflegegrad 5 geimpft. Neben den Personen in Pflegegrad 5 werden auch bettlägerige Personen über 80 Jahre sowie Personen mit Pflegegrad 4 aufsuchend in ihrer Häuslichkeit geimpft. Betroffene Pflegebedürftige können ihrem Arzt außerdem bis zu zwei Kontaktpersonen benennen, die im Rahmen der aufsuchenden Impfung mitgeimpft werden.

    Was ist mit Vorerkrankten, deren Krankheit nicht in §3 der Coronaimpfverordnung aufgeführt ist?

    Weitere Vorerkrankungen sind in §4 der Coronaimpfverordnung neben weiteren Personen der Priorisierungsgruppe 3 aufgeführt. Personen, die in § 3 aufgelistet sind, werden mit hoher Priorität geimpft, während Personen, die in § 4 aufgelistet sind, mit erhöhter Priorität geimpft werden.

    In den nächsten Wochen wird das Gesundheitsministerium sukzessive informieren, wann und wie die weiteren Gruppen, die in der Impfverordnung des Bundes genannt werden, ihr Impfangebot erhalten.

    Alle wichtigen Informationen zu AstraZeneca

    Nachdem das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) von Fällen von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca berichtet hatte, wurden die Impfungen am 15. März 2021 in Deutschland auf Empfehlung des PEI vorsorglich ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte daraufhin nach eingehender Prüfung am 18. März 2021 empfohlen, weiter mit dem Vakzin zu impfen, aber das Bewusstsein für mögliche Risiken zu schärfen. „Es war richtig, die Impfung mit AstraZeneca vorsorglich auszusetzen, bis die auffällige Häufung der Fälle dieser sehr seltenen Thrombosen-Art analysiert worden ist“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Ärztinnen und Ärzte müssen Bescheid wissen, damit sie die Impfwilligen aufklären können.“ Bürgerinnen und Bürger müssten darauf vertrauen können, transparent informiert zu werden.

    Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts Prof. Klaus Cichutek erklärte, dass das Risiko-Nutzen-Profil des Impfstoffs von AstraZeneca der EMA zufolge weiterhin günstig sei. Bei Frauen unter 55 Jahren seien allerdings mehr Fälle von Thrombosen mit Thrombozytopenie – in manchen Fällen mit tödlichem Ausgang – im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung berichtet worden als normalerweise zu erwarten wären. Es handle sich aber um sehr wenige Fälle, sagte Cichutek. Das PEI beobachtet die Ereignisse weiter aufmerksam. Das zuständige Gremium der EMA PRAC (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee) hat empfohlen, einen entsprechenden Hinweis in den Beipackzettel aufzunehmen.

    Da mittlerweile von weiteren Fällen von Hirnvenenthrombosen (sogenannte Sinusvenenthrombosen), aber auch anderen thrombotischen Ereignissen wie Mesenterialvenenthrombosen und Lungenembolien berichtet wurde, hat die STIKO am 30. März 2021 die Empfehlung ausgesprochen, den Impfstoff von AstraZeneca in erster Linie an über 60-Jährige zu verabreichen. Jüngere können nur mit AstraZeneca geimpft werden, wenn sie sich gemeinsam mit der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung dafür entscheiden. Ärztinnen und Ärzte sollten auf Anzeichen von Sinusvenenthrombosen achten und ihre Patientinnen und Patienten darauf hinweisen. Geimpfte sollten sich sofort an einen Arzt wenden, wenn sie vier bis 16 Tage nach einer Impfung – also nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen – Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickeln. Auch bei starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen sollten Betroffene sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

    Was empfiehlt die STIKO zu AstraZeneca®?

    Aufgrund mehrerer Fälle von Hirnvenenthrombosen bei jüngeren geimpften Personen hat die Ständige Impfkommission einen Empfehlungsentwurf abgegeben, nach dem der Impfstoff von AstraZeneca (AZ) in erster Linie für über 60-Jährige einzusetzen ist. Wer jünger ist, kann auf eigenen Wunsch und nach ausführlicher Aufklärung trotzdem mit AstraZeneca® geimpft werden. Der Einsatz des Impfstoffs liegt im ärztlichen Ermessen.
    Stand: 01.04.2021

    Werden über 60-Jährige nur noch mit AstraZeneca® geimpft?

    Nein. Aber AstraZeneca® wird hauptsächlich für diese Altersgruppe eingesetzt.
    Stand: 01.04.2021

    Können alle Zweitimpfungen mit AstraZeneca® erfolgen?

    Wer das 60. Lebensjahr vollendet hat, kann die Zweitimpfung mit AstraZeneca® erhalten. Wer jünger ist, sollte gemeinsam mit seiner Ärztin oder seinem Arzt das Risiko abwägen und entscheiden. Die STIKO wird schnellstmöglich zu dieser Frage Stellung nehmen. Allerdings besteht keine Zeitnot für die Erst-Geimpften. Zwischen Erst- und Zweitimpfung beim Impfstoff von AstraZeneca liegen 12 Wochen. Stand: 01.04.2021

    Kann man für die Zweitimpfung einen anderen Impfstoff kombinieren, wenn die Erstimpfung mit AstraZeneca® erfolgt ist?

    Hierzu liegen noch keinen ausreichenden wissenschaftlichen Daten vor. Erkenntnisse dazu werden derzeit ausgewertet.

    Wird die Impfpriorisierung für den Einsatz von AstraZeneca® aufgehoben?

    Nein. Allerdings steht es den Ländern frei, bereits jetzt die 60- bis 69-Jährigen für AstraZeneca in ihre Impfkampagne einzubeziehen. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Länder beschlossen. Dadurch ist es möglich, die besonders gefährdete und zahlenmäßig große Altersgruppe angesichts der wachsenden dritten Pandemie-Welle schneller zu impfen.
    Stand: 01.04.2021

    Wie schwerwiegend sind die bei mit AstraZeneca®-Geimpften entdeckten Nebenwirkungen?

    Dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) liegen Hinweise für einen Zusammenhang zwischen der Corona-Schutzimpfung mit AstraZeneca® und Fällen von Hirnvenen-Thrombosen (sogenannte Sinusvenenthrombosen) vor. Dies ist eine schwerwiegende Erkrankung, die auch tödlich verlaufen kann. Es wurden auch andere thrombotische Ereignisse, wie Mesenterialvenenthrombosen und Lungenembolien beobachtet. Da die Fälle der seltenen Hirnvenen-Thrombosen in den meisten Fällen bei Frauen unter 55 Jahren auftraten, hat die STIKO am 30. März 2021 ihre Impfempfehlung angepasst. Sie empfiehlt die Impfung in erster Linie für Personen über 60 Jahren. Jüngere können nur mit AstraZeneca® geimpft werden, wenn sie sich gemeinsam mit dem impfenden Arzt und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung dafür entscheiden.
    Relevantes in Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs von AstraZeneca haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.
    Aktuelle Informationen zur Impfung mit AstraZeneca® finden Sie hier.
    Stand: 31.03.2021

    Worauf sollten Menschen, die mit AstraZeneca geimpft worden sind, achten?

    Geimpfte sollten sich sofort an einen Arzt wenden, wenn sie vier bis 16 Tage nach einer Impfung – also nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen – Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickeln. Auch bei starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen sollten Betroffene sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
    Aktuelle Informationen zur Impfung mit AstraZeneca® finden Sie hier.
    Stand: 31.03.2021

    Bei Anti-Baby-Pillen kann es doch auch zu Thrombosen kommen. Warum dann die Aufregung um AstraZeneca?

    Es ist richtig, dass für Anti-Baby-Pillen Thrombosen, auch mit tödlichem Verlauf, als sehr seltene Nebenwirkung bekannt sind und in der Patienteninformation aufgeführt sind. Jede Frau, die eine Verordnung über eine Anti-Baby-Pille erhält, muss von der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt über das Risiko aufgeklärt werden. Für die AstraZeneca-COVID-19-Impfung wurde die seltene Nebenwirkung einer Sinusvenenthrombose mit teils tödlichem Verlauf in der Patienteninformation ergänzt und ein entsprechender Warnhinweis nach den neuesten Erkenntnissen hinzugefügt. Die staatlich empfohlene Impfung von Gesunden unterscheidet sich zudem arzneimittelrechtlich von der Verordnung eines Arzneimittels. Vertrauen und Transparenz sind bei einer Arzneimittelverordnung immer wichtig und bei Impfungen wegen der breiten Anwendung bei Gesunden ganz besonders.
    Stand: 31.03.2021

    FAQ

    Weiterer Umgang mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca

    (Stand: 1. April 2021)

    Was ist mit meiner Zweitimpfung?

    Derzeit führen wir in den Impfzentren keine Zweitimpfung für Personen mit Impfstoff der Firma AstraZeneca durch. Wir müssen Sie daher um Geduld bitten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat angekündigt, sich bis Ende April - basierend auf wissenschaftlichen Daten - zu äußern, wie mit den Zweitimpfungen für Personen unter 60 Jahren zu verfahren ist. Es besteht auch für die zu Beginn der AstraZeneca-Impfung in Deutschland Erstgeimpften laut Zulassung eine Schutzwirkung der Erstimpfung bis mindestens Anfang Mai.

    Werde ich informiert, wenn meine Zweitimpfung nicht stattfindet?

    Die Information erfolgt durch das Impfzentrum, in dem Sie Ihre Erstimpfung erhalten haben.

    Kann ich auf die Zweitimpfung verzichten?

    Um zuverlässig den vollständigen Schutz zu erreichen, ist eine Zweitimpfung notwendig. Auch eine Erstimpfung schützt bereits gut vor schweren Verläufen einer COVID-19-Erkrankung. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Impfschutz bereits bei über 70% der Personen drei Wochen nach der ersten Impfung vorhanden ist.

    Wie dies medizinisch in Bezug auf mögliche Nutzen und Risiken einer AstraZeneca-Impfung zu bewerten ist, wird die STIKO in den nächsten Wochen anhand wissenschaftlicher Daten erläutern.

    Ich möchte lieber warten, bis ich mich mit einem anderen Impfstoff impfen lassen kann. Kann ich meinen Termin zur Zweitimpfung absagen?

    Sie können Ihren Zweittermin jederzeit absagen. Wir empfehlen Ihnen jedoch noch auf die anstehenden Empfehlungen der STIKO zu warten. Ein Ersatztermin mit einem anderen Impfstoff ist derzeit nicht möglich, da die Empfehlungen abgewartet werden müssen, um das genaue Impfschema festlegen zu können.

    Kann ich meinen Termin zur Zweitimpfung auf eigenes Risiko wahrnehmen? Bei wem muss ich mich dazu melden?

    Dies ist im Impfzentrum zurzeit nicht möglich. Wir müssen Sie daher um Geduld bitten. Die STIKO hat angekündigt, sich bis Ende April - basierend auf wissenschaftlichen Daten - zu äußern, wie mit den Zweitimpfungen für Personen unter 60 Jahren zu verfahren ist. Der bisher erreichte Impfschutz der geimpften Personen bleibt auch bei einem längeren Zeitraum bis zur zweiten Impfung erhalten.

    Jens Spahn hat alle Über-60-Jährigen aufgefordert, ein Impfangebot mit AstraZeneca- Impfstoff (AZ) wahrzunehmen: Wo kann ich mich melden? Wie ist das Verfahren?

    Das MAGS bietet in einer einmaligen Aktion die zur Verfügung stehenden rd. 450.000 Impfdosen kurzfristig Personen über 60 Jahren niedrigschwellig für eine Impfung an.

    Die Terminbuchung erfolgt ab dem 3. April online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer je Landesteil (Rufnummer (0800) 116 117 02 für Westfalen-Lippe und (0800) 116 117 01 für das Rheinland).

    Was ist, wenn Über-60-Jährige sich nicht mit AZ impfen lassen wollen? Erhalten diese ein anderes Impfangebot oder müssen sie sich wieder hinten anstellen?

    Die Priorisierung ist nur für den Impfstoff von AstraZeneca aufgehoben. Mit den anderen Impfstoffen werden nach wie vor Personen aus der Priorität 2 der Coronaimpfverordnung geimpft. Dies sind insbesondere Personen mit spezifischen Vorerkrankungen und Personen über 70 Jahren. In der dritten Priorität sind dann auch Personen über 60 Jahren an der Reihe.
    Der erste Jahrgang der Über-70-Jährigen (Jahrgang 1941) wird wie geplant ab dem 6. April 2021 einen Termin im Impfzentrum machen können. Sukzessive werden dann weitere Jahrgänge eingeladen.

    Kann ich mich als Person in einem Alter unter 60 Jahren trotzdem mit dem COVID-19 Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen?

    Der Einsatz der AstraZeneca-Vaccine unterhalb der Altersgrenze von 60 Jahren bleibt nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung grundsätzlich möglich. In den Impfzentren werden vorerst jedoch keine Impfungen mit AstraZeneca für Personen unter 60 Jahren angeboten.

    Stattdessen wird der Impfstoff zunächst der großen Gruppe der Über-60-Jährigen (5 Mio. Personen in NRW) zur Verfügung gestellt, da die STIKO hier die Verwendung des Impfstoffs uneingeschränkt empfiehlt.

    Bin ich bereits nach der Erstimpfung geschützt? Wie gut?

    Auch eine Erstimpfung schützt bereits gut vor schweren Verläufen einer COVID-19-Erkrankung. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Impfschutz bereits bei über 70% der Personen drei Wochen nach der ersten Impfung vorhanden ist.

    Kann ich mich nach einer Erstimpfung mit AstraZeneca auch mit einem anderen Impfstoff impfen lassen?

    Diese Frage kann aktuell nicht beantwortet werden. Die STIKO hat angekündigt, sich bis Ende April, basierend auf wissenschaftlichen Daten, dazu zu äußern. Eine begonnene Impfserie muss gegenwärtig mit demselben Produkt abgeschlossen werden.

    Muss ich jetzt Angst haben? Muss ich irgendwas tun? Worauf müssen diejenigen achten, die mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca geimpft worden sind?

    Insgesamt sind die Nebenwirkungen, die im Regelfall innerhalb von 3 bis 16 Tagen nach der Impfung aufgetreten sind, sehr selten.

    Bei folgenden Symptomen, die drei Tage nach der Impfung auftauchen, sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen: Starke, anhaltende Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Beinschwellungen, anhaltende Bauchschmerzen oder punktförmige Hautblutungen.

    Ärzte und Ärztinnen werden auf solche Anzeichen und Symptome achten, wenn sich Patientinnen und Patienten vorstellen, die kürzlich mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca geimpft wurden.

    Es ist aber gleichzeitig wichtig darauf hinzuweisen, dass es sich um sehr seltene Nebenwirkungen handelt. Sie wurden in Deutschland 17 Mal bei insgesamt 1,9 Millionen geimpften Personen festgestellt (Stand 26.03.). Es ist also wichtig, auf mögliche Anzeichen dieser Nebenwirkungen zu achten – gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens sehr gering.

    Wie lange nach meiner Erstimpfung muss ich mir Sorgen um Nebenwirkungen machen?

    Insgesamt sind die thromboembolischen Ereignisse sehr selten. Bisher sind diese schweren Nebenwirkungen innerhalb von 3 bis 16 Tagen nach der Impfung aufgetreten.

    Ich habe meine Erstimpfung gut überstanden, kann ich mich ohne Bedenken mit AZ zweitimpfen lassen?

    Diese Frage kann aktuell nicht beantwortet werden. Die STIKO hat angekündigt, sich bis Ende April, basierend auf wissenschaftlichen Daten, dazu zu äußern.

    Warum werden jetzt nur noch Personen über 60 Jahre mit dem COVID-19 Impfstoff von AstraZeneca geimpft?

    Die Aufgabe der STIKO ist es, alle wissenschaftlichen Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Impfstoffen kontinuierlich zu bewerten und daraus Empfehlungen abzuleiten. Dies gilt natürlich auch, wenn neue Erkenntnisse zur Sicherheit eines Impfstoffes gewonnen werden, die vorher nicht vorlagen, da die Anzahl geimpfter Personen in den Zulassungsstudien nicht ausreichte, um diese zu erkennen.
    Nach mehreren Beratungen hat die STIKO auch unter Hinzuziehung externer Expertinnen und Experten mehrheitlich entschieden, auf Basis der derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen, den Impfstoff von AstraZeneca nur noch für Personen ab einem Alter von 60 Jahren zu empfehlen.

    Ich bin unter 60 Jahre alt und will mich individuell beraten und mit AZ impfen lassen, wohin wende ich mich?

    Wenn Sie sich individuell beraten lassen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt. Wann dort jedoch eine Impfung mit AstraZeneca erfolgen kann, steht derzeit noch nicht fest.

    Was sind – neben Alter – die Risikofaktoren für eine Thrombose nach Impfung mit AZ?

    Derzeit sind die Risikofaktoren nicht bekannt. Zudem gibt es bisher keine Hinweise für den Zusammenhang der thromboembolischen Ereignisse nach der Impfung mit klassischen Risikofaktoren von Thrombosen (wie z.B. die Einnahme von Kontrazeptiva).

    Ich bin über 60 Jahre alt und hatte schon Thrombosen: bedeutet AZ ein Risiko für mich? Kann ich einen anderen Impfstoff wählen?

    Derzeit sind die Risikofaktoren nicht bekannt. Wir empfehlen Ihnen deshalb sich von Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt beraten zu lassen.

    Wieso sollten Menschen über 60 Jahren keine Sinusvenenthrombosen durch AZ bekommen? Die wurden doch schließlich bislang gar nicht mit dem Impfstoff geimpft.

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten als Ursache für diese schweren Ereignisse eine besondere Immunreaktion. Diese treten naturgemäß bei jüngeren Menschen häufiger auf als bei älteren, da bei jüngeren Menschen das Immunsystem deutlich aktiver ist und die Impfreaktion in der Regel stärker ist.

    Warum wurde der Impfstoff gestoppt bzw. eingeschränkt? Wir haben Millionen Menschen geimpft, aber nur sehr wenige Impfungen endeten tödlich.

    Die Analysen der STIKO zeigen, dass nach einer Impfung mit AZ das Risiko für schwere Nebenwirkungen (thromboembolische Ereignisse) signifikant erhöht ist. Auch wenn dies sehr seltene Erkrankungen sind und diese auch nur sehr selten nach einer Impfung auftreten, muss bei der Impfung von gesunden Personen mit Vorsicht gehandelt werden. Nutzen und Risiken müssen gegeneinander abgewogen werden.

    Warum werden die Empfehlungen andauernd geändert?

    Aufgrund der Neuartigkeit des Virus SARS-CoV-2 werden wissenschaftliche Erkenntnisse erst nach und nach generiert. Zum Glück wächst das Wissen täglich. Die Empfehlungen der STIKO werden den jeweils aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. Daher ändern sie sich im Verlauf der Impfkampagne.
     

    Kann ich dem Impfstoff vertrauen?

    Die letzten Wochen haben gezeigt, dass das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die STIKO die Daten sehr genau und immer aktuell beobachten und bewerten, so dass selbst sehr seltene Nebenwirkungen auffällig werden.

    Warum gibt es dieselben Probleme mit AZ nicht in Großbritannien?

    Dies ist letztlich nicht abschließend geklärt. Es kann sein, dass die Anwendung von AZ in Großbritannien vor allem bei älteren Personen dazu geführt hat, dass es zu keiner Häufung der schweren Nebenwirkungen gekommen ist.

    Warum wird dieser Impfstoff nicht komplett gestoppt für alle Personen?

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten als Ursache für diese schweren Ereignisse eine besondere Immunreaktion. Diese treten naturgemäß bei jüngeren Menschen häufiger auf als bei älteren, da bei jüngeren Menschen das Immunsystem deutlich aktiver ist und die Impfreaktion in der Regel stärker ist.

    Hat sich eigentlich mal jemand die Mühe gemacht, den Impfstoff (die Chargen) der AZ-Impfungen mit kritischen Nebenwirkungen zu beproben?

    Ja, das PEI und die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) untersuchen auch den Zusammenhang mit spezifischen Chargen. Ein solcher konnte bisher nicht festgestellt werden.

    Was ist die Logik hinter der Altersgrenze? Ein 60-Jähriger hat keine Nebenwirkungen, aber ein 59-Jähriger könnte erkranken? Wo ist da die Logik?

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten als Ursache für diese schweren Ereignisse eine besondere Immunreaktion. Diese treten naturgemäß bei jüngeren Menschen häufiger auf als bei älteren, da bei jüngeren Menschen das Immunsystem deutlich aktiver ist und die Impfreaktion in der Regel stärker ist. Die STIKO hat sich auf Basis der aktuell vorliegenden Daten für diese Altersgrenze entschieden.

    Die Glaubwürdigkeit von AstraZeneca ist beschädigt, warum wird der Impfstoff nicht vom Markt genommen?

    Der Impfstoff ist nach wie vor ein wirksamer und daher wichtiger Baustein in der Pandemiebekämpfung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten als Ursache für diese schweren Ereignisse eine besondere Immunreaktion.

    Diese treten naturgemäß bei jüngeren Menschen häufiger auf als bei älteren, da bei jüngeren Menschen das Immunsystem deutlich aktiver ist und die Impfreaktion in der Regel stärker ist.

    Daher kann der Impfstoff bei älteren Personen sicher angewendet werden. Auch leichte Impfreaktionen wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen treten bei älteren Personen weniger auf.

    FAQ

    Reihenfolge bei der Corona-Schutzimpfung

    Wie geht es mit den Corona-Schutzimpfungen weiter?

    Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat am 1. März 2021 den weiteren Impfplan für Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Sukzessive erhalten nun auch Menschen, die gemäß Coronavirus-Impfverordnung des Bundes in der Priorisierungsgruppe 2 stehen, ein Impfangebot.

    Es laufen die Impfungen folgender Gruppen:

    • weiteres (nicht in Priorisierungsgruppe 1) genanntes Personal in Krankenhäusern
    • ambulant tätiges medizinisches Personal mit regelmäßigem und unmittelbaren Patientenkontakt, zum Beispiel (Zahn-)Ärzte, deren medizinisches Praxispersonal, Heilmittelerbringer sowie Hebammen
    • Personen, die im Öffentlichen Gesundheitsdienst tätig sind
    • Personal von Blut- und Plasmaspendediensten
    • Personal in SARS-CoV-2-Impf- und Testzentren

    Seit 8. März erhalten ein Impfangebot:

    • Kitabetreuerinnen und -betreuer, Kindertagespflegepersonen sowie weitere Beschäftigte, die regelmäßig in diesen Einrichtungen tätig sind (auch Praktikanten)
    • Lehrerinnen und -lehrer an Grund- und Förderschulen sowie weitere Beschäftigte, die regelmäßig in diesen Schulen tätig sind und Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern haben (darunter können auch Hausmeister und Küchenpersonal fallen)
    • Polizisten mit direkten Kontakt zu Bürgern – zunächst Einsatzhundertschaften 
    • Bewohner und Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen und in besonderen Wohnformen

    Ende März erhalten Personen mit einer schweren Vorerkrankung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung ein Impfangebot.

    Wie gelangen die oben genannten Berufsgruppen seit dem 8. März an ihren Impftermin?

    Die Impfangebote für die jetzt zu impfenden Berufsgruppen werden durch die koordinierenden Einheiten der Impfzentren mit den Arbeitgebern, Dienstherren bzw. Einrichtungsleitungen abgestimmt und erfolgen sowohl in Impfzentren als auch vor Ort. 

    Wer erhält welchen Impfstoff?

    Es gilt derzeit: Der Impfstoff von AstraZeneca wird in Nordrhein-Westfalen nur zur Impfung von Über-60-Jährigen genutzt.

    Wann sind die Über-60-Jährigen an der Reihe?

    Über 60-Jährige zählen zur Priorisierungsgruppe 3 gemäß Coronavirus-Impfverordnung des Bundes.

    Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium wird in den nächsten Wochen sukzessive darlegen, wann und wie die weiteren Gruppen, die in der Impfverordnung des Bundes genannt werden, ihr Impfangebot erhalten.

    Was ist mit weiteren Personengruppen der Priorisierungsgruppe 2?

    Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium wird in den nächsten Wochen sukzessive darlegen, wann und wie die weiteren Gruppen, die in der Impfverordnung des Bundes genannt werden, ihr Impfangebot erhalten.

    Sobald wie möglich sollen es Impfangebote geben für 

    • Pflegende Angehörige
    • Kontaktpersonen von Schwangeren 
    • Obdachlosenunterkünfte
    • Asylunterkünfte

    Wie bekommen pflegende Angehörige und Kontaktpersonen von Schwangeren einen Impftermin?

    Das steht noch nicht fest. Das Gesundheitsministerium arbeitet derzeit zusammen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen an einem Konzept, wie Angehörige von Schwangeren / von zu Pflegenden belegen können, dass sie zu der berechtigten Gruppe gehören, und einen Impftermin bekommen.

    Was ist mit in der eigenen Wohnung lebenden schwer pflegebedürftigen Personen?

    Die Impfungen dieser Personen sollen so schnell wie möglich – in den nächsten Wochen – beginnen. Dabei werden entweder Ärzte des Impfzentrums mehrere Impflinge aufsuchen und impfen oder die Kassenärztlichen Vereinigungen organisieren eine Impfung über das Hausärztesystem. Zu Beginn werden in einem Modellprojekt zunächst 18.000 Menschen im Pflegegrad 5 geimpft.

    Mit welchen Vorerkrankungen zählt man zur Prioritätsgruppe 2 und erhält Ende März ein Impfangebot?

    Das ist in der Impfverordnung des Bundes festgelegt. Betroffene können in §3 der Coronaimpfverordnung des Bundes sehen, ob die Krankheit dort aufgeführt ist. 

    Wie erhalten Vorerkrankte ihr Impfangebot?

    Hierzu laufen derzeit die Vorbereitungen im Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen auf Hochtouren. Ziel ist es, Personen mit Vorerkrankung ein möglichst niedrigschwelliges Impfangebot machen zu können. Hierzu sind noch die Rahmenbedingungen - insbesondere der Ort des Impfens - zu klären. Angedacht ist u.a. die Organisation über die Hausärzte. Ab Ende März soll es die ersten Impfungen für diese Personengruppe geben.

    Was ist mit Vorerkrankten, deren Krankheit nicht in §3 der Coronaimpfverordnung aufgeführt ist?

    Weitere Vorerkrankungen sind in §4 der Coronaimpfverordnung neben weiteren Personen der Priorisierungsgruppe 3 aufgeführt. 

    In den nächsten Wochen wird das Gesundheitsministerium sukzessive informieren, wann und wie die weiteren Gruppen, die in der Impfverordnung des Bundes genannt werden, ihr Impfangebot erhalten.

    Können Menschen mit Vorerkrankungen, die sich nicht in der Coronaimpfverordnung wiederfinden, im Einzelfall schneller geimpft werden?

    Ja. Seit 26. Februar 2021 gibt es eine neue Regelung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen zum Umgang mit Einzelfallentscheidungen im Rahmen der Coronaschutzimpfung. Es sind nun Einzelfallentscheidungen zur vorzeitigen Coronaschutzimpfung von Menschen mit Vorerkrankungen möglich, die sich in der Liste der Coronaimpfverordnung nicht wiederfinden. Ein Antrag dazu ist bei der zuständigen Behörde – also der Verwaltung des Kreises oder der kreisfreien Stadt – zu stellen. 

    Für wen kommen solche Einzelfallentscheidungen infrage?

    Für eine Einzelfallentscheidung kommen Personen infrage, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund der Seltenheit der Erkrankung oder der besonderen Schwere keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum möglichen Verlauf einer Corona-Infektion vorliegen, aber von einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf auszugehen ist. Dies kann beispielsweise für Menschen gelten, die aufgrund einer unmittelbar anstehenden Chemotherapie ihre Impfberechtigung prüfen lassen wollen. 

    Wie beantragt man eine Einzelfallentscheidung?

    Betroffene benötigen zunächst ein qualifiziertes Zeugnis ihrer behandelnden Ärzte. Es darf nicht vor dem 8. Februar 2021 (Zeitpunkt des Inkrafttretens der Coronaimpfverordnung) ausgestellt worden sein. 

    Danach ist ein Antrag – inklusive des Zeugnisses – auf Einzelfallentscheidung bei der zuständigen Behörde zu stellen. Dies ist der Kreis bzw. die kreisfreie Stadt, in dem die antragstellende Person ihren Erstwohnsitz bzw. ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort hat. 

    Was passiert, wenn die zuständige Behörde Zweifel am ärztlichen Zeugnis hat?

    In diesem Fall kann der Kreis bzw. die kreisfreie Stadt den Antrag zur Prüfung an die Deutsche Rentenversicherung Rheinland beziehungsweise Westfalen weiterleiten. Die Rentenversicherung kann während der Prüfung keine Auskünfte zum Bearbeitungsstand erteilen. 

    Wann kommt das Ergebnis der Einzelfallprüfung?

    Die antragstellende Person soll zeitnah ein Ergebnis mitgeteilt bekommen. Bei positiver Prüfung wird ein Impftermin im jeweiligen Impfzentrum vereinbart. 

    Wer gehört zur Priorisierungsgruppe 3 gemäß Coronaimpfverordnung des Bundes?

    • Über-60-Jährige
    • Personen mit den in §4 der Coronaimpfverordnung genannten Vorerkrankungen
    • besonders relevante staatliche Einrichtungen und Personengruppen, z.B. weitere Beschäftigte der Polizei und der Feuerwehr 
    • Beschäftigte in der Kritischen Infrastruktur, z.B. im Transport- und Verkehrswesen, im Bereich Energieversorgung, im Apothekenwesen und im Bestattungswesen
    • Lebensmitteleinzelhandel (auch Drogeriefachkräfte)
    • weitere medizinische Einrichtungen, z.B. Labore
    • weitere Lehrkräfte sowie Beschäftigte in der Kinder- und Jugendhilfe
    • weitere pflegende Angehörige 
    • Personen mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen
    • Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben bzw. von pflegebedürftigen Personen mit den in § 4 der CoronaImpfVO genannten Vorerkrankungen

    Weitere Fragen und Antworten des Bundesgesundheitsministeriums zur COVID-19-Impfung finden Sie hier.

    Corona-Testverfahren

    Corona-Testverfahren

    Welche Labordiagnostischen Verfahren stehen zum Nachweis von SARS-CoV-2 zur Verfügung?

    Das Virus kann anhand verschiedener Laboruntersuchungen im Nasenrachenabstrich nachgewiesen werden, zu den am häufigsten im Labor verwendeten Diagnostikverfahren gehören die PCR und Antigen-Schnelltests.

    Wie erfolgt der Nachweis von SARS-CoV-2 über eine PCR?

    Der bisher zuverlässigste Nachweis erfolgt über molekularbiologische Untersuchungen anhand einer sogenannten RT-qPCR. Dabei wird das RNA-Genom des Virus nachgewiesen und der Infektionserreger auf diese Weise direkt identifiziert. Dieses Verfahren ist sehr zuverlässig und sensitiv, daher ist es essentieller Bestandteil der Nationalen Teststrategie. Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung länger dauern.

    Wie funktionieren Antigen-Schnelltests?

    SARS-CoV-2 kann anhand bestimmter Virusproteine (Eiweiße) über Antigen-Schnelltestsysteme nachgewiesen werden. Diese Methode ist jedoch nicht so aussagekräftig wie der Nachweis mittels PCR. Manche Schnelltestsysteme können auch außerhalb eines Labors z.B. in Pflegeeinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen durchgeführt werden, allerdings nur durch geschultes Personal.

    Ist das Ergebnis eines Antigen-Schnelltests genauso verlässlich wie der Virusnachweis über eine PCR?

    Bisher liegt die Sensitivität und Spezifität der verfügbaren Antigentests unter der eines Nachweises anhand einer PCR. Das bedeutet, das Ergebnis einer PCR-Untersuchung ist aussagekräftiger und sicherer. Im Zweifelsfall wird eine PCR durchgeführt, um die Ergebnisse zu bestätigen. Alle positiven Antigentestergebnisse müssen mit einer PCR bestätigt werden.

    Warum werden Schnelltests verwendet, wenn der Nachweis über eine PCR genauer ist?

    Unter bestimmten Umständen kann es hilfreich sein Schnelltestverfahren einzusetzen, um Laborkapazitäten nicht zu überlasten und um schnell eine Aussage über eine mögliche Infektion zu erhalten. Nach der Nationalen Teststrategie ist es vorgesehen, unter bestimmten Bedingungen Antigen-Schnelltestsysteme zum Nachweis von SARS-CoV-2 anzuwenden. Diese Testsysteme eignen sich, um Menschen – beispielsweise Besucher vor dem Zutritt in Pflegeheimen oder Krankenhäusern – schnell auf mögliche Infektiösität testen zu können. Auf diese Weise können Menschen, die besonders anfällig für SARS-CoV-2-Infektionen sind, besser geschützt werden. Zudem können das Personal und auch die Bewohner von Pflegeheimen oder Krankenhäusern regelmäßig und schnell getestet werden.

    Was sind Antikörper-Schnelltests zum Nachweis von SARS-CoV-2?

    Neben Antigen-Schnelltests, bei denen das Virus direkt nachgewiesen wird, sind Schnelltestsysteme verfügbar bei denen in Blutproben Antikörper nachgewiesen werden. Hier handelt es sich um ein indirektes Nachweisverfahren, welches eine geringe Aussagekraft hat: Die Aussagekraft dieser Ergebnisse ist unter anderem stark abhängig vom Testzeitpunkt, da Antikörper nach einer Infektion zum Teil erst Wochen später nachweisbar sind. Das Virus wird nicht direkt nachgewiesen, sondern eine Immunantwort auf eine SARS-CoV-2-Infektion festgestellt.

    FAQ

    Corona - Einreisebestimmungen

    Welche Regeln gelten für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten?

    Jeder, der aus einem sogenannten Virusvarianten-Gebiet nach Nordrhein-Westfalen einreist, muss sich verpflichtend beim Gesundheitsamt melden. Diese Personen müssen sich sofort für vierzehn Tage in Quarantäne begeben. Die vierzehn Tage werden ab dem Tag der Ausreise aus den betreffenden Ländern gerechnet. Zudem müssen sich die betroffenen Personen unmittelbar vor der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. Die Quarantäne kann durch eine Freitestung am fünften Tag nicht verkürzt werden. Sie endet jedoch mit der Ausreise aus Nordrhein-Westfalen.

    Ausgenommen von der Quarantänepflicht werden unter anderem:

    1) Durchreisende (sie sind außerdem von der Testpflicht nach Bundesrecht befreit)

    2) Binnenschiffer

    3) Waren- und Personentransporte

    4) Dringend erforderliche Tätigkeiten für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens

    Für den Fall der Einstufung von Belgien, Luxemburg, der Niederlande oder eines Gebietes dieser Staaten als Virus-Variantengebiet werden auch Grenzgänger und Grenzpendler unter bestimmten Bedingungen von der Pflicht zur Quarantäne ausgenommen sein.

    Welche Regeln gelten in Nordrhein-Westfalen für Einreisen aus anderen Risikogebieten?

    Für Einreisende nach Nordrhein-Westfalen aus allen übrigen vom Robert Koch-Institut aufgelisteten Risiko- und Hochinzidenzgebieten (ausgenommen die Virusvarianten-Gebiete) gilt grundsätzlich eine zehntägige Quarantänepflicht. Diese Quarantänepflicht entfällt, wenn bereits bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorgelegt wird oder eine Testung binnen 24 Stunden nach der Einreise erfolgt. Die Einreisetestung ist durch einen Schnell- oder PCR-Test sowie durch einen Selbsttest unter Aufsicht durch eine autorisierte Person möglich.. Eine mangels Einreisetestung zunächst einzuhaltende Quarantäne kann jederzeit durch einen negativen Test beendet werden.

    Ausgenommen von dieser Quarantänepflicht werden unter anderem
    1) Durchreisende,
    2) Binnenschiffer,
    3) der kleine Grenzverkehr bei Aufenthalten von unter 24 Stunden,
    4) Verwandtenbesuche, Warentransporte und Diplomaten/Abgeordnete bei Aufenthalten von unter 72 Stunden,
    5) tägliche oder wöchentliche Grenzpendler und Grenzgänger.

    Außerdem wird in der Quarantäneverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen bestimmt, dass diejenigen, die die Testpflicht nicht durch einen Schnelltest, sondern durch einen PCR-Test erfüllen, bis zum Erhalt des Ergebnisses in Quarantäne gehen müssen.

    Zu beachten ist, dass auch der Bund Bestimmungen zur Einreise aus Risikogebieten erlassen hat. Danach sind Einreisende aus Risikogebieten insbesondere verpflichtet, sich vor der Einreise digital unter www.einreiseanmeldung.de anzumelden. Ausnahmen von der Anmeldepflicht gelten beispielsweise für den ‚kleinen Grenzverkehr‘ – also bei einem Aufenthalt unter 24 Stunden.

    Welche Tests sind als Nachweis bei der Einreise zugelassen?

    Zugelassen für den Nachweis sind Verfahren der Nukleinsäureamplifikationstechnik (PCR, LAMP, TMA) und Antigen-Schnelltests. Der Test muss von einer dritten Person vorgenommen oder überwacht worden sein, die in dem Staat, in dem der Test durchgeführt wird, dazu autorisiert ist.

    Die genauen Anforderungen an den Test und den Nachweis sind der Seite des Robert-Koch-Instituts zu entnehmen: www.rki.de/tests

    Welche Regelungen gelten für das Nachbarland Niederlande seit der Einstufung als Hochinzidenzgebiet?

    Die Bundesregierung hat die Niederlande mit Wirkung zum 6. April 2021 als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Damit gilt bei Einreise aus dem Nachbarland grundsätzlich die Pflicht zum Mitführen eines aktuellen Testnachweises. Der Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein. Die Einhaltung der Testpflicht wird durch Stichprobenkontrollen der Bundes- und Landes-Polizei überprüft.
    Als Tests werden sowohl PCR-Tests als auch PoC-Schnelltests eines befugten medizinischen Dienstleisters sowie Selbsttests unter Aufsicht fachkundigen Personals akzeptiert. Der Testnachweis kann auf Papier oder in digitaler Form – zum Beispiel durch Vorzeigen eines Dokuments auf dem Mobiltelefon – erbracht werden. Der Testnachweis ist grundsätzlich bereits bei Einreise mitzuführen.

    Wer ist von der Testpflicht betroffen?

    Die Testpflicht gilt für alle Personen, die nach einem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland einreisen oder zurückkehren. Die Verpflichtung gilt grundsätzlich unabhängig von Nationalität und Wohnort, der Dauer des Aufenthalts in den Niederlanden oder dem Grund der Reise.
    Ausgenommen von der Testpflicht sind kraft Bundesrechts Durchreisende sowie Transporteure, die weniger als 72 Stunden in Deutschland bleiben. Als Transporteure gelten Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitendend Personen, Waren oder Güter transportieren. Weitere Ausnahmen können beim zuständigen Gesundheitsamt beantragt werden.

    Welche Regeln gelten für Grenzpendler/Grenzgänger zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen?

    Für Pendler, die die Grenze wegen ihres Berufs, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung regelmäßig überqueren müssen, ist ein negativer Test 72 Stunden gültig, so dass sie sich bis zu zwei Mal in einer Arbeitswoche testen lassen müssen.
    Wer regelmäßig mehrmals pro Woche enge Familienangehörige (Verwandte 1. Grades, Ehegatte, Lebenspartner, Lebensgefährte, Kinder aufgrund geteilten Sorgerechts oder Umgangsrechts) auf der anderen Seite der Grenze besucht, muss sich ebenfalls regelmäßig testen lassen. Analog zur Regelung für die Grenzpendler gilt in diesen Fällen ein negativer Test 72 Stunden, so dass in sechs Tagen zwei Tests notwendig sind.

    Welche Ausnahmen gibt es für die Anmeldepflicht bei der Einreise aus den Niederlanden?

    Zusätzlich zur Testpflicht besteht zudem eine Anmeldepflicht für Einreisende aus den Niederlanden. Die Anmeldung muss vor Ankunft auf www.einreiseanmeldung.de erfolgen. Von der Anmeldepflicht sind Durchreisende und Aufenthalte unter 24 Stunden ausgenommen.

    Quarantäne-Regelungen

    Quarantäne-Regelungen

    Was bedeutet „Quarantäne“?

    „Quarantäne“ ist eine zeitlich befristete Isolierung/Absonderung einer infizierten oder jedenfalls ansteckungsverdächtigen Person von anderen Menschen für die Dauer des Zeitraums, in der die unter Quarantäne stehende Person in der Lage ist, das Virus weiterzugeben.

    Was ist Sinn der Quarantäne?

    Die Quarantäne dient dem Schutz von uns allen vor Ansteckung mit dem Coronavirus und soll die Verbreitung der Erkrankung eindämmen.

    Wann muss ich mich in Quarantäne begeben?

    Eine Quarantäneplicht gilt automatisch und ist direkt umzusetzen für:

    • Personen, deren PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 positiv ausgefallen ist
    • Angehörige desselben Haushalts von positiv getesteten Menschen
    • Personen, die Krankheitssymptome zeigen oder ein positives Schnelltestergebnis haben und sich deshalb einem PCR-Test unterziehen – bis zum Vorliegen des Testergebnisses

    Über die Quarantäne von Personen außerhalb des eigenen Haushalts, die engen persönlichen Kontakt zu infizierten Menschen hatten, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt je nach Intensität des Kontaktes. Hier gilt die Grundregel: Die Quarantäne kommt dann in Frage, wenn mindestens 15-minütiger enger Kontakt, zum Beispiel im Rahmen eines Gesprächs, bestand und keine Alltagsmasken getragen wurden. Auch wenn die Person sich mit einer infizierten Person über einen längeren Zeitraum in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum aufhielt, kann eine Quarantäne angeordnet werden.

    Gibt es Ausnahmen von der automatischen Quarantäne-Regelung?

    Die Regelung der automatischen Quarantäne ersetzt die individuellen Quarantäneanordnungen durch die zuständigen Behörden vor Ort. Erlässt eine örtlich zuständige Behörde zusätzlich eine individuelle Anordnung, so geht deren Inhalt der generellen Regelung der Verordnung in jedem Fall vor. Die örtlichen Behörden können auch über Ausnahmen – z.B. für die Fortführung einer beruflichen Tätigkeit unter strengen Vorgaben – entscheiden.

    Was muss ich während der Quarantäne beachten?

    Quarantäne heißt häusliche Absonderung. Folgende Maßnahmen sind während der Quarantäne einzuhalten:

    • direkter Rückzug in die eigene Wohnung, das eigene Haus oder die Unterkunft
    • kein Verlassen der Unterkunft während der Quarantäne, auch nicht zum Einkaufen oder zum Ausführen eines Hundes. Das müssen nun andere erledigen
    • Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Unterkunft müssen strikt vermieden werden
    • Kontakte zu anderen, nicht in der Quarantäne befindlichen Menschen innerhalb der Unterkunft sind nur in Ausnahmefällen zulässig (zum Beispiel bei Betreuungsbedarf). Dann müssen wichtige Verhaltensregeln eingehalten werden, wie das Tragen einer Alltagsmaske, gute Handhygiene und ausreichendes Lüften in den Räumen.
    • Der eigene Garten, der Balkon oder eine Terrasse dürfen genutzt werden – aber nicht, um andere Menschen zu treffen
    • Die Wohnung darf nur für einen Test verlassen werden. Dabei ist es sehr wichtig, die Verhaltensregeln einzuhalten (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen)

    Wen muss ich über die Quarantäne informieren?

    Personen mit positivem Testergebnis (infizierte Personen) müssen unmittelbar ihre engen persönlichen Kontakte informieren. Das gilt insbesondere, wenn der Kontakt in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum über einen längeren Zeitraum bestand, oder in einem direkten Kontakt (über 15 Minuten) kein Abstand von anderthalb Metern untereinander eingehalten wurde und keine Alltagsmasken getragen wurden.
    Die informierten Personen werden gebeten, sich selbst zu isolieren und den Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt zu suchen. Wenn die informierten Personen weiterhin Kontakte nach außen haben müssen, sind – bis das zuständige Gesundheitsamt das weitere Vorgehen festgelegt hat – verstärkt Hygieneregeln zu beachten (Alltagsmaske tragen, Abstand halten und Kontakte reduzieren).

    Wie lange dauert die Quarantäne?

    Die Dauer der Quarantäne kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Es gelten folgende Regelungen:

    • Der Zeitraum von der verordneten Testung bis zum Vorliegen des Testergebnisses muss in Quarantäne verbracht werden. Fällt das Ergebnis negativ aus (keine Infektion), kann die Quarantäne sofort beendet werden.
    • Im Falle eines Tests mit positivem Ergebnis (Infizierung nachgewiesen) endet die Quarantäne frühestens zehn Tage nach der Testung – wenn die getestete Person symptomfrei bleibt. Zeigt die getestete Person Symptome, verlängert sich die Quarantäne so lange, bis 48 Stunden lang keine Krankheitsanzeichen mehr vorliegen.
    • Für Familienangehörige bzw. Personen derselben häuslichen Gemeinschaft gilt eine Quarantänezeit von 14 Tagen nach Testdurchführung beim ersten Haushaltsmitglied. Die Quarantäne kann verkürzt werden, wenn ein ab dem zehnten Tag durchgeführter Test (PCR- oder Schnelltest) negativ ist. Ein vor Ablauf der zehn Tage durchgeführter Test verkürzt die Quarantänezeit nicht – selbst bei negativem Ergebnis. Das Risiko, dass die Infektion noch ausbricht, ist zu groß. Testen Gesundheitsämter vor dem zehnten Quarantänetag, geht es nicht um das Thema Verkürzung. Sondern darum, bei einem positiven Ergebnis frühzeitig gegebenenfalls weitere Kontaktpersonen zu ermitteln und so die Infektionskette unterbrechen zu können.

    Gibt es Ausnahmen bei der Quarantäneregelung?

    Für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe gelten Sonderregelungen beim Thema Quarantäne. Sie sind in den nachfolgenden Allgemeinverfügungen festgehalten:

    Was passiert, wenn ich mich nicht an die Quarantäneregeln halte?

    Wer sich nicht an die Quarantäneregeln hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

     

     

    FAQ

    Informationen über das Virus

    Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen des Gesundheitsministeriums?

    Diese sind auf den Seiten des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu finden.

    Wie viele Menschen haben sich in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus infiziert?

    Einmal pro Tag veröffentlicht das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hier aktuelle Zahlen, wie viele Menschen sich in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus SARS-COV-2 infiziert haben.

    Wie wird das Coronavirus übertragen? Wie kann man sich schützen?

    Das Coronavirus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel (Tröpfchen und Aerosole), die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen. Die Übertragung findet vor allem bei räumlicher Nähe zu einem Virenausscheider statt, zum Beispiel beim normalen Gesprächsabstand oder darunter. Zum Schutze vor einer Infektion kommt daher ein Bündel von Maßnahmen in Betracht. Im Mittelpunkt steht die AHA+AL-Formel – das heißt: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen, Corona-Warn-App installieren und regelmäßig Lüften. Die wichtigsten 10 Hygienetipps finden Sie hier.

    Welche Krankheitszeichen löst das Virus aus?

    Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber: Eine Infektion mit dem Coronavirus kann - wie bei anderen Atemwegserkrankungen auch - zu diesen Krankheitszeichen führen. Einige Betroffene klagen auch über Durchfall. Bei einem Teil der Patienten geht das Virus mit einem schwereren Verlauf einher und kann zu Atemproblemen und Lungenentzündung führen.

    Für welche Personengruppen ist eine Infektion mit dem Virus besonders gefährlich?

    Bei einem Teil der Patienten kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündung führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.

    Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?

    Wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Sie sollten auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis besuchen.
    Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollte sich unverzüglich telefonisch an das Gesundheitsamt wenden – auch wenn keine Krankheitszeichen erkennbar sind. Das zuständige Amt finden Sie zum Beispiel über die Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI).
    Wer sich in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten hat, sollte – auch wenn er keine Krankheitszeichen hat – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

    Wie kann ich selbst einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten?

    Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und einzugrenzen. Zu den wichtigsten Maßnahmen in der Bevölkerung zählen Kontakte reduzieren, die AHA+AL-Regeln beachten (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmasken tragen, Corona-Warn-App installieren und lüften) und bei akuten Atemwegssymptomen zu Hause bleiben. 
    Wenn Sie selbst jung und gesund sind, können Sie helfen, indem Sie besonders Schutzbedürftige unterstützen. Als solche gelten Menschen mit Vorerkrankungen und/oder Menschen ab 65 Jahren. Bieten Sie beispielsweise an, einen Einkauf oder den Gang zur Apotheke zu übernehmen, sodass Situationen mit Ansteckungspotential für Schutzbedürftige vermieden werden. Kleine Gesten können große Hilfen für unsere gesamte Gesellschaft sein.
    Folgen Sie außerdem den Empfehlungen, den sozialen Kontakt auf das Notwendigste zu begrenzen.
    Umfassende Informationen zu Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 finden Sie hier.
    In dieser Ausnahmesituation gilt: Je mehr Menschen sich an die Empfehlungen und Regeln halten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. Helfen Sie mit!

    Was ist eine Alltagsmaske?

    Eine Alltagsmaske ist eine textile Mund-Nasen-Bedeckung (einschließlich Schals, Tüchern und so weiter) oder eine gleich wirksame Abdeckung von Mund und Nase aus anderen Stoffen. Ziel einer Alltagsmaske ist es, die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Tröpfchenauswurfs zu reduzieren. Das Tragen einer Alltagsmaske trägt also dazu bei, andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, zu schützen (Fremdschutz). Auf diese Weise können Alltagsmasken bzw. ihre Träger einen Beitrag zur Reduzierung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2 leisten. Um den gewünschten Effekt des Tragens einer Maske bestmöglich zu erreichen sollte der Stoff keine allzu grobmaschige Struktur aufweisen und bei wiederverwendbaren Modellen bei mindestens 60 ° Celsius waschbar sein. Dies ist die Mindesttemperatur zur Abtötung von Viren. Die Schutzwirkung von Alltagsmasken ist abhängig vom Material, der Passform sowie der Reinigung der Maske. Alltagsmasken dienen damit in erster Linie dem Fremdschutz. Sie können aber auch den Träger schützen, indem sie die Häufigkeit der Berührungen von Mund und Nase reduzieren. 
    Von Alltagsmasken zu unterscheiden sind Atemschutzmasken mit ausgelobter Schutzwirkung (z.B. partikelfiltrierende Halbmasken/FFP-Masken). Sie schützen den Träger, indem sie die eingeatmete Luft filtern (Eigenschutz). FFP-Masken sind in drei Klassen eingeteilt, die sich insbesondere beim Durchlass des Filtermediums unterscheiden. Das Filtermedium einer FFP2-Maske besitzt einen maximalen Durchlass von 6 % (FFP1: 20 %, FFP3: 1 %). FFP-Masken gibt es mit und ohne Ausatemventil. Masken ohne Ausatemventil bieten sowohl einen Eigenschutz als auch einen Fremdschutz, obwohl sie primär für den Eigenschutz ausgelegt sind. Masken mit Ventil filtern nur die eingeatmete Luft und bieten daher nur einen begrenzten Fremdschutz. Daher sind diese Masken – auch wenn sie korrekt getragen werden - für den Fremdschutz und damit zur Eindämmung der Corona-Pandemie eher weniger geeignet.
    Eine Übersicht über die verschiedenen Maskenarten, ihre Eigenschaften und Verwendungszweck sowie Hinweise zur hygienischen Handhabung und Pflege von Mund-Nasen-Bedeckungen gibt auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt zudem Informationen für Bürger zum Thema zur Verfügung. 
    Seit 15. Dezember 2020 können sich über 60-Jährige sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder Risikofaktoren drei kostenlose FFP2-Schutzmasken (oder vergleichbar) in der Apotheke abholen. Das sieht die Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung vor, die am 15. Dezember im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde und in Kraft getreten ist. Mehr Infos hierzu finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/schutzmv.html
     

    FAQ

    Krankenhäuser und Pflege

    Welche Regelungen gelten für Besuche in stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen?

    Der Schutz vulnerabler Gruppen ist der Landesregierung ein besonderes Anliegen. Die Maßnahmen dürfen aber auch nicht zur vollkommenen Isolation bestimmter Gruppen führen. Besuche müssen weiterhin möglich sein. In Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen der Eingliederungshilfe/Behindertenhilfe gelten strenge Schutzvorkehrungen. Besucher müssen grundsätzlich ein negatives Testergebnis vorweisen können und eine medizinische Maske tragen. Ihnen ist vor dem Besuch ein Schnelltest anzubieten. Beschäftigte müssen mindestens jeden dritten Tag getestet werden. Auch für Bewohnerinnen und Bewohner sind Tests vorgesehen.

    Welche Aufgabe hat die neue Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen?

    Die Landesregierung hat bei der Landesbehinderten- und -patientenbeauftragten eine neue Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen eingerichtet. Sie soll künftig dabei helfen, Streitigkeiten zu schlichten, die bei der Ausgestaltung der Besuchsmöglichkeiten in den stationären Pflegeeinrichtungen und den Einrichtungen der Eingliederungshilfe angesichts der Corona-Pandemie aufkommen können. Hintergrund ist die zunehmende Zahl an Bürgeranfragen zu Besuchsmöglichkeiten in Wohneinrichtungen. Trotz der Lockerungen durch die Landesregierung verwehren viele Einrichtungsleitungen ihren Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit, besucht zu werden. Der persönliche Kontakt ist für die psychische Gesundheit der Menschen aber besonders wichtig. Unter Einhaltung der vom Land vorgegebenen Infektionsschutzmaßnahmen sind die Besuche unbedingt zu gestatten.
    Die neue Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen ist unter folgenden Kontaktdaten erreichbar:
    E-Mail: dialogstelle@lbbp.nrw.de
    Telefon: 0211 / 855 4780 (ab 10.06.2020)
    Weitere Informationen können Sie unter www.lbbp.nrw.de abrufen.

    FAQ

    Verbraucher

    Welche Regeln gelten bei der Beherbergung?

    Übernachtungsangebote zu privaten Zwecken sind weiterhin untersagt. Keine privaten Übernachtungen sind geschäftliche/dienstliche Übernachtungen..

    Was ist mit notwendigen Reisen aus beruflichen oder familiären Gründen?

    Notwendige Reisen, etwa aus beruflichen oder familiären Gründen, z.B. zur Wahrnehmung eines gemeinsamen Sorgerechts, sind weiterhin möglich.

    Welche Regelungen gelten für Veranstaltungen und Versammlungen?

    Veranstaltungen und Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen der Coronaschutzverordnung fallen, sind bis zum 14. Mai 2021 untersagt.

    Erlaubt bleiben – unter jeweils im Einzelfall zu beachtenden Bedingungen – unter anderem:

    • Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz (z. B. Demonstrationen)
    • Veranstaltungen, die der Grundversorgung der Bevölkerung, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und –vorsorge dienen (z. B. auch Aufstellungsversammlungen von Parteien zu Wahlen oder Blutspenden)
    • Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien der kommunalen Selbstverwaltung
    • Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien, Gesellschaften, Parteien, Vereinen oder Wohnungseigentümergemeinschaften, die nicht digital durchgeführt werden können
    • Beerdigungen
    • standesamtliche Trauungen
    • Gottesdienste.

    Sind Großveranstaltungen weiter untersagt?

    Große Festveranstaltungen bleiben mindestens bis zum 30. Juni 2021 untersagt; dazu zählen z.B. Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste oder Weinfeste.

    Dürfen Wellness- und Spaßbäder sowie Saunen geöffnet sein?

    Nein, der Betrieb von Wellness-, Erlebnis- und Spaßbädern sowie Sonnenstudios ist bis 15. Mai 2021 untersagt. Das schließt Saunen und ähnliche Einrichtungen ein.

    Dürfen Kantinen und Hochschulmensen geöffnet sein?

    Betriebskantinen und Mensen in Bildungseinrichtungen dürfen ausnahmsweise dann zur Versorgung der Beschäftigten bzw. der Nutzerinnen und Nutzer der Bildungseinrichtungen betrieben werden, wenn sonst die Arbeitsabläufe bzw. ein zulässiger Bildungsbetrieb nicht aufrechterhalten werden könnten.

    Wie erreiche ich die Corona-Hotline der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen?

    Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bietet ab sofort eine Corona-Hotline für Verbraucherfragen an. Verbraucherzentrale NRW Corona-Hotline: 0211-3399 58 45 (werktags von 9.00 bis 15.00 Uhr)

    Erhalte ich mein Geld für Tickets von Konzerten, Sportveranstaltungen oder anderen Veranstaltungen zurück, die wegen des Coronavirus abgesagt wurden? 

    Grundsätzlich besteht in solchen Fällen ein Erstattungsanspruch auf den Ticketpreis, wie die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Internetseite erklärt. Die Verbraucherzentrale hat alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt, nicht nur was Tickets für Veranstaltungen angeht, sondern beispielsweise auch, wie es mit den Kosten für ein gebuchtes Hotelzimmer und für ein gekauftes Ticket der Bahn aussieht. 

    FAQ

    Wirtschaft / Zuschüsse

    Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen des Wirtschaftsministeriums?

    Die Verbreitung des Corona-Virus gefährdet nicht nur die Gesundheit, sie stellt auch eine äußerst schwierige Situation für viele Unternehmen, Vereine und Selbstständige dar. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat auf seiner Übersichtsseite unter  www.wirtschaft.nrw/coronahilfe weitere Informationen über Zuschüsse, Bürgschaften, Darlehen der KfW-Bank und andere Finanzierungsinstrumente zusammengestellt. Umfangreiche Informationen über die Wirtschaftshilfen des Bundes stellt die Bundesregierung auf der zentralen Webseite unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/ zur Verfügung.

    Welche Zuschüsse können derzeit beantragt werden?

    Überbrückungshilfe III

    Die Überbrückungshilfe III ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von acht Monaten (November 2020 bis Juni 2021). Sie hat das Ziel, die Auswirkungen von Umsatzrückgängen während der Corona-Krise durch Fixkostenzuschüsse zu mildern. Die Fixkostenzuschüsse werden für Monate mit Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent je Monat zwischen November 2020 und Juni 2021 gewährt. Die Förderung bemisst sich nach den tatsächlichen und erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate. Erstattet werden:

    • bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
    • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei 50 Prozent bis 70 Prozent Umsatzeinbruch
    • bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 Prozent Umsatzeinbruch
      (Umsatzeinbruch jeweils im Vergleich zum Vergleichsmonat des Jahres 2019). Junge Unternehmen können andere Umsatzzahlen heranziehen (Infos dazu hier).

    Mit der Überbrückungshilfe III wurde der maximale monatliche Förderbetrag auf 1,5 Millionen Euro bzw. für verbundene Unternehmen auf 3 Millionen Euro angehoben. Darüber hinaus sind zusätzliche Fixkostenpositionen erstattungsfähig, wie z. B. bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten oder Investitionen in Digitalisierung bis zu insgesamt 20.000 Euro.

    Anträge können bis zum 31.08.2021 über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer gestellt werden. Die Kosten für prüfende Dritte werden bezuschusst.

    Nähere Information sowie Fragen und Antworten finden Sie beim Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie unter www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe-iii.

    Neustarthilfe

    Neben der Überbrückungshilfe III, die das bekannte und bewährte Instrument der Fixkostenförderung enthält, gibt es mit der s. g. Neustarthilfe auch Hilfen für Soloselbstständige. Soloselbständige können eine Betriebskostenpauschale in Höhe von bis zu 7.500 Euro beantragen. Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen bzw. geltend machen können und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben.
    Anträge können bis zum 31.08.2021 im eigenen Namen als „Direktantrag“ erfolgen. Ein prüfender Dritter wird nicht benötigt. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe-iii

    November-/Dezemberhilfe

    Mit der außerordentlichen Wirtschaftshilfe, auch November-/Dezemberhilfe genannt, werden die von den angeordneten Schließungen im November bzw. Dezember direkt, indirekt und mittelbar betroffenen Unternehmen, Betriebe, Vereine und Einrichtungen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der freien Berufe zusätzlich unterstützt:

    • Direkt Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die aufgrund der erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten.
    • Indirekt Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die nachweislich und regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
    • Über Dritte Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Antragsteller müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie im November 2020 wegen der Schließungsverordnungen auf der Grundlage der Ziffern 5 und 6 des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vergleichsumsatz erleiden.

    Hinweis: Unternehmen, die bundesweit erst ab Mitte Dezember 2020 schließen mussten (unter anderem Friseursalons, Einzelhandel), sind nicht antragsberechtigt. In diesem Fall sollte geprüft werden, ob eine Antragstellung auf Überbrückungshilfe in Betracht kommt.

    Die Betroffenen erhalten Hilfe durch Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent ihres durchschnittlichen Umsatzes im November bzw. Dezember 2019, tageweise anteilig für die Dauer des Corona-bedingten Lockdowns.

    Anträge können bis zum 30.04.2021 über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer gestellt werden. Darüber hinaus können Soloselbständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, mit dem Direktantrag im eigenen Namen (ohne prüfenden Dritten) bis zu 5.000 Euro beantragen. Voraussetzung für die Anmeldung ist ein ELSTER-Zertifikat.

    Nähere Information sowie Fragen und Antworten finden Sie beim Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie unter www.wirtschaft.nrw/ausserordentliche-wirtschaftshilfe-fuer-den-monat-november-novemberhilfe

    Überbrückungshilfe II

    Mit der Überbrückungshilfe II werden für die Monate September bis Dezember 2020 grundsätzlich Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten unterstützt, wenn sie

    • entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten
    • oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
      verzeichnet haben.

    Die Förderung bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate. Erstattet werden:

    • bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
    • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent Umsatzeinbruch
    • bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 30 Prozent Umsatzeinbruch

    Mit der Überbrückungshilfe II werden im Gegensatz zur Überbrückungshilfe I auch Corona-bedingte Hygiene-Maßnahmen, wie z. B. Desinfektionsmittel, mobile Luftfilteranlagen sowie Außenzelte und Wärmestrahler im Gastronomiebereich bezuschusst. Außerdem wird eine Personalkostenpauschale in Höhe von 20 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet.

    Anträge können bis zum 31.03.2021 über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer gestellt werden. Die Kosten für prüfende Dritte werden bezuschusst.

    Nähere Information sowie Fragen und Antworten finden Sie beim Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie unter www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe2

    Gibt es neben den Zuschüssen weitere Hilfsangebote?

    Zur Bewältigung der Krise gibt es weitere Unterstützungsmöglichkeiten, die grundsätzlich allen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen:

    • Liquiditätssicherung (Finanzierung)
    • Liquiditätssicherung (steuerliche Maßnahmen)
    • Kurzarbeitergeld
    • Entschädigung für Personalkosten bei von Quarantäne betroffenen Beschäftigten
    • Überblick über diverse Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten der Partner in Nordrhein-Westfalen
    • Finanzierung von Investitionen und Innovationen

    Nähere Informationen und Kontaktadressen finden Sie dazu unter: www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner sowie www.wirtschaft.nrw/coronahilfe

    FAQ

    Schulen

    Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen des Schulministeriums?

    Auf den Seiten des Ministeriums für Schule und Bildung wird umfassend zum Thema Coronavirus und Schule informiert.
     

    Aktuelle Fragen und Antworten zu Schulschließungen

    Warum gibt es eine Testpflicht und wie sieht diese aus?

    Für die Landesregierung ist es zentrales Anliegen, gerade in den gegenwärtig herausfordernden Zeiten Bildungschancen für unsere Schülerinnen und Schüler weitestgehend zu sichern und zugleich bestmöglichen Infektions- und Gesundheitsschutz für die Kinder und Jugendlichen, die Lehrkräfte und das weitere Personal an unseren Schulen zu gewährleisten.
    Deshalb erfordert die Durchführung von Präsenzunterricht weiterhin die Beachtung der strengen Vorgaben zur Hygiene und zum Infektionsschutz, die in den Schulen zur Umsetzung kommen.
    Im Präsenzbetrieb der Schulen wird es eine grundsätzliche Testpflicht in den Schulen mit wöchentlich zweimaligen Selbsttests für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weiteres Personal an den Schulen geben. Hierzu hat die Landesregierung alle notwendigen Maßnahmen getroffen.
    Der Besuch der Schule wird damit an die Voraussetzung geknüpft, an wöchentlich zwei Coronaselbsttests teilgenommen zu haben und ein negatives Testergebnis vorweisen zu können. Die Pflicht zur Durchführung der Selbsttests wird für die Schülerinnen und Schüler in der Schule erfüllt. Alternativ ist möglich, die negative Testung durch eine Teststelle nachzuweisen (Bürgertest), die höchstens 48 Stunden zurückliegt. Schülerinnen und Schüler, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Die Testpflicht wird in der CoronaBetreuungsverordnung geregelt.

    Was passiert wenn die Schüler den Test verweigern?

    Schülerinnen und Schüler, die den Test in der Schule verweigern und keinen Nachweis eines Bürgertests (nicht älter als 48 Stunden) vorzeigen können, dürfen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Ebenso haben sie für die Zeit des Präsenzunterrichts keinen Anspruch auf ein individuelles Lehrangebot per Distanzunterricht.

    Warum werden an Grundschulen keine alternativen Tests (bspw. Spucktest) angeboten?

    Um die flächendeckende Versorgung aller Schulen mit Tests und somit die Rückkehr vom Distanz- in den Wechselunterricht zu gewährleisten, wurden im Auswahlverfahren Anbieter entsprechend dieser Dringlichkeit berücksichtigt. In diesem Fall gab es auf dem Markt keine anderen verfügbaren Selbsttests in der erforderlichen Menge. Die Landesregierung wird bei den weiteren Beschaffungsvorgängen künftig darauf achten, dass die Testverfahren möglichst noch alters- und kindgerechter durchgeführt werden können.

    Können Schülerinnen und Schüler mit Erkrankungen (z.B. Gaumen-Nasen-Spalte, schnelles Nasenbluten, etc.) mit einem ärztlichen Attest vom dem in der Schule zur Verfügung gestellten Test befreit werden? Dürfen in diesen Fällen alternative Tests mitgebracht werden?

    Schülerinnen und Schüler, bei denen insbesondere aufgrund einer inneren/äußeren Nasenverletzung oder Antikoagulation (Medikamentengabe zur Blutgerinnungshemmung) die Durchführung des vom Land an die Schulen ausgelieferten Schnelltests nicht oder nicht ordnungsgemäß möglich ist, brauchen diesen Selbsttest nicht durchzuführen. Voraussetzung ist allerdings die Vorlage eines inhaltlich schlüssigen ärztlichen Attests. Diese Schülerinnen und Schüler müssen dann einen anderen, vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassenen Selbsttest durchführen, dessen Beschaffung den Eltern obliegt. Alternativ kann auch der Nachweis über die Durchführung eines kostenlosen Bürgertests erbracht werden.
     

    Wie wird mit minderjährigen Schülern verfahren, wenn sie positiv getestet werden und niemand sie abholen kann?

    Die Schule gewährleistet – soweit pädagogisch erforderlich – die Aufsicht über die in der Schule positiv getesteten Schülerinnen und Schüler, bis sie von den Eltern oder von diesen beauftragten Personen abgeholt werden.

    Besteht bei Eltern mit Vorerkrankung die Möglichkeit (mit Attest) ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien zu lassen?

    Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Großeltern oder Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine relevante Erkrankung besteht, bei der eine Infektion mit SARS-CoV-2 ein besonders hohes gesundheitliches Risiko darstellt, sind vorrangig Maßnahmen der Infektionsprävention innerhalb der häuslichen Gemeinschaft zum Schutz dieser Angehörigen zu treffen.
    Die Nichtteilnahme von Schülerinnen und Schülern am Präsenzunterricht kann zum Schutz ihrer Angehörigen nur in eng begrenzten Ausnahmefällen und nur vorübergehend in Betracht kommen. Dies setzt voraus, dass ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die Corona-relevante Vorerkrankung ergibt.
    Eine Entbindung von der Teilnahme am Präsenzunterricht kommt vor allem dann in Betracht, wenn sich die oder der Angehörige aufgrund des individuellen Verlaufs ihrer oder seiner Vorerkrankung vorübergehend in einem Zustand erhöhter Vulnerabilität befindet. Die Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Distanzunterricht und zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen. Diese Grundsätze gelten ebenso bei Anträgen auf Entbindung von der Teilnahme am Präsenzunterricht.
     

    FAQ

    Hochschulen

    Dürfen Kantinen und Hochschulmensen wieder öffnen?

    Betriebskantinen und Mensen in Bildungseinrichtungen dürfen ausnahmsweise dann zur Versorgung der Beschäftigten bzw. der Nutzerinnen und Nutzer der Bildungseinrichtungen betrieben werden, wenn sonst die Arbeitsabläufe bzw. ein zulässiger Bildungsbetrieb nicht aufrechterhalten werden könnten.

    Wie sieht es bei Hochschulen aus?

    Der Lehr- und Prüfungsbetrieb an Hochschulen und an den Schulen des Gesundheitswesens ist unter Einhaltung der Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes zulässig. Dabei dürfen Lehrveranstaltungen nur dann in Präsenz zugelassen werden, wenn diese nicht ohne schwere Nachteile entweder für die Studierenden ohne Präsenz durchgeführt oder verschoben werden können.
    Präsenzprüfungen und darauf vorbereitende Maßnahmen sind nur zulässig, wenn sie aus zwingenden Gründen nicht verlegt werden können oder eine Verlegung den Prüflingen nicht zumutbar ist.

    Sind die Hochschulbibliotheken geöffnet?

    In Bibliotheken einschließlich Hochschulbibliotheken sowie Archiven ist nur die Abholung und Auslieferung bestellter oder automatisiert abholbarer Medien sowie deren Rückgabe zulässig, wenn dies unter Beachtung von Schutzmaßnahmen vor Infektionen möglichst kontaktfrei erfolgen kann.
    Bitte beachten Sie die jeweils vor Ort geltenden Regelungen, Öffnungszeiten etc.

    Wo finde ich weitere Informationen?

    Antworten zu weiteren Fragen sind auf den auf den Seiten des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft eingestellt: https://www.mkw.nrw/FAQ_Hochschulen_Corona

    FAQ

    Sport und Ehrenamt

    Welche Regelungen gelten im Freizeit- und Amateursport?

    Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist grundsätzlich auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig.

    In Kreisen oder kreisfreien Städten mit einer 7-Tages-Inzidenz bis 100 gilt:

    • Erlaubt ist der Individualsport unter freiem Himmel (auch auf Sportanlagen), der maximal von fünf Personen aus maximal zwei Hausständen ausgeübt wird.
    • Darüber hinaus können Gruppen von bis zu 20 Kindern, die maximal 14 Jahre alt sind, mit bis zu zwei Aufsichtspersonen trainieren.

    In Kreisen oder kreisfreien Städten mit einer 7-Tages-Inzidenz über 100 gilt:

    • Erlaubt bleibt im Freien (auch auf Außensportanlagen) die kontaktlose Ausübung von Individualsportarten allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands.
    • Bei Kindern unter 14 Jahren ist Sport in Gruppen von maximal 5 Personen zulässig; sie können von Anleitungspersonen begleitet werden.

    Zwischen den verschiedenen Personen oder Personengruppen, die gleichzeitig Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel treiben, ist dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten. Die Nutzung von Gemeinschaftsräumen, einschließlich Räumen zum Umkleiden und zum Duschen, von Sportanlagen ist unzulässig.

    Das Bewegen von Pferden ist aus Tierschutzgründen im zwingend erforderlichen Umfang zulässig, sport- und trainingsbezogene Übungen sind untersagt.

    Welche Regeln gelten für den Sportunterricht?

    Sportunterricht (einschließlich Schwimmunterricht) der Schulen und die Vorbereitung auf oder die Durchführung von schulischen Prüfungen, sportpraktische Übungen im Rahmen von Studiengängen, das Training an den nordrhein-westfälischen Bundesstützpunkten und Landesleistungsstützpunkten sowie das Training von Berufssportlern auf und in den von ihrem Arbeitgeber bereitgestellten Trainingseinrichtungen bleiben zulässig.

    Wie ist die Zuschauerregelung bei bundesweiten Sportveranstaltungen?

    Zuschauer dürfen bei den Wettbewerben bis vorerst 14. Mai 2021 nicht zugelassen werden.

    FAQ

    Verkehr

    Gilt in Bus und Bahn eine verschärfte Maskenpflicht?

    Die Coronaschutzverordnung schreibt bereits seit Längerem vor, dass im ÖPNV eine Mund-und-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Seit dem 24. April 2021 gilt in Bussen und Bahnen und in Taxen, ebenso in den Bahnhöfen, an Bahnsteigen und Haltestellen die Verpflichtung zum Tragen einer Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Standard, auch KN95/N95). Eine OP-Maske genügt nicht mehr. Die Verpflichtung zum Tragen einer Atemschutzmaske besteht unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands. Wer keine Atemschutzmaske trägt oder Mund und Nase nicht bedeckt hat, muss in Nordrhein-Westfalen mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. Verkehrsunternehmen, Ordnungsämter und Bundespolizei führen regelmäßig gemeinsame angekündigte und unangekündigte Kontrollen der Maskenpflicht durch. Kinder unter 14 Jahren dürfen weiterhin eine Alltagsmaske tragen, soweit sie aufgrund der Passform keine medizinischen Masken tragen können.

    Welche Regelungen gelten für Fahrschulen?

    Der Betrieb von Fahrschulen, Bootsschulen und Flugschulen ist unter strikter Beachtung der §§ 2 bis 4a zulässig. Das Erfordernis des Mindestabstands gilt nicht für den praktischen Unterricht und praktische Prüfungen, wobei sich im Fahrzeug, Boot oder Flugzeug nur Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Lehreranwärterinnen und -anwärter sowie Prüfungspersonen aufhalten dürfen und diese – soweit gesundheitlich und unter Sicherheitsgesichtspunkten vertretbar – mindestens eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil oder eine vergleichbare Maske tragen müssen. Erste-Hilfe-Kurse sind in Präsenz zulässig und nur unter strikter Beachtung der Regelungen der §§ 2 bis 4a durchzuführen. Dabei sind möglichst große Räumlichkeiten zu nutzen.

    Welche Hygienemaßnahmen gelten im Schülerverkehr?

    Um die Ansteckungsgefahr auch auf dem Weg zu Schule so gering wie möglich zu halten, haben das Land, die kommunalen Spitzenverbände und die Branchenverbände gemeinsam Hinweise und Empfehlungen für den Schülerverkehr erarbeitet. Schon seit Längerem gilt die Pflicht, im Personenverkehr Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, auch im Schülerverkehr. Seit dem 24. April 2021 gilt auch im Schülerverkehr die Verpflichtung zum Tragen einer Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Standard, auch KN95/N95). Eine medizinische Maske (OP-Maske) genügt nicht mehr. Eine Ausnahme gilt für Kinder unter 14 Jahren. Sie dürfen weiterhin eine Alltagsmaske tragen, wenn ihnen eine medizinische Maske nicht richtig passt.

    Auch soll weiterhin auf Abstand und das Einhalten der Hygieneregeln geachtet werden. Alle Hinweise und Verhaltensregeln, auch zum Infektionsschutz von Busfahrerinnen und Busfahrern, finden Sie hier.

    Um im Rahmen der Möglichkeiten eine Entzerrung der Nutzung von Bussen im besonders stark frequentierten Schülerverkehr zu gewährleisten, hat die Landesregierung für den Einsatz von zusätzlichen Fahrzeugen im Schülerverkehr umfassende Fördermittel bereitgestellt. Zusätzliche Busse sollen dazu beitragen eine Nutzung von Stehplätzen in den Bussen möglichst zu vermeiden. Kommunen in ihrer Funktion als Aufgabenträger des ÖPNV oder Schulträger sind dazu aufgerufen, Fördermittel zu beantragen. Darüber hinaus können Anträge durch Träger von Ersatzschulen oder die Landschaftsverbände gestellt werden. Das Verkehrsministerium hat die Förderung für zusätzliche Schulbusse bis zum Beginn der Sommerferien verlängert. Das Land hat die Möglichkeit geschaffen, auch die Kosten für zusätzliche Fahrten mit Bestandsbussen zu finanzieren. Gefördert werden außerdem zusätzliche Fahrten in Kleinbussen zu Förderschulen, wenn in einzelnen Fahrzeugen Förderschüler zum Beispiel aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können oder dürfen.

    FAQ

    Justiz

    Welche Besonderheiten bestehen aufgrund der Pandemielage im Justizvollzug?

    Die weiterhin dynamische Entwicklung der Corona-Infektionen macht es erforderlich, auch im Justizvollzug verstärkte kontaktreduzierende Maßnahmen zur Beeinflussung der Ausbreitungsdynamik zu ergreifen, um das Virus so gut wie möglich aus der Gemeinschaftseinrichtung Justizvollzugsanstalt herauszuhalten. In Anwendung des gesetzlichen Angleichungsgrundsatzes kommen daher unbegleitete vollzugsöffnende Maßnahmen (Langzeitausgang und Ausgang) bei Gefangenen und Untergebrachten aus Gründen der Gesundheitsfürsorge bis zum 7. März 2021 grundsätzlich nicht in Betracht. Ausnahmen sind insbesondere im offenen Vollzug in Ausübung der Arbeitspflicht oder im Rahmen der Daseinsvorsorge (stundenweiser „Einkaufsausgang“) möglich.
    Begleitete vollzugsöffnende Maßnahmen bleiben weiterhin möglich; auch der Gefangenenbesuch kann im Rahmen der nachfolgend benannten Rahmenbedingungen unverändert stattfinden.

    • Der Besuch wird vorläufig auf eine Person je Besuch beschränkt. Kinder von Gefangenen können im Einzelfall als weitere Besuchspersonen zugelassen werden, soweit dies zur Beaufsichtigung unterstützungsbedürftiger Personen oder aus betreuungsrelevanten Gründen erforderlich ist.
    • Bei jedem Besucher ist ein Kurzscreening mittels Fragebogen durchzuführen (Erkältungssymptome und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn, COVID-19-Infektion oder Kontakt mit Infizierten); die Zulassung zum Besuch erfolgt auf Grundlage des Ergebnisses dieses Screenings.
    • Besucher müssen während des Aufenthalts in der Anstalt eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
    • Während des gesamten Besuchs - einschließlich Begrüßung und Verabschiedung - besteht ein körperliches Kontaktverbot zwischen Besucher und Gefangenen.
    • Besucher müssen sich vor dem Besuchskontakt die Hände desinfizieren, entsprechende Möglichkeiten (mobile oder stationäre Desinfektionsspender) sind vorzuhalten.
    • Bei der Durchführung der Besuche ist der Einhaltung des Abstandsgebots durch geeignete Maßnahmen Rechnung zu tragen; die Besuchsräume sind ausreichend zu lüften und die Besuchertische regelmäßig zu desinfizieren.

    Sonstige Außenkontakte der Gefangenen, also insbesondere Telefonate oder Videotelefonate, sind aktuell nicht eingeschränkt.

    Gibt es Einschränkungen beim Dienstbetrieb in den Gerichten und Staatsanwaltschaften?

    Wie in zahlreichen anderen Bereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens werden auch in der Justiz die sozialen Kontakte reduziert. Dies hat unter anderem zur Folge, dass Justizbedienstete vermehrt mobil arbeiten. Zum Schutz der Gesundheit sollen die Richterinnen und Richter im Rahmen ihrer richterlichen Unabhängigkeit in jedem Einzelfall prüfen und abwägen, ob eine Durchführung von Terminen und Verhandlungen in Präsenz erforderlich ist. Verfahren, die per Videokonferenz durchgeführt oder im schriftlichen Verfahren entschieden werden können, erfahren keine Einschränkung. Die Bürgerinnen und Bürger können auch darauf vertrauen, dass insbesondere eilbedürftige Sachen wie etwa Anträge im einstweiligen Rechtsschutz oder Anträge auf existenzsichernde Leistungen bearbeitet werden. Sämtliche Organisationseinheiten sind telefonisch erreichbar. Gegebenenfalls können Rechtssuchende gebeten werden, Anträge schriftlich einzureichen oder Terminvereinbarungen für persönliche Vorsprachen zu treffen. Selbstverständlich sind weiterhin die bereits eingeführten Sicherheits- und Vorbeugemaßregeln (Maskenpflicht, Abstandsregel, Hygieneempfehlungen) zu beachten. Die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens mit dem Corona-Virus wird dabei stets beobachtet.

    Wie wird mit Gerichtsverhandlungen umgegangen?

    Ob Verhandlungstermine stattfinden, aufgehoben oder verlegt werden, entscheiden die Richterinnen und Richter im Rahmen ihrer richterlichen Unabhängigkeit.
    Das Ministerium der Justiz kann lediglich Empfehlungen aussprechen. Für die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit folgende Empfehlungen:

    • Angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie gilt es, sich auf die Kernaufgaben zu konzentrieren und Prioritäten zu setzen.
    • Zum Schutz der Gesundheit sollen die Richterinnen und Richter im Rahmen ihrer richterlichen Unabhängigkeit in jedem Einzelfall prüfen und abwägen, ob eine Durchführung von Terminen und Verhandlungen in Präsenz erforderlich ist. Verfahren, die per Videokonferenz durchgeführt oder im schriftlichen Verfahren entschieden werden können, erfahren keine Einschränkung.

    Falls Gerichtsverhandlungen stattfinden, sind die zum Infektionsschutz und zur Durchbrechung von Infektionsketten ergriffenen Maßnahmen, insbesondere die Abstandsregel, zu beachten. Beim Saalmanagement wird zur Wahrung der Gesundheitsanforderungen, hier insbesondere der Abstandswahrung, flexibel auf unterschiedliche Raumanforderungen und Angebote reagiert. Mit einer abgestimmten Terminierung wird das Personenaufkommen in den Sitzungsräumen und Wartebereichen so weit wie möglich entzerrt. Welche Sitzungen stattfinden, können Sie unter www.gerichtstermine.nrw.de einsehen.

    Was unternimmt die Justiz zum Schutz der Menschen bei Gerichtsverhandlungen?

    Wenn Verhandlungen stattfinden, haben die Gerichte verschiedene Möglichkeiten, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu schützen. Nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts ist - wo immer möglich - ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Um dies zu gewährleisten, können die Gerichte zum Beispiel Verhandlungen in größere Säle verlegen oder die Besucherzahlen beschränken, Sitzplätze sperren oder auch Trennwände (z. B. aus Plexiglas) aufstellen.

    Ist es möglich, Gerichtsgebäude zu betreten?

    Der Zutritt zu Gerichtsgebäuden ist grundsätzlich gestattet. Es besteht keine Verpflichtung, eine Selbstauskunft mit entsprechenden Daten abzugeben. Es wird niemandem der Zugang zu einem Gericht verweigert, weil sie oder er aus einem Risikogebiet kommt. In öffentlich zugänglichen Bereichen sind Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Zudem sind auch in Gerichten und Staatsanwaltschaften die jeweiligen Vorschriften der Coronaschutz-Verordnung einzuhalten.
    Der Zutritt kann unter Wahrnehmung des Hausrechts Personen mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung sowie Personen, die innerhalb der jeweils letzten 12 Tage persönlich engen Kontakt mit einer Corona-infizierten Person hatten, verboten werden. Es ist allerdings immer noch ratsam, zunächst telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit dem Gericht oder der Staatsanwaltschaft aufzunehmen und - außer in eilbedürftigen Fällen - erst nach individueller Terminvereinbarung das Gericht oder die Staatsanwaltschaft aufzusuchen. Eingaben sollten vorrangig schriftlich, per Post, E-Mail oder Telefax erfolgen.
    Sollte der Besuch gleichwohl notwendig sein, gilt für alle Personen, soweit als möglich direkten körperlichen Kontakt zu vermeiden und hinreichend Abstand zu wahren. Die Einhaltung von Hygieneregelungen entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist zu beachten.

    Werden Öffnungs- und Sprechzeiten von Gerichten und Justizbehörden generell eingeschränkt?

    Bitte informieren Sie sich zunächst auf der Internetseite der jeweiligen Justizeinrichtung. Ein Besuch sollte - außer in eilbedürftigen Fällen - erst nach individueller Terminvereinbarung erfolgen. Die Öffnungs- und Sprechzeiten von Gerichten und Justizbehörden werden vor Ort von den Behördenleitungen festgelegt. Die Stellung insbesondere eiliger und fristgebundener Anträge wird weiterhin gewährleistet. Rechtsantragsstellen sind für Eilanträge für den Publikumsverkehr weiterhin geöffnet.
    Zudem wird gebeten, zunächst telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit dem Gericht oder der Justizbehörde aufzunehmen. Ein Besuch sollte - außer in eilbedürftigen Fällen - erst nach individueller Terminvereinbarung erfolgen. Generell werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, auf nicht dringend notwendige Besuche bei Gerichten und Justizbehörden zu verzichten.

    Welche Besonderheiten aufgrund der COVID-19-Pandemie bestehen derzeit beim juristischen Vorbereitungsdienst?

    Weiterhin werden Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare monatlich in den juristischen Vorbereitungsdienst in Nordrhein-Westfalen aufgenommen.
    Die Arbeitsgemeinschaften im Geschäftsbereich der Justiz finden derzeit in der Regel als reine Onlineveranstaltungen statt. Eine Durchführung von Präsenzlehrveranstaltungen ist nach der Coronaschutzverordnung in der ab dem 22. Februar 2021 gültigen Fassung ausnahmsweise möglich, wenn es sich um Präsenzunterricht im letzten Jahr vor der zweiten juristischen Staatsprüfung handelt, mithin ab dem 9. Ausbildungsmonat (Beginn der sogenannten Verwaltungsstation). Dieser ist unter strikter Beachtung der Regelungen der Hygiene- und Abstandsregelungen durchzuführen. Dabei sind möglichst große Räumlichkeiten sowie die Möglichkeit von Hybrid- und Wechselunterricht soweit wie möglich zu nutzen.
    Die Einzelausbildung wird gewährleistet.
    Von Zuweisungsgesuchen ins Ausland wird dringend abgeraten.
    Einzelheiten können Sie bei den jeweiligen Stammdienststellen erfahren.
     

    Welche Besonderheiten bestehen bei den Prüfungen zur staatlichen Pflichtfachprüfung und der zweiten juristischen Staatsprüfung?

    Die Durchführung der Aufsichtsarbeiten und mündlichen Prüfungen in der staatlichen Pflichtfachprüfung sowie der zweiten juristischen Staatsprüfung erfolgt weiterhin planmäßig unter Beachtung der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Termine und weitere Details zu dem Prüfungsablauf teilen das Landesjustizprüfungsamt sowie die Justizprüfungsämter auf ihren Internetseiten mit.

    Welche Vorgaben gelten für abzuleistende Arbeits- und Sozialstunden?

    Wie mit nicht erfüllbaren Auflagen und Weisungen umgegangen wird, entscheiden die zuständigen Gerichte und Staatsanwaltschaften. Wenn Sie zum Beispiel eine gemeinnützige Arbeit nicht leisten können, weil die Einrichtung geschlossen ist oder weil Sie eine Quarantäne einhalten müssen, wenden Sie sich umgehend - telefonisch oder besser per E-Mail - an die zuständige Stelle, die die Auflage oder Weisung erteilt hat. Durch die persönliche Kontaktaufnahme signalisieren Sie Ihre Zuverlässigkeit. Haben Sie eine/einen Bewährungshelfer/-in, nehmen Sie zusätzlich Kontakt mit ihr/ihm auf; sie/er kann Sie bei der Klärung von Fragen ggf. unterstützen.

    FAQ

    Kultur und Weiterbildung

    Um welche Einrichtungen geht es im Bereich der gemeinwohlorientierten Weiterbildung?

    Im Bereich der gemeinwohlorientierten Weiterbildung geht es um rund 460 Einrichtungen. Das sind rund 130 Volkshochschulen und andere nach dem Weiterbildungsgesetz (WbG) des Landes Nordrhein-Westfalen anerkannte Einrichtungen, deren gemeinwohlorientierte Angebote nach dem WbG gefördert werden.

    Unter welchen Voraussetzungen dürfen Bildungsangebote und Prüfungen stattfinden?

    Gemäß § 7 Abs. 1 CoronaSchVO sind sämtliche Aus- und Weiterbildungsangebote einschließlich kompensatorischer Grundbildungsangebote sowie Angebote, die der Integration dienen, und Prüfungen unter anderem von Volkshochschulen und Weiterbildungseinrichtungen in anderer Trägerschaft sowie Angebote der Selbsthilfe und musikalischer Unterricht in Präsenz untersagt.
    Zulässig bleiben nur berufs- und schulabschlussbezogene Präsenzprüfungen und Prüfungen, die der Integration dienen, sowie darauf vorbereitende Maßnahmen in Präsenz, wenn sie aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht verlegt werden können oder eine Verlegung den Prüflingen nicht zumutbar ist. Zu beachten sind jeweils die Auflagen zu Abstands- und Schutzvorkehrungen (§§ 2 bis 4a CoronaSchVO).
    Online durchgeführte Angebote können weiter wahrgenommen werden.
    Detaillierte Fragen zur Ausgestaltung der Vorkehrungen werden primär von den Einrichtungen selbst verantwortlich ermittelt und beantwortet, gegebenenfalls auf der Grundlage von Empfehlungen von Fachverbänden, Berufsgenossenschaften o.ä. und bei Bedarf in Abstimmung mit den Unteren Gesundheitsbehörden vor Ort.
    Informationen über Hygiene- und Verhaltensempfehlungen sowie Fragen des Arbeitsschutzes können auf der Webseite des Gesundheitsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen abgerufen werden: https://www.mags.nrw/coronavirus

    Werden die Mittel des Weiterbildungsgesetzes trotz Schließungen/Kursausfällen an die Einrichtungen ausgezahlt?

    Mit den neuen §§ 13 Absatz 1a und 16 Absatz 2a des WbG ist rechtlich klargestellt, dass Volkshochschulen und andere nach dem WbG anerkannte Einrichtungen die Förderung nach dem Weiterbildungsgesetz auch dann erhalten, wenn sie die erforderlichen Unterrichtsstunden oder Teilnehmertage infolge der Pandemie-bedingten Schließungen im Jahr 2020 nicht erbringen konnten. Mit dem „Gesetz zur Anpassung bestehenden Landesrechts an die COVID-19-Pandemie und sonstige pandemiebedingte Sondersituationen“ hat der Landtag am 25. November 2020 unter Artikel 4 die Verlängerung dieser gesetzlichen Änderungen bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen (GV. NRW. 2020 S. 1109). Demnach werden Volkshochschulen und andere nach dem WbG anerkannte Einrichtungen die Förderung nach dem Weiterbildungsgesetz auch dann erhalten, wenn sie die erforderlichen Unterrichtsstunden oder Teilnehmertage infolge der Pandemie-bedingten Schließungen im Jahr 2021 nicht erbringen können.

    Können Weiterbildungseinrichtungen für ihr Personal Kurzarbeitergeld (Kug) beantragen?

    Volkshochschulen und Einrichtungen in anderer Trägerschaft, die sich im Durchschnitt zu einem Drittel aus Teilnehmerbeiträgen finanzieren, können für ihr Stammpersonal Kurzarbeitergeld (Kug) beantragen, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
    Kug ist erreichbar für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – also grundsätzlich auch für Teilzeitbeschäftigte, nicht aber für Personen, die nur eine geringfügige Beschäftigung (meist: sog. Minijob) ausüben oder die selbstständig tätig sind!
    Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld sowie zur Beantragung stellt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Seite zur Verfügung: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

    Können Selbstständige, die als Dozentin bzw. Dozent im Weiterbildungsbereich tätig sind, beim Land Unterstützung beantragen?

    Geplant: Überbrückungshilfe III
    Die bisherige Unterstützung im Rahmen der Überbrückungshilfe I und II soll durch eine 3. Phase verlängert und zugleich ausgeweitet werden. Die Laufzeit der Überbrückungshilfe III beträgt sechs Monate und schließt mit dem Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 nahtlos an die 2. Phase der Überbrückungshilfe an. Eine Antragstellung ist aktuell noch nicht möglich.
    Weitere Informationen finden Sie hier.
    Für die Monate September bis Dezember 2020 wird die Überbrückungshilfe mit der sogenannten 2. Phase fortgesetzt. Dabei wurden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet. Nähere Informationen zur 2. Phase der Überbrückungshilfe finden Sie hier: https://www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe2
    Hintergrund: Die 2. Phase der Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von vier Monaten (September bis Dezember 2020), welches zum Ziel hat, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Das Programm wird für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen mit der NRW Überbrückungshilfe Plus ergänzt.
    Bitte beachten Sie, dass der Zuschuss nicht für Solo-Selbstständige im Nebenerwerb gezahlt wird.

    Mit welchen weiteren Maßnahmen unterstützt das Land die Einrichtungen und Akteure der Weiterbildung?

    Das Land will nach dem WbG anerkannte und geförderte Einrichtungen, denen durch die Zeit der Schließung und die Folgen der eingeschränkten Wiederaufnahme der Bildungsmaßnahmen Finanzierungslücken entstehen, zusätzlich unterstützen.
    Mit dem sogenannten „Notfonds Weiterbildung“ können nunmehr ausdrücklich Finanzierungslücken bei einer negativen Differenz zwischen den notwendigen Ausgaben und den gesamten laufenden Einnahmen einer Einrichtung geschlossen werden.
    Aus den vom Land für den „Notfonds Weiterbildung“ zur Verfügung stehenden Mitteln sollen den Einrichtungen ab dem 1. Juli 2020 zudem auf Antrag Kosten erstattet werden können, die zur Finanzierung der für den Betrieb der Einrichtungen notwendigen Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen sowie zur Schaffung digitaler Angebote entstanden sind oder entstehen.
    Die Antragsunterlagen finden Sie auf der Seite der örtlich zuständigen Bezirksregierung im Internet.

    Volkshochschulen bieten auch das Nachholen von Schulabschlüssen an. Was ist zu beachten?

    Die Prüfungen zum nachträglichen Erwerb schulischer Abschlüsse der Sekundarstufe I (PO-S I-WbG) sowie darauf vorbereitende Maßnahmen in Präsenz, die aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht verlegt werden können, können gemäß § 7 Absatz 1 CoronaSchVO unter Auflagen zu Abstands- und Schutzvorkehrungen (§§ 2 bis 4a CoronaSchVO) stattfinden.

    Die Lehrgänge sowie die Genehmigungen der Klausuren erfolgen über die zuständige Bezirksregierung. In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch müssen die Klausuren über den Pool der ZosP heruntergeladen werden. Sowohl schriftliche als auch eventuell notwendige mündliche Prüfungen müssen unter Einhaltung der Hygienevorschriften durchgeführt werden, sofern terminliche Verschiebungen der geplanten Abschlussprüfungen erforderlich sind, sollten sich die Bildungseinrichtungen dazu mit der für die Genehmigung der Lehrgänge zuständigen Bezirksregierung in Verbindung setzen.

    Was gilt für die Deutschkurse und die entsprechenden Prüfungen?

    Die vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft geförderten "zusätzlichen Deutschkurse, ggf. in Verbindung mit Wertevermittlung einschließlich Alphabetisierung und Grundbildung für Erwachsene und Jugendliche mit Migrationshintergrund ab 16 Jahren" sind gemäß § 7 Absatz 1 CoronaSchVO nicht zulässig.
    Sofern es sich bei den Deutschkursen um vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderte Integrationskurse handelt, können diese gemäß § 7 Absatz 1 CoronaSchVO ebenfalls nicht stattfinden.
    Ggf. setzen sich die Einrichtungen bitte mit dem BAMF in Verbindung.
    Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.bamf.de/DE/Themen/Integration/integration_node.html

    FAQ

    Europäische Zusammenarbeit

    Warum ist die europäische Zusammenarbeit in Zeiten der Corona-Krise wichtig?

    Europa war in Nordrhein-Westfalen von Anfang der Corona-Pandemie an Teil der Lösung. In Nordrhein-Westfalen waren die Grenzen zu Belgien und den Niederlanden zu keinem Zeitpunkt geschlossen. In einer ‚Cross-Border Task Force‘ steht die Landesregierung in engem Austausch mit unseren Nachbarn, um gemeinsam gegen die Corona-Pandemie zu kämpfen. Dabei geht es nicht nur um den Informationsaustausch der Behörden und Regierungen, um eine möglichst enge  Abstimmung der jeweiligen Maßnahmen und gegenseitige medizinische Hilfe, sondern auch darum, den Volkswirtschaften wieder auf die Beine zu helfen. Dazu gehört mittelfristig auch, den grenzüberschreitenden Tourismus wieder zu ermöglichen.

    Nimmt Nordrhein-Westfalen Corona-Patienten aus anderen EU-Ländern auf?

    Ja. Im Rahmen eigener Kapazitäten hat Nordrhein-Westfalen Corona-Patienten aus Frankreich, Italien, Slowakei, Belgien und den Niederlanden aufgenommen. Landesweit haben sich Kliniken bereit erklärt, im Rahmen der regelmäßig geprüften Kapazitäten weitere Patienten aufzunehmen.

    Wie sieht die Zusammenarbeit von Nordrhein-Westfalen mit den Nachbarländern Niederlande und Belgien im Kampf gegen das Coronavirus aus?

    Auf Initiative von Ministerpräsident Armin Laschet haben Nordrhein-Westfalen, die Niederlande und Belgien eine „Cross-Border Task Force Corona“ ins Leben gerufen. In Krisenzeiten sind der Austausch von Informationen und konzertiertes Vorgehen über die Grenzen hinweg besonders wichtig.

    Was leistet die „Cross-Border Task Force Corona“?

    Die Task Force soll den gegenseitigen Informationsaustausch verbessern, Aktivitäten synchronisieren und Fragen von gemeinsamem Interesse zur Krisenbewältigung klären. Dabei geht es insbesondere um die Situation in den grenznahen Regionen im Hinblick zum Beispiel auf den Grenzverkehr.

    Wer arbeitet in der „Cross-Border Task Force Corona“ mit?

    Neben der federführenden Staatskanzlei von Nordrhein-Westfalen sind Fachleute aus mehreren Ministerien des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von belgischer und niederländischer Seite jeweils die Außenministerien, Botschaften, die Polizei und relevante Ministerien vertreten. Außerdem nehmen Vertreter des Landes Niedersachsen sowie der deutschen Botschaften in den Niederlanden und Belgien an der Task Force teil. Die Task Force wird sich bis auf Weiteres regelmäßig per Telefonkonferenz zusammenschalten und ist bei akuten neuen Situationen in der Lage, sich innerhalb kurzer Zeit zu beraten.

    Welche Rolle spielen dabei die Eurogios?

    Im Norden, auf dem Gebiet der EUREGIO, findet ein intensiver Austausch zwischen Kliniken sowie Gesundheitsorganisationen auf beiden Seiten der Grenze statt. Viele Netzwerke, die zu diesem Handlungsfeld errichtet wurden, erweisen sich nun als sehr fruchtbar. Zum Beispiel: im medizinisch-fachlichen Austausch oder auch beim Angebot von Intensivbetten. Auch an der südlichen Grenze Nordrhein-Westfalens, in der Euregio Maas-Rhein (EMR), arbeiten die Partnerregionen innerhalb bereits existierender Strukturen wie z.B. EMRIC (Verband für Vorfall- und Krisenbewältigung) oder EPICC (Euregio Police Information & Cooperation Centre) Hand in Hand. Dank ihres Netzwerkes konnte die EMR zu einer Lösung der Ausgestaltung der Grenzkontrollen beitragen. Dadurch wurden etwa Bescheinigungssysteme und Ausnahmeregelungen geschaffen.

    Welche weiteren gemeinsamen Ansätze gibt es, der Corona-Pandemie zu begegnen?

    Im Rahmen des INTERREG-Projekts „Digipee“ der Euregio Rhein-Waal stellt etwa das Unternehmen Medipee aus Moers mithilfe von 3D-Druckern Gesichtsschutz-Visiere her, die Krankenhäusern und Arztpraxen zur Verfügung gestellt werden. Umliegende Krankenhäuser und Praxen in der Euregio haben bereits Visiere angefragt, die das Unternehmen spendet.
    Zudem forschen im INTERREG-Projekt „AutoProtect“ der Euregio Rhein-Maas Nord deutsche und niederländische Unternehmen an Oberflächen mit Selbstschutzfunktion. Diese Oberflächen müssen durch eine spezielle, selbst reinigende Beschichtung nicht mehr so häufig abgewischt oder desinfiziert werden.

    Wo finden Grenzpendler weitere Informationen?

    Die Einschränkungen in der Corona-Krise bringen für die Einwohner der Grenzregion und vor allem für die Grenzpendler viele Fragen mit sich. Die GrenzInfoPunkte der Euregios haben eine Sammlung über relevante Informationen zu Corona und ergriffene Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen und den Nachbarländern hier zusammengestellt.

    FAQ

    Medien

    Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die Film- und Fernsehbranche in Nordrhein-Westfalen. Welche Hilfen gibt es für Film- und Fernsehproduktionen?

    Aufgrund der Corona-Pandemie war es für Produktionsunternehmen in den Bereichen Film- und Fernsehen im vergangenen Jahr nur schwer möglich, Dreharbeiten ohne ein hohes wirtschaftliches Risiko durchzufuhren. Als Resultat daraus ist ein großer Teil der Dreharbeiten 2020 in ganz Deutschland zum Erliegen gekommen. Die schrittweise Wiederaufnahme des Drehbetriebs unter strengen Hygieneauflagen barg jedoch im Falle Corona-bedingter Produktionsverzögerungen oder -abbrüche das Risiko existenzbedrohender Zusatzkosten. Um dieses Risiko für die Produktionsunternehmen aufzufangen, beteiligt sich Nordrhein-Westfalen seit dem 1. Januar 2021 an zwei sogenannten Ausfallfonds. 
    Der Ausfallfonds I sichert Kinofilme und hochwertige TV-Produktionen ab. Nordrhein-Westfalen hat für diesen Fonds fünf Millionen Euro bereitgestellt. In diesem Fond sind jedoch Auftragsproduktionen deutscher TV-Sender und VoD-Anbieter (Video-on-Demand) nicht abgesichert. Um diese Lücke zu schließen wurde unter Federführung von Nordrhein-Westfalen der Ausfallfonds II entwickelt. Nordrhein-Westfalen hat als Fernsehstandort Nummer eins in Deutschland für diesen Fonds 16 Millionen Euro bereitgestellt. 

    Nordrhein-Westfalen engagiert sich dadurch finanziell wie kein anderes Bundesland bei den beiden Ausfallfonds. Das ist ein wichtiges Signal für den Film- und Fernsehstandort NRW. 

    Weitere Informationen sowie die notwendigen Formulare für einen Antrag finden Sie auf den Seiten der Filmförderanstalt des Bundes unter folgenden Links:
    Ausfallfonds I: www.ffa.de/ausfallfonds-des-bundes-kino-und-highend-serien.html
    Ausfallfonds II: www.ffa.de/ausfallfonds-tv.html

    Was wird für die Kinos in Nordrhein-Westfalen getan?

    Die Kinolandschaft in Nordrhein-Westfalen leidet – wie viele andere Branchen auch – massiv unter den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Dies gilt umso mehr in Zeiten, wo Kinos keine Besucher empfangen können und somit keine Umsätze erzielen. Um dieser Herausforderung für die Kinos im Land zu begegnen gibt es seit Anfang des Jahres das von der Landesregierung initiierte Programm „Film ab NRW“, dass mit insgesamt 15 Millionen Euro ausgestattet wurde. Hierbei können nordrhein-westfälische Kinospielstätten auf Antrag Hilfen zur Sicherung der eigenen Liquidität erhalten. Durch „Film ab NRW“ sollen mögliche Insolvenzen von Kinos abgewendet werden. Dies setzt ein Zeichen für den Erhalt der vielfältigen Kinolandschaft in Nordrhein-Westfalen.

    Weitere Informationen zu dem Programm, wie auch die Antragsunterlagen erhalten Sie auf der Website der zuständigen Bewilligungsstelle, dem Projektträger Jülich: www.ptj.de/projektfoerderung/film-ab-nrw 

    Welche weiteren Hilfen gibt es von Seiten der Bundes- und Länderförderer?

    Weitere Einzelheiten zu Maßnahmenprogrammen der Bundes- und Länderförderer im Bereich Film wie auch Informationen zur Beantragung weiterer Hilfen finden Sie unter www.filmstiftung.de.

    FAQ

    Corona-Warn-App

    Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen der Bundesregierung zur Corona-Warn-App?

    Eine ausführliche Übersicht von Fragen und Antworten zur Corona-Warn-App finden Sie unter: www.corona-warn-app.de.

    Warum brauchen wir eine Corona-Warn-App?

    Die App soll helfen, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen – und dokumentiert dazu die digitale Begegnung zweier Smartphones. So kann die App Sie besonders schnell darüber informieren, falls Sie Kontakt mit einer Corona-positiv getesteten Person hatten. Je schneller Sie diese Information erhalten, desto geringer ist die Gefahr, dass sich viele Menschen anstecken. Deshalb ist die App neben Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Abstandhalten und Alltagsmasken ein weiteres wirksames Mittel, um das Coronavirus einzudämmen.

    Was macht die Corona-Warn-App?

    Die Corona-Warn-App informiert Sie, wenn Sie sich längere Zeit in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. So können Sie rasch entsprechend reagieren und laufen nicht Gefahr, das Virus unbewusst weiterverbreiten. Der bislang noch manuelle Prozess der Nachverfolgung von Infektionen wird durch diese digitale Hilfe stark beschleunigt. Gerade wenn sich jetzt wieder mehr Menschen treffen, ist das von hoher Bedeutung, um das Virus einzudämmen. Die App läuft auf Ihrem Smartphone, während Sie Ihrem Alltag nachgehen. Sie erkennt dabei andere mobile Endgeräte in der Nähe, auf denen die App ebenfalls aktiviert ist. Die App speichert dann deren Zufallscode für begrenzte Zeit. Die verschlüsselten IDs erlauben keine Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

    Wie funktioniert die App?

    Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Mobilgeräte „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom Robert-Koch-Institut festgelegten Kriterien zu Abstand und Zeit erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes des Infizierten allen Personen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App aktiv nutzen. Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie die Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Falls das der Fall ist, zeigt Ihnen die App eine Warnung an. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

    Bin ich verpflichtet, die App zu installieren?

    Nein. Sie entscheiden selbst, ob Sie die App nutzen wollen. Die Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig und dient Ihrem persönlichen Schutz sowie dem Schutz Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ziel der Corona-Warn-App ist es, Corona-Infektionsketten schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Alle Nutzer sollen zuverlässig und zeitnah über Begegnungen mit Corona-positiv getesteten Personen, die die App nutzen, und damit über eine mögliche Übertragung des Virus informiert werden. So können Sie sich rasch freiwillig isolieren und testen lassen und zu einer Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen. Sie können die App jederzeit löschen. Damit werden auch alle von der App gespeicherten Informationen gelöscht.

    Welche technischen Voraussetzungen braucht es zur Nutzung der Corona-Warn-App?

    Die Corona-Warn-App ist umfänglich barrierefrei gestaltet. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollen die App nutzen können, um den größtmöglichen Schutz vor einer erneuten starken Ausbreitung des Virus zu garantieren. Deshalb kann die App auf der großen Mehrheit der gängigen Endgeräte und mit den gängigen Betriebssystemen genutzt werden. Das benötigte Update auf das passende Betriebssystem (iOS, Android) wird im üblichen Regelprozess auf Ihr Smartphone gespielt.
     
    Weitere Fragen und Antworten finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung: www.corona-warn-app.de

    Grippeschutzimpfung in Zeiten der Corona-Pandemie

    Grippeschutzimpfung in Zeiten der Corona-Pandemie

    Warum ist es während der Corona-Pandemie besonders wichtig, sich rechtzeitig gegen die Grippe – also das Influenzavirus – impfen zu lassen?

    Die Influenza ist eine Infektionskrankheit, die nach wie vor unterschätzt wird, trotz – oder vielleicht gerade wegen – der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus COVID-19. Dabei sind die Influenzaviren keineswegs verschwunden. Auch im kommenden Winter wird es zahlreiche Menschen geben, die an der Grippe erkranken. Da sich die Symptome bei einer Erkrankung durch Influenza- oder COVID-19-Viren ähneln können, ist es sehr sinnvoll, die Grippeschutzimpfung zu nutzen und so eine Influenza zu vermeiden.

    Die Gruppen, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, sind bei der Grippe und COVID-19-Erkrankung sehr ähnlich: Insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen.
     
    Somit können durch eine hohe Impfquote gegen die Grippe gerade in diesen Bevölkerungsgruppen schwere Krankheitsverläufe verhindert werden und gleichzeitig eine starke Belastung oder sogar Überlastung der Krankenhäuser (u.a. bei Intensivbetten, Beatmungsplätzen) vermieden werden.

    Wer sollte sich gegen die Grippe impfen lassen?

    Es gelten auch in diesem Jahr die Empfehlungen der „Ständigen Impfkommission“. Sie rät insbesondere folgenden Personengruppen zur Influenza-Impfung: allen Personen ab einem Alter von 60 Jahren, allen Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen, Schwangeren und allen Personen, die Risikogruppen infizieren könnten.

    Wann ist der richtige Impfzeitpunkt?

    Die jährliche Influenzawelle hat in Deutschland in den vergangenen Jahren meist nach der Jahreswende begonnen.
     
    Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird deshalb empfohlen, sich im Oktober oder November impfen zu lassen. Sollte die Impfung in diesen Monaten versäumt werden, kann es auch im Dezember und selbst zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle noch sinnvoll sein, die Impfung nachzuholen. Es ist nie genau vorherzusagen, wie lange eine Influenzawelle andauern wird.

    Welche Nebenwirkungen kann die Impfung haben? Wie viel Impfstoff gibt es?

    Der saisonale Influenza­impfstoff ist in der Regel gut verträglich. In Folge der natürlichen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es beispielsweise vorübergehend zu leichten Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Impfstelle kommen.
     
    Für die Saison 2020/21 stehen in Deutschland insgesamt 26 Millionen Dosen Influenzaimpfstoffe zur Verfügung.

    Hilft die Grippeschutzimpfung auch gegen das Coronavirus?

    Nein. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Krankheitserreger. Folglich müssen die Forscher unterschiedliche Impfstoffe entwickeln.

    Besteht ein erhöhtes Risiko der Ansteckung mit dem Coronavirus durch die Teilnahme an der Grippe-Impfung?

    Nein, da gibt es nach heutigem Wissen keinen Zusammenhang.

    Können die Grippe und eine Coronavirus-Infektion gleichzeitig auftreten?

    Ja, leider. Deshalb ist es so wichtig, dass sich insbesondere die als gefährdet eingestuften Personengruppen (Senioren, Vorerkrankte etc.) durch eine Impfung zumindest gegen das Influenzavirus schützen lassen. So kann durch die Grippeschutzimpfung das Risiko einer problematischen Doppelinfektion reduziert werden.

    Detaillierte und weiterführende Informationen zur Grippeschutzimpfung und zur landesweiten Kampagne „Impfcheck NRW – jetzt Impfschutz prüfen!“ gibt es auf der Website des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums: www.mags.nrw/impfschutz.

    Coronavirus

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    Bürgertelefon:

    0211 / 9119-1001

    Montag–Freitag, 8–20 Uhr
    Samstag-Sonntag, 10-18 Uhr
    Bitte beachten Sie die gesonderten Öffnungszeiten für die Feiertage im Mai: 
    09:00 - 14:00 Uhr

    E-Mail: corona@nrw.de

    Es findet keine medizinische Beratung zum Coronavirus statt. Bitte kontaktieren Sie bei einer möglichen Infektion Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Den Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus sollten Sie telefonisch ankündigen.

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