Weltklimakonferenz COP 23

6. November 2017

Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn: Das Energieeffizienzland Nordrhein-Westfalen präsentiert sich

18 Exkursionen zu 33 Projekten

Am Montag (6.11.2017) startet die UN-Weltklimakonferenz COP 23 unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi in Bonn. Die Bundesrepublik Deutschland fungiert als Gastgeber der Konferenz. Auch das Land Nordrhein-Westfalen ist eng in die Vorbereitungen eingebunden. Leitmotiv des Engagements Nordrhein-Westfalens ist es, gute Klimaschutzideen, -Projekte und -Innovationen für internationale Gäste sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck wird die EnergieAgentur.NRW im Auftrag der Landesregierung und des Bundesumweltministeriums 18 Exkursionen zu 33 Projekten in Nordrhein-Westfalen durchführen.

 
Die Landesregierung und die EnergieAgentur.NRW teilen mit:

Am Montag (6.11.2017) startet die UN-Weltklimakonferenz COP 23 unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi in Bonn. Die Bundesrepublik Deutschland fungiert als Gastgeber der Konferenz. Auch das Land Nordrhein-Westfalen ist eng in die Vorbereitungen eingebunden. Leitmotiv des Engagements des Landes Nordrhein-Westfalen ist es, gute Klimaschutzideen, -Projekte und -Innovationen für die internationalen Gäste sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck wird die EnergieAgentur.NRW im Auftrag der Landesregierung und des Bundesumweltministeriums 18 Exkursionen zu 33 Projekten in Nordrhein-Westfalen durchführen. Das Exkursionsprogramm wird vom 7. bis 16. November 2017 über 700 internationale akkreditierte Delegierte, Observer und Journalisten durch das Land führen. Energieberater und -beraterinnen der EnergieAgentur.NRW sowie Dolmetscher begleiten die Reisen. Die Exkursionen führen nach Dortmund, Köln, Erkrath, Remscheid, Bonn, Bottrop, Essen, Köln-Porz, Rheinbach, Jülich, Leverkusen, Hilden, Wuppertal, Saerbeck, Lindlar, Grevenbroich, Bedburg, Finnentrop, Aachen, Düsseldorf, Essen und Duisburg.
 
Nahezu alle Exkursionen sind durch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weltklimakonferenz COP 23 bereits ausgebucht.

Termine und Exkursionsziele:

7. November und 13. November: Dortmund
Erstes Ziel der Exkursionen ist Dortmund: Vorgestellt wird hier ein Klimaanpassungsprojekt, neue und energiesparende Architektur aus dem Dortmunder Projekt „100 Energieplushäuser“ sowie ein Kindergarten in Passivhausbauweise, der keine Heizung mehr benötigt. Des Weiteren wird mit den Dula-Werken Dustmann & Co. GmbH ein Ladenbauunternehmen besucht, das seine Hauptverwaltung als energetische Vorzeigearchitektur gestaltet hat. Dula wurde mit diesem Gebäude zum EU Green Building Partner ausgezeichnet. Im Signal Iduna Park von Borussia Dortmund soll bei einer Stadionführung das Augenmerk auf das Thema Klimaschutz gelegt werden, das u.a. in einem Fan-Projekt zur Förderung von Ökostrom adressiert wird. Diese Exkursion wird am 13. November ein zweites Mal durchgeführt
 
7. November: Köln
In Köln werden neue Wohn- und Architekturkonzepte der GAG Immobilien AG und der GEWOG Porzer Wohnungsbaugesellschaft vorgestellt, die im Rahmen der Energiewende in NRW umgesetzt werden. Dabei sollen in so genannten Mieterstromprojekten Mieter den in ihren Gebäuden produzierten Strom nutzen können. Einen Blick in die Zukunft gewährt auch der Besuch der Klimaschutzsiedlung in Köln-Westhoven der GEWOG. Klimaschutzsiedlungen demonstrieren die Praxistauglichkeit energieeffizienter, klimaschonender Architekturkonzepte.
 
8. November: Erkrath und Remscheid
Diese Exkursion führt über Erkrath ins Bergische Land – besucht wird ein Produzent für energiesparende Heizungsumwälzpumpen, die Firma Grundfos in Erkrath. Anschließend macht das neue digitale Ausstellungskonzept „Vaillant Expo“ des Remscheider Unternehmens Vaillant effiziente Heizungstechnologie erfahrbar.
Nordrhein-Westfalen hat sich gerade in den Bereichen der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien zu einem international beachteten Standort entwickelt. Energiewende bedeutet immer auch Wärmewende – für ihre Umsetzung zeigt die neue Expo effiziente, zukunftsfähige Technologien. Darüber hinaus sind die Remscheider im Bereich der Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung (Mikro-KWK) tätig.
 
8. November: Bonn
In und um Bonn ist diese Exkursion unterwegs. Sie zeigt, wie unterschiedlich Unternehmen mit der Energiewende umgehen. Im Post Tower wird das Elektromobilitätskonzept der Deutschen Post vorgestellt, das Hotel Kameha Grand ist ein Beispiel zum Thema Wärmewende, hier wird Erdwärme genutzt. Das Hotel finanziert seine Energieeffizienztechnik im „Contractingverfahren“, d.h. über eingesparte Energiekosten. Bei der Welthungerhilfe in Bad Godesberg dreht sich alles um Biomassenutzung. Das Godesberger Verwaltungsgebäude der Welthungerhilfe wird von einer 500-kW-Holzpelletanlage beheizt.
 
9. November und 14. November: Bottrop und Essen
In der InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop werden seit dem Jahr 2010 innovative Ideen und Lösungen entwickelt, wie den Herausforderungen des Klima- und Strukturwandels im urbanen Raum begegnet werden kann. Nach einer Idee des Initiativkreises Ruhr wird in dem „Labor Bottrop“ demonstriert, wie ein klimagerechter Stadtumbau unter Berücksichtigung der Sicherung des Industriestandorts aussehen kann. Konkret sollen die CO2-Emissionen halbiert und die Lebensqualität gesteigert werden. Bei diesem Projekt konnten bislang über 200 Einzelprojekte initiiert und zum Teil bereits abgeschlossen werden. Die Exkursion führt zudem in die „Grüne Hauptstadt Europas des Jahres 2017“ – nach Essen zum Industrieunternehmen TRIMET: Das Beispiel dokumentiert, wie ein energieintensiv produzierendes Unternehmen durch Flexibilisierung von Produktion und Strombezug das Energiesystem der Zukunft unterstützt: Hier wird die Aluminiumelektrolyse als virtuelle Batterie genutzt, der zur Verfügung gestellte Stromspeicher unterstützt die Integration volatiler erneuerbarer Energiequellen in das deutsche Stromnetz bei gleichzeitiger Erhaltung der Versorgungssicherheit. Diese Exkursion wird am 14. November ein zweites Mal durchgeführt
 
9. November: Köln-Porz und Rheinbach
Auf dem Reiseplan stehen an diesem Tag Ziele in Bonn und im Kölner Süden. Das Institut für Solarforschung betreibt Großanlagen, Teststände und Labore an drei Standorten in Deutschland. Der DLR-Sonnenofen und der Hochleistungsstrahler in Köln können hochenergetische Strahlung für Tests im Labormaßstab bereitstellen, beispielsweise für mehrtägige Materialtests. Ebenfalls erforscht werden keramische Materialien und thermische Speichertechnologien. Ein Schwerpunkt der solaren Verfahrenstechniken liegt auf der Erforschung von Prozessen zur Herstellung solarer Brennstoffe. Auf dem Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn in Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis geht es um die Forschung rund um nachwachsende Rohstoffe. Zum Abschluss geht es zum Deutschen Museum, das eine Sonderausstellung zum Thema „Wasserstoff“ zeigt.
 
10. November: Jülich
Ziel dieser Exkursion ist zum einen das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt betriebene Solarthermische Kraftwerk und die größte künstliche Sonne der Welt „Synlight“ in Jülich. An beiden Forschungsanlagen wird zu einer CO2-freien Herstellung von Wasserstoff geforscht.
Das Klima und die Luftqualität stehen auch bei der zweiten Station der Reise im Fokus. Am Institut für Energie- und Klimaforschung untersuchen Wissenschaftler/-innen des Forschungszentrums Jülich physikalische und chemische Prozesse in der Atmosphäre sowie ihre Wechselwirkungen im gesamten Klimageschehen.
 
11. November: Leverkusen, Hilden und Wuppertal
Klimaschutz und Energiewende finden in Nordrhein-Westfalen auf unterschiedlichsten Ebenen statt. Diese Exkursion stellt verschiedene Projekte in Leverkusen, Hilden und Wuppertal vor. Das Naturgut Ophoven mit seinem Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt lehrt Klimaschutz an vielen Praxisbeispielen; die Hildener Bäckerei Schüren setzt auf Elektromobilität, Sonnenstrom und Abwärmenutzung im Betrieb, und die VillaMedia Eventlocation im Klimaquartier Arrenberg produziert mehr Energie als sie verbraucht. Von hier aus wird derzeit ein ganzer Stadtteil in Wuppertal zum energieautarken Klimaquartier umgestaltet.
 
12. November: Saerbeck
Die 7.200-Einwohner-Gemeinde Saerbeck im Herzen des Münsterlandes erzeugt inzwischen das Vielfache des eigenen Strombedarfs aus Wind, Sonne und Biomasse und verfolgt kontinuierlich das Ziel der CO2-Neutralität. Die Saerbecker Projekte des Bioenergieparks, der gläsernen Heizzentrale und Energieerlebnispfades ziehen Besucher aus aller Welt an. Die Saerbecker Bürger unterstützen den Weg durch finanzielles und ideelles Engagement. Bildungsprojekte wie etwa die „Saerbecker Energiewelten – Lernstandort Bioenergiepark“ geben die Idee an die nächste Generation weiter. Die Gemeinde wurde für ihr Engagement vielfach ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis und dem European Energy Award in Gold. Die Auszeichnung mit dem Titel NRW-Klimakommune der Zukunft im Jahr 2009 hat der Entwicklung einen wichtigen Schub gegeben. Eine ähnliche Wirkung verspricht man sich vom Titel KWK-Modellkommune, der 2014 verliehen wurde. Klimaschutz hat in Saerbeck viele Facetten.
 
13. November: Lindlar und Köln
Ein Ziel dieser Exkursion ist das Bergische Energiekompetenzzentrum mit dem Projekt :metabolon in Lindlar. Das Entsorgungszentrum zählt zu den modernsten Entsorgungsstandorten Europas und ist Referenzort eines internationalen Fachpublikums. Der neue Zukunftsstandort :metabolon integriert zum einen vorhandene Kompetenzen und entwickelt sie weiter, gleichzeitig werden diese wirtschaftlichen Impulse mit neuen, weichen Standortfaktoren verknüpft. Das Projekt macht Lindlar zu einem außerschulischen Lernort mit Praxisbezug in den Wirtschaftszweigen der erneuerbaren Energien und der Umwelttechnik. Von Lindlar aus geht es weiter zur RheinEnergie zum Standort Niehl 3. Hier wird das Projekt „Virtuelles Kraftwerk“ vorgestellt – mit dieser Infrastruktur bündelt und steuert der Energieversorger alle dezentralen konventionellen und erneuerbaren Erzeugungsanlagen innerhalb des Unternehmens.
 
14. November: Grevenbroich und Bedburg
Diese Exkursion thematisiert die Windenergie. Ende 2016 gab es in Deutschland über 27.000 Onshore-Windenergieanlagen (WEA) und über 900 Offshore-WEA (Gesamtleistung von 50.020 MW). In NRW drehten sich mit Stand 31.12.2016 exakt 3.345 Windenergieanlagen. Nordrhein-Westfalen liegt damit auf Platz 3 des bundesweiten Windenergie-Rankings. Diese Exkursion besucht das Windtestfeld in Grevenbroich – hier können Unternehmen ihre neu entwickelten Anlagen- oder Anlagenkomponenten über einen längeren Zeitraum testen. Der Besuch des Windparks Königshovener Höhe auf einer rekultivierten Fläche des Braunkohletagebaus Garzweiler wird abschließend kombiniert mit einer Führung durch den Tagebau Garzweiler.
 
15. November: Finnentrop
Die Exkursion führt die Teilnehmer u.a. nach Finnentrop. Im landschaftlich reizvollen Sauerland steht eine Visite des Pumpspeicherkraftwerkes Finnentrop auf dem Reiseprogramm. Hier geht es um das Potenzial dieser Technologie im Zusammenhang mit der Notwendigkeit des Ausbaus von Speicherkapazitäten für die Nutzung erneuerbarer Energien.
 
15. November: Aachen
Das StreetScooter-Werk in Aachen produziert speziell für die Flotte der Deutschen Post Elektrofahrzeuge. Am Standort Aachen werden Elektrofahrzeuge für den Kurzstreckeneinsatz entwickelt und produziert. Im Fokus stehen dabei Fahrzeuglösungen für die Zustellung auf der so genannten „letzten Meile“. Der Standort Aachen profitiert zudem von der Universität, der RWTH Aachen, die u.a. mit ihrem E-LAB auch in Sachen neue Mobilität und Verkehrswende forscht.
 
16. November: Düsseldorf
Am Standort Lausward arbeitet mit dem Block „Fortuna“ der Stadtwerke Düsseldorf eines der weltweit effizientesten und leistungsfähigsten Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD). Es stellt durch seine klimaschonende Strom- und Wärmeproduktion auf Erdgasbasis und seine hohe Flexibilität eine ideale Ergänzung zu den stetig an Bedeutung gewinnenden erneuerbaren Energien dar. Auf der Fahrt nach Düsseldorf wird durch einen Vortrag der KlimaExpo NRW im Bus das Thema „Kohlendioxid als Rohstoff: das 'Projekt „Dream Production' der Firma Covestro, Leverkusen/Dormagen“ aufgegriffen.
 
16. November: Essen und Duisburg 
Wie bleibt der Stahlstandort Deutschland wettbewerbsfähig? Das Projekt „Carbon2Chem“ soll darauf eine Antwort geben. Acht Industrieunternehmen forschen und entwickeln gemeinsam mit der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft sowie mehreren Universitäten eine weltweit einsetzbare Lösung, um die Abgase der Hochöfen in Vorprodukte für Kraftstoffe, Kunststoffe oder Dünger umzuwandeln. Die Exkursion besucht thyssenkrupp in Duisburg – hier soll ein Stahlwerk in absehbarer Zeit von CO2-Emissionen befreit werden. Statt den Klimawandel anzuheizen, sollen dort 20 Millionen Tonnen des Treibhausgases in chemische Produkte umgewandelt werden.
Die Stadt Essen wandelt sich – sie wurde mit dem Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ ausgezeichnet und setzt in diesem Jahr eine Vielzahl von Projekten um. Diese sollen während einer Fahrt mit einem wasserstoffbetriebenen Schiff auf dem Essener Baldeneysee der Delegation vorgestellt werden.
 
Die Exkursionen werden jeweils fotografisch dokumentiert – am nächsten Tag stehen Fotos auf den jeweiligen Exkursionsseiten zum Download und zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Weitere Informationen und Fotos unter: www.energieagentur.nrw.
 
Das gesamte NRW-Programm mit der NRW Climate Lounges, Tagungen und Side Events findet sich unter: www.energieagentur.nrw.
 
Ansprechpartner:
Joachim Frielingsdorf/Oliver Weckbrodt (EnergieAgentur.NRW)
0202 24552 19 / -20
0172 2616577
pressestelle@energieagentur.nrw.de
 

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