Landesregierung finanziert flächendeckenden Ausbau muslimischer Notfallbegleitung
29. Mai 2019

Staatssekretärin Güler: Landesregierung finanziert flächendeckenden Ausbau muslimischer Notfallbegleitung

Die Landesregierung finanziert das Projekt „Muslimische Notfallbegleitung in Nordrhein-Westfalen“ bis 2022, damit es landesweit ausgebaut werden kann.

 
Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration teilt mit:

Die Landesregierung finanziert das Projekt „Muslimische Notfallbegleitung in Nordrhein-Westfalen“ bis 2022, damit es landesweit ausgebaut werden kann. Die Staatssekretärin für Integration, Serap Güler, überreichte in Düsseldorf den Bewilligungsbescheid an die Christlich-Islamische Gesellschaft e. V. (CIG) mit Sitz in Köln, die das Projekt koordiniert. „Die Ehrenamtlichen leisten mit ihrer Arbeit wichtige Unterstützung in schwierigen und emotionalen Stresssituationen. Für dieses wichtige Engagement gebührt den Helferinnen und Helfern unser Dank und Respekt. Durch die Projektförderung wollen wir dafür sorgen, dass das Angebot flächendeckend in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung steht. Denn der Einsatz muslimischer Notfallbegleiterinnen und Notfallbegleiter hat sich in der Praxis bewährt“, so Staatssekretärin Güler.
 
Die Notfallseelsorge steht Angehörigen, Beteiligten und Einsatzkräften in akuten Notsituationen wie bei Todesfällen, Gewaltverbrechen oder Suiziden unterstützend zur Seite. Sie wird in Nordrhein-Westfalen von den christlichen Kirchen angeboten. Bei Einsätzen mit muslimischen Betroffenen können die Helferinnen und Helfer vor religiösen, kulturellen oder sprachlichen Herausforderungen stehen. Deshalb wurden seit 2009 von der CIG zusammen mit dem Landespfarramt für Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland insgesamt 120 muslimische Notfallbegleiterinnen und Notfallbegleiter ausgebildet. Mindestens 40 neue Auszubildende sollen nun dazukommen. Teams gibt es aktuell in Duisburg, Düsseldorf, Köln, Oberhausen und Solingen. Daneben sind einzelne Fachkräfte unter anderem in Bonn, Kempen, Troisdorf und Wuppertal im Einsatz.
 
Um das Projekt noch besser aufzustellen, soll es unter anderem einen Wissenstransfer und eine Vernetzung bereits ausgebildeter Notfallbegleiterinnen und Notfallbegleitern geben. Daneben wird die Organisation dezentraler Ausbildungskurse unterstützt.
 

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