Mehr Migrantinnen und Migranten bei der Freiwilligen Feuerwehr

30. März 2015

Staatssekretär Klute: Mehr Migrantinnen und Migranten bei der Freiwilligen Feuerwehr

„Feuerwehrtour“ nach Arnsberg, Dortmund, Kall und Warendorf

Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute wirbt für mehr Menschen mit Migrationshintergrund bei den Freiwilligen Feuerwehren in NRW.

 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute wirbt für mehr Menschen mit Migrationshintergrund bei den Freiwilligen Feuerwehren in NRW. „Mit ihren Sprachkenntnissen und ihrer interkulturellen Kompetenz können sie im Einsatz wie auch bei Infoveranstaltungen eine wichtige Rolle spielen“, sagte Klute nach seiner „Feuerwehrtour“, die ihn nach Arnsberg, Dortmund, Kall (Kreis Euskirchen) und Warendorf geführt hatte. „Ich habe mich informiert, was bereits gut läuft und welche Herausforderungen noch vor uns liegen.“
 
In NRW habe etwa ein Viertel der Menschen einen Migrationshintergrund, dies sollte sich auch in der Freiwilligen Feuerwehr widerspiegeln. Auch wenn es keine Statistik über den Migrationshintergrund von Feuerwehrleuten gibt, sei deutlich geworden, dass der Anteil sehr gering ist, so Klute. In Dortmund hätten schon drei Prozent der Mitglieder einen Migrationshintergrund, was ein vergleichsweise guter Wert sei. „Das mag damit zusammenhängen, dass Dortmund stark durch den geprägt ist und früh viel Zuwanderung erfahren hat“, sagte der Staatssekretär. In Dortmund liege nun bei Feierlichkeiten der Feuerwehr auch regelmäßig Wurst ohne Schweinefleisch auf dem Grill.
 
Klute ist davon überzeugt: „Für die Zukunft des Brandschutzes ist es wichtig, die gesamte Bevölkerung mitzunehmen. Wir können es uns nicht erlauben, Teile der Bevölkerung bei den Feuerwehren außen vor zu lassen.“
 
Die größte Herausforderung sei, dass viele Menschen mit Migrationshintergrund die Feuerwehr mit dem Militär in Verbindung bringen oder das Konzept der Freiwilligen Feuerwehr aus den Herkunftsländern ihrer Familien nicht kennen. „Unter diesen Voraussetzungen wird man kaum auf den Gedanken kommen, sich freiwillig bei der Feuerwehr zu engagieren. Deshalb ist es wichtig, dass die Feuerwehren über ihre Arbeit informieren und Kontakte zu Migrantenorganisationen knüpfen“, sagte Klute.
 
Beispielhaft sei hier die Freiwillige Feuerwehr Arnsberg. „Das Integrationsprojekt der Arnsberger Feuerwehr ist weit mehr als ein bloßes Instrument zur Nachwuchswerbung. Hier steht auch die Information von Migrantinnen und Migranten über das überwiegend ehrenamtlich getragene Feuerwehrwesen in Deutschland und ihre Einbeziehung in die Brandschutzaufklärung im Vordergrund“, so Peter Krämer, Pressesprecher der Feuerwehr Arnsberg.
 
Gleichzeitig ist wichtig, dass die Feuerwehren signalisieren, dass neue Mitglieder willkommen sind. „In der Feuerwehr Warendorf ist jeder Mitbürgerinnen und Mitbürger willkommen, der sich für seine Mitmenschen engagieren will. Dieses gilt unabhängig von Religion, Abstammung, Alter und Geschlecht. Der Wille zur Mitarbeit in der Feuerwehr ist entscheidend“, berichtet Olaf Schröder, stellvertretender Leiter der Feuerwehr in Warendorf.
 
Bei den Gesprächen des Staatssekretärs sind auch neue Ideen entstanden, denen nun weiter nachgegangen wird. Zum Beispiel in Kall. Feuerwehrfrau Maya Svechtarova ist in Russland geboren und wohnt seit vielen Jahren in Kall. Die diplomierte Handpuppenspielerin kann sich vorstellen, ein Puppenspiel zum Thema Feuerwehr für Kinder zu entwickeln. Staatssekretär Klute: „Da offenbar der Zugang zur Feuerwehr am besten über die Jugendfeuerwehren gelingt, ist dies ein sehr interessanter Ansatz.“
 
Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute unterstützt mit seiner „Feuerwehr-tour“ die Kampagne „Feuerwehrensache“ des Ministeriums für Inneres und Kommunales und des Verbands der Feuerwehren in NRW e.V., die sich für die Förderung des Ehrenamtes in den Feuerwehren stark macht.

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