Polnische Einwandernde in NRW

Staatssekretär Thorsten Klute, Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales
19. Mai 2015

Staatssekretär Klute: Es ist Zeit, dass sich polnische Einwandernde mehr zutrauen

Treffen mit Marschall Sowa und Rede in Krakau zur Situation der nach NRW eingewanderten Polinnen und Polen

Die größte Zahl an Einwandernden nach Nordrhein-Westfalen kommt seit Jahren aus Polen. Dies sei kaum bekannt, erklärte Integrationsstaatsekretär Thorsten Klute. Tatsächlich wurde in der Öffentlichkeit zuletzt häufiger von den „Unsichtbaren“ gesprochen und geschrieben.

 

Die größte Zahl an Einwandernden nach Nordrhein-Westfalen kommt seit Jahren aus Polen. Dies sei kaum bekannt, erklärte Integrationsstaatsekretär Thorsten Klute. Tatsächlich wurde in der Öffentlichkeit zuletzt häufiger von den „Unsichtbaren“ gesprochen und geschrieben. „Es ist Zeit, dass sich hier die Wahrnehmung ändert. Ich denke, dass es sich lohnt, dieser Gruppe mehr Aufmerksamkeit zu widmen und wünsche mir, dass sie selbst auch mehr Aufmerksamkeit beansprucht und stärker sichtbar wird in unserer Gesellschaft“, sagte Klute im Vorfeld eines  Besuches des polnischen Regionalparlamentes in Krakau (Wojwodschaft Malopolska) am Mittwoch, 20. Mai. 2015. Der Staatssekretär wird dort im Ausschuss für Fragen der Auslandspolen zur Situation der Polen in Deutschland und speziell in NRW sprechen. Klute ist offizieller Ansprechpartner der Landesregierung für die Belange der Polen in Nordrhein-Westfalen („Polonia-Ansprechpartner"). Die Bundesregierung hat sich im Jahr 2011 in einer entsprechenden Vereinbarung mit der polnischen Regierung verpflichtet, sowohl im Bund als auch in allen 16 Ländern Polonia-Ansprechpartner zu benennen.

Ende 2013 lebten in Deutschland rund 610.000 Polen, davon etwa 170.000 in Nordrhein-Westfalen, Tendenz steigend. Allein 2013 verzeichnete NRW einen Wanderungsgewinn von über 17.000 Menschen aus Polen. Die Zahl polnisch-stämmiger Bürgerinnen und Bürger wird auf bundesweit rund zwei Millionen Menschen geschätzt. In Nordrhein-Westfalen gibt es rund einhundert Partnerschaften mit Städten in Polen und rund 180 Hochschulkooperationen. Im kommenden Jahr wird zudem das Jubiläum 25 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag gefeiert werden. Das Landesparlament hatte dazu im November 2014 beschlossen, dass die Landesregierung im Zusammenhang mit dem Jubiläum eine Evaluation zur Umsetzung der Vertragsinhalte in Nordrhein-Westfalen vorlegen solle. „Das Ministerium gibt noch in diesem Jahr eine Sonderauswertung zum Integrationsstand der in NRW lebenden Polinnen und Polen in Auftrag, die pünktlich zum Jubiläumsjahr vorliegen wird“, versicherte Staatssekretär Klute. Darin werde insbesondere der Blick auf die Bereiche Bildung und Arbeit gerichtet. Klute betonte, dass es insgesamt um mehr gesellschaftliche Teilhabe der polnisch-stämmigen Menschen im Land gehe, beispielsweise auch im Bereich des politischen Engagements in Stadträten und Integrationsräten.

Im Vorfeld der Diskussion im Regionalparlament wird sich Integrationsstaatssekretär Klute zu Gesprächen mit dem Regionalpräsidenten Marschall Marek Sowa treffen. Klute wird seine Rede im Ausschuss des Regionalparlaments auf Polnisch halten. Für den Nachmittag ist eine Kranzniederlegung an der Todesmauer im früheren deutschen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau geplant.

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