Gesundheitspreis NRW 2015

Gesundheitspreises 2015
10. Dezember 2015

Ministerin Steffens vergibt Gesundheitspreise für beispielhafte Projekte zur besseren Versorgung von Menschen in prekären Lebensverhältnissen

Schwerpunkt des Gesundheitspreises war in diesem Jahr die „Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen“

Projekte, die die besondere Lebenssituation und die Bedarfe von Erwerbs- oder Wohnungslosen, Menschen mit Behinderungen oder Migrantinnen und Migranten ohne Zugang zum Regelsystem berücksichtigen, hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf mit dem „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2015“ ausgezeichnet.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Projekte, die die besondere Lebenssituation und die Bedarfe von Erwerbs- oder Wohnungslosen, Menschen mit Behinderungen oder Migrantinnen und Migranten ohne Zugang zum Regelsystem berücksichtigen, hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf mit dem „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2015“ ausgezeichnet.

„In unserer Gesellschaft leben Menschen, denen der Zugang zum Gesundheitssystem aus unterschiedlichen Gründen erschwert ist. Erhalt oder Wiederherstellung der Gesundheit ist unabhängig von den individuellen Lebensumständen ein Menschenrecht. Eine solidarische Gesellschaft ist in der Pflicht, den Zugang zu Gesundheitsleistungen für alle – insbesondere in Notlagen – zu ermöglichen. Der soziale Frieden und individuell empfundene gute Zukunftsperspektive hängen eng zusammen und sind dauerhaft nur möglich, wenn wir uns auch um Benachteiligte kümmern. Die Gesundheitsversorgung spielt dabei eine besondere Rolle, weil sie die Grundvoraussetzung dafür schaffen kann, Menschen eine selbstbestimmte Teilhabe an unserer Gesellschaft überhaupt zu ermöglichen“, erklärte Ministerin Steffens.

Schwerpunkt des Gesundheitspreises war in diesem Jahr die „Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen“. Alle fünf Siegerprojekte verbessern nachweisbar die Versorgung der jeweiligen Zielgruppe und lassen sich auf andere Einrichtungen und Bereiche im Gesundheitswesen übertragen. „Unser Gesundheitswesen braucht engagierte Persönlichkeiten mit innovativen Ideen. Der Wettbewerb zum Gesundheitspreis zeigt, dass es in Nordrhein-Westfalen viele kreative Köpfe gibt, die anspruchsvolle Vorhaben umsetzen. Die ausgezeichneten Projekte haben Signalwirkung für den gesamten Gesundheitsbereich, denn nichts ist überzeugender als gelungene Beispiele“, so Ministerin Steffens.

Preisträger 2015

Mit dem Gesundheitspreis 2015 und jeweils 3.000 Euro wurden ausgezeichnet:

  • Das Projekt „Behindertenorientierte Zahnmedizin“ der Universität Witten/Herdecke verbessert die zahnmedizinische Versorgung und Prävention behinderter Menschen unter anderem durch Behandlung direkt vor Ort in Behinderteneinrichtungen. Im Rahmen des Projekts wurde auch der einzige Lehrstuhl für behindertenorientierte Zahnmedizin im deutschsprachigen Raum geschaffen, so dass Lehre und Forschung auf diesem Gebiet langfristig unterstützt werden.
     
  • Für die gesundheitliche Versorgung Obdachloser und anderer Menschen, die nicht durch die Regelversorgung erreicht werden, engagiert sich bereits seit 1995 das Projekt „Obdachlosenpraxis in Düsseldorf“ des Vereins „Medizinische Hilfe für Wohnungslose Düsseldorf“. Mit dem „Gesundheitsbus“ als rollende Praxis leistet der Verein nicht nur aufsuchende Hilfe, sondern bietet unter anderem auch Krankenzimmer. Das Projekt vernetzt Medizin, Pflege sowie Sozialarbeit und baut seine Strukturen kontinuierlich aus.
     
  • Bei dem Projekt „Flüchtlinge im Blick“ der pro familia Beratungsstelle Bonn steht die Gesundheit und Versorgung von Frauen und Kindern, die als Flüchtlinge in Deutschland leben, im Mittelpunkt. Durch Schulung und Zusammenarbeit mit ehemaligen Flüchtlingen, die als Ehrenamtliche mitarbeiten, werden unter anderem Beratungen in Asylunterkünften, in Gemeindecafés oder im Rahmen von Deutschkursen für Flüchtlinge angeboten.
     
  • Die Stadt Essen widmet sich mit dem Projekt „Arbeitslosigkeit und Gesundheit – integrierte Gesundheits- und Arbeitsförderung für die Stadt Essen“ den besonderen Bedarfen von Langzeitarbeitslosen. Mit Hilfe eines umfassenden Netzwerks werden sie in Angebote der Gesundheits- und Arbeitsförderung vermittelt, die die individuelle Lebens- Arbeits- und Gesundheitssituation der einzelnen Betroffenen berücksichtigen. Durch die Verbesserung der körperlichen und psychischen Situation der Teilnehmenden steigen ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz.
     
  • Einen Sonderpreis erhält das Projekt „Brückenschlag – phasenübergreifende Unterstützung für krebskranke Eltern und ihre minderjährigen Kinder“ des Euregionalen comprehensive Cancer Centers Aachen. Durch die vorbildliche Vernetzung von Fachärzten, Therapeuten, Kliniken, Krankenkassen, Jugendämtern, Selbsthilfe und Sozialdiensten gelingt es, die Betroffenen in ihrer organisatorisch und emotional belastenden Situation zu unterstützen. Insbesondere die frühzeitige, kontinuierliche und langfristige Betreuung der Kinder – auch über den Tod des krebserkrankten Elternteils hinaus – zeichnet das Projekt aus.Weitere Informationen zu den Preisträgern und dem Gesundheitspreis im Internet unter www.gesundheitspreis.nrw.deHintergrund

Hintergrundinformationen

  • Der Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen wird jährlich im Rahmen der von der Landesgesundheitskonferenz beschlossenen Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ vergeben.
  • Die Vorauswahl der Preisträger traf eine Jury der Landesgesundheitskonferenz, in der alle wesentlichen gesundheitspolitischen Institutionen des Landes vertreten sind. Die endgültige Entscheidung lag bei Gesundheitsministerin Barbara Steffens.
  • Insgesamt haben sich 66 Institutionen mit 73 Projekten beworben.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zu den Preisträgern und dem Gesundheitspreis im Internet unter www.gesundheitspreis.nrw.de.
Druckfähige Fotos der einzelnen Preisträger stehen ab ca. 12.30 Uhr auf der Internetseite des Ministeriums zum Download bereit 
www.mgepa.nrw.de/ministerium/presse/fotos.

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