Einzigartig in Europa

Porträtfoto Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter
12. Dezember 2014

Ministerin Steffens: Land fördert mit 550.000 Euro Kinder-MRT in Dortmund

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt mit 550.000 Euro die Einrichtung eines Kinder-MRT (Magnet-Resonanz-Tomographen) im Klinikum Dortmund. Gesundheitsministerin Barbara Steffens überreichte den Verantwortlichen der Klinik in Dortmund den Förderbescheid.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt mit 550.000 Euro die Einrichtung eines Kinder-MRT (Magnet-Resonanz-Tomographen) im Klinikum Dortmund. Gesundheitsministerin Barbara Steffens überreichte den Verantwortlichen der Klinik in Dortmund den Förderbescheid.
 
„Mit dem Kinder-MRT erhält Nordrhein-Westfalen ein in dieser Form europaweit bisher einzigartiges Projekt“, erklärte Ministerin Steffens bei der Übergabe des Förderbescheids in Dortmund. „Um Kindern den Aufenthalt in der Röhre möglichst stressfrei zu gestalten, können die Kinder mit ihren Eltern die Untersuchung an einem Trainings-Modell üben. Außerdem ist die Untersuchung stark lärmreduziert, und ein Elternteil darf während der Untersuchung neben den Kindern liegen. Zusätzlich bietet die Klinik für die Kinder eine pädagogisch-psychologische Betreuung an. Dieses geplante ganzheitliche Konzept, orientiert an den besonderen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten, könnte beispielhaft für eine moderne, qualitativ hochwertige Versorgung stehen“, so Steffens weiter.
 
Das Gesamtkonzept soll dafür sorgen, dass diese Untersuchung für junge Patientinnen und Patienten psychisch weniger belastend ist. Selbst Erwachsene haben oft Angst in der engen Röhre eines MRT. Kinder leiden oft noch mehr unter der Situation und werden deshalb nicht selten für die MRT-Aufnahmen narkotisiert. Das soll es mit dem neuen Kinder-MRT in Dortmund möglichst nicht mehr geben.
 
Ein MRT liefert detaillierte Bilder von Organen, Knochen und Gewebe, ohne dass gefährliche Strahlung eingesetzt wird. Patienten müssen für längere Zeit regungslos in einer engen Röhre liegen, laute Geräusche und Erschütterungen verursachen zusätzlichen Stress. Kinder erleben diese Situation oft noch bedrohlicher als Erwachsene.
 
Der Kinder-MRT hat im Gegensatz zu einem herkömmlichen Gerät eine offenere Röhre, so dass eine erwachsene Person neben dem Kind liegen kann. Die Geräusche sind auf ein leises Grundrauschen reduziert, und die Kinder können während der Aufnahmen Videos ansehen. Zudem kann der gesamte MRT-Raum inklusive des Geräts durch Projektionen in verschiedene alters- und geschlechtsspezifische Erlebniswelten, etwa ein Schiff oder ein Unterwasserszenario, verwandelt werden. Das zieht die Aufmerksamkeit der Kinder an und lenkt von der medizinischen Prozedur ab.
 
In welche Welt sie eintauchen möchten, entscheiden die Kinder selbst und erlangen damit eine gewisse Autonomie. Zur Vorbereitung durch Pädagogen, Psychologen oder Therapeuten gehört auch, dass sie an einem originalgroßen Modell das MRT selbst erkunden können, sich an das Liegen darin gewöhnen und eine eigene Vorstellung davon entwickeln, wie die Untersuchung abläuft.
 
Das Projekt wird vom Klinikum Dortmund wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. So soll etwa dokumentiert werden, in welchen Umfang die Zahl der Narkosen reduziert werden kann.
 
Das Klinikum Dortmund plant eine Inbetriebnahme für Sommer 2015.
 

Hintergrundinformationen:

Kosten des Projekts:

  • Gesamtkosten: 1.925.000 Euro (MRT rund 1 Millionen Euro, Restbetrag überwiegend Baukosten)
  • Förderbetrag des Landes: 550.000 Euro
  • restliche Finanzierung überwiegend aus Spenden 

Westfälisches Kinderzentrum am Klinikum Dortmund

  • Zweitgrößtes Gesundheitszentrum für Kinder und Jugendliche in kommunaler Trägerschaft in Deutschland
  • Jährlich werden rund 9000 Kinder und Jugendliche stationär und über 40.000 ambulant behandelt
  • Perinatalzentrum für Früh- und Neugeborene, in dem jährlich rund 150 Extrem-Frühgeborene unter 1500 Gramm Geburtsgewicht versorgt werden

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