Zukunftsenergien-Tour

Nierspark in Geldern
10. Dezember 2015

Minister Remmel: Klimaschutz findet zu Hause statt

36. Station der Tour „ZukunftsEnergienNRW: Orte der Energiezukunft“ – Umweltminister Remmel informiert sich über Klimaschutz im Gelderner Nierspark

Auf der 36. Station seiner Zukunftsenergientour besuchte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel heute mit einer Delegation der EnergieAgentur.NRW den Nierspark in Geldern. Der Nierspark ist ein ehemals von der Bahn genutztes Gelände, auf dem unter anderem eine Klimaschutzsiedlung entsteht.

 
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Auf der 36. Station seiner Zukunftsenergientour besuchte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel mit einer Delegation der EnergieAgentur.NRW den Nierspark in Geldern. Der Nierspark ist ein ehemals von der Bahn genutztes Gelände, auf dem unter anderem eine Klimaschutzsiedlung entsteht. „Der Nierspark ist ein vorbildliches Beispiel für ein gelungenes Brachflächenrecycling. Hier entsteht ein Quartier, dass bereits heute die Zukunft der Energieversorgung unseres städtischen Lebensraum umsetzt. Das ist Klimaschutz made in NRW“, sagte Klimaschutzminister Johannes Remmel.

Mit dem Energiekonzept zum Entwicklungsgebiet Nierspark wurden im Jahr 2011 verschiedene Klimaschutzmaßnahmen bei der Umsetzung eines städtischen Neubaugebietes in der Größenordnung von etwa 70 Wohneinheiten erarbeitet. Im Rahmen des Landesprogramms „100 Klimaschutzsiedlungen NRW“ soll auch eine Klimaschutzsiedlung entstehen. „100 Klimaschutzsiedlungen NRW“ ist ein Projekt, das im Auftrag des Landes von der EnergieAgentur.NRW umgesetzt wird.

Der Planungsleitfaden für Klimaschutzsiedlungen sieht vor, dass die zulässigen CO2-Emissionen beim Neubau in Abhängigkeit vom Gebäudetyp etwa 50 bis 60 Prozent unter den Werten für Referenzgebäude entsprechend der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 liegen. „Auch wenn es bei den Klimaschutz­siedlungen in erster Linie um die Vermeidung von CO2-Emissionen geht, sollen sich diese auch durch besondere städtebauliche und soziale Qualitäten auszeichnen. Ziel ist es, umweltverträgliches Bauen als einen wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung zu fördern“, erklärte Minister Remmel.

Das Konzept des Niersparks beinhaltet auch die Fortbildung. So wurden örtliche Handwerker an einem Passivmusterhaus zur Schnittstellenbewältigung im Passivhausbau geschult. Zudem nutzten der Bund Deutscher Baumeister (BDB) und der Bund Deutscher Architekten (BDA) den Nierspark als Praxisbeispiel ihrer Weiterbildungen. Zur besseren Vermarktung der Grundstücke wurde gemeinsam mit Finanzierungsinstituten eine Musterberechnung zur Errichtung eines Gebäudes in der Klimaschutzsiedlung erarbeitet. Inzwischen ist die Hälfte der Grundstücke verkauft.

Der Nierspark gilt als ein besonderes Beispiel für den schonenden Umgangs mit Flächen im ländlichen Raum. „Das Projekt steht im Kontext größerer Zusammenhänge: Auch der ländliche Raum ist durch Strukturwandel gekennzeichnet. Insbesondere ältere, meist zentral gelegene, ehemalige Industriebrachen sind noch in den Städten und Gemeinden vorzufinden. Der Flächendruck zur Revitalisierung dieser Flächen war in den ländlichen Regionen nicht so verbreitet wie in den Ballungsräumen. Dennoch wird bereits seit vielen Jahren auch im ländlichen Raum eine sparsame Flächenentwicklung vollzogen. Für die Stadt Geldern ist der Nierspark Bestandteil einer umfassenden kommunalen Handlungsstrategie zum Klimaschutz und aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage ein Glücksfall für die Entwicklung unserer Innenstadt “, sagte Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser.

„Die Stadt ist global gesehen der Lebensraum der Zukunft. Umso dringender sind Lösungen für die Probleme einer zukunftsfähigen Energieversorgung städtischen Lebens. In NRW haben wir mit den Solar- und Klimaschutzsiedlungen oder InnovationCity Bottrop bereits international Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet. Der Nierspark ist ein weiterer Beitrag, der unser Bundesland als führend in der technischen Umsetzung der Zukunft ausweist“, so Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

Weiterführende Informationen

Der Nierspark in Geldern ist die 36. Station der Zukunftsenergientour von Minister Remmel. Im Rahmen seiner Initiative „ZukunftsEnergienNRW: Orte der Energiezukunft“ besucht der Minister innerhalb der laufenden Legislaturperiode 60 ausgewählte Orte, an denen Zukunftsenergien erfolgreich eingesetzt oder erprobt werden. Zum Auftakt der ZukunftsEnergien-Tour besuchte Minister Remmel Anfang Juli 2012 die Energie-Vorzeige-Gemeinde Anröchte im Kreis Soest.
www.energieagentur.nrw.de

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