Landesregierung fördert Digitalisierung der Hochschullehre

Landesregierung fördert Digitalisierung der Hochschullehre: Rund vier Millionen Euro für digitale Werkzeuge

9. Juni 2020

Fünf Projekte zur Förderung ausgewählt – Softwaretools sollen die Lehre vereinfachen und hochschulübergreifend eingesetzt werden

Mit dem Programm „Digitale Werkzeuge in der Hochschullehre“ fördern das Ministerium für Kultur und Wissenschaft und die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW) die hochschulübergreifende Produktion von digitalen Werkzeugen, auch Softwaretools genannt, im Umfang von rund vier Millionen Euro.

 
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilt mit:

Mit dem Programm „Digitale Werkzeuge in der Hochschullehre“ fördern das Ministerium für Kultur und Wissenschaft und die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW) die hochschulübergreifende Produktion von digitalen Werkzeugen, auch Softwaretools genannt, im Umfang von rund vier Millionen Euro. Die fünf ausgewählten Projekte, bei denen jeweils mindestens drei Hochschulen zusammenarbeiten, erhalten bis zu 1,5 Millionen Euro. Die digitalen Werkzeuge sollen hochschulübergreifende Lehr- und Lernplattformen wie „Moodle“ oder „Ilias“ um spezifische Anwendungen erweitern, da hier häufig noch Entwicklungsbedarf, etwa bei der Einbindung von Software für Online-Prüfungen, beim Dokumentenmanagement studentischer Arbeiten oder bei der Barrierefreiheit besteht.
 
„Mit der Förderlinie Digitale Werkzeuge in der Hochschullehre entwickelt die Landesregierung die Lern-Management-Systeme an den Hochschulen konsequent weiter und erweitert diese für die Anforderungen der Online-Lehre. Digitale Prüfungen, die wir mit dieser Förderung zielgerichtet adressieren, sind gerade jetzt in Corona-Zeiten besonders relevant, werden aber auch nach der Pandemie einen hohen Stellenwert behalten. Wir setzen dabei auf Open-Source-Lösungen, damit die Softwaretools frei genutzt und standortspezifisch angepasst werden können“, sagt Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.
 
Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der DH.NRW und der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen hat die Anträge begutachtet und fünf von elf Anträgen als förderungswürdig eingeschätzt. Eine Voraussetzung ist, dass sich die Softwaretools leicht in übergeordnete Lehr- und Lernplattformen an den Hochschulen integrieren lassen können. Die Förderlinie legt daher auch einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung bereits vorhandener Lehr- und Lerntechnologien, anstelle von grundständigen Neuentwicklungen.
 
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft und die DH.NRW beabsichtigen, einen weiteren Förderaufruf zum Förderprogramm „Digitale Werkzeuge in der Hochschullehre“ im Jahr 2021 zu starten. Abgelehnte und überarbeitete Förderanträge können in weiteren Förderaufrufen wieder eingereicht werden. Antragsberechtigt sind alle staatlichen Kunst- und Musikhochschulen, Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
 
Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive der Landesregierung stellt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft den Hochschulen über die Digitale Hochschule NRW bis 2021 jährlich zusätzlich 50 Millionen Euro und danach bis auf Weiteres jeweils 35 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere Informationen zu den neuen Förderlinien und allen Programmen der Digitalisierungsoffensive finden Sie hier.
 
Folgende fünf Projekte wurden zur Förderung ausgewählt:

AR/VR.nrw (Augmented und Virtual Reality)
Federführung: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Mit AR/VR.nrw sollen die Schlüsseltechnologien Augmented und Virtual Reality stärker in Lehre und Forschung der Hochschulen integriert und die Zusammenarbeit in diesem Bereich verbessert werden. Hierzu wird eine Software entwickelt und unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung gestellt. Ergänzend werden exemplarische Lernszenarien erarbeitet und Services für Hochschulen aufgebaut, die Lehrende bei der Nutzung und Entwicklung eigener AR/VR Lehr- und Lerninhalte unterstützen.

EDUTIEK (Einfache Durchführung textintensiver E-Klausuren)
Federführung: Universität Münster
EDUTIEK schafft die softwaretechnischen Grundlagen für die einfache Durchführung von Online-Klausuren in Fächern, in denen Prüfungsteilnehmer längere Texte als Klausurlösung abgeben müssen, wie zum Beispiel in Studiengängen der Rechts- oder Geschichtswissenschaften. Das Projekt adressiert die besonderen Bedarfe textintensiver Klausurszenarien durch technische Erweiterungen über alle E-Klausurphasen hinweg – von der Erstellung bis zur Archivierung.
 
ePort.nrw (ePortfolioarbeit)
Federführung: Universität Köln
Ziel von ePort.nrw ist die Entwicklung landesweit kompatibler Lösungen für die ePortfolioarbeit am Beispiel der Lehramtsausbildung. Auf Basis gesetzlicher Grundlagen sollen konzeptionell-inhaltliche Standards für die Portfolioarbeit der universitären Praxisphasen und den Vorbereitungsdienst in der Lehramtsausbildung erarbeitet werden. Technisch wird die Kompatibilität der verwendeten Lernmanagementsysteme hergestellt. Die dafür erforderliche Export- und Importfähigkeit von elektronischen Portfolios zwischen den verschiedenen Lernmanagementsystemen steht im Fokus dieses Projekts.
 
Harness.nrw (Harmonisierung und Erweiterung der Potenziale existierender E-Assessment-Lösungen)
Federführung: Universität Duisburg-Essen
Mit Harness.nrw sollen existierende E-Assessment-Lösungen, die derzeit bereits an einzelnen Standorten im Einsatz sind oder den Status eines Prototyps haben, soweit modularisiert und durch geeignete softwaretechnische Maßnahmen soweit kompatibel gemacht werden, sodass sie landesweit genutzt werden können.
 
Digitale Werkzeuge in der Hochschullehre an der Hochschule für Musik Detmold
Federführung: Hochschule für Musik Detmold
Das Projekt soll die Open Source Plattform H5P.com in Moodle, Ilias und detmoldmusictools.de integrieren, um die Anwendungsmöglichkeiten um musikspezifische Tools, insbesondere auf Grundlage von Musiknoten und Audio, zu erweitern. Außerdem soll die Open-Source-Notationsumgebung Verovio um grafische Eingabemöglichkeiten sowie um Annotationsfähigkeit erweitert und für eine H5P-lntegration vorbereitet werden.
 
 

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