Einbürgerungsfeier des Landes NRW

Auf dem Bild von links nach rechts zu sehen: Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg, Edita Bláha, Safaa Bouchara, Katarzyna Kuncio, Zahra Ghazanfari, Saeid Hamzehzarghani mit Sohn Nikan, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Foto: Staatskanzlei NRW / R. Pfeil
8. Juni 2015

Einbürgerungsfeier des Landes NRW: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wirbt für Willkommenskultur

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat gemeinsam mit Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg 171 Frauen und Männer zur zweiten nordrhein-westfälischen Einbürgerungsfeier im nordrhein-westfälischen Landtag eingeladen. Die Eingebürgerten stammen aus 53 verschiedenen Nationen und haben innerhalb der letzten 12 Monate die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen bekommen.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:
 

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat gemeinsam mit Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg 171 Frauen und Männer zur zweiten nordrhein-westfälischen Einbürgerungsfeier im nordrhein-westfälischen Landtag eingeladen. Die Eingebürgerten stammen aus 53 verschiedenen Nationen und haben innerhalb der letzten 12 Monate die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. Im Rahmen der Zeremonie erhielten sechs Personen von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg ihre Einbürgerungsurkunde.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sagte: „Unsere Feier soll ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und der Anerkennung sein, das Landesregierung und Landtag Neubürgerinnen und Neubürgern entgegenbringen.“ Die Ministerpräsidentin betonte die Bedeutung von Einwanderung in Deutschland: „Wir müssen lernen, in den Menschen, die zu uns kommen, nicht die Anderen zu sehen, nicht die Fremden, nicht die Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund, sondern viel stärker die zukünftigen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger.“ 

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Zusammenleben gestalten Einbürgerungsfeier des Landes NRW 2015 Staatskanzlei NRW / Video: W. Meyer-Piehl Grußwort von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft anlässlich der Einbürgerungsfeier des Landes NRW im Landtag am 8. Juni 2015.

Der 1. Vizepräsident des Landtags, Eckehard Uhlenberg, hieß die neuen Bürgerinnen und Bürger im Parlamentsgebäude willkommen. Er betonte: „Wir haben großen Respekt für Ihre bewusste Entscheidung, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen, denn das Verfahren ist ja schließlich nicht ohne jeden Aufwand zu durchlaufen. Unser Wunsch lautet: Mögen alle Ihre Hoffnungen und Wünsche in Erfüllung gehen!“ Der Landtags-Vizepräsident appellierte zugleich an die neuen Bürgerinnen und Bürger: „Halten Sie an Ihren Wurzeln fest – und lassen Sie neue wachsen.“
 
Integrationsminister Guntram Schneider sagte: „Sich einbürgern heißt: Gleiche Rechte zu genießen, mitbestimmen zu können, wählen zu dürfen. Die Eingebürgerten tun etwas sehr Wichtiges mit ihrem Schritt: Sie stärken die Demokratie und sie stärken das Land.“
 
Die Einbürgerungsfeier des Landes Nordrhein-Westfalen ist Bestandteil der Landeseinbürgerungsoffensive „Ja, ich will. Einbürgerung jetzt.“, mit der die Landesregierung für mehr Einbürgerungen wirbt. Frauen und Männer sollen über die Vorteile der Einbürgerung informiert werden. Dazu wurden eine Informationsoffensive gestartet sowie Daten und Fakten gebündelt für das Internetportal www.einbuergerung.nrw.de aufbereitet. Gleichzeitig wurden Studien zum Einbürgerungsverhalten erstellt sowie der wissenschaftliche Austausch zu dem Thema verstärkt.
 
Einwanderung und Integration sind feste Bestandteile der nordrhein-westfälischen Geschichte und Gegenwart. Heute leben mehr als 4,3 Millionen Menschen mit Wurzeln im Ausland in NRW.

 

Hintergrund Einwanderung
24,5 Prozent der NRW-Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Ende 2014 lebten über zwei Millionen Ausländerinnen und Ausländer in NRW. 2013 wanderten 240.600 Personen aus dem Ausland zu, 159.300 Personen wanderten ab (Zuwanderungsgewinn: 81.300 Personen, Höchststand seit dem Jahr 1995). Von 2005 (18,9 Prozent) bis 2013 (9,7 Prozent) halbierte sich die Erwerbslosenquote von Personen mit Migrationshintergrund nahezu. Bei denjenigen ohne Migrationshintergrund sank sie von 8,2 Prozent auf 4,8 Prozent. (Der Abstand zwischen den Gruppen ging von 10,7 auf 4,9 Prozentpunkte zurück – ein deutliches Zeichen für die besser werdende Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund.) Quelle: Zuwanderungs- und Integrationsstatistik NRW 2014.
Hintergrund Einbürgerung
Die Einbürgerung ist an verschiedene Voraussetzungen geknüpft: Die Einbürgerungsbewerberin/der Einbürgerungsbewerber muss seit acht Jahren rechtmäßig in Deutschland leben, ein gefestigtes Aufenthaltsrecht besitzen und in der Lage sein, den Lebensunterhalt zu sichern. Des Weiteren werden das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung unseres Grundgesetzes sowie Straffreiheit vorausgesetzt. Zudem müssen Einbürgerungsbewerberinnen und -bewerber über ausreichende Deutschkenntnisse und Kenntnisse der deutschen Rechts- und Gesellschaftsordnung verfügen. In den vergangenen Jahren haben sich jeweils rund 30.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen einbürgern lassen, davon über 50 Prozent unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit (dies gilt insbesondere für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger).

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