17 Projekte erhalten Konzeptförderung
4. Juni 2019

Dritte Orte im ländlichen Raum: 17 Projekte erhalten Konzeptförderung des Landes

Der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft Klaus Kaiser hat heute bei einem Pressegespräch die Juryentscheidung für die erste Phase des Förderprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ bekannt gegeben.

 
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilt mit:

Der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft Klaus Kaiser hat heute (4. Juni 2019) bei einem Pressegespräch die Juryentscheidung für die erste Phase des Förderprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ bekannt gegeben. Gemeinsam mit Claus Hamacher, dem Beigeordneten für Kultur des Städte- und Gemeindebunds Nordrhein-Westfalen, stellte er 17 Projekte vor, die bei einer individuellen und bedarfsorientierten Konzeptentwicklung eines Dritten Ortes mit bis zu 50.000 Euro für ein Jahr lang unterstützt werden. Insgesamt stehen für das Förderprogramm bis 2023 zehn Millionen Euro zur Verfügung.
 
Unter Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs Kaiser hat die achtköpfige Jury folgende 17 Projekte ausgewählt:
 
Qulturwerkstatt e.V., Netphen
Gemeinde Schalksmühle
Stadt Schmallenberg
We love Warstein e.V.
Stadt Harsewinkel
Landeseisenbahn Lippe e.V., Extertal
Löhne umsteigen e.V.
Life House / JFK Stemwede e.V.
Stadt Hamminkeln
Stadt Bergneustadt
Heimat- und Naturverein Brachelen e.V., Hückelhoven
Eifelgemeinde Nettersheim
VPK - Viel Platz für Kultur e.V., Rheinbach
Stadt Borken
Heimatverein Burgsteinfurt e.V. & Dampfross e.V.
Stadt Rheine
Stadt Waltrop
 
„Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige Kulturszene. Stadt und Land bilden dabei keine Gegensätze, sondern tragen gemeinsam zu dieser Vielfalt bei. Besonders im ländlichen Raum steht die kulturelle Infrastruktur aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen vor neuen Herausforderungen und ganz unterschiedlichen Ausgangslagen. Wir brauchen daher eine Diskussion über neue Rollen und die Weiterentwicklung von Kultureinrichtungen ‚auf dem Land‘. Wir wollen die Entwicklung und Erprobung neuer Modelle unterstützen. Deshalb haben wir das Förderprogramm Dritte Orte aufgelegt. Denn Dritte Orte können ein Weg sein, Kultur im ländlichen Raum zu stärken und gleichzeitig neue Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders zu schaffen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser.
 
„Die Landesregierung hat mit dem Programm Dritte Orte einen kulturpolitischen Nerv getroffen. Die große Zahl der Bewerbungen, aber auch das rege und engagierte Interesse an der Auftaktkonferenz zeigen, wie groß der Bedarf und gleichzeitig das Potenzial für eine positive Zukunftsgestaltung im ländlichen Raum sind. Dieser Impuls für das Kulturleben in ländlichen Räumen muss erhalten und verstärkt werden, und zwar gerade auch in den Kommunen, die in diesem Jahr keine Förderung erhalten“, sagte Claus Hamacher, Beigeordneter für Kultur des Städte- und Gemeindebunds Nordrhein-Westfalen.
 
Mit dem neuen Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ unterstützt die Landesregierung Konzepte für die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Regionen. Ziel ist die Entwicklung von neuen und die Weiterentwicklung von bereits bestehenden Dritten Orten: Kultur- und Bildungsangebote sollen durch Öffnung, Vernetzung und Bündelung zu regionalen Ankerpunkten werden. In der mit 750.000 Euro ausgestatteten ersten Förderphase wird zunächst die Konzeptentwicklung von Dritten Orten unterstützt. Insgesamt 150 Bewerbungen aus dem ganzen Land gingen für die Konzeptförderung ein.
In den 1980er-Jahren vom amerikanischen Soziologen Ray Oldenburg geprägt, beschreibt der Begriff des Dritten Ortes öffentliche Orte für Begegnung und Austausch in Abgrenzung zum Ersten Ort, dem Zuhause, und dem Zweiten Ort, der Arbeit. Im Rahmen des neuen Förderpro-gramms zeichnet sich eine Kultureinrichtung als Dritter Ort durch die Erfüllung weiterer Merkmale aus – dazu gehört vor allem der niedrigschwellige Zugang, eine einladende Atmosphäre, verschiedene Nutzungen sowie die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Das Spektrum ist damit sehr breit.
 
Informationen zum Förderprogramm sowie die Übersicht zu den geförderten Projekten der ersten Phase finden Sie unter: www.dritteorte.nrw
 

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