Fragen und Antworten zum Coronavirus

Aktuelle Informationen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Virus-Pandemie und die Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung. Die Informationen werden fortlaufend aktualisiert.

PHB FAQ gelb

Aktuell: Coronaschutzverordnung

Bis wann gilt die aktuelle Coronaschutzverordnung?

Die aktuell gültige Coronaschutzverordnung gilt bis einschließlich 9. Februar 2022.

Welche Kennzahlen sind mit Blick auf die Schutzmaßnahmen wichtig?

Der Expertenrat der Bundesregierung hat dringend vor einer Gefährdung der kritischen Infrastruktur durch eine Vielzahl von Personalausfällen (Infektionen und Quarantäne) gewarnt. Dies wird damit als Ziel der Verordnung auch klar benannt. Neben der beschlossenen Anpassung der Quarantäneregelungen ist dafür vor allem die Begrenzung der Gesamt-Infektionszahlen erforderlich, weshalb die Gesamtinzidenz neben der Hospitalisierungsinzidenz wieder ein wesentlicher Indikator für die Erforderlichkeit der Schutzmaßnahmen wird. Der Automatismus von Anpassungen von Schutzmaßnahmen bei Veränderungen der Hospitalisierungsinzidenz entfällt folgerichtig. 

Welche Kontaktbeschränkungen gelten?

Kontaktbeschränkungen gelten sowohl für nicht immunisierte als auch für immunisierte Menschen.

Menschen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, dürfen sich bei privaten Treffen im öffentlichen und privaten Raum nur noch mit Angehörigen des eigenen Haushalts und maximal zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen. Dabei zählen Kinder unter 14 Jahren nicht mit. Bei der Bestimmung des Haushalts gelten Ehegatten, Lebenspartner/innen und Partner/innen einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft als ein Haushalt, auch wenn sie nicht zusammenwohnen.

Private Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte oder Genesene teilnehmen, können darüber hinaus auch mit insgesamt bis zu 10 Personen stattfinden, ohne dass es darauf ankommt, aus wie vielen Haushalten diese bis zu 10 Personen stammen. Auch hier zählen KInder unter 14 Jahren nicht mit.

Gilt weiterhin eine Maskenpflicht?

Ja. Es besteht auch weiterhin die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in folgenden Bereichen:

  • im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr,
  • in Innenräumen mit Publikumsverkehr, z. B. in Einkaufsgeschäften,
  • im Freien in Warteschlangen, Anstellbereichen und unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen oder ähnlichen Dienstleistungsschaltern,
  • im Freien, soweit die zuständige Behörde dies für konkret benannte Bereiche durch Allgemeinverfügung ausdrücklich anordnet.

Bei Veranstaltungen und Versammlungen im Freien richtet sich die Pflicht zum Tragen mindestens einer medizinischen Maske nach der jeweiligen Zugangsregelung oder den folgenden Maßgaben:

1. Haben alle Personen unabhängig von einem Test- oder Immunisierungsnachweis Zugang zu der Veranstaltung oder Versammlung, ist mindestens eine medizinische Maske zu tragen.

2. Haben nur getestete oder immunisierte Personen Zugang zu der Veranstaltung oder Ver-sammlung, ist nur bei einer Unterschreitung des Mindestabstands von 1,5 Metern mindestens eine medizinische Maske zu tragen.

3. Haben nur immunisierte Personen Zugang, besteht keine Pflicht zum Tragen einer Maske. Es wird jedoch empfehlen eine Maske zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Die für die Veranstaltung oder Versammlung verantwortlichen Personen haben die teilneh-menden Personen über die geltenden Regelungen zu informieren und bei Verstößen auf die Einhaltung hinzuweisen.

Darüber hinaus wird überall dort auch im Außenbereich das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Welche Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es?

Auf das Tragen einer Maske kann ausnahmsweise beispielsweise in folgenden Fällen verzichtet werden:

  • in Privaträumen bei ausschließlich privaten Zusammentreffen,
  • in Restaurants und anderen gastronomischen Einrichtungen an festen Sitz- oder Stehplätzen,
  • in Einsatzsituationen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr usw.,
  • bei der Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen,
  • von Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können (Attest notwendig),
  • zum Essen und Trinken,
  • von immunisierten Mitgliedern von Chören beim gemeinsamen Singen oder von immunisierten Sängerinnen und Sängern oder Schauspielerinnen und Schauspielern bei Auftritten im Rahmen kultureller Angebote einschließlich der erforderlichen Proben, wenn die jeweiligen künstlerischen Tätigkeiten nur ohne das Tragen einer Maske möglich sind,
  • sowie aus sonstigen Gründen, falls das Absetzen der Maske unter Wahrung des Mindestabstands von 1,5 Metern nur wenige Sekunden dauert.

Sämtliche Ausnahmen von der Maskenpflicht sind in § 3 Absatz 2 der Coronaschutzverordnung aufgelistet. Das Dokument ist zu finden auf der Internetseite www.mags.nrw/coronavirus-rechtlicheregelungen-nrw.

Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen. Soweit Kinder vom Schuleintritt bis zum Alter von 13 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen.

Was bedeutet die 3G-Regel?

Vollständig Geimpften und Genesenen stehen die Einrichtungen und Angebote, die der 3G-Regel unterfallen, offen. Alle anderen Personen müssen nachweislich negativ getestet sein. Anerkannt werden PCR-Tests, die nicht älter sind als 48 Stunden, und Schnelltests, die nicht älter sind als 24 Stunden.

In welchen Bereichen gilt 3G?

Die 3G-Regel (Zutritt für Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete) gilt unter anderem für:

  • Beerdigungen und standesamtliche Trauungen;
  • Angebote und Veranstaltungen der schulischen, hochschulischen, beruflichen oder berufsbezogenen Bildung, der frühkindlichen Bildung in Kitas, der politischen Bildung und der Selbsthilfe sowie Integrationskurse;
  • nicht-touristische Übernachtungen (nicht immunisierte Personen müssen bei Anreise und jeweils nach Ablauf der Gültigkeit einen negativen Testnachweis vorlegen);
  • Friseurdienstleistungen (sofern die dienstleistende Person und die Kundin oder der Kunde eine FFP-2-Maske und nicht lediglich eine medizinische Maske tragen);
  • Messen und Kongresse für gewerbliche Anbieter und Interessenten sowie Veranstaltungen, an denen ausschließlich Angehörige von Firmen und Unternehmen teilnehmen und die unter Beachtung der arbeitsrechtlichen Infektionsschutzvorgaben durchgeführt werden;
  • Versammlungen im Sinne von Artikel 8 GG (regelt die Versammlungsfreiheit) im öffentlichen Raum in Innenräumen;
  • Versammlungen im Sinne von Artikel 8 GG im Freien bei gleichzeitig mehr als 750 Teilnehmenden;
  • Sitzungen kommunaler Gremien und rechtlich erforderliche Sitzungen von Gremien öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Institutionen, Gesellschaften, Gemeinschaften, Parteien oder Vereine sowie Informations- und Diskussionsveranstaltungen politischer Parteien ohne geselligen Charakter;
  • die Nutzung von Hochschulbibliotheken (einschließlich der kontaktfreien Ausleihe und Rückgabe von Medien) und Hochschulmensen durch Hochschulangehörige;
  • die kontaktlose Ausleihe und Rückgabe von Medien in Bibliotheken;
  • Angebote der Jugendsozialarbeit und der Jugendarbeit für sozial benachteiligte Jugendliche sowie Angebote gemäß § 16 des Achten Buches Sozialgesetzbuch (Kinder- und Jugendhilfe);
  • Kinder- und Jugend- sowie Familienerholungsfahrten von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe (nicht immunisierte Personen müssen bei Anreise und erneut nach vier Tagen einen negativen Testnachweis vorlegen bzw. einen gemeinsamen beaufsichtigten Selbsttest durchführen);
  • betriebserlaubnispflichtige stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe im Sinne der § 45 ff. des Achten Buches Sozialgesetzbuch (Kinder- und Jugendhilfe), wobei Kinder und Jugendliche von dieser Regelung ausgenommen sind.

Im Bildungsbereich gilt 3G für für Angebote und Veranstaltungen der schulischen, hochschulischen, beruflichen oder berufsbezogenen Bildung (einschließlich Ausbildungsmessen, Jobbörsen und Berufsorientierungsveranstaltungen), der frühkindlichen Bildung in der Kindertagesbetreuung, der politischen Bildung und der Selbsthilfe sowie Integrationskurse und die Nutzung von Hochschulbibliotheken und Hochschulmensen durch Personen, die als Beschäftigte beziehungsweise Studierende der Hochschule oder der Einrichtung unmittelbar angehören.

Für den Bereich der Hochschulen hat das Land eine eigene Corona-Epidemie-Hochschulverordnung erlassen. Danach dürfen Universitäten und Hochschulen je nach Infektionsgeschehen zudem Teilnehmerzahlen bei Präsenzveranstaltungen reduzieren und Frei- und Rücktrittsversuche so anpassen, dass Studierenden durch die Pandemie keine Nachteile entstehen.

Was gilt für Besucher von Krankenhäusern, Alten-/Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen?

Bei Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen gilt die bundesgesetzliche Regelung des § 28b Abs. 2 IfSG: Hier müssen Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher getestete Personen sein, d. h. im Besitz eines auf sie ausgestellten Testnachweises sein. Dies gilt nach der gesetzlichen Regelung unabhängig davon, ob sie zugleich geimpft oder genesen sind. Auch Besucher von Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern und stationäre Einrichtungen der Sozialhilfe müssen nach § 8 Abs. 5 CoronaTestQuarantäneVO über ein negatives Testergebnis verfügen.

Was bedeutet die 2G-Regel?

Die 2G-Regel bedeutet, dass Einrichtungen und Angebote nur noch von vollständig geimpften und genesenen Personen genutzt werden dürfen. Die 2G-Regel gilt grundsätzlich für alle Freizeitangebote und -einrichtungen. Alle Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, haben keinen Zutritt zu diesen Einrichtungen oder Angeboten. Davon ausgenommen sind nur Menschen, die über ein ärztliches Attest verfügen, demzufolge sie aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen Covid-19 geimpft werden können, sowie Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre.

Wo gilt die 2G-Regel? Welche Bereiche dürfen nur noch von immunisierten Personen (geimpft oder genesen, 2G) besucht werden?

Die 2G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene) gilt unter anderem für:

  • Ladengeschäfte und Märkte, mit Ausnahme von Lebensmittelhandel, Getränkemärkten, Reformhäusern, Babyfachmärkten, Apotheken, Sanitätshäusern, Drogerien, Optikern, Hörakustikern, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäften, Tierbedarfsmärkten, Futtermittelmärkten, Gartenmärkten und dem Großhandel;
  • Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und sonstige Kultureinrichtungen;
  • Konzerte, Aufführungen, Lesungen und sonstige Kulturveranstaltungen, etwa in Theatern und Kinos;
  • Weihnachtsmärkte, Volksfeste und vergleichbare Freizeitveranstaltungen;
  • Tierparks und zoologische Gärten;
  • Freizeitparks;
  • Spielhallen;
  • die gemeinsame Sportausübung (einschließlich Training und Wettkampf) im Freien  (Profi- und Amateursport);
  • Bildungsangebote, die nicht explizit unter 3G fallen (siehe oben);
  • körpernahe Dienstleistungen (mit Ausnahme medizinischer oder pflegerischer Dienstleistungen);
  • Friseurleistungen, bei denen die dienstleistende Person oder die Kundin oder der Kunde statt einer FFP-2-Maske lediglich eine medizinische Maske trägt;
  • touristische Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben sowie touristische Busreisen.

 Die 2G-Regel gilt NICHT für:

  • Personen, die über ein ärztliches Attest verfügen, demzufolge sie derzeit oder bis zu einem Zeitpunkt, der maximal sechs Wochen zurückliegt, aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können bzw. konnten. Diese Personen müssen aber einen negativen Testnachweis vorzeigen;
  • Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren. Sie brauchen wegen der regelmäßigen Schultestungen außerhalb der Ferien auch keinen negativen Testnachweis vorzuzeigen. 
  • Bis einschließlich 16. Januar 2022 sind auch Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 und 17 Jahren zur eigenen Ausübung sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Aktivitäten den immunisierten Personen gleichgestellt. Auch sie brauchen außerhalb der Schulferien keinen Negativtestnachweis vorzuzeigen.
  • für die gastronomische Versorgung von Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrern auf Rastanlagen und Autohöfen, wenn diese über einen negativen Testnachweis verfügen.

Was bedeutet 2G+ und welche Personen sind von der zusätzlichen Testpflicht ausgenommen?

Die 2G+-Regel bedeutet, dass nur vollständig Geimpfte oder Genesene Zutritt haben und diese zusätzlich ein negatives Testergebnis nachweisen müssen. Dies kann in Form eines Schnelltests (nicht älter als 24 Stunden) oder eines PCR-Tests (nicht älter als 48 Stunden) erfolgen. 

Die 2G+-Regel gilt unter anderem für:

  • die gemeinsame Sportausübung in Innenräumen (Sporthallen, Fitnessstudios etc.) - Ausnahmen gelten unter anderem für den Profisport;
  • die Nutzung von Hallenschwimmbädern und Wellnesseinrichtungen (Saunen, Thermen, Sonnenstudios etc.);
  • Betriebskantinen, Schulmensen, Hochschulmensen und vergleichbare Einrichtungen bei der Nutzung durch Personen, die nicht als Beschäftigte, Studierende, Schülerinnen und Schüler, Lehrgangsteilnehmende etc. unmittelbar dem Betrieb oder der Einrichtung angehören, wenn diese Nutzung sich nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt;
  • alle sonstigen gastronomischen Angebote, wenn die Nutzung sich nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt;
  • das gemeinsame Singen von Chormitgliedern, sowie andere künstlerische Tätigkeiten, die nur ohne das Tragen einer Maske ausgeübt werden können (Spielen von Blasinstrumenten und ähnliches);
  • Karnevalsveranstaltungen und vergleichbare Brauchtumsveranstaltungen (Maßstab: Mitsingen/Schunkeln; Tanzen nicht als Schwerpunkt);
  • Private Feiern mit Tanz, ohne dass Tanzen den Schwerpunkt der Veranstaltung bildet (z.B. Hochzeiten);
  • sexuelle Dienstleistungen.

Keine zusätzliche Testpflicht für Geboosterte und Genesene

Die zusätzliche Testpflicht in Bereichen, in denen 2G+ gilt, entfällt für immunisierte Personen, die zusätzlich zur vollständigen Grundimmunisierung

  • entweder über eine 3. Auffrischungsimpfung (Booster) verfügen
  • geimpfte genesene Personen, also Personen, die eine mittels PCR-Test nachgewiesene Covid-19 Infektion hatten und davor oder danach mindestens eine Impfung erhalten haben
  • Personen mit einer zweimaligen Impfung, bei denen die zweite Impfung mehr als 14 aber weniger als 90 Tage zurückliegt (gilt auch für Johnson&Johnson-Geimpfte, die noch keine dritte Impfung erhalten haben) oder
  • in den letzten drei Monaten von einer Infektion genesen sind (bestätigter PCR-Test mehr als 27 Tage, aber nicht älter als 90 Tage). Die Ausnahme gilt für alle Anwendungsbereiche von 2G+, also auch etwa für den Sport in Innenräumen.

Eine ausführliche Handreichung zum Thema 2G+ hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium erstellt: Wo gilt 2Gplus? Welche Voraussetzungen müssen für 2Gplus erfüllt sein? Wann muss ein negativer Testnachweis vorgelegt werden - und wann nicht? Diese und weitere Fragen beantwortet die Handreichung, die hier heruntergeladen werden kann.

Sind bei der Nutzung von 3G- und 2G+-Angeboten Testungen vor Ort möglich?

An Orten, an denen ein Test für den Zutritt nötig ist (also bei 3G und bei 2G+), kann statt der Vorlage eines Testnachweises einer offiziellen Teststelle auch vor Ort beim Zutritt ein beaufsichtigter Selbsttest durchgeführt werden, so etwa beim Zutritt eines Fitnessstudios unter der Aufsicht fachkundigen geschulten Empfangspersonals oder bei der Sportausübung unter der Aufsicht des fachkundigen oder geschulten Trainers/Übungsleiters.

Dieser beaufsichtigte Selbsttest berechtigt ausschließlich zum Zutritt zum konkreten Angebot. Es kann von der Aufsichtsperson kein Testnachweis ausgestellt werden, mit dem auch andere Einrichtungen besucht werden könnten. Das können weiterhin nur die offiziellen Teststellen.

Ob und in welcher Form eine Testung vor Ort angeboten wird, entscheidet der jeweilige Betreiber der Einrichtung. Das Angebot einer Vor-Ort-Testung ist nicht verpflichtend und muss durch den jeweiligen Betreiber nicht kostenfrei angeboten werden.

Was gilt für Menschen, die nicht geimpft werden können?

Für Personen, die über ein ärztliches Attest verfügen, demzufolge sie aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen Covid-19 geimpft werden können, werden wie immunisierte Personen behandelt, wenn sie über einen höchstens 24 Stunden zurückliegenden Antigen-Schnelltest oder einen von einem anerkannten Labor bescheinigten höchstens 48 Stunden zurückliegenden PCR-Test verfügen.

Was gilt bei Veranstaltungen?

Bei Veranstaltungen gelten relative Kapazitätsgrenzen je nach Größe des Veranstaltungsraums und eine absolute Höchstzahl von 750 Teilnehmenden. Dies gilt künftig einheitlich auch für überregionale Veranstaltungen wie Spiele der Fußball-Bundesliga etc.

Beschäftigte, ehrenamtlich eingesetzte und andere vergleichbare Personen werden nicht mitgezählt.

Eine Zugangskontrolle muss gewährleistet sein.

Was gilt in Clubs, Diskotheken oder bei Tanzveranstaltungen und Karnevalsfeiern mit Tanz?

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen mit besonders hohem Infektionsrisiko geschlossen. Vergleichbare Veranstaltungen (öffentliche Tanzveranstaltungen, private Tanz- und Diskopartys und ähnliches) sind ebenfalls aufgrund des hohen Infektionsrisikos nicht gestattet.

Dies erfolgt aufgrund der überregionalen Einzugsgebiete bewusst unabhängig von der lokalen Inzidenz und gilt somit für ganz Nordrhein-Westfalen. 

Was gilt bei privaten Feiern?

Private Tanz- und Diskopartys und ähnliches sind derzeit untersagt.  Private Zusammenkünfte im Innen- und Außenbereich auch von Geimpften und Genesenen sind seit 28. Dezember 2021 nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt. Es gibt keine Begrenzung auf eine bestimmte Zahl an Haushalten. Kinder bis einschließlich 13 Jahren sind davon ausgenommen. Sobald eine ungeimpfte Person teilnimmt, dürfen neben dem eigenen Haushalt nur noch zwei Personen eines weiteren Haushalts teilnehmen.

Welche Regelungen gelten für Beschäftigte?

Beschäftigte, ehrenamtlich eingesetzte und vergleichbare Personen, die in Bereichen mit 3G-,  2G- oder 2Gplus-Zugangsbeschränkung tätig sind und Kontakt zu Gästen, Kundinnen und Kunden oder Nutzerinnen und Nutzern der Angebote oder untereinander haben, müssen immunisiert oder getestet sein.

Sind sie nicht immunisiert, müssen sie in Bereichen mit 2G- oder 2Gplus-Zugangsbeschränkung zusätzlich zu dem Erfordernis eines aktuellen Testnachweis während der gesamten Tätigkeit eine medizinische Maske tragen. Sofern das Tragen einer Maske während der Berufsausübung nicht möglich ist, muss ein PCR-Test vorliegen.

Wie werden die Regelungen überprüft und kontrolliert?

Die Überprüfung der Impf- und Testnachweise erfolgt durch die verantwortlichen Veranstalter oder Betreiber, wobei auch ein Abgleich mit einem amtlichen Ausweisdokument vorgenommen wird. Es besteht deshalb für die Nutzer, Kunden, Besucher usw. die Pflicht zum Mitführen und Vorzeigen des jeweiligen Nachweises samt amtlichem Ausweispapier.

Bei Kindern und Jugendlichen, die noch nicht über ein amtliches Ausweispapier verfügen, genügt es ersatzweise, dass sie ihre Identität erklären oder durch das Ausweispapier der Eltern, Schülerausweis oder ähnliches glaubhaft machen.

Personen, die den erforderlichen Impf-/Test-Nachweis und Identitätsnachweis nicht vorzeigen, sind von der Nutzung oder Ausübung auszuschließen.

Zur Überprüfung digitaler Impfzertifikate soll die vom Robert Koch-Institut herausgegebene CovPassCheck-App verwendet werden.

Unterlassene Kontrollen werden mit Bußgeldern geahndet. Bei Missachtung zentraler Regeln sind die Gewerbe- und Gaststättenaufsicht zu informieren, um die Zuverlässigkeit der Betreiber überprüfen zu können.

Gelten die allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregeln weiterhin?

Die bekannten und bewährten AHA-Verhaltensregeln werden weiterhin empfohlen: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen.

Und: Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr sind verpflichtet, bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln umzusetzen.

Weitere Informationen sind in der Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzregeln“ zur Corona-Schutzverordnung insbesondere für Betriebsinhaberinnen und -inhaber zusammengefasst. Sie steht auf der Übersichtsseite zu den rechtlichen Regelungen während der Corona-Pandemie

Haben Sie Fragen zur Coronaschutzverordnung?

Dann können Sie sich an die E-Mail-Adresse corona [at] nrw.de wenden.

Bundesinfektionsschutzgesetz / Fragen und Antworten:

Was regelt das bundesweite Infektionsschutzgesetz?

Der Zweck des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG), auch Infektionsschutzgesetz genannt, ist es,

  • übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen,
  • Infektionen frühzeitig zu erkennen und
  • ihre Weiterverbreitung zu verhindern.

Was muss ich als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer beachten?

  • Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel.
  • Zugang zum Arbeitsplatz nur noch für geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen. Ein Schnelltest ist 24 Stunden gültig, ein PCR-Test 48 Stunden.
  • Das Testergebnis muss digital oder schriftlich vorliegen. Testungen bei der Arbeit sind unter Aufsicht möglich.
  • Die Vorlage eines Selbsttest reicht nicht aus, auch nicht, wenn dieser online überwacht wurde.

(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de am 25.11.2021)

Was muss ich als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber beachten?

  • Tägliche Kontrollen vor Betreten der Arbeitsstätte müssen gewährleistet werden. Stichproben reichen nicht aus.
  • Mindestens zweimal pro Woche muss ein Test am Arbeitsplatz angeboten werden.
  • Wenn keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen, muss Homeoffice ermöglicht werden.

(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de am 25.11.2021)

Was gilt bei Reisen in öffentlichen Bussen und Bahnen sowie beim Flugverkehr?

  • In den Verkehrsmitteln des Luftverkehrs, des ÖPNV und des öffentlichen Personenfernverkehr gilt grundsätzlich die 3G-Regel.
  • Die 3G-Regel gilt zusätzlich zur Maskenpflicht für alle Fahr- oder Fluggäste, für das Kontroll- und Servicepersonal sowie die Lokführer.
  • Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss den Nachweis über einen negativen Corona-Test (kein Selbsttest) mit sich führen.
  • Bei Fahrtantritt darf die Testabnahme nicht länger als 24 Stunden zurückliegen.

(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/3g-regel-in-bus-und-bahn-1983736 am 25.11.2021)

Gibt es Ausnahmen von der 3G-Regel im Verkehrsbereich?

Von der 3G-Regel Reisen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie beim Flugverkehr ausgenommen sind

  • Kinder bis zum sechsten Lebensjahr,
  • Schülerinnen und Schüler sowie
  • die Beförderung in Taxen.

(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/3g-regel-in-bus-und-bahn-1983736  am 25.11.2021)

Wie ist die Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Heimen geregelt?

Der Bund hat im Infektionsschutzgesetz die sogenannte „einrichtungsbezogene“ Impfpflicht beschlossen. Sie gilt für Beschäftigte in

  • Kliniken,
  • Pflegeheimen,
  • ambulanten Pflegediensten,
  • Einrichtungen für behinderte Menschen,
  • Arztpraxen,
  • Entbindungseinrichtungen,
  • bei Rettungsdiensten 
  • und ähnlichen Einrichtungen.

 Beschäftigte müssen spätestens bis zum 15. März 2022 ihrem Arbeitgeber einen Nachweis über eine Impfung oder Genesung vorlegen. Alternativ können sie auch ein ärztliches Attest vorlegen, aus dem hervorgeht, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Arbeitgeber müssen das Gesundheitsamt informieren, wenn die Nachweise nicht fristgerecht vorgelegt werden. Das Gesundheitsamt kann den Zutritt und die Beschäftigung in der Einrichtung untersagen.

(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/einrichtungsbezogene-impfpflicht-1990672 am 13.12.2021)

Wie wird die Einhaltung der Regelungen überprüft?

  • Die Verkehrsunternehmen sind verpflichtet, die Einhaltung der 3G-Regel stichprobenartig zu kontrollieren.
  • Die Passagiere sind ihrerseits verpflichtet, auf Verlangen einen Impfnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Testnachweis vorzulegen.
  • Wer ohne gültigen Nachweis angetroffen wird, muss mit einer Strafe von bis zu mehreren tausend Euro Bußgeld rechnen. Die Höhe der möglichen Strafen ist Ländersache.

(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/3g-regel-in-bus-und-bahn-1983736  am 25.11.2021)

Welche Möglichkeiten für regionale Pandemie-Maßnahmen haben die Bundesländer?

Aufgrund des geänderten Bundesinfektionsschutzgesetz haben alle Bundesländer die Möglichkeit, weitergehende Maßnahmen zu beschließen, um angemessen auf regionale Pandemielagen reagieren zu können.

Die Bundesländer

  •  dürfen die Personenanzahl bei privaten Zusammenkünften oder sozialen Kontakten nicht nur für Ungeimpfte, sondern auch, wenn es erforderlich ist, für Geimpfte und Genesene zu begrenzen.
  • können bei kritischer Pandemielage zum Beispiel wieder vorübergehend Restaurants, Clubs, Diskotheken, Messen und Kongresse schließen.

Die Frist für umfassendere härtere Maßnahmen, die kurz vor Ende der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" am 25. November noch auf der alten Rechtsgrundlage auf Bundesebene beschlossen wurden, ist bis zum 19. März verlängert worden.

(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/einrichtungsbezogene-impfpflicht-1990672 am 13.12.2021)

Aktuelles zur Impfung

Wo kann ich mich impfen lassen?

Seit 1. Oktober 2021 werden die Corona-Schutzimpfungen in Nordrhein-Westfalen vor allem von der niedergelassenen Ärzteschaft sowie den Betriebsärztinnen und Betriebsärzten übernommen. Erste Ansprechperson bei Interesse an einer Impfung sind somit nun meist die Hausärztinnen und Hausärzte. Wer keinen Hausarzt oder keine Hausärztin hat, findet hier die impfenden Arztpraxen in Nordrhein und hier die impfenden Arztpraxen in Westfalen-Lippe, an die man sich wenden kann.

Darüber hinaus haben die 53 Landkreise und kreisfreien Städte ein Netz von dezentralen Impfstellen aufgebaut: Impfangebote in Nordrhein-Westfalen

Zusätzlich gibt es niedrigschwellige mobile Impfangebote oder Impfaktionen überall im Land.    

Warum ist eine Auffrischungsimpfung (Booster-Impfung) wichtig?

Wer sich gegen Covid-19 impfen lässt, schützt sich und auch seine Mitmenschen und hilft dabei, die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen. Die verfügbaren Covid-19-Impfstoffe schützen insbesondere vor schweren Erkrankungen. Auch wenn Corona-Infektionen nicht gänzlich durch Impfung verhindert werden können, tragen Personen, die sich trotz Impfung infizieren, zu einem geringeren Maße zur Verbreitung des Virus bei und reduzieren so die Ansteckungsgefahr für andere.

Trotzdem zeigen aktuelle Studien, dass der Impfschutz vor Infektion mit der Zeit nachlässt, insbesondere bei Hochbetagten oder bei Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben. Bei älteren Menschen ist es zudem so, dass die Immunantwort nach einer Impfung insgesamt geringer ausfällt. Hier kann durch eine Auffrischungsimpfung der Impfschutz z.B. in Form von Antikörpern wieder deutlich erhöht werden Die Auffrischungsimpfung wirkt wie ein Verstärker (englisch: Booster) für das Immunsystem – deshalb wird sie auch als Booster-Impfung bezeichnet.

Wann ist eine Auffrischungsimpfung zu empfehlen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt zurzeit die Auffrischungsimpfung im Abstand von drei Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung. Davon unberührt bleiben Einzelfallentscheidungen aufgrund einer medizinischen Indikation für eine frühere Auffrischungsimpfung, sofern hier ein Mindestabstand von vier Wochen erreicht ist. Ein solcher Mindestabstand von vier Wochen stellt jedoch ausdrücklich keine Empfehlung, sondern eine absolute Untergrenze für Einzelfallentscheidungen dar. Dieses Impfintervall orientiert sich an der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu COVID-19-Impfungen, wonach zum Beispiel eine Auffrischungsimpfung bei immundefizienten Personen mit einer erwartbar stark verminderten Impfantwort bereits vier Wochen nach der zweiten Impfstoffdosis zur Optimierung der Impfserie verabreicht werden kann.

Brauche ich eine weitere Auffrischimpfung, wenn ich nach meiner Johnson&Johnson-Impfung schon einmal mit einem mRNA-Impfstoff geimpft wurde?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt auch bei Impfreihen mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson grundsätzlich eine dritte Impfung. Vier Wochen nach der ersten Dosis mit dem Vektor-Impfstoff von Johnson&Johnson wird eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen. Bisher hat die zweite Impfung ausgereicht, um als Booster anerkannt zu werden. Nach aktuellem Forschungsstand sind nun auch bei Johnson&Johnson-Geimpften drei Dosen für den Booster-Status erforderlich: Drei Monate nach der zweiten Impfung ist eine reguläre Auffrischungsimpfung mit einem weiteren mRNA-Impfstoff nötig.

Wer kann eine Auffrischungsimpfung erhalten?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (in der Regel im Abstand von drei Monaten nach der zweiten Impfung) für alle Personen ab 12 Jahren.

Besondere Personengruppen sollten jedoch prioritär eine Auffrischungsimpfung erhalten. Das sind Personen mit einer Immundefizienz, Personen ab 70 Jahren, Bewohnerinnen, Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen sowie Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen mit direktem Kontakt zu vulnerablen Personen. Auch Menschen, die bisher keine Corona-Schutzimpfung erhalten haben, sollen vordringlich eine Grundimmunisierung erhalten.

Wer gilt als geimpft, wer gilt als genesen?

Als geimpft oder genesen gilt, wer eine vollständige Impfung bzw. die Genesung belegen kann. Dies geschieht durch:

  1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff – durch den Eintrag im Impfpass oder den digitalen Impfnachweis, oder
  2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses (Nukleinsäurenachweis mittels PCR, PoC-PCR etc.), das mindestens 28 Tage sowie maximal 90 Tage zurückliegt, oder
  3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses (s. oben) in Verbindung mit dem Nachweis einer verabreichten Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

Hintergrund: Innerhalb der ersten drei Monate nach der Infektion wird von einer ausreichenden Immunisierung ausgegangen; danach, also nach mehr als drei Monaten, ist eine zusätzliche Impfdosis erforderlich.

Welche Regelungen gelten für Geimpfte und Genesene in Bezug auf Reisen?

Bei der Rückkehr aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten (nicht aber aus Virusvarianten-Gebieten) ist für Geimpfte und Genesene kein zusätzlicher Test mehr nötig, um die Einreisequarantäne zu vermeiden. Auch hier gilt eine Nachweispflicht.

Liste der derzeit ausgewiesenen Risikogebiete

Welche Impfstoffe werden für die Auffrischungsimpfung verwendet?

Für Auffrischungsimpfungen werden nur mRNA-Impfstoffe (Biontech, Moderna) verwendet. Nur diese beiden Impfstoffe sind derzeit für Auffrischungsimpfungen in Deutschland zugelassen. Ist die Grundimmunisierung mit einem mRNA Impfstoff erfolgt, soll bei der Auffrischungsimpfung der gleiche Impfstoff genutzt werden. Ist dieser nicht verfügbar, kann auch der jeweils andere zum Einsatz kommen. Bei Personen im Alter unter 30 Jahren wird grundsätzlich der Einsatz von BioNTech empfohlen. Dies gilt für die Grundimmunisierung und die Auffrischungsimpfung

Wo bekomme ich eine Auffrischungsimpfung?

Auffrischungsimpfungen erfolgen unter anderem durch mobile Impfteams, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte oder in Impfstellen sowie im Rahmen mobiler Impfangebote. Hier gibt es eine Übersicht der Impfstellen in Nordrhein-Westfalen: Impfangebote in Nordrhein-Westfalen

Ich wurde mit AstraZeneca oder Johnson&Johnson geimpft. Kann ich trotzdem eine Auffrischungsimpfung erhalten?

Denjenigen, die ihren ersten Impfschutz mit dem Vektorimpfstoff von Johnson&Johnson erhalten haben, empfiehlt die STIKO zur Optimierung des Impfschutzes dringend eine zusätzliche mRNA-Impfung ab der vierten Woche nach der verabreichten Johnson&Johnson-Impfung und eine Auffrischungsimpfung 3 Monate später. Erst mit der dritten Impfung gelten diese Personen als geboostert.

Auch Personen, die ihre erste Impfserie mit dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca erhalten haben, können drei Monate nach der zweiten Impfung eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten. Gleiches gilt für Kreuzgeimpfte (1. Impfung: Vektor-Impfstoff + 2. Impfung: mRNA-Impfstoff).

Ist die Auffrischungsimpfung kostenlos?

Ja. Alle Corona-Impfungen sind kostenlos. Das gilt auch für die Auffrischungsimpfungen.

Wie geht die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen voran?

Die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen hat gute Fortschritte erzielt: Knapp 76 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen sind vollständig geimpft. Bei den Menschen über 18 Jahren sind es bereits über 86 Prozent und in der Gruppe der Personen über 60 Jahren haben mittlerweile 90 Prozent einen vollen Impfschutz. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen nimmt das Impfen weiter zu: Inzwischen sind rund 68 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mindestens einmal geimpft. Eine Auffrischungsimpfung hat mittlerweile fast jeder zweite Mensch in Nordrhein-Westfalen erhalten.

Ich habe auch eine Grippeschutzimpfung erhalten. Verträgt sich diese mit einer Auffrischungsimpfung?

Ja. Eine Grippeschutzimpfung kann zusammen mit einer Impfung gegen das Coronavirus erfolgen.

Schutzimpfung für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren

Wird die Corona-Schutzimpfung auch für Kinder und Jugendliche empfohlen?

In Abwägung aller bisher vorhandenen Daten empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren mit verschiedenen Vorerkrankungen. Zusätzlich wird die Impfung Kindern empfohlen, in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht oder nur unzureichend durch eine Impfung geschützt werden können (z. B. Hochbetagte sowie Immunsupprimierte). Darüber hinaus können auch 5- bis 11-jährige Kinder ohne Vorerkrankungen gegen COVID-19 nach entsprechender ärztlicher Aufklärung geimpft werden, sofern ein individueller Wunsch der Kinder und Eltern bzw. Sorgeberechtigten besteht. Die individuellen Gefahren möglicher Nebenwirkungen sind Gegenstand des Aufklärungsgesprächs von Kinder- und Jugendärzten im Vorfeld von Impfungen.

Mit welchen Impfstoffen können Kinder geimpft werden?

Bislang ist nur der mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech zur Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren zugelassen. Dieser Impfstoff unterscheidet sich in der Dosierung, Konzentration und Zusammensetzung vom Impfstoff der Firma BioNTech für Personen ab 12 Jahren. Im Dezember sollen insgesamt 2,4 Mio. Dosen für Kinderimpfungen an den Bund ausgeliefert werden. Die ersten Impfdosen sind bereits an die Kinder- und Jugendärzte ausgeliefert worden.

Ich lese immer wieder, dass die Corona-Verläufe bei Kindern eher milde sind. Ist es überhaupt notwendig, seine Kinder zu impfen?

Die Impfung von Kindern kann dazu beitragen, den Gemeinschaftsschutz zu erhöhen. Für Kinder kann es beispielsweise im Schulalltag oder beim Treffen mit Freundinnen und Freunden schwierig sein, Abstände einzuhalten. Die Impfung von jungen Menschen verhindert, dass sich das Virus unter ihnen ausbreitet. Dadurch werden nicht nur sie selbst vor einer möglichen schweren Erkrankung geschützt, sondern auch diejenigen, mit denen sie Kontakt haben, die höhere Erkrankungsrisiken haben oder nicht geimpft werden können. Das sind um Beispiel Bezugspersonen mit Vorerkrankungen oder Allergien, die eine Corona-Schutzimpfung unmöglich machen.

Corona-Tests

Warum sollte ich mich regelmäßig auf eine Corona-Infektion testen lassen?

Im Kampf gegen das Coronavirus sind regelmäßige Tests der Bevölkerung eine der wichtigen Säulen – neben den Corona-Schutzimpfungen und der Einhaltung der Corona-Regeln im Alltag. Die Tests helfen, eine Infektion oder gar einen Ausbruch schnell zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das hilft die Ausbreitung des Virus möglichst schnell einzudämmen. Ein negatives Testergebnis gibt größere Sicherheit im Alltag: Die Gefahr, andere Menschen anzustecken, sinkt.

Welche Testverfahren werden zum Nachweis von Corona eingesetzt?

Aktuell werden vorwiegend folgende Testverfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2 eingesetzt:

  1. Der sog. PCR-Test wird durch medizinisches Personal entnommen und in einem medizinischen Labor ausgewertet. Er weist das Erbmaterial des Erregers nach.
  2. der Antigen-(Schnell-)Test reagiert auf ein spezifisches Eiweiß-Fragment des Virus. Er wird durch geschultes Personal durchgeführt.
  3. der Selbsttest, der wie der Antigen-Schnelltest auf ein spezifisches Eiweiß-Fragment des Virus reagiert.

PCR-Tests sind am zuverlässigsten unter den Corona-Tests. Dabei macht das medizinische Personal z.B. einen Nasen- oder Rachen-Abstrich. Die Auswertung des PCR-Tests erfolgt durch ein Labor. Das Testergebnis liegt frühestens nach vier bis sechs Stunden vor. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann je nach Probenaufkommen wenige Tage dauern.
Antigen-Schnelltests für SARS-CoV-2 werden nur durch geschultes Personal durchgeführt. Wie beim PCR-Test wird ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Sie liefern deutlich schneller, in der Regel nach max. 15 Minuten, ein Testergebnis, etwa direkt vor Ort. Sie sind jedoch nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test und stellen nur eine Momentaufnahme dar. Bei einem positiven Ergebnis des Schnelltests muss zur weiteren Abklärung umgehend ein PCR-Test durchgeführt werden.
Seit Anfang März sind Selbsttests im Handel erhältlich. Sie funktionieren wie Antigen-Schnelltests, können aber grundsätzlich durch jede Person durchgeführt werden. Die Probenentnahme und -Auswertung ist dementsprechend einfach und schnell. Ihre Zuverlässigkeit ist jedoch abhängig von der korrekten und zeitgerechten Probenentnahme und Testdurchführung und generell niedriger als die der PCR-Tests. Sofern ein Selbsttest den Verdacht auf eine Infektion anzeigt, ist eine Bestätigung durch einen PCR-Test unbedingt erforderlich.

Gibt es wieder kostenlose Bürgertests?

Ja. Seit dem 13. November 2021 gilt laut §4a der Coronavirus-Testverordnung: Jede Bürgerin und jeder Bürger hat wieder mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Antigen-Schnelltest.

Einen Überblick, wo es in Nordrhein-Westfalen vor Ort Teststationen gibt, bietet unsere Seite www.testen.nrw.

Beschäftigtentests

Arbeitgeber sind verpflichtet, in ihren Betrieben allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche kostenlose Selbst- oder Schnelltests anzubieten. Die Pflicht zum Angebot der Tests gilt nicht, wenn der Arbeitgeber einen gleichwertigen Schutz sicherstellt oder nachweist. So sieht es die bundesweit geltende Corona-Arbeitsschutzverordnung vor. Die Teilnahme an den Tests ist freiwillig, eine Bescheinigung kann ausgestellt werden.

Informationen zur Maskenpflicht

 

Um welche Masken geht es?

Je nach Regelungen müssen medizinische Masken oder Atemschutzmasken getragen werden. Medizinische Masken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind sogenannte OP-Masken. Atemschutzmasken im Sinne der Verordnung sind Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 und Masken höheren Standards – jeweils aber ohne Ausatemventil.

Gibt es generelle Ausnahmen von der Maskenpflicht?

Ja. Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen. Soweit Kinder vom Schuleintritt bis zum Alter von 13 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen.

Von der Maskenpflicht befreit sind außerdem im Einsatz befindliche Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Personal der Rettungsdienste sowie Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können (Attest notwendig). Für die Kommunikation mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen kann die Maske vorübergehend abgelegt werden.

Corona-Einreisebestimmungen

Welche Einreiseregelungen gelten aktuell?

Der Bund gibt die Einreiseregelungen vor, die die Quarantäneverordnungen der Länder und damit auch die Coronaeinreiseverordnung Nordrhein-Westfalen ersetzen. Alle aktuellen Informationen zur Einreise nach Deutschland gibt es hier

Quarantäne-Regelungen

Was bedeutet „Isolierung“, was „Quarantäne“?

„Isolierung“ ist eine zeitlich befristete Absonderung von infizierten oder bestimmten ansteckungsverdächtigen Person von anderen Menschen für die Dauer des Zeitraums, in der die unter Isolierung stehende Person in der Lage ist, das Virus weiterzugeben. „Quarantäne“ ist die entsprechende Absonderung von Kontaktpersonen, also von Personen, die mit einer infizierten Person Kontakt hatten.

Was ist Sinn von Isolierung und Quarantäne?

Isolierung und Quarantäne dienen dem Schutz von uns allen vor Ansteckung mit dem Coronavirus und soll die Verbreitung der Erkrankung eindämmen.

Wann muss ich mich in Isolierung bzw. Quarantäne begeben?

Eine Pflicht zur Isolierung bzw. Quarantäne gilt gemäß der Corona-Test-Quarantäne-Verordnung automatisch und ist direkt umzusetzen für:

  • Personen, deren PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 positiv ausgefallen ist,
  • Angehörige desselben Haushalts von positiv getesteten Menschen,
  • Personen, die Krankheitssymptome zeigen oder ein positives Schnelltestergebnis haben und sich deshalb einem PCR-Test unterzogen haben– bis zum Vorliegen des PCR-Testergebnisses.

Über die Quarantäne von Personen, die engen persönlichen Kontakt zu infizierten Menschen hatten, ohne im selben Haushalt zu leben, entscheidet die örtliche Ordnungsbehörde in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt je nach Intensität des Kontaktes. Die Anordnung einer Quarantäne ist denkbar, wenn ein mindestens 10-minütiger enger Kontakt, zum Beispiel im Rahmen eines Gesprächs, bestand und keine Maske getragen wurde. Auch wenn die Person sich mit einer infizierten Person über einen längeren Zeitraum in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum aufhielt, kann eine Quarantäne angeordnet werden. Auch wenn eine Quarantäne nicht angeordnet wird, haben Kontaktpersonen sich für 10 Tage nach dem Kontakt bestmöglich abzusondern.

Haushaltsangehörige und andere Kontaktpersonen müssen dann nicht in Quarantäne, wenn sie entweder

  • über eine nachgewiesene Auffrischimpfung verfügen, oder
  • sowohl geimpft als auch genesen sind
  • zwei Mal geimpft sind, wobei dies nur zwischen dem 15. und dem 90. Tag nach der zweiten Impfung gilt
  • oder genesen sind, wobei dies allein zwischen dem 28. und 90. Tag nach Abnahme des positiven Tests gilt.

Treten Krankheitssymptome auf, sind die Personen verpflichtet, sich in Selbstisolierung zu begeben und eine Testung durchführen zu lassen.

Gibt es Ausnahmen von der automatischen Quarantäne-Regelung?

Die Regelung der automatischen Quarantäne ersetzt die individuellen Quarantäneanordnungen durch die zuständigen Behörden vor Ort. Erlässt eine örtlich zuständige Behörde zusätzlich eine individuelle Anordnung, so geht deren Inhalt der generellen Regelung der Verordnung in jedem Fall vor.

Was muss ich während Isolierung bzw. Quarantäne beachten?

Isolierung und Quarantäne bedeuten häusliche Absonderung. Folgende Maßnahmen sind einzuhalten:

  • direkter Rückzug in die eigene Wohnung, das eigene Haus oder die Unterkunft
  • kein Verlassen der Unterkunft während der Quarantäne, auch nicht zum Einkaufen oder zum Ausführen eines Hundes. Das müssen nun andere erledigen
  • Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Unterkunft müssen strikt vermieden werden
  • Kontakte zu anderen, nicht in der Quarantäne befindlichen Menschen innerhalb der Unterkunft sollen auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Dann müssen wichtige Verhaltensregeln eingehalten werden, wie das Tragen einer medizinischen Maske, gute Handhygiene und ausreichendes Lüften in den Räumen.
  • Der eigene Garten, der Balkon oder eine Terrasse dürfen genutzt werden – aber nicht, um andere Menschen zu treffen
  • Die Wohnung darf nur verlassen werden, um einen PCR-Corona-Test durchführen zu lassen. Dabei ist es sehr wichtig, die Verhaltensregeln einzuhalten (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, medizinische Maske tragen)

Wen muss ich über die Isolierung informieren?

Personen mit positivem Testergebnis (infizierte Personen) müssen unmittelbar ihre engen persönlichen Kontakte der vergangen zwei Tage seit Symptombeginn/ positiven Testergebnis informieren. Das gilt insbesondere, wenn der Kontakt in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum über einen längeren Zeitraum bestand, oder in einem direkten Kontakt (über 10 Minuten) kein Abstand von 1,5 Metern untereinander eingehalten wurde und keine medizinischen Masken getragen wurden.

Wie lange dauern Isolierung bzw. Quarantäne?

Isolierung bzw. Quarantäne bei infizierten Personen und deren Kontaktpersonen enden grundsätzlich nach 10 Tagen. Sie kann vorzeitig nach sieben Tagen mit einem negativen Coronaschnelltest oder einem negativen PCR-Test beendet werden, wenn in den vergangenen 48 Stunden keine Symptome vorlagen. Die Beendigung einer Isolierung ist auch mit einem PCR-Test mit einem CT-Wert über 30 möglich. Der Testnachweis muss für mögliche Kontrollen der Behörden mindestens einen Monat aufbewahrt werden.

Für Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeheimen etc. ist für eine Freitestung immer ein PCR-Test erforderlich.

Bei Kindern in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und Schülerinnen und Schülern kann die Quarantänezeit mit einem negativen Test sogar auf fünf Tage verkürzt werden. Dies gilt nicht, wenn Kinder sich aufgrund eines positiven Tests in Isolierung befinden.

Was passiert, wenn ich mich nicht an die Regeln zur Isolierung bzw. Quarantäne halte?

Wer sich nicht an die Regeln hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Informationen über das Virus

Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen des Gesundheitsministeriums?

Diese sind auf den Seiten des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu finden.

Wie viele Menschen haben sich in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus infiziert?

Einmal pro Tag veröffentlicht das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hier aktuelle Zahlen, wie viele Menschen sich in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus SARS-COV-2 infiziert haben.

Wie wird das Coronavirus übertragen? Wie kann man sich schützen?

Das Coronavirus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel (Tröpfchen und Aerosole), die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen. Die Übertragung findet vor allem bei räumlicher Nähe zu einem Virenausscheider statt, zum Beispiel beim normalen Gesprächsabstand oder darunter. Zum Schutze vor einer Infektion kommt daher ein Bündel von Maßnahmen in Betracht. Im Mittelpunkt stehen Abstand halten, Hygiene beachten, Maske tragen, Corona-Warn-App installieren und regelmäßig Lüften (AHA+AL-Formel). Die wichtigsten 10 Hygienetipps finden Sie hier.

Welche Krankheitszeichen löst das Virus aus?

Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber: Eine Infektion mit dem Coronavirus kann - wie bei anderen Atemwegserkrankungen auch - zu diesen Krankheitszeichen führen. Einige Betroffene klagen auch über Durchfall. Bei einem Teil der Patienten geht das Virus mit einem schwereren Verlauf einher und kann zu Atemproblemen und Lungenentzündung führen.

Für welche Personengruppen ist eine Infektion mit dem Virus besonders gefährlich?

Bei einem Teil der Patienten kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündung führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.

Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?

Wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Sie sollten auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis besuchen.

Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollte sich unverzüglich telefonisch an das Gesundheitsamt wenden – auch wenn keine Krankheitszeichen erkennbar sind. Das zuständige Amt finden Sie zum Beispiel über die Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI).

Wie kann ich selbst einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten?

Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und einzugrenzen. Zu den wichtigsten Maßnahmen in der Bevölkerung zählen neben der Schutzimpfung Kontakte reduzieren, die AHA+AL-Regeln beachten (Abstand halten, Hygiene beachten, medizinische Masketragen, Corona-Warn-App installieren und lüften) und bei akuten Atemwegssymptomen zu Hause bleiben.

Umfassende Informationen zu Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 finden Sie hier.
In dieser Ausnahmesituation gilt: Je mehr Menschen sich an die Empfehlungen und Regeln halten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. Helfen Sie mit!

Krankenhäuser und Pflege

Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen des Gesundheitsministeriums?

Diese sind auf den Internetseiten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu finden.

Welche Aufgabe hat die Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen?

Die Landesregierung hat bei der Landesbehinderten- und -patientenbeauftragten eine Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen eingerichtet. Sie hilft seit einem Jahr dabei, Streitigkeiten zu schlichten, die bei der Ausgestaltung der Besuchsmöglichkeiten in den stationären Pflegeeinrichtungen und den Einrichtungen der Eingliederungshilfe angesichts der Corona-Pandemie aufkommen können und aufgekommen sind. Der persönliche Kontakt ist für die psychische Gesundheit der Menschen besonders wichtig, deshalb sind unter Einhaltung der vom Land vorgegebenen Infektionsschutzmaßnahmen Besuche unbedingt zu gestatten.

Seit über einem Jahr unterstützt die Dialogstelle die Betroffenen und ist aufgrund der großen Resonanz auch weiterhin erreichbar:

E-Mail: dialogstelle [at] lbbp.nrw.de
Telefon: 0211 / 855 4780
Weitere Informationen können Sie unter www.lbbp.nrw.de abrufen.

Corona-Warn-App

Wo finde ich die grundsätzlichen Informationen der Bundesregierung zur Corona-Warn-App?

Eine ausführliche Übersicht von Fragen und Antworten zur Corona-Warn-App finden Sie unter: www.corona-warn-app.de.

Warum brauchen wir eine Corona-Warn-App?

Die App soll helfen, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen – und dokumentiert dazu die digitale Begegnung zweier Smartphones. So kann die App Sie besonders schnell darüber informieren, falls Sie Kontakt mit einer Corona-positiv getesteten Person hatten. Je schneller Sie diese Information erhalten, desto geringer ist die Gefahr, dass sich viele Menschen anstecken. Deshalb ist die App neben Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Abstandhalten und dem Tragen einer medizinischen Maske ein weiteres wirksames Mittel, um das Coronavirus einzudämmen.

Was macht die Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App informiert Sie, wenn Sie sich längere Zeit in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. So können Sie rasch entsprechend reagieren und laufen nicht Gefahr, das Virus unbewusst weiterverbreiten. Der bislang noch manuelle Prozess der Nachverfolgung von Infektionen wird durch diese digitale Hilfe stark beschleunigt. Gerade wenn sich jetzt wieder mehr Menschen treffen, ist das von hoher Bedeutung, um das Virus einzudämmen. Die App läuft auf Ihrem Smartphone, während Sie Ihrem Alltag nachgehen. Sie erkennt dabei andere mobile Endgeräte in der Nähe, auf denen die App ebenfalls aktiviert ist. Die App speichert dann deren Zufallscode für begrenzte Zeit. Die verschlüsselten IDs erlauben keine Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

Wie funktioniert die App?

Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Mobilgeräte „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom Robert-Koch-Institut festgelegten Kriterien zu Abstand und Zeit erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes des Infizierten allen Personen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App aktiv nutzen. Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie die Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Falls das der Fall ist, zeigt Ihnen die App eine Warnung an. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

Bin ich verpflichtet, die App zu installieren?

Nein. Sie entscheiden selbst, ob Sie die App nutzen wollen. Die Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig und dient Ihrem persönlichen Schutz sowie dem Schutz Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ziel der Corona-Warn-App ist es, Corona-Infektionsketten schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Alle Nutzer sollen zuverlässig und zeitnah über Begegnungen mit Corona-positiv getesteten Personen, die die App nutzen, und damit über eine mögliche Übertragung des Virus informiert werden. So können Sie sich rasch freiwillig isolieren und testen lassen und zu einer Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen. Sie können die App jederzeit löschen. Damit werden auch alle von der App gespeicherten Informationen gelöscht.

Welche technischen Voraussetzungen braucht es zur Nutzung der Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App ist umfänglich barrierefrei gestaltet. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollen die App nutzen können, um den größtmöglichen Schutz vor einer erneuten starken Ausbreitung des Virus zu garantieren. Deshalb kann die App auf der großen Mehrheit der gängigen Endgeräte und mit den gängigen Betriebssystemen genutzt werden. Das benötigte Update auf das passende Betriebssystem (iOS, Android) wird im üblichen Regelprozess auf Ihr Smartphone gespielt.
 
Weitere Fragen und Antworten finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung: www.corona-warn-app.de