Von KI bis Demokratie: Ministerpräsident Hendrik Wüst in Ostwestfalen-Lippe

Am Freitag hat Ministerpräsident Hendrik Wüst eine Reihe von Terminen in Ostwestfalen-Lippe wahrgenommen. Auf dem Programm: unter anderem Eröffnung die Eröffnung eines Rechenzentrums in Bad Lippspringe, eine Ehrung für die besten Azubis des Landes und das 25. Jubiläum von „Jugend debattiert“.

6. November 2026
Eröffnung des YEXIO-Rechenzentrums in Bad Lippspringe

Zwischen digitaler Infrastruktur, beruflichen Spitzenleistungen und demokratischem Engagement lagen am Freitag nur wenige Kilometer. Denn genau zu diesen Themen hat Ministerpräsident Hendrik Wüst eine Reihe von Terminen wahrgenommen – und zwar dicht beisammen in Ostwestfalen-Lippe. 

Seine Termine führten ihn am 6. November von Bad Lippspringe über Bielefeld bis nach Paderborn: Am Vormittag eröffnete er zunächst das neue YEXIO-Rechenzentrum in Bad Lippspringe. Anschließend hielt er in Bielefeld die Festrede bei der Landesbestenehrung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld. Am Nachmittag ging es nach Paderborn, wo Wüst beim 25-jährigen Jubiläum von „Jugend debattiert“ sprach und zum Abschluss des Tages neue Stipendiatinnen und Stipendiaten in das Landesstipendienprogramm „NRWTalente“ aufnahm.

Eröffnung des YEXIO-Rechenzentrums in Bad Lippspringe

Den Auftakt seines Besuchs in Ostwestfalen-Lippe machte der Ministerpräsident in Bad Lippspringe. Dort eröffnete er das neue YEXIO-Rechenzentrum. Mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro setzt das Projekt ein deutliches Zeichen für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Region. Unternehmen sollten künftig von leistungsfähiger Datenverarbeitung direkt vor Ort profitieren.

Entwickelt wurde die Anlage von HOCHTIEF PPP Solutions und Palladio Partners. Der neue Standort ist das zweite Rechenzentrum dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Auch mit Blick auf die Energieversorgung spielte das Projekt eine besondere Rolle: Die entstehende Abwärme soll künftig für die kommunale Wärmeversorgung genutzt werden.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Moderne, nachhaltige Rechenzentren sind das Fundament der digitalen Zukunft. Dafür brauchen wir eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, die auch unseren Mittelstand in der Fläche erreicht und neue Chancen eröffnet. Das neue YEXIO-Rechenzentrum in Bad Lippspringe leistet hierzu einen wichtigen Beitrag: Es bringt moderne Rechenleistung nah an die Unternehmen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Die geplante Nutzung der Abwärme für die kommunale Wärmeversorgung zeigt zugleich, wie digitale Infrastruktur und nachhaltige Energieversorgung vor Ort zusammenwirken können. So gestalten wir die digitale Zukunft unseres Landes ganz konkret.“

Festrede bei der Landesbestenehrung der IHK Ostwestfalen in Bielefeld

Von der digitalen Infrastruktur ging es für den Ministerpräsidenten weiter zu beruflichen Spitzenleistungen. In der Stadthalle Bielefeld hielt Wüst am Mittag die Festrede bei der Landesbestenehrung 2026 der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld. Die Kammer richtete die Veranstaltung stellvertretend für alle nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern aus.

Im Mittelpunkt standen die besten Auszubildenden des Landes. Seit 1992 zeichneten die IHKs jedes Jahr junge Menschen aus, die ihre Abschlussprüfungen mit herausragenden Ergebnissen bestanden haben. Hunderte Gäste aus ganz Nordrhein-Westfalen waren dabei. Neben der Anerkennung der persönlichen Leistungen der Nachwuchskräfte bot die Veranstaltung auch Gelegenheit, das Engagement der Ausbildungsbetriebe zu würdigen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Landesbestenehrung würdigt junge Menschen, die in besonderer Weise für ihren Beruf brennen. Wenn junge Menschen mit Einsatz und Mut etwas bewegen wollen, gibt das Zuversicht für die Zukunft. Hinter diesen Spitzenleistungen stehen aber auch die Betriebe, Ausbilder und Lehrkräfte, die mit viel Engagement und Weitblick den Grundstein dafür legen. Als Landesregierung liegt uns die Förderung der dualen Ausbildung daher besonders am Herzen. Eine Antwort auf den Fachkräftemangel ist die Ausbildungsoffensive der Landesregierung. Damit stärken wir auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen. Den Landesbesten wünsche ich alles Gute für ihren weiteren beruflichen Weg.“

Rede zum 25. Jubiläum von „Jugend debattiert“ in Paderborn

Am Nachmittag rückte in Paderborn die politische Bildung junger Menschen in den Mittelpunkt. Im Heinz Nixdorf MuseumsForum sprach Ministerpräsident Hendrik Wüst anlässlich des 25-jährigen Bestehen des Wettbewerbs „Jugend debattiert“.

Das Projekt wurde 2001 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau ins Leben gerufen. Seitdem fördert es die sprachliche und persönliche Entwicklung junger Menschen und vermittelt zugleich wichtige Kompetenzen für die demokratische Auseinandersetzung. Wie fest der Wettbewerb inzwischen in Nordrhein-Westfalen verankert war, zeigen zwei Zahlen: 1.670 Schulen nahmen landesweit teil, rund 2.700 Lehrkräfte wurden bereits im Rahmen des Programms ausgebildet.

An der Jubiläumsveranstaltung beteiligten sich auch die nordrhein-westfälischen Landessiegerinnen und -sieger. Eingeladen worden war Ministerpräsident Hendrik Wüst von Annette Schavan, der Vorstandsvorsitzenden der Hertie-Stiftung.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Eine starke Demokratie lebt davon, hart in der Sache streiten zu können und zugleich respektvoll miteinander umzugehen. Gerade junge Menschen müssen mit ihren Anliegen gehört und ernst genommen werden. Ihre Ideen und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, brauchen wir für die Zukunft unseres Landes. Es muss wieder mehr miteinander statt übereinander geredet werden. Genau das vermittelt ‚Jugend debattiert‘ seit 25 Jahren: Junge Menschen lernen, ihre Standpunkte klar zu vertreten und sich zugleich auf andere Perspektiven einzulassen. Damit stärkt das Programm eine Debattenkultur, die unsere Gesellschaft zusammenhält.“

Aufnahmefeier des Landesstipendienprogramms NRWTalente in Paderborn

Den Abschluss des Tages bildete eine weitere Veranstaltung in Paderborn. Dort nahm Wüst 50 neue Stipendiatinnen und Stipendiaten in das Landesstipendienprogramm „NRWTalente“ für die Region Ostwestfalen-Lippe auf. Gleichzeitig stand die Feier im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Das Förderprogramm besteht in der Region nun seit fünf Jahren.

Bei der Aufnahmefeier kam der Ministerpräsident mit den jungen Talenten ins Gespräch und würdigte ihre Leistungsbereitschaft und ihr Engagement. „NRWTalente“ unterstützt junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen und familiären Herkunft dabei, ihre individuellen Stärken auszubauen, Potenziale zu entfalten und neue Perspektiven für ihren Bildungs- und Lebensweg zu entwickeln.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Jedes Kind soll seine Talente entfalten und seinen eigenen Weg gehen können, unabhängig von seiner Herkunft. Es ist das Ziel, dass Aufstieg durch Bildung für jeden möglich ist. Deshalb hat Bildung für uns in Nordrhein-Westfalen oberste Priorität. Gute Bildung eröffnet Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben und ist eine unverzichtbare Grundlage für eine starke Demokratie. Damit aus Begabung eine echte Chance wird, braucht es aber auch Menschen, die ermutigen, Orientierung geben und Türen öffnen. Das Landesstipendienprogramm NRWTalente macht vor, wie diesem Anspruch gerecht werden kann: Politik, Schulen, Hochschulen, Stiftungen und Unternehmen können gemeinsam viel bewegen, indem sie Talente erkennen und junge Menschen auf ihrem Weg unterstützen. Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten zeigen mit ihrer Leistungsbereitschaft und ihrem Engagement, wie viel Potenzial in unserer jungen Generation steckt. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, daraus eine Zukunft für unser Land zu machen.“