Waldjugendspiele – eine echte Erfolgsgeschichte in der waldbezogenen Umweltbildung

Schulkinder treffen Ministerin Gorißen und erhalten im Landtag Preise für ihre Teilnahme

8. März 2024
phb Wald, Natur, Rothaarsteig

Den Wald mit allen Sinnen erleben – das können seit über 45 Jahren Schulkinder in Nordrhein-Westfalen bei den Waldjugendspielen. Im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres konnten mehr als 1.300 Schulklassen mit Försterinnen und Förstern von Wald und Holz NRW, Vertretern von Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens und unterstützt von Ehrenamtlichen in den Wald gehen, ihn erleben und viel über das Ökosystem erlernen: Die Waldjugendspiele sind eine echte Erfolgsgeschichte in der waldbezogenen Umweltbildung.

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Den Wald mit allen Sinnen erleben – das können seit über 45 Jahren Schulkinder in Nordrhein-Westfalen bei den Waldjugendspielen. Im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres konnten mehr als 1.300 Schulklassen mit Försterinnen und Förstern von Wald und Holz NRW, Vertretern von Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens und unterstützt von Ehrenamtlichen in den Wald gehen, ihn erleben und viel über das Ökosystem erlernen: Die Waldjugendspiele sind eine echte Erfolgsgeschichte in der waldbezogenen Umweltbildung.

Die Waldjugendspiele werden gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW veranstaltet. Zur Abschlussveranstaltung der diesjährigen Spiele sind am Freitag, 8. März, im Landtag Nordrhein-Westfalen im Beisein von Ministerin Silke Gorißen und der Vorsitzenden des Ausschusses für Um-welt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume, Dr. Patricia Peill MdL, in Vertretung für den Präsidenten des Landtages Nordrhein-Westfalen André Kuper, an drei Schulklassen Preise überreicht worden.

Ministerin Silke Gorißen sagte: „Die Waldjugendspiele sind ein wichtiges Format der Umweltbildung für junge Schülerinnen und Schüler. Mit Themen wie ‚Tiere und Bäume des Waldes‘ oder ‚Holzumstapeln‘ erkunden die Kinder spielerisch die Natur und erfahren mehr über die vielfältigen Funktionen des Waldes. Das besondere Ökosystem Wald bietet zudem im späteren Berufsleben spannende Möglichkeiten als Arbeitsplatz. Daher wollen wir auch mit den Jugendspielen von klein auf an mehr Begeisterung für den Wald wecken.“

Die nordrhein-westfälische Ministerin weiter: „Damit der Wald für nachfolgende Generationen erhalten bleibt und weiterhin vielseitig genutzt werden kann, muss er gesamtgesellschaftlich geschützt werden. Hierbei ist uns die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ein enger Partner, auch in der Umweltbildung und bei den Waldjugendspielen. Mein herzlicher Dank gilt ebenfalls allen Försterinnen und Förstern sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr hohes Engagement, um Kindern die Bedeutung des Waldes näherzubringen.“

Dr. Patricia Peill MdL, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume: „Mehr als 30.000 junge Schülerinnen und Schüler aus über 1.300 Klassen haben erneut teilgenommen, was deutlich macht, wie wichtig Umweltbildung im Wald ist. Die Waldjugendspiele ermöglichen es den Kindern, den Wald mit all ihren Sinnen zu entdecken. Sie verlassen das Klassenzimmer und tauchen ein in die Natur, wo sie erfahren, dass der Wald ein faszinierender, erholsamer und abwechslungsreicher Ort ist. Dies fördert ihr Bewusstsein für Nachhaltigkeit, den Schutz der Artenvielfalt und Klimaschutz.“

Für die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse sind Waldjugend-spiele ein überaus geeignetes Instrument, um spielerisch Wissen und Erfahrungen zu vermitteln und damit ein positives Naturverständnis in unserer Jugend zu wecken: „Man liebt nur, was man kennt. Und man schützt nur, was man liebt. Von daher ist das Naturerlebnis die Grundlage für einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und auch für einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen“.

Die in Düsseldorf zu Besuch gewesenen Schulklassen aus Wuppertal, Voerde und Delbrück wurden zuvor ausgelost aus den über 1.300 Klassen, die 2023 an den Waldjugendspielen teilgenommen hatten. Die Kinder dürfen sich noch auf einen zusätzlichen, eintägigen Ausflug in Einrichtungen von Wald und Holz NRW freuen: Mit einem Wald-Ranger des Landesbetriebs geht es in den Nationalpark Eifel, zum Erlebnistag in das Waldinformationszentrum Hammerhof (Kreis Höxter), oder in das Waldpädagogische Zentrum nach Wuppertal-Burgholz.

Thomas Kämmerling, Leiter von Wald und Holz NRW, betonte: „Die Waldjugendspiele sind eine super Gelegenheit für Schülerinnen und Schüler um den Wald zu besuchen und kennenzulernen. Er ist ein lebendiger Lernort mit vielfältigem Nutzen: Er lässt uns Durchatmen und Beobachten, bietet Holz zum Bauen, Steinpilze zum Essen und natürlich kostbaren Lebensraum für Eremit und Hirsch.“ Er verwies außerdem auf das umfangreiche Umweltbildungsangebot der Landesforstverwaltung: Wald und Holz NRW betreibt 13 Umweltbildungs-Zentren und fünf Jugendwaldheime; es engagieren sich rund 300 Försterinnen und Förster sowie zahlreiche Rangerinnen und Ranger für die Umweltbildung.

Hintergrund

Waldjugendspiele gibt es in Nordrhein-Westfalen bereits seit den 1970er Jahren. Sie finden jährlich zumeist im Herbst statt und werden vorzugs-weise mit Kindern der vierten Klasse im Grundschulbereich durchgeführt. Auf einem etwa zwei Kilometer langen Parcours mit zehn bis 15 Stationen sollen die Kinder mit Geschick, Beobachtungsgabe und detektivischem Spürsinn bestimmte Aufgaben lösen, die sich im Zusammenhang mit dem Ökosystem Wald stellen. Im Mittelpunkt stehen dabei das Naturerlebnis und das spielerische Erarbeiten von Einblicken in natürliche Zusammenhänge des Ökosystems Wald.

Im Anschluss an die Preisverleihung am 8. März besuchten die Schüle-rinnen und Schüler auch den Plenarsaal des nordrhein-westfälischen Landtags. Der Besucherdienst des Landtags erläuterte dort kindgerecht die Parlamentsarbeit der Abgeordneten.

Ministerin Gorißen und Landtagspräsident Kuper haben die Schirmherrschaft über die Waldjugendspiele in Nordrhein-Westfalen inne.

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