Waldbrandgefahr steigt – Land setzt weitere Waldbrandschutzmaßnahmen um
Bei den sehr hohen sommerlichen Temperaturen bietet der Wald Schatten und Abkühlung. Doch bei Waldbesuchen ist in diesen Tagen besondere Vorsicht geboten. Für die nächste Woche wird sogar flächendeckend eine stark erhöhte Waldbrandgefahr erwartet: Damit ist große Vorsicht und Wachsamkeit geboten. Jeder einzelne ist dabei gefragt.
Bei den sehr hohen sommerlichen Temperaturen bietet der Wald Schatten und Abkühlung. Doch bei Waldbesuchen ist in diesen Tagen besondere Vorsicht geboten. Die Waldbrandgefahr steigt in Nordrhein-Westfalen verbreitet auf Stufe 3, die mittlere Stufe, regional auch auf Stufe 4, die zweithöchste Waldbrandwarnstufe – so zum Beispiel in der Köln-Bonner Bucht. Für die nächste Woche wird sogar flächendeckend eine stark erhöhte Waldbrandgefahr erwartet: Damit ist große Vorsicht und Wachsamkeit geboten. Jeder einzelne ist dabei gefragt.
Ministerin Silke Gorißen: „Bitte halten Sie die Augen im Wald auf – wenn Sie Rauch sehen oder riechen, rufen Sie die Feuerwehr. Wir lieben und brauchen unseren Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Klimaschützer, Holzlieferanten und wunderbaren Erholungsraum – und wir müssen ihn schützen. Die meisten Waldbrände werden durch Menschen verursacht. Bitte beachten Sie daher zum Schutz der Wälder, dass Rauchen, Grillen und offenes Feuer im Wald streng verboten sind. Bitte nur auf befestigten Flächen parken, damit heiße Katalysatoren der Autos keine Vegetation in Brand setzen. Und bitte immer Waldzufahrten für den Fall der Fälle freihalten, so dass Rettungsfahrzeuge schnell passieren können.“
Seit dem vergangenen Jahr warnt das Land in Wäldern mit Schildern vor der Waldbrandgefahr. Die Schilder weisen auf das Rauchverbot im Wald hin oder, dass im Wald kein offenes Feuer gemacht werden darf.
Darüber hinaus setzt Nordrhein-Westfalen am Niederrhein auf moderne Technik: Das Kamerasystem „FireWatch“ überwacht rund 62.000 Hektar Waldfläche und kann Rauchentwicklungen in bis zu 40 Kilometern Entfernung erkennen. Die Überwachungszentrale in Wesel ist bei erhöhter Waldbrandgefahr (ab Stufe 3) täglich besetzt und ermöglicht eine frühzeitige Alarmierung der Einsatzkräfte.
Land verstärkt Waldbrandbekämpfung – 2. FireFighter wird im Juli vorgestellt
Der in Arnsberg stationierte „FireFighter“ kann seit Beginn der Waldbrandsaison im Fall eines Waldbrandes seitens der Feuerwehren angefordert werden. Das Speziallöschfahrzeug des Landes Nordrhein-Westfalen ist besonders geländegängig und dank seines 10.000-Liter-Löschwassertanks besonders für die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden geeignet. Die Feuerspritze ist um 360 Grad drehbar und kann rund 50 Meter weit Wasser gezielt spritzen. Ein Video über die Funktionsweise des FireFighters ist auf der Seite des Landesbetriebs Wald und Holz abrufbar. Link: https://www.youtube.com/watch?v=dZ-Wnmn7p5Q
Ein zweiter „FireFighter“ wird Mitte Juli von Ministerin Silke Gorißen in der Eifel vorgestellt. Im Fall eines Waldbrandes ist er bereits jetzt einsatzbereit. Damit stärkt Nordrhein-Westfalen seine Fähigkeiten zur Waldbrandbekämpfung.
Jeder kann den Wald schützen
Alle, die sich in der trockenen und heißen Jahreszeit in der Natur aufhalten und ein Handy dabeihaben, sind Waldbrandwachen. Wer Rauchgeruch wahrnimmt oder gar Flammen im Wald erkennt, sollte sofort die 112 anrufen. Eigene Löschversuche sollten nur bei kleinsten Entstehungsbränden unternommen werden. Ist das Feuer erst einmal richtig entfacht, kann nur die Feuerwehr helfen. Stattdessen sollten alle den Gefahrenort zügig verlassen und einen Notruf absetzen.
Waldbrandregeln
Damit es nicht zum Waldbrand kommt, sind diese Regeln so wichtig:
- Im Wald gilt vom 01. März bis zum 31. Oktober das gesetzliche Rauchverbot.
- Offenes Feuer wie Grill und Lagerfeuer ist im Wald und im Abstand von 100 Metern zum Wald verboten.
- Keine Zigaretten entlang von Straßen und Wegen wegwerfen.
- Rettungswege wie Waldwege und Waldzufahrten müssen frei bleiben und dürfen nicht zugeparkt werden.
- Kraftfahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen – heiße Fahrzeugteile können trockenes Gras entzünden.
Nach der Hitze das Gewitter: Lebensgefahr im Wald
Sollte es nach der Phase der Hitze und Trockenheit ein Gewitter geben, gilt es, den Wald so schnell wie möglich zu verlassen und Abstand von Bäumen zu halten. Neben möglichen Blitzeinschlägen können auch Äste, die abbrechen, oder Bäume, die umknicken, im Unwetter eine echte Gefahr für Menschen werden.
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