Fünfte Station der Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ von Ministerin Gorißen

Effizienter, präziser und ressourcenschonender durch KI: Besuch beim Landmaschinenhersteller CLAAS in Harsewinkel

21. Juli 2026
Acker, Landwirtschaft, Feld, Öko

Effizienter, präziser und ressourcenschonender durch KI. Wie Technologien bereits heute in der Praxis eingesetzt werden, hat sich Ministerin Gorißen bei der fünften Station ihrer Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ beim Landmaschinenhersteller CLAAS in Harsewinkel angesehen.

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Ob Mähdrescher, Feldhäcksler oder Traktor – moderne Landmaschinen sammeln während ihrer Arbeit eine Vielzahl von Daten. Mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) können diese Informationen in Echtzeit ausgewertet werden, damit Maschinen noch präziser arbeiten, Betriebsmittel gezielter eingesetzt und Landwirtinnen und Landwirte bei ihrer täglichen Arbeit bestmöglich unterstützt werden. Wie diese Technologien bereits heute in der Praxis eingesetzt werden, hat sich Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen bei der fünften Station ihrer Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ beim Landmaschinenhersteller CLAAS in Harsewinkel angesehen.

„Die Landwirtschaft der Zukunft wird nicht nur auf dem Acker gestaltet, sondern ebenso in Werkshallen, Entwicklungsabteilungen und Forschungseinrichtungen“, so Ministerin Silke Gorißen. „Innovationen werden dann erfolgreich, wenn Wissenschaft, Industrie und landwirtschaftliche Praxis eng zusammenarbeiten. Nordrhein-Westfalen bietet dafür hervorragende Voraussetzungen.“ Und weiter sagte sie: „Die Verbindung einer leistungsfähigen Landwirtschaft mit einem starken Maschinenbau ist ein besonderer Standortvorteil unseres Landes. Unternehmen wie CLAAS zeigen eindrucksvoll, wie Künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag auf den Höfen erleichtern kann: Sie hilft, Betriebsmittel gezielter einzusetzen, Ressourcen zu schonen und Erträge zu sichern.“

CLAAS gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Landtechnik und entwickelt digitale Assistenzsysteme sowie Anwendungen der Künstlichen Intelligenz konsequent weiter. Mit GPS-Steuerung, moderner Sensorik und Telemetrie unterstützen die Maschinen Fahrerinnen und Fahrer bereits heute bei vielen Arbeitsabläufen. Automatisierte Lenk- und Assistenzsysteme entlasten die Beschäftigten auf dem Feld und sorgen dafür, dass Arbeiten auch unter anspruchsvollen Bedingungen präzise durchgeführt werden können. Gleichzeitig schaffen digitale Anwendungen die Grundlage für weitere Automatisierungsschritte in der Landwirtschaft.

Die Claas-Gruppe treibt nach eigenen Angaben den Einsatz von KI in allen Unternehmensbereichen aktiv voran. „Künstliche Intelligenz wird bei CLAAS immer wichtiger und prägt zunehmend den Arbeitsalltag unserer Mitarbeitenden – sei es in den administrativen Bereichen und IT oder der Produktion. Mit innovativen Leuchtturmprojekten wie der Datenfabrik NRW demonstrieren wir, wie KI und Digitalisierung den Produktionsstandort in Harsewinkel und damit auch den Wirtschaftsstandort NRW stärken“, sagte der CLAAS CFO Henner Böttcher.

Am Standort Harsewinkel war das Unternehmen Partner des vom Land geförderten Leuchtturmprojekts Datenfabrik.NRW, in dem mit Forschungseinrichtungen und weiteren Industrieunternehmen KI-Lösungen für Produktion und Logistik entwickelt und im Werk erprobt wurden. Das Projekt, das im September 2025 erfolgreich abgeschlossen wurde, hat gezeigt, wie der Transfer von Spitzenforschung in industrielle Anwendungen gelingen kann und wie Nordrhein-Westfalen seine Stärken als Industrie- und Innovationsstandort ausbaut. 

Das größte Potenzial liegt für CLAAS in der Agrarwirtschaft: Durch die intelligente Verknüpfung bereits vorhandener Datenmengen lasse sich die landwirtschaftliche Produktion maßgeblich effizienter und ressourcenschonender gestalten. „Unser Ziel lautet ‚More for Less durch AI‘“, so Wolf von Wendorff, Senior Vice President Global Digital Solutions bei CLAAS. „Der entscheidende Hebel für den Erfolg liegt in der Kombination aus Smart Farming und Precision Farming.“ Während Smart Farming die gesamten Betriebsprozesse auf dem Hof und auf dem Feld optimiert, ermöglicht Precision Farming die zentimetergenaue Bewirtschaftung. Das Ergebnis dieses Zusammenspiels ist, dass jede einzelne Pflanze individuell und bedarfsgerecht versorgt werden kann. Durch diesen ganz gezielten Einsatz von Betriebsmitteln sinken die Inputkosten für Landwirte, während gleichzeitig die Umwelt geschont wird. „CLAAS unterstreicht damit seine Rolle als Innovationstreiber für eine zukunftsfähige und nachhaltige Landwirtschaft“, so von Wendorff.

Hintergrund Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“

Mit ihrer Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ besucht Ministerin Gorißen in diesem Jahr Unternehmen, landwirtschaftliche Betriebe und Forschungseinrichtungen in allen Regionen des Landes. Ziel ist es, innovative Anwendungen sichtbar zu machen und zu zeigen, wie Künstliche Intelligenz bereits heute einen Beitrag zu einer leistungsfähigen, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Land- und Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen leistet. Die Tour hat die Ministerin bereits an verschiedenste Standorte geführt. Dabei ging es etwa um gezielte Bewässerung von Pflanzen, die umweltschonende Unkrautbekämpfung durch Maschinen, den Schutz von Ernten durch präzise Wetterprognosen oder ein Verfahren zur frühzeitigen Geschlechtsbestimmung im Ei. In den kommenden Wochen macht Ministerin Silke Gorißen im Rahmen der Tour noch Station im Arnsberger Wald, um sich über eine Drohne zur Wiederbewaldung zu informieren, und in Bad Sassendorf, wo es um den „Stall der Zukunft“ geht.

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