Vierte Station der Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ von Ministerin Gorißen

Vom Versuchsfeld in die Praxis: Künstliche Intelligenz macht Landwirtschaft zukunftsfest

6. Juli 2026
PHB Gorißen, Silke - lächelnd, vor Flaggen (2022)

Was heute auf den Versuchsflächen entsteht, kann morgen den landwirtschaftlichen Alltag verändern: Auf dem Campus Klein-Altendorf in Rheinbach entwickeln Forschende gemeinsam mit Praxispartnern innovative Verfahren, die Betriebe dabei unterstützen, Ressourcen zu schonen, Erträge zu sichern und besser auf die Folgen des Klimawandels reagieren zu können. Bei der vierten Station ihrer Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ hat sich Ministerin Silke Gorißen über aktuelle Projekte aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Sensorik informiert. 

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Was heute auf den Versuchsflächen entsteht, kann morgen den landwirtschaftlichen Alltag verändern: Auf dem Campus Klein-Altendorf in Rheinbach entwickeln Forschende gemeinsam mit Praxispartnern innovative Verfahren, die Betriebe dabei unterstützen, Ressourcen zu schonen, Erträge zu sichern und besser auf die Folgen des Klimawandels reagieren zu können. Bei der vierten Station ihrer Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ hat sich Ministerin Silke Gorißen über aktuelle Projekte aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Sensorik informiert. Mit der landesweiten Tour macht die Ministerin innovative Anwendungen der Künstlichen Intelligenz in der Land- und Forstwirtschaft sichtbar und zeigt, wie Nordrhein-Westfalen seine Spitzenposition als Agrar- und Forschungsstandort weiter ausbaut. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft, landwirtschaftlicher Praxis und Öffentlichkeit zu stärken.

„Spätfröste, Trockenheit oder Starkregen – die Landwirtschaft muss sich immer häufiger auf extreme Wetterlagen einstellen“, so Ministerin Gorißen. „In Rheinbach wird erforscht, wie Künstliche Intelligenz und moderne Sensortechnik dabei helfen können, Ernten zu schützen und Betriebe widerstandsfähiger zu machen. Nordrhein-Westfalen verfügt mit dem Campus Klein-Altendorf über einen herausragenden Forschungsstandort, an dem innovative Ideen gemeinsam mit der Praxis entwickelt und erprobt werden. Genau solche Partnerschaften stärken unseren Agrarstandort und machen ihn fit für die Zukunft.“

„Der Campus Klein-Altendorf ist ein zentraler Innovationsmotor für die Landwirtschaft von morgen“, so Prof. Dr. Ralf Pude, Wissenschaftliche Leitung Campus Klein-Altendorf. „Der Besuch von Ministerin Gorißen unterstreicht die Relevanz dieser Mission. Mit wegweisenden Initiativen wie dem Exzellenzcluster PhenoRob und dem Projekt DigiKliMAP zeigen wir hier vor Ort, wie Spitzenforschung direkt in die Praxis überführt wird. Ob durch Künstliche Intelligenz und modernste Robotik für einen nachhaltigen Pflanzenbau oder durch präzise, digitale Klimadatennetzwerke zum Schutz vor extremen Wetterereignissen – wir bündeln Technologien, um Erträge zu sichern, Ressourcen zu schonen und den Agrarstandort Nordrhein-Westfalen zukunftssicher aufzustellen.“ 

Projekt „DigiKliMAP“ liefert hochaufgelöste Klimadaten

Ein Beispiel ist das Projekt DigiKliMAP, das im Rahmen des Förderprogramms „Europäische Innovationspartnerschaften für Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft (EIP-Agri)“ gefördert wird. Gemeinsam mit dem bio innovation park Rheinland e. V. als Leadpartner, der Universität Bonn und landwirtschaftlichen Betrieben entsteht ein digitales Netzwerk aus Wetterstationen und Bodensensoren. Das Netzwerk liefert hochaufgelöste Klimadaten für die südliche Niederrheinische Bucht – eine der wichtigsten Obst- und Sonderkulturanbaugebiete Deutschlands. Hier gibt es ausgeprägte kleinräumige Klimaunterschiede. Das Wetternetzwerk stellt präzise Wetterdaten für einzelne Anbauflächen bereit, warnt frühzeitig vor Frost oder starker UV-Strahlung und unterstützt durch standortbezogene Wetterprognosen und Krankheitsmodelle eine bedarfsgerechte Bewirtschaftung. Davon profitieren die Betriebe, denn es lassen sich Pflanzenschutzmittel und Wasser einsparen sowie Arbeitsabläufe effizienter planen. Die Daten können einfach per App oder Browser abgerufen werden.

Exzellenzcluster PhenoRob entwickelt neue Anbauverfahren

Neben DigiKliMAP gab es in Rheinbach Einblicke in die Forschung des Exzellenzclusters PhenoRob. Dort arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen – von Robotik und Informatik über Pflanzenwissenschaften bis zur Agrarökonomie – gemeinsam an neuen Technologien für den nachhaltigen Pflanzenbau. Dabei fokussiert sich der Cluster auf vier zentrale Forschungsbereiche: die Weiterentwicklung autonomer Roboter und KI-gestützter Verfahren zur präzisen, ressourcenschonenden Nutzpflanzenproduktion, die umfassende sensorbasierte Phänotypisierung im Feld zur Erfassung pflanzlicher Reaktionen auf Umweltbedingungen, die Gestaltung und Bewertung neuer Anbausysteme im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Biodiversität, Ökosystemleistungen und Bodenfunktionen sowie die Integration gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Perspektiven in die Umsetzung nachhaltiger Produktionsformen. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit soll ein ganzheitliches Verständnis für zukunftsfähige Agrarsysteme geschaffen und praxisrelevante Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft entwickelt werden.

Hintergrund Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“

Die Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ führt Ministerin Gorißen in den kommenden Monaten an weitere Forschungs- und Praxisstandorte im Land. Dabei soll herausgestellt werden, welche Vorteile die Innovationen bringen, die kluge Köpfe in Nordrhein-Westfalen erarbeitet und erprobt haben. Nach Stationen zu KI-gestützter Unkrautbekämpfung, innovativem Gemüsebau und Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei stehen als Nächstes sensorgestützte Nutztierhaltung, smarte Landmaschinen und Drohnen zur Wiederbewaldung auf dem Programm. 

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