Vom Bergbau zur Zukunft: „Freiheit Emscher“ verbindet Bottrop und Essen
Ministerin Neubaur: Freiheit Emscher zeigt, wie aus alten Industriestandorten neue Chancen entstehen
Auf ehemaligen Bergbauflächen wächst etwas Neues: Mit dem Projekt „Freiheit Emscher“ entsteht zwischen Bottrop und Essen ein moderner Raum zum Arbeiten, Leben und Zusammenkommen. Das Land und die Europäische Union unterstützen das Gemeinschaftsprojekt mit 77 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund.
Auf ehemaligen Bergbauflächen wächst etwas Neues: Mit dem Projekt „Freiheit Emscher“ entsteht zwischen Bottrop und Essen ein moderner Raum zum Arbeiten, Leben und Zusammenkommen. Das Land und die Europäische Union unterstützen das Gemeinschaftsprojekt mit 77 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund. Am Mittwoch, 7. Januar 2026, überreichte Wirtschaftsstaatssekretär Paul Höller im Bottroper Malakoffturm fünf Förderbescheide an die Projektpartner.
Wo früher Steinkohle abgebaut wurde, wird damit einer der modernsten Lebens- und Wirtschaftsstandorte in Nordrhein-Westfalen geschaffen. „Freiheit Emscher“ zählt zu den größten Stadtentwicklungsprojekten im Land und wird gemeinsam von den Städten Bottrop und Essen, der RAG Montan Immobilien GmbH, der Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH sowie der Emschergenossenschaft umgesetzt.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Freiheit Emscher zeigt, wie aus alten Industriestandorten neue Chancen entstehen können – für gute Arbeitsplätze, mehr Lebensqualität und eine gesunde Umwelt. Wenn Städte, Unternehmen und Wasserwirtschaft über Grenzen hinweg zusammenarbeiten, entsteht etwas, das weit über einzelne Flächen hinaus wirkt. Genau so stellen wir uns den Strukturwandel im Ruhrgebiet vor: nachhaltig, innovativ und nah an den Menschen.“
Wirtschaftsflächen zu entwickeln ist entscheidend, um Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen und der Wirtschaft im Ruhrgebiet Raum zu geben. Insgesamt werden durch die fünf Teilprojekte rund 57 Hektar ehemaliger Bergbauflächen erschlossen und entwickelt, damit sich Unternehmen mit nachhaltigen Arbeitsplätzen ansiedeln können.
Was ist konkret geplant?
- Flächenentwicklung „Welheimer Mark“ in Bottrop und „Emil Emscher“ in Essen (Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH): Mithilfe der Fördermittel können unter anderem Grundstücke erworben und für den Bau vorbereitet werden. Geplant ist zudem die verkehrliche und technische Erschließung, Freianlagen und Ausgleichsflächen zu schaffen sowie Wirtschaftsflächen mit dem umgebenden Stadtraum und Biotopverbund zu verbinden.
- Entwicklung des Gewerbeboulevards in Essen und Bottrop (Stadt Essen und Stadt Bottrop): Gefördert wird unter anderem ein neuer Gewerbeboulevard mit Trassen für den Rad- und Fußverkehr inklusive Flächenkauf. Außerdem entstehen Grünstreifen und Aufnahmeflächen für Regenwasser.
- Wasserwirtschaft (Emschergenossenschaft): Geplant ist die wasserwirtschaftliche Entflechtung und ökologische Verbesserung des Wasserlaufes Aspelflötte für das neue Gewerbegebiet Welheimer Mark in Bottrop.
Weitere Informationen finden Sie unter www.efre.nrw.
Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen im EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Funds (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit.
Weitere Informationen über das EFRE/JTF-Programm NRW und ausführliche Porträts zahlreicher beispielhafter Projekte finden Sie unter www.efre.nrw.
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