Mit vier Dörfern aus Nordrhein-Westfalen: Bundesentscheid im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" würdigt das Engagement in ländlichen Räumen

1. Juli 2026
Eine Familie mit zwei Kindern streift durch eine hohe Wiese vor einem Dorf

Mit viel Herzblut, Tatkraft und Kreativität haben engagierte Menschen in den vergangenen Wochen der Jury ihre Dörfer präsentiert – jetzt hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die Ergebnisse des 28. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ bekannt gegeben. Mit dabei waren auch die vier nordrhein-westfälischen Dörfer Boisheim (Kreis Viersen), Darup (Kreis Coesfeld), Helberhausen (Kreis Siegen-Wittgenstein) und Lenne (Hochsauerlandkreis), die im vergangenen Jahr Gold auf Landesebene geholt und sich damit für den Bundeswettbewerb qualifiziert hatten.

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Mit viel Herzblut, Tatkraft und Kreativität haben engagierte Menschen in den vergangenen Wochen der Jury ihre Dörfer präsentiert – jetzt hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die Ergebnisse des 28. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ bekannt gegeben. Mit dabei waren auch die vier nordrhein-westfälischen Dörfer Boisheim (Kreis Viersen), Darup (Kreis Coesfeld), Helberhausen (Kreis Siegen-Wittgenstein) und Lenne (Hochsauerlandkreis), die im vergangenen Jahr Gold auf Landesebene geholt und sich damit für den Bundeswettbewerb qualifiziert hatten. Der Landeswettbewerb wird vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz im dreijährlichen Turnus ausgeschrieben.

Die Dörfer aus Nordrhein-Westfalen erreichten folgende Platzierungen:

Darup:                      Gold 

Helberhausen:      Gold

Lenne:                      Silber

Boisheim:                Bronze

Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Silke Gorißen gratulierte den Teilnehmenden des 28. Bundeswettbewerbs und beglückwünschte die nordrhein-westfälischen Siegerdörfer: „Dieser Wettbewerb macht sichtbar, wie Dörfer den Herausforderungen vor Ort begegnen und ihre individuellen Visionen eines attraktiven Dorflebens verwirklichen“, sagte die Ministerin. „Es ist beeindruckend, wie stark sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen mit Herz und Seele für ihre Heimat einbringen. Bei dem Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘ werden lebendige und ideenreiche Dörfer ausgezeichnet, in denen das Miteinander aktiv gelebt und das Lebensumfeld nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet wird. Ich gratuliere den Bürgerinnen und Bürgern der teilnehmenden Dörfer herzlich: Jede und jeder Einzelne von Ihnen hat zu diesem Erfolg beigetragen!“

Auch Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, gratulierte den teilnehmenden Dörfern. Die Landwirtschaftskammer ist in Nordrhein-Westfalen mit der Durchführung des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ beauftragt.

Präsident der Landwirtschaftskammer NRW Karl Werring: „Die Erfolge im Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘ machen einmal mehr deutlich, wie viel Kraft, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein in unseren Dörfern steckt. Die vier Dörfer aus Nordrhein-Westfalen haben mit großem Engagement, innovativen Ideen und einem starken Gemeinschaftssinn auf allen Ebenen des Wettbewerbs überzeugt – von der Kreis- und Landesebene bis hin zur Bundesebene. Die Teilnahme auf Bundesebene unterstreicht die hohe Qualität und das außerordentliche Engagement, mit dem die Menschen vor Ort ihre Dörfer gestalten und weiterentwickeln. Sie zeigen eindrucksvoll, wie lebendig, zukunftsorientiert und attraktiv das Leben in unseren Dörfern ist. Zu diesem besonderen Erfolg gratuliere ich den beteiligten Dorfgemeinschaften sehr herzlich.“

Infos zu den Dörfern aus Nordrhein-Westfalen:

Boisheim

Unter dem Leitgedanken „Ein Dorf hilft sich selbst“ zeigt die Bevölkerung, wie moderne ländliche Entwicklung und gelebte Nachbarschaft vor Ort aussehen können. Ein Beispiel ist das Dorfzentrum „BoDo“: Aus einer alten Feuerwehrstation schufen die Bürgerinnen und Bürger in Eigenregie einen Treffpunkt inklusive Dorfladen, der kontinuierlich barrierefrei ausgebaut wird. Ein innovatives Grünflächenkonzept bereitet das Dorf auf den Klimawandel vor.

Darup

Darup punktete beim Landeswettbewerb durch herausragende Projekte und Konzepte, die das Dorfleben nachhaltig sichern. Eine Bürgergenossenschaft rettete das letzte Gasthaus im Ort als sozialen Treffpunkt und die Gemeinschaft setzte sich für den Erhalt der Grundschule ein. Innovative Ideen wie der digitale Kuckucksweg: ein interaktiver, sechs Kilometer langer Familien-Erlebniswanderweg, der Naturerlebnis, Heimatgeschichte und digitales Lernen durch eine spannende Zeitreise miteinander verbindet.

Helberhausen

Die „Löffelstadt“ macht deutlich, wie sich historische Traditionen bewahren und gleichzeitig moderne Lebensräume für alle Generationen schaffen lassen. Den Kern bilden Projekte in Eigenleistung: Die alte Kapellenschule wurde zum Bürgerhaus und im Ortskern entsteht eine Multifunktionsfläche mit Kapellentheater. Neben der geretteten Kita sichern der historische Löffelpfad, eine Dorf-App und der traditionsreiche Bärenlauf die Zukunftsfähigkeit des Ortes.

Lenne

Unter dem Leitmotiv „Lenne lebt“ ermöglichen regelmäßige Dorfgespräche und ein Ideen-Briefkasten die Mitsprache der Bevölkerung, während das umgebaute ehemalige Pfarrheim als zentrale Begegnungsstätte der Gemeinschaft dient. Ein weiteres nennenswertes Beispiel ist das Generationenprojekt „Gartenzwerge“: Hier gibt die ältere Generation ihr Wissen über das Gärtnern direkt an die Kinder im Ort weiter. Die Trinkwasserversorgung wird selbstständig über einen lokalen Verband organisiert und gestemmt, was zur Identität beiträgt und die Autonomie der Dorfgemeinschaft unterstreicht. 

Bundeswettbewerb 2026

Die Ergebnisse verdeutlichen den großen Erfolg für die ländlichen Räume: Insgesamt wurden 8 Dörfer mit Gold, 12 Dörfer mit Silber und 6 Dörfer mit Bronze ausgezeichnet. Mit ihrem herausragenden bürgerschaftlichen Engagement, innovativen Ideen und zukunftsorientierten Entwicklungskonzepten konnten die prämierten Gemeinschaften die Jury überzeugen. 

Insgesamt beteiligten sich 1.221 Dörfer aus ganz Deutschland am 28. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. 26 Orte erreichten die Finalrunde. Die Bewertungskommission bereiste im Juni über einen Zeitraum von drei Wochen alle Finaldörfer. Dabei bewertete sie unter anderem Initiativen zur Unterstützung wirtschaftlicher Aktivitäten und zur Verbesserung der Infrastruktur, soziale und kulturelle Angebote, den Umgang mit Baukultur, Natur und Umwelt sowie das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für die Entwicklung ihres Dorfes.

Die Auszeichnungen im Bundeswettbewerb sind mit Preisgeldern verbunden: Golddörfer erhalten jeweils 15.000 Euro, Silberdörfer werden mit 10.000 Euro und Bronzedörfer mit 5.000 Euro prämiert. Zusätzlich wurden sechs Sonderpreise in Höhe von jeweils 3.000 Euro vergeben. Mit einem großen Dorffest im Rahmen der Grünen Woche in Berlin werden die Preisträgerinnen und Preisträger im Januar 2027 feierlich geehrt.

Hintergrund Unser Dorf hat Zukunft

Der Dorfwettbewerb wird seit 1961 durchgeführt und zählt zu den traditionsreichsten Wettbewerben für die Entwicklung ländlicher Räume in Deutschland. Bereits zum 28. Mal würdigt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat damit das vielfältige Engagement von Dorfgemeinschaften. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Zukunftsfähigkeit ländlicher Orte zu stärken, innovative Ansätze sichtbar zu machen und die Menschen vor Ort zu ermutigen, ihre Heimat aktiv mitzugestalten.

Weitere Informationen zum Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2026 finden Sie unter: https://land-zukunft.de/dorfwettbewerb/ 

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