techHAUS.NRW im Rheinischen Revier eröffnet – Hier testen Betriebe, bevor sie investieren

Ministerin Neubaur: Digitalisierung für Unternehmen einfacher machen - praxisnah, innovationsorientiert und mit Blick auf den konkreten Bedarf der Unternehmen

8. Oktober 2026
Abstrakte Darstellung der künstlichen Intelligenz

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur eröffnete das techHaus.NRW am Donnerstag, 8. Oktober 2026, auf dem euronova CAMPUS in Hürth und überreichte einen Förderbescheid über rund sieben Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen des Bundes.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Viele kleine und mittlere Unternehmen würden gerne Künstliche Intelligenz, virtuelle Welten oder andere digitale Technologien nutzen. Doch im Tagesgeschäft fehlt oft die Zeit, sich zu informieren, zu orientieren und zu entscheiden, welche Lösung passt. Hier setzt das techHAUS.NRW an – ein neuer Ort für digitale Innovation und Technologietransfer im Rheinischen Revier. Es unterstützt Unternehmen dabei, neue digitale Technologien kennenzulernen und zu erproben. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur eröffnete das techHaus.NRW am Donnerstag, 8. Oktober 2026, auf dem euronova CAMPUS in Hürth und überreichte einen Förderbescheid über rund sieben Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen des Bundes. Getragen wird das Projekt vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. 

Ministerin Neubaur: „Kein Betrieb sollte erst Geld ausgeben müssen, um herauszufinden, ob sich KI für ihn lohnt. Im techHAUS.NRW geht es andersherum: erst ausprobieren, dann entscheiden. Viele Inhaberinnen und Inhaber wissen, dass sich etwas tun muss. Ihnen fehlt nicht der Wille, ihnen fehlt die Zeit. Wir nehmen ihnen die Suche ab und zeigen, was im eigenen Betrieb funktioniert. So wird Strukturwandel konkret: in der Werkstatt, im Büro, an der Kasse.“

Lisa Klug, Fraunhofer-Institut: „In unseren Gesprächen mit Betrieben erleben wir immer wieder dasselbe Dilemma: Der Druck zu digitalisieren ist groß, doch zwischen Tagesgeschäft und rasantem Technologiefortschritt fehlt oft der Überblick, wo man anfangen soll. Dabei muss man nicht alles können, anfangen ist der wichtigste Schritt. Den Einstieg finden wir gemeinsam, und zwar nicht über die Technologie, sondern über die Frage, welches Problem ein Unternehmen lösen möchte. Innerhalb von zwei Wochen zeigen wir dann mit einem Prototyp, wie die Lösung in der Praxis aussehen könnte, und machen die Erkenntnisse daraus auch für andere Betriebe nutzbar. So profitiert die ganze Region.“

Das techHAUS.NRW ist ein praxisorientiertes Innovations- und Transferprojekt des Fraunhofer FIT im Rheinischen Revier. Das Projekt ist das Nachfolgeprojekt des Blockchain Reallabor, welches nun den gleichen Ansatz technikoffen verfolgt. Unternehmen, Kommunen, Initiativen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger können dort aktuelle digitale Technologien kennenlernen und deren Anwendungsmöglichkeiten anhand konkreter Fragestellungen erproben. Das Angebot reicht von Workshops und Demonstratoren über Prototypen und Studien bis hin zu Weiterbildungen und Veranstaltungen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Web3, Künstliche Intelligenz, Extended Reality und resiliente Kommunikationsinfrastrukturen.

Hintergrund

Der Bund, das Land und die EU unterstützen den Strukturwandel des Rheinischen Reviers mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung von EU und Bund mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 996 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 3,6 Milliarden Euro bewilligt.

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