Starke Höfe brauchen starke und gesunde Menschen: Ministerin Gorißen würdigt zum Weltbauern- und Internationalen Tag der Milch am 1. Juni die Leistung der Landwirtschaft
Die heimischen Betriebe stehen für Qualität, regionale Wertschöpfung und viel Engagement – oft weit über den eigentlichen Arbeitstag hinaus.
Sie sorgen jeden Tag für hochwertige Lebensmittel und lebendige ländliche Räume: Auch zum Weltbauern- und Internationalen Tag der Milch am Montag, 1. Juni, würdigt Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen die Leistung von Bäuerinnen und Bauern. Denn die heimischen Betriebe stehen für Qualität, regionale Wertschöpfung und viel Engagement – oft weit über den eigentlichen Arbeitstag hinaus.
„Landwirtinnen und Landwirte brauchen Entlastungen und mehr Wertschätzung“, so Ministerin Silke Gorißen. „Nordrhein-Westfalen erhebt hier klar die Stimme für die Landwirtinnen und Landwirte und steht in regelmäßigem Austausch mit Berlin und Brüssel, um zum Beispiel unnötige Bürokratie abzubauen. Der Landesregierung ist es zugleich ein wichtiges Anliegen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Themen die Landwirtinnen und Landwirte bewegt und wie aufwändig es ist, Gemüse, Obst, Fleisch und Milch zu erzeugen.“
Wie fordernd der Beruf des Landwirts ist, zeigen erste Erhebungen zum Thema psychische Erkrankungen. Diese zählen in der Grünen Branche bereits zu den häufigsten Ursachen für Krankheitsausfälle. Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz weist daher auf die hohe Bedeutung der mentalen Gesundheit von Landwirtinnen und Landwirten hin.
„Der Aktionstag am 1. Juni ist eine gute Gelegenheit, Danke zu sagen und den Blick auf die Bedeutung der Landwirtschaft für unseren Alltag zu lenken. Zugleich ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass hinter vielen regionalen Produkten Familienbetriebe stehen, die Tag für Tag mit sehr hoher Verantwortung, Leidenschaft und einem enormen Arbeitspensum auf den Höfen im Einsatz sind. Hinzu kommen schwankende Marktpreise, unvorhersehbare Wetterbedingungen, steigende Betriebskosten. Viele Landwirtinnen und Landwirte stehen heute unter sehr hohem Druck.“
Die Ministerin weiter: „Wenn man selbst aus einer schwierigen Situation keinen Ausweg mehr sieht, ist es ein Zeichen der Stärke, sich im Fall der Fälle Hilfe und Beratung zur mentalen Gesundheit zu holen. Das Land fördert das Landfrauentelefon und die ländlichen Familienberatungen zur Beratung der Betroffenen in diesen Situationen. Sie sind eine gute Anlaufstelle.“
Die Rheinischen und Westfälisch-Lippischen Landfrauen haben vor rund 25 Jahren das LandFrauentelefon NRW gegründet, das durch Spenden und die Trägerschaft des Rheinischen LandFrauenverbands e.V. und des Westfälisch-Lippischen LandFrauenverbands e.V., finanziert wird. Zudem erhalt es Unterstützung von weiteren Netzwerkpartnern, darunter dem Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Über das LandFrauentelefon NRW e.V. hinaus fördert das Ministerium weitere Beratungsangebote der Ländlichen Familienberatungen Hardehausen e.V. und des Bistums Münster e. V. Landwirte können sich zudem über die Beratungsrichtlinie oder über die Landesinitiative „Existenzgefährdete Betriebe“ beraten lassen.
Agrarministerkonferenz fordert bundesweite Studie
Bei der vergangenen Frühjahrs-Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall haben die Agrarressorts der Bundesländer den Bund um die Durchführung und Finanzierung einer bundesweiten Studie zur Thematik Suizid und mentale Gesundheit in der Landwirtschaft gebeten, um mehr über Einflussfaktoren und mögliche Unterstützungsangebote zu erfahren. Diese soll eine Statistik über die Notlage und psychischen Belastungen bei Landwirtinnen und Landwirten sowie Winzerinnen und Winzern liefern. Außerdem soll die Studie die wesentlichen Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen untersuchen, die zu psychischen Belastungen im Bereich der Landwirtschaft beitragen. Ziel ist es, eine fundierte Grundlage für passgenaue Unterstützungsangebote und weiterführende präventive Maßnahmen zu schaffen.
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