Sommerhilfen für besseren Hitzeschutz: Land unterstützt obdachlose Menschen mit 250.000 Euro

Mittel stehen beispielsweise für Sonnensegel, Sommerschlafsäcke und Trinkflaschen zur Verfügung

26. Juni 2026
Eine Hand gießt aus einer Flasche Wasser in ein Glas.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales unterstützt auch in diesem Jahr den Hitzeschutz von obdach- und wohnungslosen Menschen. Dafür stehen erneut 250.000 Euro bereit, die das Land in einem unbürokratischen Verfahren an die Träger und Initiativen der Wohnungslosenhilfe auszahlt.

Arbeit, Gesundheit und Soziales

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales unterstützt auch in diesem Jahr den Hitzeschutz von obdach- und wohnungslosen Menschen. Dafür stehen erneut 250.000 Euro bereit, die das Land in einem unbürokratischen Verfahren an die Träger und Initiativen der Wohnungslosenhilfe auszahlt. Damit können beispielsweise Sonnensegel, Sommerschlafsäcke, Trinkflaschen und Sonnenschutzmittel angeschafft und vor Ort an betroffene Menschen verteilt werden. Die sogenannten Sommerhilfen sind deshalb so wichtig, weil heiße Temperaturen nicht zuletzt für obdach- und wohnungslose Menschen besonders belastend sind und ihre Gesundheit ernsthaft gefährden können. 

„Obdachlose und wohnungslose Menschen können sich bei intensiver Sonneneinstrahlung und Hitze nicht einfach an einen kühlen Ort zurückziehen oder eine Dusche nehmen. Hohe Temperaturen sind eine erhebliche Belastung für sie und können zu Flüssigkeitsmangel, Kreislaufproblemen, Sonnenbrand und Infektionen führen. Daher ist es mir seit vielen Jahren und gerade auch in der aktuellen Hitzeperiode ein besonderes Anliegen, dass wir die Wohnungslosenhilfe bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen und einen Beitrag zum Hitzeschutz leisten”, erklärte Sozial- und Gesundheitsminister Laumann.

Das Verfahren zur Beantragung der Mittel ist unkompliziert und soll flächendeckend in ganz Nordrhein-Wesfalen die Obdachlosen- und Wohnungslosenhilfe bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Etwa 200 freie Träger und Initiativen der Wohnungslosenhilfe haben auch bereits ihr Interesse an dem Hilfspaket bekundet, um sich für gesundheitsbezogene Hitzeschutzmaßnahmen im Bereich der lokalen Wohnungslosenhilfe einzusetzen. Die Träger und Inititiativen konnten bereits in der aktuellen Hitzeperiode und vor Eingang des offiziellen Förderbescheids im Hitzeschutz aktiv werden, da für den Einsatz der Landesmittel vorzeitiger Maßnahmebeginn ausgesprochen wurde.

Koordinatoren und Ansprechpersonen für Rückfragen sind 

Frau Bettina Rudat, Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V., 

Tel.: 0221 20 10 248, E-Mail: Bettina.Rudat@caritasnet.de

Herr Heinz Blome, Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V., 

Tel.: 0221 20 10 287, E-Mail: Heinz.Blome@caritasnet.de

Hintergrund

Mit der Landesinitiative „Endlich ein ZUHAUSE!“ unterstützt das MAGS seit Juni 2019 die Kommunen und freien Träger der Wohnungslosenhilfe bei ihrer Aufgabe, sich um wohnungslose Menschen zu kümmern. Dafür sind die Landesmittel zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit erheblich aufgestockt worden: von 1,85 Millionen Euro im Jahr 2018 auf insgesamt 7,1 Millionen Euro im Jahr 2020. Durch den zusätzlichen Einsatz von Fördermitteln der EU stehen im Jahr 2026 insgesamt rund 16,6 Millionen Euro für diesen Zweck zur Verfügung. Weitere Informationen zur Landesinitiative „Endlich ein ZUHAUSE!“ finden Sie hier.

Das MAGS ergreift angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch Hitze übergreifende Maßnahmen. Die landesweite Koordination des gesundheitsbezogenen Hitzeschutzes übernimmt das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen in enger Abstimmung mit dem Ministerium. Zudem tauschen sich die maßgeblichen Akteurinnen und Akteure von Behörden, Verbänden und Organisationen des Gesundheits- und Pflegewesens in einem landesweiten Netzwerk für den gesundheitsbezogenen Hitzeschutz aus und planen übergeordnete Maßnahmen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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