Schülerinnen und Schüler setzen starke Zeichen für Demokratie, Erinnerung und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Bundespräsident Steinmeier besucht Dorsten in Begleitung der Schulministerin Feller
Im Mittelpunkt des Besuchs stehen Projekte von Schülerinnen und Schülern zur Demokratiebildung, zur Erinnerungskultur sowie zum inklusiven gesellschaftlichen Miteinander.
Im Rahmen des bundesweiten „Ehrentags“ besucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag, 18. Mai 2026, gemeinsam mit Schulministerin Dorothee Feller die Stadt Dorsten. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen Projekte von Schülerinnen und Schülern zur Demokratiebildung, zur Erinnerungskultur sowie zum inklusiven gesellschaftlichen Miteinander.
Schulministerin Dorothee Feller, die gebürtig aus Dorsten stammt, erklärt: „Schule ist ein zentraler Lernort für Verantwortung und Demokratie. Hier werden junge Meschen befähigt, für die Grundwerte unserer Demokratie einzutreten und sich engagiert gegen jede Form von Hass und Hetze zu wenden. Die Projekte in Dorsten zeigen sehr deutlich, wie Schülerinnen und Schüler sich mit Geschichte und Gegenwart auseinandersetzen und gesellschaftliches Miteinander aktiv gestalten. Ich danke Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seinen Besuch und die Wertschätzung des Engagements der Schülerinnen und Schüler sowie aller Beteiligten vor Ort.“
Der Besuch in Dorsten ist gleichzeitig Teil eines deutschlandweiten Aktionszeitraums rund um den 77. Geburtstag des Grundgesetzes. In Dorsten beteiligen sich zahlreiche Schulen und Einrichtungen mit eigenen Beiträgen und Projekten, die im Rahmen der „Dorstener Tage für das Grundgesetz“ durchgeführt werden.
Zum Auftakt reinigen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Stolpersteine im öffentlichen Raum, die an ermordete jüdische Familien erinnern. Im Anschluss trägt sich der Bundespräsident im Jüdischen Museum Westfalen in das Goldene Buch der Stadt Dorsten ein. Dort eröffnet er außerdem eine Ausstellung des Paul-Spiegel-Berufskollegs sowie von Einrichtungen der Heilerziehungspflege. Die Ausstellung thematisiert den Alltag von Menschen mit Behinderungen im Kontext des Grundgesetzes.
Im weiteren Verlauf des Besuchs wird eine Ausstellung im Grundgesetzladen eröffnet, die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Petrinum zum Thema Heimat und Demokratie gestaltet haben. Ein besonderer Moment wird auch die von Schülerinnen und Schülern gebildete Menschenkette sein, die verschiedene Stationen in der Innenstadt auf dem gemeinsamen Weg zum Alten Rathaus begleitet. Den Abschluss des Besuchs bildet eine ökumenische Andacht in der St.-Agatha-Kirche unter dem Titel „Würde verbindet uns“.
Nach dem Besuch in Dorsten reist der Bundespräsident am Folgetag weiter nach Dortmund und Herzebrock-Clarholz. Dort besucht er unter anderem ein internationales Seniorenfrühstück im Haus der Vielfalt, unterstützt die Arbeit der Initiative „Grenzenlose Wärme – Refugee Relief Work e.V.“ und begleitet ehrenamtliche Aktionen in einem Sportverein.