Sauberer, bezahlbarer Strom für Zuhause und Gewerbe: Mona Neubaur besucht Projekte des Gigawattpakts in Hürth und Euskirchen

Ministerin Neubaur: Das ist moderner Strukturwandel: Sauberer Strom, geringere Kosten und mehr Lebensqualität

22. August 2025
Auf einer Tischplatte liegt eine einzelne, leuchtende Glühlampe

Das Rheinische Revier macht Ernst mit der Energiewende. Bei ihrer „Gigawattpakt“-Tour besucht Mona Neubaur gemeinsam mit Bodo Middeldorf Aktivitäten vor Ort, mit denen die Region den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreibt.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Das Rheinische Revier macht Ernst mit der Energiewende. Bei ihrer „Gigawattpakt“-Tour besucht Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur am Freitag, 22. August 2025 gemeinsam mit Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, Aktivitäten vor Ort, mit denen die Region den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreibt.

In Hürth entsteht ein neuer Windpark in der Berrenrather Börde, der zur Versorgung eines Gewerbsgebiets auf einem ehemaligen Tagebaugelände errichtet wird. 

In Euskirchen wächst das Projekt „Südstadtgärten“: Hier soll ein ganzes Wohnquartier mit klimafreundlicher Energie versorgt werden. Durch intelligente Steuerung sinken Emissionen und Energiekosten erheblich. Ziel des Gigawattpakts für das Rheinische Revier ist eine installierte Leistung von mindestens fünf Gigawatt Erneuerbarer Energien bis 2028. 

Energiewende zum Anfassen

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur:„Energiewende heißt Zukunft sichern – bezahlbar und unabhängig. Das Rheinische Revier zeigt, was das bedeutet: Bewohnerinnen und Bewohner nutzen nachhaltig vor Ort erzeugten Strom und Wärme, Betriebe beziehen saubere Energie direkt vom Windrad nebenan – und all das günstig und planbar. Projekte wie in Hürth und Euskirchen verbinden Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit und schaffen so die Voraussetzungen für eine lebenswerte Region mit zukunftssicheren Jobs und attraktiven Bedingungen für Investitionen. In Nordrhein-Westfalen setzen wir deshalb unseren klaren Kurs bei der Energiewende fort – für eine unabhängige, bezahlbare und wettbewerbsfähige Energieversorgung, von der alle profitieren.“

Zukunftsagentur-Geschäftsführer Bodo Middeldorf: „Projekte wie der Windpark in Hürth und das smarte Wohnquartier in Euskirchen zeigen: Die Energiewende im Rheinischen Revier ist in vollem Gange. Durch solche Projekte wird aus der Transformation des Energiesystems ein Baustein des gelingenden Strukturwandels. Der Gigawattpakt steht für ein starkes Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – und für einen Strukturwandel, der ökologisch, wirtschaftlich und sozial überzeugt. Als Zukunftsagentur treiben wir diesen Wandel aktiv voran.“

Windkraft für das Gewerbe: Der Windpark Berrenrather Börde

Der erste Stopp der Tour führt Ministerin Neubaur und ZRR-Geschäftsführer Middeldorf nach Hürth zur Berrenrather Börde. Dort erzeugen vier moderne Windkraftanlagen künftig rund 12 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Rund eine Million Kilowattstunden davon fließt über eine Direktleitung direkt in die Produktion der HÖLSCHER HOLDING aus Kerpen. 

Im Beisein der Ministerin unterzeichnen der Betreiber SL NaturEnergie und die HÖLSCHER HOLDING einen entsprechenden Direktliefervertrag (PPA – Power Purchase Agreement). Vorteile solcher Direktliefermodelle sind unter anderem eine höhere Versorgungssicherheit, planbare Energiekosten sowie ein stabileres Stromnetz.

Smartes Wohnquartier: Die Südstadtgärten in Euskirchen 

In Euskirchen informieren sich Ministerin Neubaur und ZRR-Geschäftsführer Middeldorf über den neu entwickelten Steuerungshub im Wohnquartier „Südstadtgärten“. Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Batteriespeicher und ein KI-basierter Algorithmus arbeiten hier Hand in Hand. Ergebnis: Der Energieverbrauch wird flexibel an den Bedarf und günstige Strompreise angepasst – Kosten sinken, CO-Emissionen ebenso. Umgesetzt wird das Vorhaben von der Firma Fluxonos. „Wir können die Kosten des Stromeinkaufs um rund 30 Prozent reduzieren. Das senkt die Wohnnebenkosten deutlich und dauerhaft. Gleichzeitig entlasten wir das Stromnetz und verringern den CO2-Fußabdruck signifikant“, erklären Dipl.- Kaufmann Jörg Wiskirchen und Dr. Thomas Keßeler von Fluxonos.

Das ist der Gigawattpakt für das Rheinische Revier:

Rund 60 Landkreise, Kommunen, energiewirtschaftliche Unternehmen, Projektierer und die Landesregierung NRW -vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE)- haben sich im März 2022 zum Bündnis Gigawattpakt zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Rheinischen Revier voranzutreiben. Konkret: Die installierte Stromerzeugungsleistung der Erneuerbaren soll bis zum Jahr 2028 auf mindestens fünf Gigawatt ausgebaut werden. Der Gigawattpakt wird dabei als gesellschaftliches Gemeinschaftsprojekt betrachtet, bei dem jeder Akteur dazu aufgerufen ist, seinen Beitrag zu leisten. 

Hintergrund: Bund und Land unterstützen den Strukturwandel des Rheinischen Reviers mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 382 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,6 Milliarden Euro bewilligt. 

Weitere Informationen: https://www.rheinisches-revier.de/rheinisches-revier/gigawattpakt/allgemeines

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