Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen: Regionale Handelswege stärken

Landesweite Aktionstage starten am 27. August

17. August 2022
PHB Gorißen, Silke - lächelnd, vor Flaggen (2022)

Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, und Jan Leifert, Vorsitzender der Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW (LVÖ), sind sich über die wachsende Bedeutung regionaler Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Vermarktungswege in der Land- und Ernährungs¬wirtschaft einig. Beim gemeinsamen Besuch des Demeter-Hofes Haus Bollheim in Zülpich unterstrichen beide die Notwendigkeit, die regional-ökologische Landwirtschaft zu stärken.

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, und Jan Leifert, Vorsitzender der Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW (LVÖ), sind sich über die wachsende Bedeutung regionaler Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Vermarktungswege in der Land- und Ernährungs­wirtschaft einig. Beim gemeinsamen Besuch des Demeter-Hofes Haus Bollheim in Zülpich unterstrichen beide die Notwendigkeit, die regional-ökologische Landwirtschaft zu stärken. Davon profitieren insbesondere Verbraucherinnen und Verbraucher. Die LVÖ wies auf die vielfachen innovativen Bemühungen und regionalen Vermarktungs­ansätze von Biobetrieben in Nordrhein-Westfalen hin, die auf eine höhere Wertschöpfung für die Akteure vor Ort abzielen.

„Die Ökolandwirtschaft erlebt herausfordernde Zeiten“, so Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. „Die Landesregierung ist und bleibt der Branche ein verlässlicher Partner. Wir wollen den Ökolandbau stärken und seinen Anteil in Nordrhein-Westfalen weiter erhöhen. Der ökologische Landbau ist ein wichtiger Pfeiler, der die Landwirtschaft nachhaltiger gestaltet. Mit unseren Öko-Modellregionen, unserer Förderung für die Umstellung auf den Ökolandbau und unserer Unterstützung bei Bildung, Beratung und Forschung sind wir auf einem guten Weg. Jetzt gilt es, weiter in die Breite zu gehen.“

„Wir müssen als Landwirte, und speziell als ökologisch wirtschaftende Biobetriebe, in Zukunft mehr auf regionale Wirtschaftszusammenhänge achten“, erläutert LVÖ-Vorsitzender Jan Leifert. „Das ist nicht nur im Sinne unserer Nachhaltigkeitsziele, sondern auch der wirtschaftlichen Perspektiven unserer Ökolandwirte. Jede Kartoffel, jeder Liter Milch, jedes Stück Rindfleisch, das in der Direktvermarktung oder im regionalen Handel verkauft wird, in der regionalen Molkerei oder im Bäckerbetrieb verarbeitet wird, oder gegebenenfalls von mobilen Schlachtstätten erfasst wird, erhöht den ökologischen Wert des Produktes und trägt zum Erfolg des Erzeugerbetriebes bei.“ 

Natürlich sollten auch weiterhin Bioprodukte im überregionalen Handel zu kaufen sein, betont Leifert. Doch im Sinne der Verbraucherwünsche nach Produkten aus der Heimat, im Sinne des Umwelt- und Tierschutzes und nicht zuletzt zum Erhalt betrieblicher Zukunftsperspektiven müssten Biobetriebe bei zukünftigen Vermarktungsüberlegungen noch stärker an regionale Vernetzungen und Stoffströme denken.

Das sieht auch Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen so: „Wir unterstützen den ökologischen Landbau in Nordrhein-Westfalen auch bei seinen Bestrebungen zur Regionalisierung, zum Beispiel durch unsere Initiative der Ausweisung und Förderung von Öko-Modellregionen. So bleibt mehr Wertschöpfung bei den Betrieben im Land.“

Mehr Beratung und Information

Einig sind sich Ministerin Silke Gorißen und Jan Leifert über den Bedarf an Beratung und Information für Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe in der Region. Leifert betonte, dass letztlich Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihren Kaufentscheidungen großen Einfluss auf die positive Entwicklung des Landes hätten und hier ebenfalls ein erheblicher Informationsbedarf besteht, wie er unterstrich: „Daher sehen wir als Bio-Verbände gemeinsam mit dem Ministerium die Notwendigkeit der vielfältigen Verbraucher­aufklärung, wie wir sie mit den jetzt startenden Aktionstagen Ökolandbau NRW in beispielhafter Weise initiiert haben. Aktionstage, die den Verbraucherin­nen und Verbrauchern vielfältige Einblicke in die ökologische Land­wirtschaft bieten und ihnen die Vorzüge einer nachhaltigen Landwirtschaft mit Genuss und Info-Events transparent und erlebbar machen.“

Aktionstage Ökolandbau NRW 2022

Vom 27. August bis zum 11. September finden die „Aktionstage Ökolandbau NRW“ statt. Nach den vergangenen corona-geprägten Jahren haben sich zahlreiche Biobetriebe und Naturkostfachgeschäfte aus Nordrhein-Westfalen dazu entschlossen, die seit Jahren beliebte zweiwöchige Info-Kampagne in diesem Jahr wieder durchzuführen. Landesweit öffnen ökologisch wirtschaftende Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe ihre Hoftore für große und kleine Besucher. Über 100 Veranstaltungen bieten ein buntes Programm unter dem Kampagnenmotto „genießen, feiern, informieren“.

Auf www.oekolandbau-nrw.de ist eine komplette Übersicht aller geplanten Aktionstage-Events veröffentlicht. Hier sowie auf Instagram und Facebook finden sind viele Fakten und Hintergrundinfos zum Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen zu finden: www.instagram.com/oekolandbau_nrw, www.facebook.com/oekolandbauNRW  

Initiator der Aktionstage sind die Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW e.V. (LVÖ), die Landwirtschaftskammer NRW und das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MLV). Die Kampagne wird vom MLV gefördert.

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